Hinweise des Tages

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Hier die Übersicht; Sie können mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:

  1. Kein Aufschwung weit und breit, aber die Baden-Württemberger konnten (durften) es nicht wissen
  2. Der Absturz: Der Weg der SPD in die Bedeutungslosigkeit
  3. Putin bietet Europa Öllieferungen an – unter Bedingungen
  4. „Eine inakzeptable Aggression“
  5. Warum der Iran den Krieg bereits gewonnen hat
  6. Iran-Krieg trifft Emirates und Qatar Airways: Auf gesperrte Lufträume folgen Milliardenverluste
  7. Iran und die Psychopathologie der weißen Vorherrschaft
  8. Libanon: Israel setzt rechtswidrig weißen Phosphor ein
  9. Die Welt am Abgrund, Deutschland zerrissen – Zeit, zur Vernunft zu kommen
  10. Effizienz statt Fürsorge
  11. Warum die Lebenserwartung stagniert – und Ostdeutschland besonders betroffen ist
  12. Nur in vier Ländern Europas reicht Rente allein zum Leben
  13. Donald Trumps Behauptungen sind mathematisch unmöglich
  14. Außenminister Wang Yi: China lehnt gemeinsame Weltherrschaft der Großmächte ab
  15. Die Comeback-Linken und das Establishment

Vorbemerkung: Wir kommentieren, wenn wir das für nötig halten. Selbstverständlich bedeutet die Aufnahme in unsere Übersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich für die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese Übersicht für hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese Möglichkeit der schnellen Information hin.

  1. Kein Aufschwung weit und breit, aber die Baden-Württemberger konnten (durften) es nicht wissen
    Am vergangenen Freitagmorgen wartete ich gespannt auf die vom Statistischen Bundesamt für diesen Tag angekündigten neuen Zahlen zum Auftragseingang beim verarbeiteten Gewerbe. Es war zu erwarten, dass es nach den zwei starken Monaten November und Dezember eine deutliche Korrektur nach unten geben würde. Ein Minus von 4,5 Prozent hatten „Experten“ laut Handelsblatt erwartet.
    Doch die Zahlen gab es nicht. „Verschoben“ auf den heutigen Montag verkündete das Amt am Freitag ohne jegliche Begründung. Honi soit qui mal y pense (ein Schuft, wer Böses dabei denkt), sagt man im Französischen. Ich war ein Schuft. Wenn die Veröffentlichung von wichtigen Zahlen an einem Freitag vor einer Wahl plötzlich auf die Zeit nach der Wahl verschoben wird, muss man einfach vermuten, dass die Zahlen so schlecht sind, dass man sie dem Wahlvolk lieber vorenthält.
    Quelle: Relevante Ökonomik

    dazu: Konjunktur Deutschland Industrieaufträge brechen überraschend stark ein
    Die deutsche Industrie ist schwach ins Jahr gestartet: Die Aufträge sanken im Januar um 11,1 Prozent – deutlich stärker als erwartet. Ökonomen sprechen von einem Schock, sehen aber auch Sondereffekte durch Großaufträge.
    Quelle: tagesschau

  2. Der Absturz: Der Weg der SPD in die Bedeutungslosigkeit
    Die SPD hat kein unverwechselbares Wofür mehr, das über Verwaltungsrhetorik und allgemeine Zustimmungsformeln hinausreicht. Besonders sichtbar wird das am Bruch mit einem Teil ihrer traditionellen Wählerschaft, der die Sozialdemokratie einst nicht nur wegen sozialer Gerechtigkeit, sondern auch wegen ihrer friedenspolitischen Vernunft gewählt hat. […]
    Wer die eigene pazifistische oder zumindest friedensskeptische Stammwählerschaft nicht politisch überzeugt, sondern moralisch abkanzelt, darf sich über den Rückzug dieser Wähler nicht wundern. […]
    Sie ist abgestürzt, weil sie über Jahre hinweg verlernt hat, soziale Interessen, kulturelle Verankerung und friedenspolitische Glaubwürdigkeit zu einer erkennbaren politischen Form zu verbinden. Sie wollte modern erscheinen und wurde beliebig. Sie wollte staatstragend wirken und klang technokratisch. Sie wollte Härte zeigen und verlor Wärme. Sie wollte in der Sicherheitsfrage nicht naiv sein und wirkte auf Teile ihrer eigenen Basis nur noch wie eine Partei, die den alten sozialdemokratischen Instinkt der Machtbegrenzung gegen einen neuen Ton militärischer Selbstgewissheit eingetauscht hat.
    Quelle: Erhard-Eppler-Kreis

    dazu auch: Welch eine Schmach? Welch eine Aufholjagd? Welch eine Heuchelei? Welch ein Armutszeugnis?
    Dass die älteste deutsche Partei, die SPD, jemals auch nur gedanklich in die Nähe der Fünf-Prozent-Hürde kommen würde, ich hätte das nie geglaubt. Und dem armen SPD-Spitzenkandidaten in Baden-Württemberg, Andreas Stoch, ging es ähnlich. Er stellt sein Amt zur Verfügung, natürlich muss man hinzufügen. Alles andere wäre ja auch lächerlich, ärmlich gewesen. So ärmlich, wie seine Bundesvorsitzende Bärbel Bas gestern im Fernsehen auftrat und das Desaster erklären wollte. Man sei mit den richtigen Themen nicht durchgekommen. Der Zweikampf Özdemir gegen Hagel habe alles dominiert, die Themen quasi rasiert. Das war der Moment, wo ich den Fernseher abgeschaltet habe.
    Quelle: Blog der Republik

  3. Putin bietet Europa Öllieferungen an – unter Bedingungen
    Russland hat sich vor dem Hintergrund gestiegener Energiepreise infolge des Iran-Kriegs offen für Öl- und Gaslieferungen an europäische Länder gezeigt. Voraussetzung sei aber eine “langfristige und stabile” Zusammenarbeit, bei der “kein politischer Druck” auf Moskau ausgeübt werde, sagte Kreml-Chef Wladimir Putin bei einer im Fernsehen übertragenen Kabinettssitzung. “Wir sind bereit, mit den Europäern zusammenzuarbeiten, aber wir brauchen Signale von ihnen, dass auch sie dazu bereit und willens sind.” (…)
    “Wenn europäische Unternehmen und europäische Käufer plötzlich beschließen, sich neu zu orientieren und uns eine langfristige, nachhaltige Zusammenarbeit zu bieten, dann ja, wir haben das nie abgelehnt”, sagte er mit Blick auf Lieferungen.
    Quelle: n-tv

    dazu: Ölpreis: Trump erwägt Lockerung von Sanktionen gegen russisches Öl
    Die Regierung von US-Präsident Donald Trump erwägt laut drei Insidern eine weitere Lockerung der Sanktionen gegen russisches Öl, um den Anstieg der weltweiten Energiepreise zu dämpfen. Das Schritt könnte die Bemühungen westlicher Länder erschweren, Moskau die Einnahmen für seinen Krieg in der Ukraine zu entziehen. Am Ölmarkt gab der Preis nach Bekanntwerden der Nachricht um rund zehn Prozent nach.
    Quelle: tagesschau

  4. „Eine inakzeptable Aggression“
    Vorwürfe aus den inneren Machtzirkeln der Vereinigten Arabischen Emirate gegenüber den USA werfen ein Schlaglicht auf die Positionierung der europäischen Staaten im Iran-Krieg. Bereits in der vergangenen Woche kritisierte der emiratische Milliardär Khalaf Ahmad al Habtoor mit Blick auf Schäden, die iranischer Beschuss in seinem Land verursacht, die Trump-Administration habe die Länder der Arabischen Halbinsel „ins Zentrum einer Gefahr“ gebracht, „die sie nicht gewählt haben“: „Wer hat Ihnen die Erlaubnis gegeben, unsere Region in ein Schlachtfeld zu verwandeln?“ Die Emirate seien trotz der erwähnten Schäden nicht bereit, in den Krieg gegen Iran einzutreten. Letzteres bestätigen nicht namentlich genannte Regierungsmitarbeiter aus den Emiraten, die erklären, in der Zeit nach dem Krieg werde man einen neuen Ausgleich mit Teheran suchen. Al Habtoor, dem emiratischen Machtzentrum nahestehend, hält in Richtung USA fest: „Wir brauchen euren Schutz nicht.“ Paris, sich als Alternative zu Washington inszenierend, hat sich in den Emiraten an der Abwehr iranischen Beschusses beteiligt und entsendet nun weitere Kriegsschiffe in die Region. Bundeskanzler Friedrich Merz geht vorsichtig auf Distanz zu Washington.
    Quelle: German Foreign Policy
  5. Warum der Iran den Krieg bereits gewonnen hat
    Es gibt ihn, den Schweizer Wissenschaftler, der den Iran und seine über tausendjährige Geschichte wirklich kennt und versteht – und der zu Recht darüber besorgt ist, dass in der internationalen Politik Leute entscheiden, die vom wahren Charakter des Iran keine Ahnung haben – nicht zuletzt natürlich die US-Amerikaner. Im hier folgenden, ausführlichen Text erklärt er, warum Israel und die USA ihren Krieg gegen den Iran nicht gewinnen werden, auch mit andauernden Bombenangriffen nicht. In Anbetracht des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges Israels und der USA, der (negative) Auswirkungen auf fast die ganze Welt haben wird, lohnt es sich, die Ausführungen des Iran-Spezialisten Patrick Ringgenberg aufmerksam zu lesen.
    Quelle: Globalbridge

    dazu auch: Neue Fronten: Hat mit dem Angriff auf den Iran der Weltkrieg schon begonnen?
    Der Angriff der USA und Israels zieht immer weitere Länder in den Krieg. Das Geschehen rückt gefährlich nahe an Europa heran.
    Die Nato hat am Montag eine aus dem Iran auf die Türkei abgefeuerte ballistische Rakete abgefangen, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Damit steigt das Risiko, dass das Militärbündnis in den Krieg der USA und Israels gegen den Iran im hineingezogen wird. Bereits am 4. März hatte die Nato eine ähnliche Rakete abgefangen und daraufhin ihre Raketenabwehr in der Region verstärkt. Die tatsächliche Urheberschaft der Raketen ist zur Stunde unklar.
    Quelle: Berliner Zeitung

  6. Iran-Krieg trifft Emirates und Qatar Airways: Auf gesperrte Lufträume folgen Milliardenverluste
    Die Folgen für den zivilen Luftverkehr am Persischen Golf waren unmittelbar und gravierend: Flugbewegungsdaten des Portals Flightradar24 zeigen, dass auf den Flughäfen in Dubai und Abu Dhabi sowie in der katarischen Hauptstadt Doha und in Manama in Bahrain praktisch keine zivilen Flugzeuge mehr starteten und landeten. Mehrere Lufträume wurden gesperrt. „Crews, Flugzeuge und Passagiere sind auf der ganzen Welt gestrandet“, sagte laut der Nachrichtenagentur Reuters ein Insider einer Airline am Golf. „Es ist ein massiver logistischer Albtraum.“ […]
    Der wirtschaftliche Schaden für Reedereien und die großen Golfairlines zeichnet sich bereits jetzt ab – und könnte bei anhaltendem Konflikt existenzielle Ausmaße annehmen. Dubai war Anfang 2026 mit 95,2 Millionen abgefertigten Passagieren pro Jahr der weltweit meistfrequentierte Flughafen. Doha fertigte mehr als 50 Millionen Passagiere ab, Abu Dhabi rund 30 Millionen. Flughäfen, die primär als globale Drehscheiben dienen, um Passagiere aus Europa und Afrika nach Asien und Australien weiterzuleiten. Bereits am Wochenende wurden laut dem Analysehaus Cirium rund 24 Prozent aller Flüge in den Nahen Osten annulliert.
    Auch deutsche Airlines reagierten: Lufthansa und Eurowings strichen ihre Flüge nach Dubai und in andere Regionen des Nahen Ostens. In der Nacht zum Sonntag steckten den Flightradar24-Daten zufolge mindestens acht Maschinen von Emirates, Qatar, Etihad, Gulf Air und Saudia auf deutschen Flughäfen fest – allein in Frankfurt acht, in München fünf, in Düsseldorf und Hamburg je drei.
    Quelle: FR Online
  7. Iran und die Psychopathologie der weißen Vorherrschaft
    Der aufrichtige Glaube, die sadistische Brutalisierung des palästinensischen Volkes würde dessen Verbindung zu seinem Land kappen; eine sechzigjährige Belagerung Kubas würde dessen Bevölkerung zwingen, ihre Revolution aufzugeben; oder die Ermordung der revolutionären und spirituellen Führung Irans würde das Land dazu zwingen, seine Souveränität an seine historischen Peiniger in den Vereinigten Staaten und dem zionistischen Nationalstaat Israel abzutreten – all dies sind nicht bloß politische Fehlkalkulationen. Sie sind Ausdruck dessen, was ich die Psychopathologie der weißen Vorherrschaft nenne.
    Quelle: Seniora.org
  8. Libanon: Israel setzt rechtswidrig weißen Phosphor ein
    Human Rights Watch weist Einsatz der Brandwaffe über Wohngebieten im Südlibanon nach
    Das israelische Militär hat am 3. März 2026 in der südlibanesischen Stadt Yohmor rechtswidrig Artillerie-Munition mit weißem Phosphor über Wohnhäusern eingesetzt, teilte Human Rights Watch heute mit.
    Human Rights Watch hat sieben Bildaufnahmen verifiziert und geolokalisiert, die den Einsatz von Luftsprengmunition mit weißem Phosphor über einem Wohngebiet der Stadt zeigen. Die Aufnahmen belegen zudem, dass Zivilschutzkräfte Brände in mindestens zwei Häusern sowie an einem Auto in diesem Gebiet bekämpften.
    „Der rechtswidrige Einsatz von weißem Phosphor durch das israelische Militär über Wohngebieten ist äußerst alarmierend und wird schwerwiegende Folgen für die Zivilbevölkerung haben“, sagte Ramzi Kaiss, Libanon-Experte bei Human Rights Watch. „Die brandfördernde Wirkung von weißem Phosphor kann zum Tod oder zu grausamen Verletzungen führen, unter denen die Betroffenen ihr Leben lang leiden.“
    Quelle: Human Rights Watch
  9. Die Welt am Abgrund, Deutschland zerrissen – Zeit, zur Vernunft zu kommen
    Seit über zehn Jahren leben wir – aus der gewohnten und funktionierenden Normalität herausgerissen – in einem permanenten Ausnahmezustand. Für Russland und die Ukraine begann der Weg an den Rand des Abgrunds im Jahr 2013, Deutschland geriet zwei Jahre später im Zuge der Migrationskrise aus den Fugen. Es folgten die Corona-Krise und, als diese gerade abzuklingen begann, die Eskalation der Ukraine-Krise samt europäischem Sanktionskrieg gegen Russland, der seitdem nicht nur einfachen Russen das Leben schwer macht, sondern vor allem in Europa selbst an der wirtschaftlichen Substanz nagt.
    Danach kamen noch der Gaza- und der Iran-Krieg dazu, die weitere Schichten der Bevölkerung traumatisierten.
    Viele Jahre schon gibt es in Deutschland keinerlei Nachdenken über die Lage, nicht erst seit vier Jahren wird keiner der Eskalationsschritte auf Effektivität und Verhältnismäßigkeit überprüft. Die eskalatorischen Schritte akkumulieren sich, die Einzelsanktionen werden von Paket zu Paket weitergeschleppt, wachsen in der Zahl und in den Auswirkungen in den Himmel, und die europäische wie deutsche politische Maschinerie kennt keinen Rückwärtsgang.
    Stattdessen dreht sich die deutsche Justiz- und Repressionsmaschine immer schneller.
    Quelle: RT DE
  10. Effizienz statt Fürsorge
    Der Pflegenotstand ist nicht allein der demografischen Entwicklung in Deutschland geschuldet. Sorgearbeit wurde systematisch privatisiert und entwertet.
    Pflege ist eines jener Themen, über das politisch häufig gesprochen wird und das dennoch strukturell ungelöst bleibt. Kaum ein Politikfeld wird so regelmäßig als „drängend“ bezeichnet, kaum ein Bereich gilt so unumstritten als systemrelevant. Und doch entsteht bei näherer Betrachtung der Eindruck, dass zwischen gesellschaftlicher Rhetorik und institutioneller Realität eine deutliche Diskrepanz besteht.
    Quelle: Manova
  11. Warum die Lebenserwartung stagniert – und Ostdeutschland besonders betroffen ist
    Die Lebenserwartung in Westeuropa steigt weiter – aber deutlich langsamer als früher. Eine neue Studie zeigt, wo die Fortschritte ins Stocken geraten. Besonders auffällig: Teile Ostdeutschlands erleben wieder steigende Sterblichkeit im mittleren Erwachsenenalter.
    Quelle: mdr

    dazu: Lebenserwartung in Westeuropa driftet auseinander – keine deutsche Region an Spitze
    Die Lebenserwartung in Westeuropa driftet zunehmend auseinander. Seit Mitte der 2000er Jahre vertieft sich die Kluft zwischen westeuropäischen Regionen mit hoher und mit stagnierender Lebenserwartung deutlich, wie eine am Montag veröffentlichte Analyse des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung und des französischen Instituts für demografische Studien zeigt. Deutsche Regionen finden sich nicht in der Spitzengruppe mit der höchsten Lebenserwartung.
    Quelle: stern

  12. Nur in vier Ländern Europas reicht Rente allein zum Leben
    Im Jahr 2023 lag die durchschnittliche gesetzliche Jahresbruttorente in Deutschland bei 19.138 Euro. Ein typischer Ein-Personen-Haushalt über 60 kommt laut Studie aber auf durchschnittliche Jahresausgaben von rund 28.663 Euro – circa 9500 Euro mehr also. Die gesetzliche Rente deckt damit nur etwa zwei Drittel der Lebenserhaltungskosten in Deutschland. Den Rest müssen Rentner aus Ersparnissen, privater Vorsorge, Unterstützung durch Familie oder zusätzlicher Arbeit aufbringen. (…) In Deutschland treffen relativ hohe Lebenserhaltungskosten und im Westeuropäischen Vergleich niedrige Renten aufeinander, das setzt viele ältere Menschen unter Druck. (…) Rund ein Drittel der Ausgaben älterer Menschen entfällt auf Wohnen und Energie. Deutschland hat europaweit einen sehr hohen Anteil älterer Mieter, rund 60 Prozent leben nicht im Eigentum. Steigende Mieten schlagen sich deshalb direkt auf das Rentenbudget aus.
    Quelle: Focus Online
  13. Donald Trumps Behauptungen sind mathematisch unmöglich
    Wer dies nicht durchschaue, brauche einen Auffrischungskurs in Mathematik. Das meint ein Mathematiker der Harvard University.
    «Amerika, wir haben ein mathematisches Problem.» Das schrieb Mathematiker Aubrey Clayton in der «New York Times». Trump und seine Regierung stellten Behauptungen auf, die nicht nur faktisch nicht stimmten, sondern auch das mathematisch Mögliche sprengen würden. Vier Beispiele:
    In seiner Rede zur Lage der Nation am 24. Februar wiederholte Trump eine Behauptung, die die Regierung bereits zuvor aufgestellt hatte:
    Quelle: Infosperber
  14. Außenminister Wang Yi: China lehnt gemeinsame Weltherrschaft der Großmächte ab
    Wang Yi betonte, dass Peking die Logik einer gemeinsamen Weltherrschaft der Großmächte nicht unterstützt. Der Minister hob hervor:
    “Die Wiederbelebung der chinesischen Nation mit ihren 1,4 Milliarden Menschen wird in keiner Weise dem alten Weg traditioneller Großmächte folgen, die nach Hegemonie und Expansion strebten. Wir werden den Weg der friedlichen Entwicklung entschlossen und unerschütterlich beschreiten und alle Länder ermutigen, gemeinsam eine Welt universeller Sicherheit, des Wohlstands, der Offenheit und der Inklusivität aufzubauen.”
    Großmachtrivalität und -konfrontation hätten der Menschheit Leid und Katastrophen gebracht. Daher werde China niemals dem Weg folgen, nach dem “eine starke Nation unweigerlich nach Hegemonie strebt”, fügte Wang Yi hinzu. Die Verfassung des Landes lege eindeutig fest, dass es den Weg der friedlichen Entwicklung beschreiten werde, stellte er klar.
    China schlage den Aufbau einer gleichberechtigten, multipolaren Welt auf der Grundlage von Ordnung vor, fuhr der Minister fort.
    Quelle: RT DE

    dazu: Wang Yi: Staatschef-Diplomatie ist Wegweiser von chinesischer Diplomatie
    Die Staatschef-Diplomatie ist der Wegweiser der chinesischen Diplomatie. Dies sagte der chinesische Außenminister Wang Yi am Sonntag auf einer Pressekonferenz zum Thema Diplomatie am Rande der vierten Tagung des 14. Nationalen Volkskongresses (NVK).
    Immer mehr Länder hätten erkannt, dass Chinas Außenpolitik, die vom chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping konzipiert und geleitet werde, in einer turbulenten Welt die wertvollste Stabilität und Sicherheit biete sowie inmitten globaler Unruhen als unersetzliche Säule der Stärke diene.
    Wang Yi ging auf der Pressekonferenz auch auf die Globale Verwaltungsinitiative ein und erklärte, in der gegenwärtigen Welt tauchten immer neue globale Herausforderungen auf.
    Quelle: CRI online

    Anmerkung Christian Reimann: Mehr über Chinas Global-Governance-Initiative ist u.a. hier zu erfahren.

  15. Die Comeback-Linken und das Establishment
    Nach ihrem überraschenden Erfolg bei der Bundestagswahl 2025 ist die Linkspartei im politischen Mainstream angekommen. Wie ist es so weit gekommen? Und warum war die Linkspartei erfolgreicher als das BSW? Eine Spurensuche zwischen TikTok, Haustürwahlkampf, Sozialberatung und Anpassung an den Zeitgeist.
    In der Nacht nach der Bundestagswahl im Februar vor einem Jahr ist die Überraschung perfekt: Die Linkspartei zieht gestärkt in den Bundestag ein, das BSW scheitert – zumindest vorerst – an der Fünfprozenthürde. „Die Linke ist wieder da.“ Mit diesen Worten beginnt Parteichef Jan van Aken am Morgen danach die Pressekonferenz. Man habe das politische Comeback des Jahres hingelegt. Mehr als 4,3 Millionen oder 8,8 Prozent der Wähler haben ihr Kreuz bei der Partei gemacht, die noch bei der Europawahl im Juni 2024 am Boden lag: 2,7 Prozent bundesweit bedeuteten gerade einmal drei Mandate. Im Herbst 2024 blieb die Partei dann bei zwei ostdeutschen Landtagswahlen, also in ihrer Kernregion, unter fünf Prozent. In Brandenburg verschwand sie aus dem Landtag, in Sachsen sicherten zwei Direktmandate den Einzug ins Parlament. Im Februar 2025 ist die Linke wieder da.
    Wie ist das Comeback der Linkspartei zu erklären?
    Quelle: multipolar

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