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Eine treffende Mail an die Faktenfinder der Tagesschau/ARD

Veröffentlicht in: Audio-Podcast, Kampagnen / Tarnworte / Neusprech, Medienkritik, Werbung für die NachDenkSeiten

Im Anschluss an unseren Beitrag Der Bock „ARD“ macht sich zum Gärtner. Toll, toller, am verlogensten! erreichte uns eine Mail an faktenfinder(at)tagesschau.de. Wir geben sie wieder, weil der Mailschreiber Johannes Stwrtetschka den Vorgang meisterhaft in Worte gefasst hat. Nebenbei: Wir sind ein bisschen stolz auf die NachDenkSeiten-Leserinnen und Leser. Und eine Anregung: Weisen Sie bitte in Ihrem Umfeld auf die ARD-Taschenspielertricks, wie es der Leserbriefschreiber mit Recht nennt, hin. Verlinken Sie auf den gestrigen und auf diesen Beitrag. Und werben Sie dabei für die NachDenkSeiten. Damit immer mehr Menschen hinter die Kulissen schauen. Albrecht Müller.

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

5.4.2017 um 10:06 Uhr

Sehr geehrte Faktenfinder bei der ARD!

Es ist eine äußerst löbliche und verdienstvolle Aufgabe zur Aufklärung und zur neutralen Information, also schlichtweg zu professionellem Journalismus, beizutragen.

Ich muss Sie in Ihrem zur Schau gestellten Optimismus, vielleicht ist es aber auch nur die eigene Überheblichkeit, ein klein wenig ausbremsen, denn das hehre Ziel, welches Sie anstreben, haben Sie bereits im Ansatz verfehlt, denn FakeNews entstehen gerade NICHT ausschließlich im Netz!

Gerade die regierungs- und wirtschaftsnahe Propaganda (anders kann man die Berichterstattung der öffentlich-„rechtlichen“ Medien kaum noch nennen) zu Themen wie dem demografischen Wandel (und die damit verbundene Werbetrommel für private Vorsorge), Jugoslawien-Krieg und anderen Kampagnen zeigen, wie wichtig die Aufarbeitung zum Thema FakeNews in den eigenen Reihen wäre!

Statt dessen verlegen Sie das Schlachtfeld in einen Bereich, der von Ihnen nicht dominiert werden kann, lassen allerdings dennoch die „Muskeln spielen“, indem Sie sich vorneweg schon die Deutungshoheit über Fake oder nicht Fake aneignen, um dem geneigten, wenn auch unbedarften, Leser zu suggerieren, hier passiert endlich was gegen Falschmeldungen!

Lassen Sie doch solche billigen Taschenspielertricks!

Gewiss, es werden Ihnen genügend Leser erst einmal auf den Leim gehen und solange Sie es vermeiden, über Leserbriefe oder in sozialen Netzwerken Diskussionen zuzulassen, können Sie sicherlich eine geraume Zeit Punkte sammeln.

Aber wie schon Abraham Lincoln feststellte: „Man kann einen Teil des Volkes die ganze Zeit täuschen und das ganze Volk einen Teil der Zeit. Aber man kann nicht das gesamte Volk die ganze Zeit täuschen.“

Denken Sie bei Ihrer Arbeit immer daran und fangen Sie am besten im eigenen Hause an zu kehren!

Denn eines ist auch klar – eine Einrichtung, wie die von Ihnen jetzt ins Lebern gerufene, gibt es bereits!

Dort können Sie sich vielleicht ein paar Anregungen holen: nachdenkseiten.de

Mit freundlichen Grüßen
J. Stwrtetschka

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