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Klären Sie bitte in Ihrem Umfeld über die irreführende Berichterstattung von dpa auf und empfehlen Sie Ihrer Zeitung die Kündigung des dpa-Abbos

Veröffentlicht in: Das kritische Tagebuch, Medien und Medienanalyse, Strategien der Meinungsmache

NachDenkSeiten-Leser GK schickt eine aufschlussreiche Zusammenstellung von Machenschaften von dpa. Vielleicht kommt man dort zur Einsicht, wenn Sie Ihrer Zeitung bei entsprechenden verfälschenden Übernahmen von dpa-Meldungen empfehlen, das dpa-Abbo zu kündigen. Albrecht Müller.

Hier die Zusammenstellung von GK:

Düsseldorf (dpa) – Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt hat den Euro angesichts der Debatte über die Zukunft der Gemeinschaftswährung verteidigt. «Hätten wir die D-Mark behalten, (…) hätte es in den vergangenen 20 Jahren mindestens ein oder zwei Mal eine Spekulation gegen die D-Mark gegeben», sagte der SPD-Politiker dem «Handelsblatt» (Dienstag). «Und deren Größenordnung hätte alles überstiegen, was wir mit Griechenland oder Irland erlebt haben.» Gleichzeitig hielt Schmidt den Europäern Fehler vor: Nicht alle Euro-Länder hätten aufgenommen werden dürfen und schärfere Regeln für das wirtschaftliche Verhalten seien notwendig gewesen. Als herausragende Persönlichkeit in der EU bezeichnete Schmidt den Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet.
Quelle: europeonline-magazine.eu

Anmerkung unseres Lesers G.K.: Wieder einmal betreibt die Deutsche Presseagentur (dpa) mit dem obigen Bericht eine einseitig-selektive Berichterstattung. Die dpa kommt ihrem eigentlichen Auftrag nicht nach, die Medien und andere interessierte Stellen möglichst wertneutral und objektiv mit Nachrichten zu versorgen.

Die NachDenkSeiten berichteten in ihren „Hinweisen des Tages“ vom 8.12. unter der Handelsblatt-Überschrift „Helmut Schmidt rechnet mit Angela Merkel ab“ über die von Helmut Schmidt geäußerte Kritik an aktuellen politischen Vorgängen.

Die dpa publiziert in ihrer Meldung lediglich die wenigen Anmerkungen Schmidts, die der neoliberalen Sichtweise folgen (insbesondere die positive Würdigung des EZB-Chefs Trichet). Jene zahlreichen Kritikpunkte, welche vor allem der spezifisch deutschen neoliberalen Sicht widersprechen, werden von der dpa hingegen komplett unterschlagen:

  • die harsche Kritik Schmidts an Merkel,
  • die positive Würdigung der Rolle Jean-Claude Junckers,
  • die harte Kritik Schmidts an der Bundesbankpolitik sowie
  • die kritischen Anmerkungen Schmidts zu den hohen deutschen Leistungsbilanzüberschüssen.

Darüber hinaus hat Helmut Schmidt das großkotzige Auftreten der schwarz-gelben Bundesregierung völlig zutreffend charakterisiert, ohne dass hierüber von der dpa im obenstehenden Beitrag berichtet wurde: „Wilhelminische Großspurigkeit“.

Diese dpa-Meldung reiht sich ein in eine Kette politisch einseitig gefärbter Artikel. Siehe hierzu folgende von den NachDenkSeiten dokumentierten Beispiele:

  1. Schönfärberische dpa-Berichterstattung zur aktuellen Lage und Entwicklungsperspektive des deutschen Einzelhandels

    Ergänzende Anmerkung zu diesem Beitrag: Im Jahre 2009 war der reale Umsatz des deutschen Einzelhandels lt. Mitteilung des Stastistischen Bundesamtes um 2,5 Prozent eingebrochen.

  2. Schleswig-Holstein: Duo Catastrophale

    Ergänzende Anmerkung zu diesem Beitrag: Der CDU-Ministerpräsident Carstensen mußte wenige Tage später einräumen, daß er gelogen hatte. Diese Information wurde von den Medien seinerzeit nur auf sehr kleiner Flamme gekocht.

  3. Chronologie einer Falschmeldung
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