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„Ich verstehe die NachDenkSeiten nicht mehr, wenn ich die Hinweise und Kommentare zum Lokführerstreik lese.“

Veröffentlicht in: Arbeitsmarkt und Arbeitsmarktpolitik, Gewerkschaften

So beginnt die Mail eines NachDenkSeiten-Freundes der ersten Stunde, von Peter Dodel aus Rhodt. „Sonst vertreten sie doch immer die Interessen des ‚kleinen Mannes‘. In den entsprechenden Medienausschnitten und den Kommentaren dazu treten sie aber die Interessen des kleinen Mannes mit den Füßen!“ Albrecht Müller.

„Wer leidet denn ganz persönlich unter dem Lokführerstreik? Nicht so sehr die Herren Bahnvorstände, und auch die Wirtschaftsbosse werden den „wirtschaftlichen Schaden“ verkraften können. Nein, leiden tut hier tatsächlich der kleine Mann. Der Arbeiter, der zu seinem Arbeitsplatz mit dem Zug fahren muss, der Fahrschüler, der seinen Schulort nur mit der Bahn erreicht, die Familie, die sich auf die Fahrt in den Urlaub gefreut hat. Aber das interessiert wohl die NachDenkSeiten nicht, wichtiger sind offenbar die Machtspielchen des Herrn Weselsky.

Damit wir uns nicht missverstehen, ich will gar nicht das Streikrecht in Frage stellen; im Gegenteil, ich habe volles Verständnis, wenn die Arbeiter bei Amazon oder die Zivilbeschäftigten bei der US Army gegen ihre ausbeuterischen Arbeitgeber streiken. Hier werden tatsächlich die „Schuldigen“ getroffen und nicht die Unschuldigen wie beim Lokführerstreik.“

Ergänzung Albrecht Müller: Ich teile die Kritik von Peter Dodel an der Terminierung dieses Streiks. So sehr ich für Streiks bin, die Auswahl dieses Termins an einem Wochenende und am Ende und Anfang von Ferien hat einen zynischen Charakter. Mütter mit kleinen Kindern und gebrechliche alte Menschen besonders leiden zu lassen, ist einfach albern. Wie sie von diesem Streik getroffen worden sind, habe ich selbst am vergangenen Wochenende erlebt. Auch deshalb bin ich für eine differenziertere Betrachtung dieses Vorgangs. Die Wiedergabe der Mail von Peter Dodel dient so gesehen der in diesem Fall notwendigen Balance.

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