Leserbriefe zu „Trumpverstehen für Anfänger“

Ein Artikel von:


Hier kommentiert Jens Berger die Rede von US-Präsident Donald Trump in Davos. Wer in ihm einen klassischen Staatsmann sehe, dessen Worte man nach einem klassischen Maßstab interpretieren und bewerten könne, werde scheitern. Und wer eifrig nach einem Bruch in der Weltpolitik der USA suche, werde ebenfalls scheitern. Grundsätzlich neu sei jedoch die Art und Weise der Kommunikation: „Eigentlich müsste man Trump sogar dankbar sein, zeigt er doch schnörkelloser und direkter als sein Vorgänger, wie sich die USA auf der Weltbühne sehen“. Wir danken für die interessanten Zuschriften, die wir hierzu erhalten haben. Es folgt nun eine Auswahl der Leserbriefe, die Christian Reimann für Sie zusammengestellt hat.


1. Leserbrief

Hallo NDS,

hierzulande sind die Politikmacher, Alphajournalisten usw. ja alle Mitglieder der Atlantik-Brücke, das sagt alles.

Fritz Schmidt


2. Leserbrief

Sehr geehrtes Team der Nachdenkseiten,

sehr geehrter Jens Berger,

ein klasse Artikel, den man eigentlich den selbsternannten Eliten dringend zur Lektüre empfehlen sollte, allein ich befürchte, sie würden es ohnehin nicht verstehen oder nicht verstehen wollen.

Die Gouverneur aus Kalifornien, Gavin Newsom, hat es in einem Interview in Davos deutlich ausgesprochen, wie man mit diesem Menschen umgehen muß – und die Knieschoner für die Europäischen Staatenlenker hatte er auch schon dabei (1:07)

Was man allerdings auch im Hinterkopf haben sollte, ist, daß dieser unberechenbare US-Präsident zudem Oberbefehlshaber der mächtigsten Armee des Globus ist.

Mit freundlichen Grüßen
Patrick Meiser


3. Leserbrief

Lieber Herr Berger,

um Trump zu verstehen, reicht es völlig aus, das Psychogramm gelesen zu haben, welches Rainer Mausfeld in seinem letzten Buch “Hegemonie und Untergang” skizziert. Ich darf daraus zitieren (Seite 147):

“Diese psychische Verfasstheit verkörpert Donald Trump, als US-Präsident Oberbefehlshaber des größten Gewalt- und Zerstörungsapparates der Geschichte, in einer bis zur Karikatur gesteigerten Form. Er scheint unfähig, die Dinge, über die er spricht, und die Wörter, mit denen ihn seine “Berater” versorgen, auch nur minimal zu durchdenken. Seine Wörter lassen keinen ernsthaften Kontakt zur Realität erkennen. Er scheint nicht einmal den Unterschied zwischen dem einen und dem anderen zu begreifen. Seine Sätze haben auch untereinander einen rationalen Bezug verloren und widersprechen sich fortlaufend. Selbst zur Lüge scheint er nicht fähig, da er den Unterschied von Lüge und Wahrheit nicht begreifen kann. Dieses moralische Defizit wird freilich in der politischen Klasse, sofern nur der notwendige Schein gewahrt bleibt, geradezu als Qualifikationsmerkmal für Führungspositionen angesehen. Trumps Wortäußerungen stehen ganz im Dienst archaischer Obsessionen. Sie kreisen um Macht, Kampf und Sieg. Sie sind Ausdruck ungehemmter Aggressionsbereitschaft und bestehen aus Kaskaden von Wortreflexen, die zwischen Drohungen, wüsten Drohungen und infantilen Siegerposen schwanken.”

Damit ist alles gesagt. Lohnt es sich, über diese Figur noch Abhandlungen zu schreiben? Interessanter wäre es eigentlich, nun die Verfasstheit derer zu beleuchten, die sich mit Herrn Trump noch im Licht der Öffentlichkeit zeigen oder gar mit ihm verhandeln.

Mit freundlichen Grüßen
Björn Ehrlich


4. Leserbrief

“Nicht nur dieser Präsident, sondern das ganze Land ist eher ein Fall für die geschlossene Abteilung in der forensischen Psychiatrie.

Wollte ich doch gerade sagen.

Und was ist mit den deutschen Politikern los? Die sind so d..f. Das Land degeneriert schleichend schon seit etwa 40 Jahren, da kann man keine Kompetenz mehr erwarten. Dass es noch Kompetente gibt, Müller, Lafontaine und andere, stimmt auch. Aber dass die aus dem Spiel gemobbt wurden, ist auch eines der Symptome, Funktionen, dieser Degeneration.

Dass Merz &Co. noch einmal “Schach oder Go lernen”, halte ich für ausgeschlossen, Begründung s.o..

Und die USA? Die sind schon weiter. Da bröckelt jetzt auch noch die Fassade ab. Diplomatie ade, dafür Schulhofpöbelei und Mafia”kultur”.

Bleibt die Hoffnung auf Russland und China. Die machen diesen Kindergarten nicht nur nicht mit, sie reagieren auch zurückhaltend und weise. Steht ja im Artikel, Schach und Go.

Gruß,
Rolf Henze


5. Leserbrief

Guten Tag Herr Berger,

der Westen hat jahrzehntelang blindwütig Länder zerstört oder bei der Zerstörung “geholfen” (z.B. Libyen, Irak) und so Millionen von Menschen ins Chaos gestürzt. Aber nun sitzen die braven deutschen Bürger ganz entsetzt und verwirrt vor Fernseher, Smartphone und Notebook, weil die Führungsmacht des Westens bzw. deren Präsident “ein Stück Eis” haben will (für seinen schwarzen Humor kann man Trump durchaus schätzen!) oder die europäischen NATO-Staaten als politisch egoistischen und unfähigen Haufen kritisiert (womit er ja nicht Unrecht hat!). So redet die FAZ in einem Kommentar von heute vom “Ende der regelbasierten Ordnung” (vgl. aber meinen Eingangssatz. Schwarzen Humor und Geschwätz hat Trump offenbar nicht erfunden!), und Sie, Herr Berger, bemühen sich redlich, auch die verunsicherten Nachdenken-Leser zu beruhigen. All das führt in die Irre! :-) Ich sage: Chips und Kola oder was auch immer holen und Trump-Auftrittte fasziniert betrachten! So offenherzig konnte man noch nie einen Führer einer Weltmacht sehen. Nach dem Ende der Amtszeit von Trump wird sich jedenfalls dem objektiven Betrachter zeigen, dass der Haudrauf nicht halb so viel tatsächlichen Schaden angerichtet haben wird wie z.B. George Bush Junior.

Beste Grüße
Mike Koch


6. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger,

herzlichen Dank für Ihren Beitrag, auch weil diesbezüglich zur Mess-Latte (im Fair-Kehren) Sie schrieben:

„Wer in Donald Trump einen klassischen Staatsmann sieht, dessen Worte man nach einem klassischen Maßstab interpretieren und bewerten kann, wird scheitern. (…) Was jedoch in der Tat grundsätzlich neu ist, ist die Art und Weise der Kommunikation.“

Nicht der „zwanglose Zwang“ (Habermas) unser aller Kommunikations-Ideale leitet erkenn:bar „irrgend“ noch Trumps Trampeln, welches innerwestlich aus’m „Komm-Uni-on“-Gedanken genährt noch zu fassen, ja (un)wohl hieße, inmitten des Frosts religiöse Begriffe zum Fäustling sich überzustreifen, um zu verhüllen, dass darunter der Fingerspitzen zur Faust längst geballt sind.

Nicht nur das befremdet, dass wir selbst – unter Boxern – uns nicht nur rückwegs boxen sehen, sondern zunehmend untergebend: als Angezählte vorm Knock-Down (Nordstream, Umflaggung uns’rer R(h)einmetalle, UkRuine-Verwaltung, fingerbrandsfürchtig vor Fort Knox Mitschrei(t)en für `n marionett’res Geld, etc.). Wo Worte nicht mehr mit Wahrheit/Richtigkeit/Wahrhaftigkeit uns umgreifen, sondern selbst bereits Waffen”schläudern” wurden, krass gewiss im busynessfernen Privaten, für Big-Deals, wollen Augen wie Ohren `raus aus solch Milieu näh’rigem “Beau-den” der Business-Totalität, dem Entfremden; schlichtweg.

Der „Ay-terre“ uns`rer „Höre&Sehe“ (im Zeitalter der Ver-mittlung, zumahls) selbst ist schon durchmünzt aus „Komm-Märziellem“ – youtube übergreift weithin schon zum Monopol (inmitten Epsteinig-rockender Blackmails), verlegt`s daraus – mit einer Handvoll Mitarbeitern (als Brosamen der Pro-Fitmache) an abertausende Lehns-Vor-Leger aus und für „frucht-Ich“ Werbe-Millionen zum Kosten-Los Millionen B.Lu€gter – so dass der Staat der (ferngedachtr`en) Presse, unter deren Fair-Armung greifend (wie auch vice versa) – „Wa(h)rEs, bar?“ – was legen muss – und lässt unverlegen, fortg`n Schritts, verlaygen: als DSA-Türsteher der UN-Wohlfa€lls-Täter, Missfallendes bekanntlich hinter Lili Marleens Laternen die große Sperre ins Kasernen-Reich der „Ill-loose-…ionen“, in das die „Bös-Hyde“ des Fair-Schwörens „(sch…)-all-End“ geh-hör€.

Fair wandeln – End(SpannungsFalls)Zeiten, neue Atemluft sich zu suchen, nicht nur für die nds-Eigenbeiträge (danke, bspw.: wg. Odysee), auch für and’rer Empfehlenswertes, etwa die nds-Video-Hinweise (damit gehörigst bis dato wohl auch mitschaufelnd ins („steuergünst’geh“)„Werb-€nde“ – nur einzahlende „Prämi-um“-YoutuberInnen können (herrenlos? fry wie will Ich!) seit kurzem (wer löst welche Herren aus?) noch (diese Empfehl-(statt fail-)Videos in Tuben sich tüten … für’n Garten, Sa(h)-tell-it-ausGeh-Finsternisse oder fürs Mahl mit Komm-nu-Freu(nd)en, äh: Companeers, wie “fairgang’ne” Kumpel, wohl wenn busy, g’rad“heer“aus, nun sich schimpfen…) ?

Danke mit freundlichen Grüßen
`n Nds-Geprächskreis-Leser
von unserem Leser U.M.


7. Leserbrief

Sehr geschätzter Jens Berger,

das Trumpsche Muster ist keineswegs neu und sollte an sich jedem Azubi bekannt sein.

Jede Gewerkschaft wird den dreifachen Satz dessen fordern, was als halbwegs realistisch angesehen wird. Und läßt sich dann in ausgedehnten Nachtsitzungen mit reichlich Champagner pp zähneknirschend herunterhandeln auf den eigentlich erwarteten Satz.

Jeder „Schurkenstaat“ knastet drei oder mehr übliche Verdächtige ein, um nach heftigen Protesten von amnesty und anderen Akteuren letztlich nur den meistgehaßten  Staatsfeind aufzuknüpfen. Läßt sich dann aber ob seiner humanen Rücksichten feiern und alle, bis auf den Unglücklichen, sind stolz auf das Ergebnis ihrer Bemühungen.

Was allerdings die deutschen Fähigkeiten und Gewohnheiten im Brettspielen pp angeht, scheint mir doch „Mensch ärgere Dich nicht“ etwas hochgegriffen. Also in Bezug auf die Politnasen und –Näsinnen der letzten Jahre fände ich doch eher „mau mau“ ganz treffend.

MfG
G. Hantke


8. Leserbrief

Hallo Herr Berger,

danke für Ihren Artikel in den Nachdenkseiten, der voll die herrschende Realität widerspiegelt.
Der trumpsche Enddarmbewohner Mark Rutte, Generalsekretär der NATO, hat dank territoriale Zusagen an Trump für Grönland, dessen Zolldrohungen abgewehrt.

Da sind die anderen Schleimer wie Starmer, Merz und Macron voll aus dem Häuschen. Langsam wird es eng im trumpschen Enddarm.

Aber mal im Ernst: Wer hat Rutte bevollmächtigt, über grönländisches Territorium zu verfügen?
Meines Wissens haben weder die grönländisch-autonome Regierung, noch die dänische Volksversammlung darüber abgestimmt.

Ich kann nur hoffen, dass beide Kammern ein deutliches NEIN zu den Großmachtphantasien von Trump sagen.

Den eines ist klar: wenn er jetzt mit seinen Drohungen durchkommt, wird Trump mit weiteren Forderungen zu Grönland kommen.

Aber wie sagte Merz: Russland und China greifen ja jetzt über Grönland an. Darum muss uns ja alles Recht sein.

Ich ende mal mit H. Heine: denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht.

Mit freundlichem Gruß
M. Vogel

PS: ich würde nicht grundsätzlich das gesamte amerikanische Volk als Fall für die geschlossene Abteilung der Psychiatrie bezeichnen. Ich kenne genug amerikanische Kollegen, die ihre Politiker als stupid bezeichnen.
Das ist in Deutschland ja genauso. Leider überwiegen die Dumpfbacken, die seit Jahren immer denselben Parteiensalat wählen.


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