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20. Dezember 2014
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Vom Steuerzahler subventionierte Riesterrente – dennoch nur 1,75% Rendite? Wer hat eigene Erfahrungen?

Verantwortlich:

„Hallo nachdenkseiten ! Wollte euch mal kurz eine email meiner Kollegin zukommen lassen, die sehr interessant ist. Ich hatte ihr letzte Woche den link von euch weitergeleitet, der zeigte, dass die Regierung seit neuestem Kurse zur privaten Altersvorsorge anbietet. Daraufhin schrieb sie mir heute folgendes zurück:

Guten Morgen Stefan,

als ich das gestern gelesen habe mit den Kursen, die das Bundesministerium anbietet, habe ich mich entschlossen, meine Riester-Rente zu kündigen. Ich habe mich da mal von meinem Versicherungsvertreter dazu überreden lassen, weil er mir vorgerechnet hat, wieviel Steuern ich da spare. Was er mir aber nicht gesagt hat, habe ich erst hinterher beim Nachrechnen festgestellt: Eine “normale” Lebensversicherung wird mit ca. 2,75% verzinst, diese Riesterrente nur mit 1,75%. Das heißt, die Versicherung kassiert das Geld, das ich vom Staat dafür bekomme. Das Problem ist: nachrechnen kannst du es erst, wenn du die eigentliche Versicherungspolice in den Händen hast, vorher fehlen dir immer entscheidende Informationen. Dreckskerle!

Monika.

Monika sieht das richtig. Die staatliche Subvention dieser privaten Altersvorsorge ist quasi ein Vertriebskostenzuschuss für eine in Betrieb und Vertrieb viel zu teure und ineffiziente Form der Altersvorsorge. Ohne staatliche Subvention würde sie sich in Luft auflösen.

Ich habe übrigens letzthin in einem Disput mit Friedrich Merz vor einem ziemlich konservativen, neoliberal gesinnten Publikum darauf hingewiesen, wie pervers es ist, dass die gleichen Kreise permanent die Streichung aller Subventionen verlangen und hier zeitgleich eine neue Giga-Subvention einführen. Einfach zu erklären: ihre Spezies und viele von ihnen selbst verdienen daran.

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