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Der eingebettete Außenpolitik-Chef der Süddeutschen Zeitung Kornelius rühmt sich des Gleichklangs der „großen seriösen Medien“ in der Ukraine-Krise

Veröffentlicht in: Medienkritik, Strategien der Meinungsmache

Es ist klar, dass die Notwendigkeit einer pluralen Berichterstattung und Meinungsbildung ein wichtiges Thema der NachDenkSeiten ist. Deshalb komme ich noch einmal auf die Ursachen der Glaubwürdigkeitskrise der Medien zurück. Bei der Podiumsdiskussion am 19. März – Kurzbericht siehe hier – hatte der Vertreter der Süddeutschen Zeitung, Detlef Esslinger, mich angegriffen, weil ich am 16. Februar auf eine sonderbare Gleichrichtung von „Die Zeit“ und „Süddeutscher Zeitung“ hingewiesen hatte. In der Diskussion berichtete dann ein Teilnehmer von einem Briefwechsel zwischen einem Abonnenten der Süddeutschen Zeitung und Stefan Kornelius. In dem Antwortschreiben auf die Kündigung des Abonnements habe der Ressortleiter Außenpolitik auf die Einheitlichkeit der Medien-Meinung zur Ukraine-Krise hingewiesen. Der Briefwechsel ist uns jetzt vom ehemaligen Abonnenten Rockinger zugänglich gemacht worden. Dort heißt es in der Tat entlarvend: „In der Ukraine-Krise werden Sie es schwer haben, unter den großen seriösen Medien des Landes eine andere Stimme zu finden.“ – Für eine seriöse demokratische Meinungsbildung wäre es wichtig, viele „andere Stimmen zu finden“. Das begreifen die eingebetteten Journalisten nicht. Wir dokumentieren im Folgenden diesen Briefwechsel. Albrecht Müller.

Wenn die Redakteure der Süddeutschen Zeitung auf die mangelnde Pluralität ihres Blattes auch bei dem wichtigen Thema des Friedens zwischen dem Westen und Russland stolz bleiben, dann hilft wohl nur, dem Beispiel des Abonnenten Rockinger zu folgen und auf ein solches Abo zu verzichten. Das gilt nicht nur für die Süddeutsche Zeitung, es gilt auch für andere fälschlicherweise als linksliberal geltende Zeitungen wie Die Zeit und die TAZ.

Die Medien selbst haben es in der Hand, ihre Glaubwürdigkeit mit ein bisschen mehr Pluralität und zugleich mit mehr Engagement für den Frieden und ein bisschen mehr soziale Gerechtigkeit wiederherzustellen.

Hier zur Dokumentation des Briefwechsels

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