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18. Januar 2018
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Bild rätselt: Wer ist gut, wer ist böse? Kolumne Oskar Lafontaine.

Veröffentlicht in: Außen- und Sicherheitspolitik, Medienkritik

„Warum gilt Putin plötzlich wieder als Guter?“, fragt „Bild“ besorgt. Und nennt als Grund: „Für Obama scheint ein gemeinsamer Kampf gegen die Terroristen als das Beste, was er vor Ende seiner Amtszeit noch erreichen kann… Durch mehr russisches Militär in Syrien kommt keiner an Putin als Verhandlungspartner vorbei.“ Die Bild-Zeitung sieht sich auf einmal eines ihrer Lieblings-Feindbilder beraubt. Der böse Russe, vor dem uns nur der gute Ami schützen kann. Darum betont das Blatt auch: „Putin ist nicht zum guten Menschen geworden. Er ist das, was er immer war: Der geschickteste Schachspieler der Weltbühne.“ Naja die Russen waren schon immer gute Schachspieler. Der „gefährliche“ Spieler hat den „harmlosen“ US-Präsidenten und die „naive“ Kanzlerin an die Wand gedrückt, will „Bild“ sagen. Fast schon rührend, wie das Springer-Blatt Obama in Schutz zu nehmen versucht: „Seine Geheimdienste übersahen den rasanten Aufstieg der islamistischen Terror-Barbaren von ISIS.“ Von übersehen kann keine Rede sein, die USA haben den IS wie Al Quaida großgezogen. Der US-Kongressabgeordnete Ron Paul hat kürzlich gesagt: „Wir haben die ISIS kreiert und Al-Quaida kreiert und wir unterstützen sie. Es ist ein absolutes Chaos. Kein Wunder, dass da Leute aus dem Land fliehen wollen. Ich glaube, dass je mehr wir uns da einmischen, desto mehr Chaos entsteht.“ Eigentlich müsste „Bild“ fragen: Warum gilt Obama immer noch als Guter?“
 

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