Hinweise des Tages
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Hier die Übersicht; Sie können mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:
- Westen fährt auf Reserve
- Bericht: Trump-Berater drängen auf Ausstiegsplan für Iran-Krieg
- Trumps Kreuzzug
- Ermordung eines Staatsoberhaupts – Beerdigung einer Verbots-Norm nach 300 Jahren Bestand?
- Ein Manifest aus dem Iran: Nein zum Krieg
- Toxische Wolke über Teheran
- USA nehmen Kuba stärker ins Visier
- Neues Epizentrum im Sudan-Krieg
- Kriegswahn
- Waffenimporte europäischer Staaten haben sich mehr als verdreifacht
- Ungarns Wahl zwischen Brüssel und Washington
- Wahlen in Baden-Württemberg: Özdemirs Sieg ohne Versprechen
- „Müssen zurück zur 40-Stunden-Woche – ohne Lohnanpassung“ – Firmen-Chef rügt deutsche Arbeitsmoral
- 71 Prozent dafür: Große Mehrheit der Deutschen will höhere Steuern auf riesige Erbschaften
- Auskunft bei Corona-Impfschäden? Teilerfolg für Klage am BGH
- Verfahren gegen Jens Spahn wegen Maskenkäufen eingestellt
Vorbemerkung: Wir kommentieren, wenn wir das für nötig halten. Selbstverständlich bedeutet die Aufnahme in unsere Übersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich für die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese Übersicht für hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese Möglichkeit der schnellen Information hin.
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Westen fährt auf Reserve
Iran-Krieg: Der Ölpreis steigt und steigt. G7-Staaten erwägen Rückgriff auf strategische Notfallreserven
Die G7 ziehen unter dem Druck des rasant steigenden Erdölpreises den Rückgriff auf ihre strategischen Erdölreserven in Betracht. Dies hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Montag bestätigt. Bereits zuvor hatte die Financial Times berichtet, dass die G7-Finanzminister am Montag bei einem Treffen mit Fatih Birol, dem Exekutivdirektor der Internationalen Energieagentur (IEA), über diesen Schritt beraten wollen. Die 32 durchweg westlichen oder prowestlichen IEA-Mitgliedstaaten haben Notfallreserven von rund 1,2 Milliarden Barrel (rund 190 Milliarden Liter) Öl eingelagert. US-Experten plädierten dafür, 300 bis 400 Millionen Barrel freizugeben, hieß es in der Financial Times – stolze 25 bis 30 Prozent der Gesamtreserven. Zuletzt wurden die Vorräte nach dem Beginn des Ukraine-Kriegs angezapft, davor während und nach den Kriegen gegen den Irak im Jahr 1990 sowie gegen Libyen im Jahr 2011. Der Schritt, der Lieferausfälle ausgleichen und den Preis senken soll, gilt als äußerst seltene Ausnahme.
Quelle: junge Weltdazu: Öl- und Gaslieferstopp ohne Haftung: Wie die EU sich selbst ein Eigentor schoss
Der Ausfall von Öl- und Gaslieferungen hat gravierende Folgen für Europa. Trotz milliardenschwerer Schäden greift häufig keine Haftung. Die EU hat dafür selbst die Voraussetzungen geschaffen.
Quelle: Berliner Zeitung -
Bericht: Trump-Berater drängen auf Ausstiegsplan für Iran-Krieg
In den USA steigt der Druck auf den US-Präsidenten, den Krieg gegen den Iran abzuschließen. Einem Bericht zufolge wird im Umfeld Trumps ein Ausstiegsplan gefordert. Das Weiße Haus wehrt sich gegen die Darstellung.
Einige Berater von US-Präsident Donald Trump drängen ihn hinter verschlossenen Türen, öffentlich einen Ausstiegsplan aus dem Iran-Krieg zu formulieren. Dies berichtet das “Wall Street Journal” unter Berufung auf anonyme Quellen.
Trump soll demnach darlegen, dass das Militär seine Kriegsziele im Iran weitgehend erreicht habe. Zwar haben US-Beamte zeitweise unterschiedliche Listen mit Kriegszielen vorgelegt, doch im Allgemeinen geht es dabei um die Zerstörung des iranischen Raketenprogramms, die Zerstörung der iranischen Marine, die Beendigung der Unterstützung für andere Teheran-treue Kämpfer in der Region und die Verhinderung des Erwerbs von Atomwaffen.
Quelle: n-tvdazu: «Krieg bald zu Ende»: Trump muss Märkte beruhigen
Wegen der enormen Verschuldung kann das Finanzsystem keine grössere Ölkrise mehr bewältigen. Trump reagiert auf erste Alarmzeichen.
Nicht nur in Iran gingen Öl- und Gasanlagen in Flammen auf, sondern auch in Saudi-Arabien, Katar und Bahrain. Der Golf von Hormus ist für Öltransporte geschlossen. Als Folge davon schnellen die Öl- und Gaspreise an den Terminbörsen in die Höhe. Auch Wählerinnen und Wähler in den USA bekommen dies bereits zu spüren.
Quelle: Infosperber -
Trumps Kreuzzug
Aufmerksame Beobachter haben zur Kenntnis nehmen müssen, dass in Deutschland nicht alle christlich-kirchlichen Instanzen die Militarisierung des Landes ablehnen – und damit der christlichen Aufforderung zum Frieden – Liebe deine Feinde – total widersprechen. In den USA aber ist es noch deutlich extremer. Dort wird der christliche Glaube dazu benützt, einen Angriffskrieg als gottgewollt darzustellen. Patrick Lawrence bringt dazu Beispiele.
Quelle: Globalbridge -
Ermordung eines Staatsoberhaupts – Beerdigung einer Verbots-Norm nach 300 Jahren Bestand?
Oder: Warum Herr Merz Gefahr läuft, nach Amtsabtritt nicht eines natürlichen Todes im eigenen Bett zu sterben
Am 28. Februar 2026 „ermordeten“ die Vereinigten Staaten und Israel den iranischen Obersten Führer, Ali Khamenei, den Staatschef, der zugleich ihr Verhandlungspartner war. Diese gemeinsame Operation war die erste offen als intentional zugegebene Tötung eines amtierenden Staatsoberhaupts durch einen der beiden Staaten. Nach Medienberichten aus Washington war es eine Kollaboration, bei der die USA die Aufenthalts- bzw. Zieldaten beisteuerten und Israel den Militärschlag vollzog. Wobei Israel schon mehrfach die Tötung des Kopfs einer gegnerischen Organisation vorgenommen hatte und sich damit zugleich des Partners beraubte, mit dem man angeblich verhandeln wollte. Im Fall Hamas hat Israel bereits eine stattliche Anschlagsserie vorzuweisen – gegen den Gründer Ahmed Yassin (2004) sowie gegen Khaled Mashal (1997, erfolglos) und nach dem 7. Oktober 2023 gegen Premierminister Ismail Haniyeh (2024) und gegen Khalil al-Hayya (2025, erfolglos) –, ohne dass strategisch irgendetwas erreicht wurde.
Quelle: Blog der Republik -
Ein Manifest aus dem Iran: Nein zum Krieg
Wir veröffentlichen einen bedeutenden Appell von 353 iranischen Aktivist:innen und Akademiker:innen, die im Iran leben. Sie haben ein Manifest mit einem einfachen und unmissverständlichen Titel veröffentlicht: „Nein zum Krieg.“
Es ist wichtig, der kriegstreiberischen iranischen Diaspora und ihren westlichen Unterstützer:innen zu zeigen, welche tatsächlichen Forderungen diejenigen erheben, die im Land leben. Es stimmt nicht, dass die im Iran ansässigen Iraner:innen – also jene, die Trumps erste Ziele wären – einen Krieg wollen. Jene innerhalb und außerhalb der akademischen Welt, die Trump dafür gedankt haben, dass er das iranische Volk „befreien“ will, sollten wissen, dass er niemanden repräsentiert. Man kann nicht bequem von seinem Zuhause im Westen aus das Leben von Millionen unschuldiger Menschen aufs Spiel setzen.
Dieses Manifest verurteilt politische Repression, das Massaker an Demonstrierenden sowie jede ausländische Invasion, da all dies dem nationalen Interesse zuwiderläuft.
Quelle: pressenza -
Toxische Wolke über Teheran
Iran-Krieg: Ölbrand wirkt sich gravierend auf Menschen und Umwelt aus. Khameneis Sohn als Nachfolger benannt
In Teheran ist es halb elf vormittags – doch draußen wirkt es, als wäre es Nacht. Auf der Waliasr-Straße, die den Norden und Süden der iranischen Hauptstadt verbindet, fahren Autos mit eingeschalteten Scheinwerfern, die Sonne verschwindet hinter einer Wand aus schwarzem Rauch. Etwa die Hälfte der Läden hat geöffnet, im Dunkeln. Stunden nach den Luftangriffen auf die Öldepots nahe der Millionenstadt am Sonntag brennen sie noch immer, wie France24 berichtete. Der Niederschlag, der auf Teheran fällt, ist »Ölregen«: Rückstände aus brennenden Treibstoffdepots, die sich mit den Wassertropfen vermischt haben.
Quelle: junge Welt -
USA nehmen Kuba stärker ins Visier
Die USA haben Kuba schon länger im Visier, am Wochenende scheint sich der Fokus auf den Karibik-Staat aber noch einmal verschärft zu haben: US-Präsident Donald Trump drohte mit dem Ende des kommunistischen Regimes, sobald der Konflikt im Iran beendet sei. Während Beobachter bereits Parallelen zu Venezuela ziehen, mehren sich Berichte über das Leid in der kubanischen Bevölkerung.
Quelle: ORF -
Neues Epizentrum im Sudan-Krieg
Für die von Gewalt, Hunger und Vertreibung gezeichnete Zivilbevölkerung im Sudan gibt es auch nach fast drei Jahren Bürgerkrieg keine Verschnaufpause: Das Epizentrum der Kämpfe hat sich in den vergangenen Wochen zunehmend in die zentralsudanesische Region Kordofan verlagert. Erst am Wochenende wurden dort bei Drohnenangriffen Dutzende Tote gemeldet. Das Gebiet ist reich an Öl und Gold und von großer strategischer Bedeutung.
Quelle: ORF -
Kriegswahn
Wohin entwickeln sich Deutschland und die EU? Ziele und Ergebnisse der vorherrschenden Politik sind nicht im Interesse der meisten Menschen. Auf einen kurzen Nenner gebracht: Wir leben in einer Klassengesellschaft. Was das konkret heißt? Dass die Reichen nicht nur immer reicher werden, sondern auch das Sagen haben – und das in jeder Hinsicht: Ob wir genug gut ausgestattete Schulen haben, ob wir bei Krankheit versorgt sind oder später zu den verschämten Alten gehören, und ob unsere Kinder und Enkel wieder fürs Vaterland sterben sollen. Lesen Sie Zeitung? Vorsicht, das kann krank machen.
Quelle: Ossietzky 05/2026 -
Waffenimporte europäischer Staaten haben sich mehr als verdreifacht
Deutschland hat China überholt und wird der viertgrößte Waffenexporteur. Fast zehn Prozent der Waffenimporte weltweit entfallen auf die Ukraine.
Europäische Staaten haben ihre Waffenimporte in den vergangenen Jahren mehr als verdreifacht und sind damit die weltweit größte Empfängerregion geworden. Das teilte das Stockholmer Sipri-Institut für Sicherheits- und Friedensforschung mit. Das Gesamtvolumen der Importe zwischen 2021 und 2025 liegt demnach 210 Prozent über dem Wert der Jahre von 2016 bis 2020. Insgesamt seien in den vergangenen fünf Jahren 33 Prozent der weltweit gehandelten schweren Waffen in europäische Staaten geliefert worden.
Quelle: Zeit Online -
Ungarns Wahl zwischen Brüssel und Washington
Die im April bevorstehenden Parlamentswahlen in Ungarn werden zunehmend zum Gegenstand eines transatlantischen Machtkampfs. Während die EU und insbesondere Deutschland auf eine Ablösung von Ministerpräsident Viktor Orbán drängen, erhält dieser Unterstützung aus den Vereinigten Staaten. In Brüssel gilt Orbán wegen seiner Ukraine-Politik, aktuell insbesondere wegen seiner Blockade eines beschleunigten EU-Beitritts der Ukraine, als Hindernis für zentrale strategische Projekte der Union. Hoffnung setzen Berlin und die EU daher auf die Oppositionspartei TISZA unter Péter Magyar, der Ungarns Verhältnis zur EU stabilisieren soll. Allerdings wird Magyar, ein ehemaliger Politiker von Orbáns Partei Fidesz, von Beobachtern häufig als ein „jüngerer Orbán“ beschrieben, der sich nicht in jeder Hinsicht den Forderungen aus Brüssel bereitwillig fügen werde. Washington hingegen stärkt Orbán demonstrativ den Rücken, der aus Sicht der USA zentrale Elemente ihrer Nationalen Sicherheitsstrategie in Europa vertritt; diese sehen vor, in Europa die äußerste Rechte zu stärken. Damit wird die Wahl zu einer Entscheidung über Ungarns vorrangige außenpolitische Orientierung zwischen Brüssel und Washington.
Quelle: German Foreign Policy -
Wahlen in Baden-Württemberg: Özdemirs Sieg ohne Versprechen
Hagelschaden erfolgreich abgewandt? Özdemir wird Ministerpräsident im Ländle – doch ohne Konzept für die Krise. Eine Analyse. […]
Inhaltlich unterschieden sich CDU und Grüne kaum voneinander – und wo kein Unterschied erkennbar ist, wählen Menschen empirisch gut belegt das Bestehende. Die Grünen als Partei machten sich sogar quasi unsichtbar, indem sie auf den Plakaten mit Özdemirs Konterfei bewusst auf den Parteinamen verzichteten.
Ein Problem war Hagels strukturelle Unbekanntheit: Nur jedem Fünften war Hagel ein Begriff, Özdemir hingegen 80 Prozent der Wahlberechtigten als Berliner-Dauerbrenner bekannt. Ein verspäteter Wahlkampf-Start ohne Profil – demgegenüber Özdemir seit 2024 seinen Hut für Stuttgart in den Ring geworfen hatte – tat sein Übriges.
Hinzu kommt Hagels junges Alter von 37 Jahren, in Baden-Württemberg eher ein Negativfaktor. Mit seinen 60 Jahren strahlt Özdemir im Kontrast dazu eine gewisse landesväterliche Gesetztheit aus, die in dem ländlich geprägten Bundesland gut ankommt.
Quelle: Telepolisdazu auch: „Die linken Arbeitenden in den Blick nehmen“
Klaus Dörre forscht zu radikalen Rechten und Arbeiterschaft. Kann die SPD bei der Arbeiterschaft wieder Gewinne einfahren, oder fehlt ihr dafür das Profil?
taz: Herr Dörre, sie haben viel zu Einstellungen in der Arbeiterschaft geforscht. Die SPD hat bei Arbeitern in Baden-Württemberg ganze 5 Prozent geholt, die AfD liegt bei 37 – wie erklären Sie das ?
Dörre: Die SPD hat ein strukturelles Problem. Es gibt gute Vorschläge dazu, wie man die radikale Rechte besiegen kann – etwa die Vorschläge von Isabella Weber zur antifaschistischen Wirtschaftspolitik oder auch den Haustürwahlkampf in New York von Zohran Mamdani. Auf dem Papier hat die SPD mit 310.000 Mitgliedern auch großes Potenzial dazu, aber praktisch ist sie völlig überaltert. Die Sozialdemokraten haben selbst in Baden-Württemberg den Kontakt zur IG Metall verloren. Die SPD hat keine zivilgesellschaftlichen Kontakte mehr, ist im produzierenden Gewerbe und selbst im Dienstleistungssektor kaum noch präsent. Es droht eine Entwicklung wie in Frankreich oder Italien, wo die Sozialdemokraten vollständig verschwunden sind.
Quelle: taz -
„Müssen zurück zur 40-Stunden-Woche – ohne Lohnanpassung“ – Firmen-Chef rügt deutsche Arbeitsmoral
Jungheinrich-Chef Lars Brzoska hält Deutschland im Wettbewerb mit China für gefährlich abgehängt. Chinesische Uni-Absolventen arbeiteten 140 Stunden pro Woche, in der Bundesrepublik werde über kürzere Arbeitszeiten und Kleinstreformen diskutiert.
Der Vorstandschef des Gabelstapler-Herstellers Jungheinrich, Lars Brzoska, hat vor den Folgen einer aus seiner Sicht zu geringen Arbeitsbereitschaft in Deutschland gewarnt. In einem Interview mit der Wochenzeitung „Die Zeit“ forderte er eine Rückkehr zur 40-Stunden-Woche in der Industrie – ohne Lohnanpassung.
Quelle: Welt OnlineAnmerkung unseres Lesers J.A.: Manche Arbeitgebervertreter drehen einfach nur durch – oder wenn man so polemisch wäre wie die Unternehmerseite: alle Arbeitgeber drehen durch. Brzoska ist die Arbeitsmoral der Deutschen völlig egal, er will nur die Lohnstückkosten senken und erzählt dafür eine Lüge nach der anderen. Es mag sein, dass in Indien die Arbeitsstunde ein Sechstel der deutschen Arbeitsstunde kostet – aber wenn die Wertschöpfung pro Stunde in Deutschland sechsmal so hoch ist, dann ist die Produktivität identisch und nicht in Indien höher. Dass Uni-Absolventen in China 140 Stunden in der Woche arbeiten, ist ausgeschlossen und würde sogar im Turbokapitalismus als unmenschlich gelten: kein Mensch kann so ein Arbeitsschema länger als einen Monat durchhalten, ohne zu sterben. (Bekannt ist wohl das chinesische Schema 996 – 12 Stunden arbeiten an 6 Tagen die Woche, und das finde ich schon furchtbar.) Dass der Jungheinrich-Chef diese Märchen auch noch als Vorbild für Deutschland hinstellt, lässt extrem tief blicken. Lustig, weil doch Planwirtschaft als ineffizienter Kommunismus gilt, ist dann das Lob für Chinas Industriestrategie; aber mit dieser Strategie als Vorbild hat Brzoska wahrscheinlich mal recht.
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71 Prozent dafür: Große Mehrheit der Deutschen will höhere Steuern auf riesige Erbschaften
Eine große Mehrheit von 71 Prozent der Deutschen spricht sich dafür aus, sehr große Erbschaften stärker zu besteuern als bisher. Das geht aus einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der SOS-Kinderdörfer weltweit hervor, deren Ergebnisse der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) vorab vorlagen. Rund die Hälfte (53 Prozent) hält die Erbschaftssteuer demnach für ein wirksames Instrument, um gesellschaftliche Ungleichheit zu verringern.
Quelle: Merkur -
Auskunft bei Corona-Impfschäden? Teilerfolg für Klage am BGH
Eine Frau wird nach einer Corona-Impfung auf einem Ohr taub – und klagt. Der Bundesgerichtshof senkt nun die Hürden für einen Auskunftsanspruch.
Während der Corona-Pandemie wurden in Deutschland fast 200 Millionen Schutzimpfungen gegen das Virus verabreicht. Für die Allermeisten verlief das ohne anhaltende Probleme, einige Menschen berichteten aber von gesundheitlichen Schäden nach der Impfung. Vor Gericht verlangen sie teils Auskunft und Entschädigung von den Impfstoffherstellern.
Eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH) stärkt ihnen jetzt ein Stück weit den Rücken.
Quelle: t-online -
Verfahren gegen Jens Spahn wegen Maskenkäufen eingestellt
Mehr als 170 Strafanzeigen waren gegen den ehemaligen Gesundheitsminister eingegangen. Die Staatsanwaltschaft geht diesen nach einer Prüfung nicht mehr nach.
Quelle: Zeit OnlineAnmerkung unseres Lesers H.B.: Die kleinen fängt man, die großen lässt man laufen. Lang lebe die Bananen Republik Deutschland!




