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Albrecht Müller Wolfgang Lieb
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19. Dezember 2014
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Vor 40 Jahren gelang mit der Wahl Willy Brandts zum Bundeskanzler der politische Wechsel

Verantwortlich:

20 Jahre CDU-Kanzlerschaft waren damit vorerst beendet. Der fortschrittliche Teil meiner Generation hatte diesen Wechsel schon in den 1950ern ersehnt und dafür bis 1969 gearbeitet. Der Wechsel wurde leichtfertig verspielt. Jetzt wartet wieder eine Generation. Ausgerechnet der Hauptverantwortliche für den Niedergang der SPD, Franz Müntefering, hält die Festrede zum Jubiläum am 28.10.2009. Albrecht Müller

Die Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung, die die Jubiläumsfeier ausrichtet, konnte nicht anders, als den noch amtierenden Vorsitzenden der SPD einzuladen. Müntefering hat diese Einladung angenommen und auch nach der katastrophalen Wahlniederlage aufrechterhalten. Das ist angesichts der aktiven Rolle, die er beim Verspielen des Erbes Willy Brandts in den letzten 12 Jahren gespielt hat, stillos, eine Zumutung.

Am 21.10.1969 wurde Brandt von einer Koalition aus SPD und FDP zum Bundeskanzler gewählt. Am 28.10.1969 gab er seine Regierungserklärung ab. Die Leitlinie: „Mehr Demokratie wagen“. Und als wichtiges Signal an unsere Nachbarn: „Wir wollen ein Volk der guten Nachbarn sein“.

Die Wahl hatte am 27. September 1969 stattgefunden. Das Ergebnis:

SPD: 42,7%
FDP: 5,8%
Summe: 48,5%
CDU und CSU: 46,1

Von den Vorgängen im Vorfeld der Wahl von 1969 und dem Wahlkampf selbst könnte man für heute viel lernen: für die Themensetzung, für die Konfliktplanung, für die Einschätzung des Wählermarktes und die Profilierung. Darauf werde ich bei nächster Gelegenheit eingehen.

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