Leserbriefe zu „NachDenkSeiten-Redakteur Florian Warweg wechselt zur Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung“
Florian Warweg hat in diesem Beitrag mitgeteilt, dass er die NachDenkSeiten verlassen und ab Februar als Parlamentsberichterstatter zur neugegründeten Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung (OAZ) wechseln werde. Geschildert wird, wie es zu dem Wechsel gekommen sei. Holger Friedrich, der Verleger der Berliner Zeitung, habe ihn angerufen und bekundet, dass er ihn gern für ein neues Projekt, den Aufbau der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung (OAZ – „Projekt Halle“), als Parlamentsberichterstatter gewinnen wolle. Über Wochen sei er hin- und hergerissen gewesen. Schlussendlich habe dann jedoch der „‘Abenteurer’ (und Jungpionier)“ in ihm gewonnen. Wir haben hierzu zahlreiche und interessante Leserbriefe erhalten und bedanken uns dafür. Die nun folgende Auswahl hat Christian Reimann für Sie zusammengestellt.
1. Leserbrief
Hallo Nachdenkseiten-Team!
Oh je! Was für eine Nachricht! Trotzdem dem Florian Warweg auf seinem Kurs volle Unterstützung! Mag er in neuen Aufgaben so präsent sein, wie in der alten „compañerismo“! Gruß!
Jürgen Hagenguth
2. Leserbrief
Lieber Florian Warweg,
ich werde die Beiträge und kritischen Nachfragen vermissen.
Gleichzeitig kann ich die Entscheidung, ein spannendes Projekt zu übernehmen, sehr gut verstehen .
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg, bleiben Sie gesund, standhaft und optimistisch.
Solidarische Grüße
Ingrid Morgenstern
3. Leserbrief
Lieber Florian,
vielen Dank für Deine ausführliche Darstellung wie und warum es jetzt zu dem Wechsel zur OAZ kam. Auch das ist nicht selbstverständlich und zeichnet wiederum Deinen besonderen Charakter aus.
Wir haben Dich bei den Vorträgen in Würzburg und Schweinfurt als einen Journalisten kennengelernt, so wie er im Buch steht.
Wir sind gespannt, wie Du Dich in dieses neue Projekt einbringst und wünschen Dir von Herzen dabei weiterhin unerschöpfliche Energie und den unverändert unbändigen Willen, gegen die etablierten Propagandisten in den westdeutschen Medien ein deutliches Zeichen zu setzen.
Danke für Deine bisherige Arbeit bei den NDS – wir behalten Dich im Auge!!
Alles Gute wünscht Dir der NDS-GK SW/WÜ
Michael Kraus und Klaus Herrmann
4. Leserbrief
Sehr geehrter Herr Warweg, sehr geehrtes Nachdenkseiten-Team,
das Jahr geht ja gut los.…
Bei all dem Irrsinn, der aktuell in der Welt – vor allem auch in Deutschland – geschieht; jetzt auch noch das.
Florian Warweg verläßt die NDS. Das ist sehr schade – also für uns Leser der NDS. Es ist gut für die Leser und die Kollegen der OAZ, die sich auf bzw. über einen hervorragenden Journalisten freuen können. Und wir können uns schließlich auf ein weiteres kritisches Medium freuen, das dazu beitragen kann, dass sich in diesem Land etwas zum Besseren ändert.
Uns bleibt auch Herr Warweg (hoffentlich) bei der BPK erhalten, wo er weiterhin mit Hintergrundwissen und kritischen Fragen ein Stachel im Fleisch dieser arroganten, nichtantwortenden Pressesprecher der Regierenden bleiben wird.
Ihnen, lieber Florian Warweg herzlichen Dank und alles Gute.
Viele Grüße
Marina Fleisch
P.S. Auch dem Team der Nachdenkseiten ein herzliches Danke für Ihre wertvolle Arbeit und alles Gute.
5. Leserbrief
Klar, muss man akzeptieren, als bloß Leser und Nutznießer fremden Engagements sowieso. War er da mit seinen großartigen Beiträgen zur BPK, ist er dann leider auf den NDS nicht mehr vertreten – das eine habe ich so unverdient genossen wie ich das andere klaglos hinzunehmen habe.
Viel Glück und dem neuen Unternehmen insgesamt und überhaupt Erfolg! Vielleicht sind die Zeiten für ostdeutsche Mediengründungen ja wieder günstiger? Ich erinnere mich noch mit Wehmut an das Wochenblatt „Mecklenburger Aufbruch“ der Regine Marquardt, das den Verteilern zunächst geradezu aus den Händen gerissen wurde, nach wenigen Jahren aber der Konkurrenz der Qualitätspresse (BILD & Co.) erlag. Der Mensch ist gut, nur d‘ Leut san schlecht (Karl Valentin).
Tempto? Schön. Wer wagt, kann verlieren, wer nicht wagt, hat schon. Mit diesem Wort gibt es aber auch einen anderen Satz: Ne nos inducas in tentationem. ;) O.k., Spruchweisheiten gibt es für alles und gegen alles. Ich wünsche Ihnen das Glück des Tüchtigen!
Konrad Wasielewski
6. Leserbrief
Sehr geehrte Damen und Herren,
wie schade, dass Florian Warweg die Nachdenkseiten verlässt! Dabei verstehe ich sehr gut, dass die neue Herausforderung ihn sehr verlockt, und vielleicht gelingt es ja auch, die von westlichen Medienkonzernen dominierte Presselandschaft im Osten der Republik aufzumischen, was natürlich sehr wünschenswert ist!
Die gegenseitige Wertschätzung im Nachdenkseiten-Team finde ich schön und erfreulich!
Natürlich wäre es gut und wichtig, wenn auch künftig ein Vertreter/eine Vertreterin der Nachdenkseiten die Bundespressekonferenz besuchen und dieser mit kritischen Fragen auf den Zahn fühlen würde.
Aufschlussreiche Antworten sind an der Stelle zwar auch künftig kaum zu erwarten. Aber genau das zu entlarven, halte ich auch weiterhin für unerlässlich.
Mit freundlichen Grüßen
Ursula Mathern
7. Leserbrief
Lieber Florian Warweg,
vielen Dank für Ihre Arbeit und alles Gute für die Zukunft des neuen Projekts des Berliner Verlags.
Ich schlage vor, dass die Nachdenkseiten möglich viel in den Hinweisen aufgreifen können, wie auch jetzt schon aus der Berliner Zeitung.
Mit freudlichen Grüßen
Helmut Häuser
8. Leserbrief
Lieber Florian,
ich spreche Dich unbekannter Weise einfach so an.
Als Ansprechpartner des NDS-Gesprächskreises Karlsruhe gibt mir das Morgenrot etwas zu denken, was nicht umsonst in die mit sozialer Eiseskälte bepackte, die heutige ‚kriegsbesoffene’ Zeit, passt; ein Lied, welches im 2. WK die ‚Landser’ oft sangen – Reiters Morgenlied:
„Morgenrot, Morgenrot, leuchtest mir zum frühen Tod…“
Genau das wünsche ich Dir nicht. Ich hoffe und wünsche, Ihr, Du wirst dieses „Ossi-Blatt“ zum Erfolg führen. Es wäre wichtig!
Sollte es nicht klappen, nimm die letzte Zeile:
„Nun so will ich wacker streiten,
Und sollt‘ ich den Tod erleiden,
Stirbt ein braver Reitersmann“.
In diesem Sinn ein Wunsch „Halt‘ die Ohren steif“
Liebe Grüße
Uwe Greiffenberger
9. Leserbrief
Mir fällt kein deutscher Journalist ein, der mit so viel Widerständen bei seiner Tätigkeit konfrontiert war, wie Herr Warweg. Was ihm bei den Bundespressekonferenzen ein oder mehrmals die Woche über etliche Jahre an Ablehnung von den Pressesprechern/innen der deutschen Regierung entgegenschlug, wie man ihn dort verdächtigte, brüskierte und abspeiste das ist wohl in der Geschichte dieser Veranstaltung und darüberhinaus vielleicht im gesamten deutschen Journalismus beispiellos. Immer wieder haben Leser der NDS dabei sowohl seine Geduld und Leidensfähigkeit als auch seine Unerschrockenheit und Fähigkeit bewundert, mit klugen Fragen auf Sachverhalte hinzuweisen und entsprechende Antworten durch die Bundesregierung einzufordern.
Mit seinen Berichten und Videos aus den Konferenzen, sowie seiner großen Anzahl exzellenter Recherchen, Analysen und Artikeln in den NachDenkSeiten hat sich Herr Warweg herausragend für diese in Deutschland führende kritische Webseite und damit auch für den deutschen Journalismus verdient gemacht. Ihm gelten dafür mein Dank und Respekt, sowie meine besten Wünsche für seine neue und wichtige berufliche Aufgabe.
Mit bestem Gruß
L. Salomons
10. Leserbrief
… und dann war Warweg weg
Die Begründung für Warwegs Wechsel zur Allgemeinen Ostdeutschen Zeitung (eine Tochter der Berliner Zeitung) ist schwer nachzuvollziehen, wenn er seine Zeit bei den Nachdenkseiten so überschwänglich in den Himmel lobt.
Bei der BZ wurden in den letzten Monaten drei Redakteure gekündigt. Anlass waren kritische Artikel zu Corona und Palästina. Da stellt sich mir die Frage, welchen Weg wollen Herausgeber und Chefredaktion in Zukunft gehen, wenn man ausgerechnet in den Topthemen kritische Redakteure rausschmeißt und sich so sich in Richtung Mainstream begibt. Was erwarten die vom Öffentlichen Rundfunk gecancelten Redakteure Mücke, Skambracks, Teske, Welchering, (und jetzt Warweg ) die unter dem Dach der BZ bei der AOZ eingestiegenen sind, für publizistische Freiheiten ?
Das Verhalten des BZ-Herausgebers Holger Friedrich, einen wichtigen Redakteur von einem nicht zum Mainstream gehörenden Medium abzuwerben, halte ich für skandalös. Steckt dahinter eine Strategie?
Freundliche Grüße
Andreas Faber
11. Leserbrief
Lieber Herr Warweg,
zuerst dachte ich, dass Sie diesem intoleranten Tribunal entfliehen wollten, der Gesundheit zuliebe, aber Sie wollen/sollen sich weiterhin diesem „Gremium“ aussetzen. Dass es gelingen wird, die dominierende westliche Medienphalanx zu durchbrechen bezweifle ich, wenn überhaupt, dann wird es sehr viel Zeit benötigen – und noch mehr Geld, das die andere Seite im Übermaß besitzt.
Vielleicht könnte die OAZ einen Antrag stellen, ebenfalls eine Berechtigung für Zwangsgebühren erheben zu dürfen, dann wäre das Thema Cash vom Tisch. Damit der Bürger nicht doppelt belastet wäre, müsste der OAZ-Beitrag von der bisherigen Alimentation einbehalten bzw. abgezweigt werden (Sarkasmus aus). Gut finde ich schon mal, dass es einen Gegenpol, einen Wettbewerb geben soll, wenn auch unter schwierigsten Bedingungen. Vermutlich werden die neuen Medien vorwiegend im Osten Anklang finden und auch dort nicht vollständig, inwieweit der Westen sich damit identifiziert muss man sehen. Was abhängig sein wird von der Bereitschaft der Menschen Verstand anzunehmen und die Situation einzuordnen, sowie sich den zunehmenden Nötigungen und Verbotsorgien zu widersetzen. Ich wünsche hierzu viel Glück und ein gutes Ankommen, sowie einen schnellen Auf- und Anstieg der Leser und Abonnenten. Gerne würde ich mich irren hinsichtlich Geschwindigkeit und Funktionalität – indem die OAZ einschlägt wie ein Bombe und in Rekordzeit tolle Absatzzahlen hervorbringt durch gute, objektive und ehrliche Aufklärung/Berichterstattung, Journalismus statt Journaille.
Mit freundlichen Grüßen
E. Bauer
12. Leserbrief
Lieber Florian,
danke, dass du uns bzgl. deiner Entscheidung für den „Aufbruch zu neuen Ufern mit ins Boot genommen“ hast.
Und ja, das Lied „Dem Morgenrot entgegen“ kenne ich natürlich als jemand, der im Osten Deutschlands sozialisiert wurde. Als Gesangbegeisterte habe ich es gleich vor mich her singen müssen, nachdem ich mit dem Lesen deines Textes fertig war.
Ich wünsche dir für dein neues Betätigungsfeld viel Kraft, Gesundheit und Erfolg.
Und möge dich die Begeisterung für uns Ossis nie verlassen – egal wie kräftig der Gegenwind auch sein mag.
Von Epiktet möchte ich dir folgendes auf den Weg geben: „Die Wahrheit siegt in und durch sich selbst; die Meinung nur in anderen.“
Sei herzlich gegrüßt und Veceremos!
Martina R.
13. Leserbrief
Liebe Redaktion, ein solches Projekt kann ich als Ossi nur begrüßen und ich wünsche viel Erfolg, sowohl dem Zeitungsprojekt als auch Herrn Warweg.
Für mich gäbe es dann neben den NDS ein weiteres alternatives Medium, das es zu lesen lohnt.
Herzliche Grüße Ilka Müller
14. Leserbrief
Lieber Florian,
vielen Dank für Deine Integrität und Deine echten journalistischen Leistungen. Dafür, dass Du die Lügner auf der Anklagebank der BPK entblößt hast und immer wieder nachgehakt hast. Dafür, dass Du nicht wie viele andere Deines Metiers mitgemacht hast, nicht umgefallen bist! In der heutigen Zeit Bedarf es dazu echten Mutes, meine Bewunderung dafür. Ich wünsche Dir das Beste bei Deiner neuen Berufung, ich hoffe, dass dort etwas entsteht, das wieder Vertrauen in die Medien und Journalisten schafft! Viel Erfolg und Glück dabei!!
Beste Grüße
H. Dietrich
15. Leserbrief
Lieber Florian Warweg,
“schluchz”…
Ich wünsche ein gutes Gelingen für den neuen Abschnitt. Das innere Hin und Her, bis die Entscheidung dann geboren war, kann ich sehr gut nachempfinden.
Auch wenn Sie in ein neues Team hineinwachsen, sind Sie ja im weiteren Sinne der “Seite des Nachdenkens”, der hinterfragenden Sicht auf Seiten des ungenügend oder gar nicht Berücksichtigten in Deutschland nicht verloren. Als ein solches Projekt schätze ich Ihren neuen Tätigkeitsbereich ein.
Es gebührt Ihnen ein sehr großer Dank für die bisherige Arbeit, Ich bin vor Bewunderung immer fast dahingeschmolzen für das tapfere Auftreten in der BPK -ich könnte mir für mich in jüngeren Jahren höchstens dieses unbeirrt Nachfragen vorstellen – aber an der ganzen Feindseligkeit dann nicht zu zerbrechen, das Dabeibleiben und Durchhalten, das hätten Viele nicht geschafft. Toll.
Wie Sie über Ihren Abschied schreiben, strahlt herzenswarm – das Kopf und Herz bei Ihnen näher aneinander zu liegen scheinen, gehört wohl zu Ihrem “inneren Ossi”. Das wird dem NDS – Team fehlen, die Nachdenkseiten haben für mich die für viele Wessi-Linke-traditionell typische kühle Ausstrahlung.
Alles Gute und herzliche Grüße!
Marlis Cavallaro
16. Leserbrief
Lieber Herr Warweg,
vielen Dank für Ihre Tätigkeiten bei den NachDenkSeiten, die ich außerordentlich geschätz habe!
Für Ihren weiteren Weg wünsche ich Ihnen viel Erfolg!
Viele Grüße!
Von unserem Leser H.M.
17. Leserbrief
Sehr geehrter Herr Warweg,
vielen Dank für Ihren unermüdlichen und mutigen Einsatz.
Für die neue Tätigkeit wünsche ich Ihnen alles Gute, verbunden mit der Hoffnung, Sie hier bei Gelegenheit wieder zu treffen.
Herzliche Grüße
Gernot Hoffmann
18. Leserbrief
Lieber Kollege Warweg,
meinen Glückwunsch zu der neuen Tätigkeit in Halle. Eine kleine Korrektur möchte ich jedoch anbringen. Das Thüringer Pressemonopol für Tageszeitungen stellt die „Funke Mediengruppe“ dar. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass die Medien in der BRD im Wesentlichen von fünf Familien beherrscht werden. Der herrliche Beitrag von Volker Pispers: „Wem gehören die Medien…“
ist noch heute so aktuell wie damals.
Deshalb finde ich das Projekt des Herausgebers der „Berliner Zeitung“ ,eine „Ostdeutsche Allgemeine Zeitung“ zu gründen, hervorragend. Im Moment gehört es zur offiziell verkündeten Staatsmeinung, die von den Volksgenossen wiederzukäuen ist, dass die „Berliner Zeitung“ von Putin persönlich gefördert wird. Ich halte solche Verleumdungen für eine Auszeichnung zu journalistischem Qualitätsbewusstsein. Darum wünsche ich dem Projekt auch viel Erfolg. Nichts ist dringlicher als eine Konkurrenz zu den Länderzeitungsmonopolen. In meiner Thüringer Zeit gehörte ich wegen lokalpolitischer Besonderheiten zu den Wenigen, die eine andere Zeitung als die der Funke-Mediengruppe in Thüringen vertraten.
Meine Hoffnung besteht auch darin, dass es den „Nachdenkseiten“ gelingen wird einen guten Ersatz, der mit starken Nerven ausgerüstet ist, für die Bundespressekonferenz zu finden. Als streitfreudiger und der Polemik nicht abgeneigter Ruheständler bewundere ich die Gelassenheit, mit der Sie die hohlen Phrasen, das absolut inhaltsleere Gequatsche und die Lügengespinste, welche rückgratlose Staatsmeinungsverkünder dort präsentieren, ertragen haben und versuchten diese ad absurdum zu führen.
Stephan Ebers
19. Leserbrief
Scheiden tut weh!
Das Nachdenkseitenteam verliert einen Klassemann. Man darf ihn zweifelsohne eine Edelfeder nennen. Er wechselt in den Osten, dorthin, wo der Überkanzler H.K. 1990 versprach, dass blühende Landschaften in naher Zukunft entstehen würden, in denen es sich zu leben und -nicht zu vergessen- zu arbeiten lohnt. Wir leben nun im Jahr 2026 und es dominiert im politischen Wundergarten die AfD. Die CDU lassen wir besser im Zusammenhang mit Florian Warweg außen vor.
Die Presselandschaft hier in diesem Staat, der sich “Unseredemokratie” nennt, welche auf regelbasierten Werten fußt, ist einer schleichenden Erosion anheimgefallen, die sich stetig verschärft. Welch traurige Beschaffenheit sie darstellt, hat Warweg anlässlich der Bundespressekonferenzen nimmermüde entlarvt – für mich immer ein Haupt- und Staatsvergnügen. Dieser böse Prozess spielt sich allerdings nicht nur in “Useredemokratie” ab. Der Schweizer Militäranalyst Jaques Baud mag als Beispiel dienen. Man hat ihm noch nicht einmal eine Straftat vorwerfen können und doch hat man ihn sanktioniert, mit existenziell bedrohlichen Folgen. Auch die Nachdenkseiten sind von diesem bösen Politwillen schon bedroht worden.
Holger Friedrich, dem Verleger der Berliner Zeitung, ist die journalistische Klasse von Warweg nicht entgangen. Er konnte ihn für ein anspruchsvolles Projekt gewinnen,, das in diesem Artikel beschrieben wird. Ich bin ein Uraltpauker und Zeitzeuge des NDS-Herausgebers Albrecht Müller und ich weiß, was der in seinen jungen Jahren an der Seite von Brandt und auch Schmidt geleistet hat. Es wird ihm sicher “etwas” wehtun einen solchen Mann zu “verlieren”! Aber er hat ja nach wie vor eine Mannschaft, die “aus besonderem Holz geschnitzt ist (Warweg)”. Und: Er findet immer wieder würdige Leute für das NDS-Redaktionsteam.
Eine kleine Anmerkung noch zum Schluss: Die letzten Jahre -insbesondere die Themenkreise Corona/Ukraine/Menschenrechte/Völkerrecht- haben eine Ausdünnung der Pressefreiheit gezeitigt, die bedrückend ist. Sogenannte Qualitätsmedien tippen auf einer Tastatur, die vom Hegemonen aus gods own country gebastelt ist. Das ehedem so genannte Sturmgeschütz der Demokratie habe ich schon lange “deabonnisiert”. Nur eine Tageszeitung (auch online) hat es immer wieder gewagt, eine andere Meinung zu servieren.
Florian Warweg geht beruflich nun dem “Morgenrot entgegen”! Es steht sehr zu wünschen, dass er auf diesem Weg immer mehr Menschen mitnehmen kann, denn für mich liegt unsere Zukunft im OSTEN – im Wertewesten liegt eine Vergangenheit, die uns hoffentlich nicht noch einmal einholt – ein drittes Mal!
Mit Dank und den allerbesten Wünschen
Dieter Münch
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