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Das Pharma-Kartell bei Frontal 21 – Kraftfutter für „Verschwörungstheoretiker“

Verantwortlich:

Wer wie die NDS des Öfteren Korruption von Politik und Medien beschreibt und dies so auch beim Namen nennt, gilt bei vielen Zeitgenossen immer noch als Verschwörungstheoretiker. So wird es auch den Autoren der Dokumentation „Das Pharma-Kartell – Wie Patienten betrogen werden“, Christian Esser und Astrid Randerath, gehen. Aber diese Unterstellung ist nicht haltbar. Die in der wirklich verdienstvollen Dokumentation beschriebene Wirklichkeit ist schlimmer, als man es sich sogar als kritischer Zeitgenosse vorstellen könnte. – Wenn Sie die Zeit aufbringen können, dann schauen Sie sich den Beitrag “Das Pharma-Kartell” [ZDF - Video] an. Der Beitrag eignet sich auch bestens dafür, eine private Diskussionsrunde aus Nachbarn und Freunden einzuladen, um dann auch gemeinsam diese rasante Bedrohung der Demokratie durch Propaganda und Korruption zu besprechen. Albrecht Müller.

Einige Stichworte zum Inhalt:
Zunächst der Text auf der Seite von frontal 21 im ZDF:
„Pharmaunternehmen können in Deutschland nach Einschätzung verschiedener Experten fast ungestört ihre Profitinteressen verfolgen. Das geht zu Lasten der Patienten, wenn dabei Nebenwirkungen verschwiegen, Selbsthilfegruppen instrumentalisiert oder Politiker, Ärzte und Heilberufe mit Gefälligkeiten umworben werden. Christian Esser und Astrid Randerath decken in der Frontal21-Dokumentation “Das Pharma-Kartell” auf, wie dieses System funktioniert.“

Ich fand zudem spannend:

  • dass auch lebensbedrohende Nebenwirkungen nicht von der Zulassung der Medikamente abhalten,
  • dass beim Zulassungsprozess Korruption eine Rolle spielt,
  • dass die Pharmaindustrie in Deutschland machen kann, was sie will, wird von Kennern glaubhaft versichert,
  • dass Wissenschaftler ihr dabei helfen, dass so genannte Wissenschaftler hemmungslos Pharma-Unternehmen beraten und weiter als Professoren tätig sind – auch hier ist die Parallele zur Altersvorsorge offenbar,
  • dass Politiker der Pharmaindustrie zu Diensten sind – im Anschluss an die politische Arbeit, der bekannte Drehtüreffekt,
  • dass Blätter wie die Apothekenumschau, dass Vogue, dass die Produkte des Bauer Verlags und so weiter mit Vorsicht zu genießen sind,
  • dass Medien ohne Zögern die Werbefeldzüge der Pharmaindustrie redaktionell begleiten. Hier findet sich die direkte Parallele zu der Vermischung von Medien und Versicherungswirtschaft, im konkreten Fall von der Bild-Zeitung mit Allianz AG. Darüber hatten wir schon mehrmals berichtet. Die Bild-Zeitung warb und wirbt mit massiver Agitation für die Privatvorsorge und speziell für die Produkte der Allianz Lebensversicherung AG. Diese kündigt in ihrer einschlägigen Vertreterinformation die Vermischung von kommerzieller Werbung über Anzeigen und der redaktionellen Begleitung auch noch an. Einige Dokumente dazu finden Sie hier:

Zwei Anzeigen von Hunderten und daran anschließend die Wiedergabe der entsprechenden Passage aus der Vertreterinformation der Allianz Lebensversicherung AG

Bild 1

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