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Albrecht Müller Wolfgang Lieb
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22. Dezember 2014
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Hinweise des Tages

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  1. “Gleicher Job, gleiches Geld” macht Sinn
    Wenn Arbeitnehmer mit gleicher Tätigkeit auch den gleichen Lohn bekommen, zahlt sich das für den Arbeitgeber aus: Leistung und Effizienz werden gesteigert. Zu dieser Aussage kommen Wissenschafter der Universität Innsbruck nach Auswertung eines ökonomischen Experiments.
    Quelle: WELT
  2. Soziale Unterschiede am Arbeitsmarkt verschärfen sich
    Leiharbeit, Minijobs, befristete Verträge: Billigarbeit ist auf dem Vormarsch. Laut einer neuen Untersuchung der IG Metall ist allein in ihrem Organisationsbereich jeder vierte Arbeitnehmer unter 30 Jahren in einem so genannten prekären Arbeitsverhältnis angestellt.
    Quelle: SPIEGEL

    Kommentar: Der SPIEGEL entdeckt die Folgen der von ihm selbst publizistisch unterstützten „Flexibilisierung des Arbeitsmarkts“.

  3. Bedingt einsatzbereit
    Latein um sechs Uhr früh, Arabisch in Heimarbeit, Geschichte statt Amerikanistik. Was die Uni Startprobleme nennt, ist für Erstsemester wie Anne und Eike ein unfassbares Chaos. Göttingen hat zum Wintersemester komplett auf Bachelor umgestellt – Szenen eines Fehlstarts.
    Quelle: SPIEGEL

    Kommentar : Der SPIEGEL entdeckt die Folgen des von ihm selbst publizistisch unterstützten Rückzugs des Staates aus dem Hochschulwesen.

  4. Dänemark: Kein Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Kündigungsschutz
    Der starke Rückgang der Arbeitslosigkeit in Dänemark während der 90er Jahre lässt sich nicht durch das Kündigungsschutz-Niveau in dem nördlichen Nachbarland erklären. Heute gelten in Dänemark dieselben Kündigungsschutz-Regelungen wie im Jahr 1993, als die Arbeitslosenquote noch bei 10,2 Prozent lag. Das zeigt eine wissenschaftliche Recherche von Arbeitsrechts-Expertinnen des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung.
    Quelle: Hans-Böckler-Stiftung
  5. Macht und Moneten
    „Entscheidend für ein Verständnis der europäischen Machtelitenkonfiguration aber ist die praktisch unüberbrückbare Mauer zwischen der Geldelite und den übrigen Eliten. Weder Spitzenmanager, noch Spitzenbürokraten, noch Spitzenpolitiker haben wirklich eine Chance, in diese Kreise integriert zu werden. Denn die Geldelite lebt auf einem anderen Planeten.“
    Auszüge einesTexts von Hans-Jürgen Krysmanski für den Kongreß zum Thema »Ungleichheit als Projekt: Produktion von Ungleichheiten im neoliberalen Kapitalismus« (www.bdwi.de/bdwi/ungleichheit/; veranstaltet vom Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Frankfurt/Main vom 24. bis 26. November)
    Quelle: Junge Welt
  6. Vordenker der modernen Rechten – zum Tod von Milton Friedman
    In seinem Taschenbuch »Kapitalismus und Freiheit« erfährt man alles Wesentliche über ein neoliberales Erziehungswesen (z.B. Bildungsgutscheine), eine negative Einkommenssteuer zur Beseitigung von Armut (dem bedingungslosen Grundeinkommen nicht unähnlich) oder über die Marktkräfte, die Diskriminierung beseitigen. Am Donnerstag starb Friedman. Mit ihm verliert die moderne Rechte und die uninformierte Linke einen Vordenker.
    Quelle: Junge Welt
  7. Politiker a.D. in ihren neuen Jobs
    Auf einem Wahlplakat der Grünen bekannte Rezzo Schlauch sich mit Strickzeug noch zu den Wurzeln der Partei. Nicht ganz so parteitreu war sein Berufswechsel zum Partner der CSU-nahen Anwaltskanzlei Mayer & Kambli in München und der Posten als Beirat beim Stromversorger EnBW – einem überzeugten Kernkraftwerksbetreiber. Bevor er in die Energiewirtschaft wechselte, war Schlauch parlamentarischer Staatssekretär für den Mittelstand im Wirtschaftsministerium. In der SZ erschien eine kleine Serie von Ex-Politikern und ihren neuen Betätigungsfeldern.
    Quelle: SZ
  8. Die Niederlande – eine Steueroase an der Nordsee
    In Europa ist der Steuerwettbewerb in vollem Gange. Die Niederlande werden die Körperschaftssteuer 2007 deutlich senken. Bereits heute lassen sich täglich fünf Firmen im Land nieder. Ein neues Gesetz soll helfen, die Attraktivität weiter zu vergrössern.
    Quelle: NZZ
  9. “Bush war verhängnisvoll”
    George Soros über die Ablösung neokonservativer Ideologie durch geopolitischen Realismus in den USA.
    Quelle: TAZ
  10. Thomas Barth: Plagiiert, beraten und verkauft. McKinsey, Bertelsmann, Hartz IV
    Quelle: Telepolis
  11. Georg Fülberth: Politik des aktiven Aussitzens zum Nutzen des Kapitals.
    Quelle: junge Welt
  12. Sozialpsychologe Philip E. Tetlock: Wer fernsieht, verbaut sich die Zukunft. Es sind die besonders dummen Experten, die am meisten zu uns reden.
    Quelle: Die Welt
  13. Wolfram Meyerhöfer: PISA-Daten ohne Aussagekraft. Ein Scheitern von Pisa wäre für den Testkonzern verheerend. Mit Kritikern wird deshalb rabiat umgegangen.
    Quelle: Freitag
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