Hinweise des Tages
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Hier die Übersicht; Sie können mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:
- Libanon: Israel will nicht aufhören
- FCAS ist tot – jedenfalls das Flugzeug.
- Atomwaffen ohne Kontrolle: Die neue nukleare Weltordnung
- Das Waffen-Woodstock
- Der Rekordbörsengang und seine Folgen
- Ukraine-Krieg: Was Selensky in seinem offenen Brief geschrieben und warum Putin ein Treffen mit Selensky abgelehnt hat
- Dobrindt will Einschränkungen: Zahl der wehrfähigen Ukrainer in Deutschland steigt massiv
- Warschau spielt auf Zeit: Entscheidung über Aberkennung eines polnischen Ordens für Selenskij vertagt
- Air-Base in Ramstein: «Ein Abzug der USA wäre eine Katastrophe»
- Abstimmung in der UNO-Generalversammlung: Quittung für Hochmut und beklemmende Doppelmoral
- 5000 Superreiche, 13 Millionen Arme: Wie Deutschlands Ungleichheit die Wirtschaft gefährdet
- Die zweite Abwicklung
- „Katastrophale Auswirkungen auf Kinder“: Merz-Regierung will massiv kürzen – und tagt dafür im Geheimen
- Die Sozialpartner als Teil des Grundgesetzes
- Medien unter Druck: Wer entscheidet über Sichtbarkeit im digitalen Raum?
Vorbemerkung: Wir kommentieren, wenn wir das für nötig halten. Selbstverständlich bedeutet die Aufnahme in unsere Übersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich für die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese Übersicht für hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese Möglichkeit der schnellen Information hin.
- Libanon: Israel will nicht aufhören
Trotz Warnung aus Iran greifen die Besatzer die südlibanesische Stadt Tyros an. Dabei sollen Verhandlungen zwischen Washington und Teheran kurz vor Ende stehen
Washingtons kleiner Partner muckt auf: Nachdem Iran und Israel am Montag nachmittag ihren kurzen militärischen Schlagabtausch auf Drängen von US-Präsident Donald Trump beendet hatten, erklärte der israelische Kriegsminister Israel Katz unverdrossen, dass seine Armee »weiterhin im Libanon gegen die Terrororganisation Hisbollah vorgehen« wird. Jeder Versuch Teherans, »eine Verbindung zwischen dem Libanon und dem Iran herzustellen, um Israel anzugreifen, wird eine äußerst entschlossene Reaktion nach sich ziehen«, so Katz. Israel weise »die Drohungen des Iran entschieden zurück«. Premier Benjamin Netanjahu legte am Abend nach und behauptete, Iran und die Hisbollah seien schwächer denn je und hätten in den vergangenen 24 Stunden versucht, Israel eine »neue Gleichung« aufzuzwingen. Der Konflikt mit beiden sei noch nicht beendet, und sollte der Iran einen Fehler begehen und Israel erneut angreifen, werde man mit aller Härte reagieren, drohte Netanjahu.
Quelle: junge Welt - FCAS ist tot – jedenfalls das Flugzeug.
FCAS ist tot – jedenfalls das Flugzeug. Berlin rettet aber den „Kern”: das „System der Systeme”, die Combat Cloud, die Jets, Drohnen und Sensoren vernetzen soll. Klingt nach geretteter Substanz. Tatsächlich rettet man den schwierigeren Teil, nicht den leichteren.
Fairerweise zuerst, was dafür spricht: Die Cloud ist modular statt Big-Bang-2040. Man muss sich nicht auf eine gemeinsame Zelle einigen, kann in Schritten liefern – und die Air Combat Cloud galt zuletzt als deutlich weiter als das Flugzeug. Die Idee: das „Gehirn” gemeinsam bauen, die national ertüchtigten Jets (Rafale F5, Eurofighter) einstöpseln.
Trotzdem bin ich skeptisch. Der beste Beleg ist der amerikanische Vergleichsfall. Die USA versuchen mit JADC2 seit Jahren genau das – Sensoren und Schützen über eine Cloud vernetzen – mit EINEM Militär, EINEM Budget, EINER Befehlskette. Ergebnis: Jede Teilstreitkraft baut ihre eigene Variante, man ist „nicht interoperabel genug, um zusammen zu kämpfen”. Das CSIS nennt das härteste Problem nicht technisch, sondern organisatorisch: „Wer hat das Sagen?” Der Kongress hat dem Programm zwischenzeitlich die Mittel gekürzt.
Quelle: Arno Gottschalk via Twitter/Xdazu: Failed Combat Air System: Prestigeprojekt stürzt ab
FCAS am Ende: Die deutsch-französischen Pläne für einen neuen Kampfjet scheitern an der Konkurrenz zwischen Airbus und Dassault
Eines der wichtigsten deutschen Rüstungsprojekte des vergangenen Jahrzehnts ist nun endgültig Geschichte: Das von der BRD und Frankreich gemeinsam geplante »Future Combat Air System« (FCAS) wurde am Montag abend für beerdigt erklärt – nach neun Jahren. Kanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron seien »zu der geteilten Einschätzung gelangt, dass die Unternehmen beim Bau eines gemeinsamen Kampfflugzeuges nicht zusammenfinden«, zitierte AFP aus »deutschen Regierungskreisen«.
Vorausgegangen war dem ein jahrelanger Streit zwischen den beiden hauptverantwortlichen Konzernen Airbus (für die BRD) und Dassault (für Frankreich) um die genaue Arbeitsteilung, um Kompetenzen, Eigentumsrechte und die Weitergabe technischen Wissens – kapitalistische Konkurrenz eben.
Quelle: junge Weltdazu auch: Rückblick
Für Sie da draußen als europäische Bürger ist die verheerendste Konsequenz des nun endgültig gescheiterten deutsch-französischen Aviationsprojektes FCAS nicht, dass es nun endgültig gescheitert ist. Sondern dass Macron (damals noch etwas jünger) am 17. Juni 2019 gegen 9.30 Uhr anlässlich der Luftfahrtmesse in Le Bourget eine gewisse Frau vonderLeyen (damals deutsche Verteidigungsministerin, auch jünger) bei der Unterzeichnung irgendwelcher Pläne zum gemeinsamen Kampfjetsystem präsidial über die Schulter (rosafarben) geblickt hatte, weshalb er sich drei Tage später beim Ratstreffen am 20. Juni 2019 gegen 13.50 Uhr während der Erörterung der Besetzung der EU-Spitzenposten dunkel an sie zu erinnern glaubte. Und, so will es die Legende, an Stelle des legitimen Postenanwärters Manfred Weber (“Spitzenkandidat”) zur Kommissionspräsidentin vorschlug. Der Rest ist Geschichte. Leider…
Quelle: Martin Sonneborn via Twitter/X - Atomwaffen ohne Kontrolle: Die neue nukleare Weltordnung
Jahrzehntelang schrumpften die Atomwaffenarsenale. Jetzt wachsen sie wieder. Und niemand kann sie bremsen.
„Was wir jetzt haben, ist eine angespannte Phase kompetitiver Aufrüstung und Modernisierung.“ Ian Davis, Executive Editor des Sipri-Jahrbuchs, findet klare Worte gegenüber der Berliner Zeitung. Sein Institut, das Stockholmer Friedensforschungsinstitut (Sipri), hat am Montag sein 57. Jahrbuch veröffentlicht. Die Botschaft dahinter ist düster.
Quelle: Berliner Zeitung - Das Waffen-Woodstock
Der Campus der Bundeswehr-Universität München wurde am 6. Juni 2026 zur Kulisse eines bizarren Schauspiels. Vorbeifliegende Eurofighter, Nahkampfnachstellungen und Matrosenlieder aus der NS-Zeit sind offenbar etwas für die ganze Familie.
Einmal im Jahr findet in Deutschland der Tag der Bundeswehr statt, und weil besondere Zeiten besondere Maßnahmen erfordern, wurde dieser im Jahr 2026 ganz besonders groß aufgeblasen. An zehn Standorten wurden die Pforten geöffnet, und die Bürger konnten sich — wie auf der Internetseite der Bundeswehr zu lesen war — davon überzeugen, dass es sich um eine „Armee zum Anfassen“ handelt. Etwa 40.000 der insgesamt 340.000 Besucher kamen knapp außerhalb von München bei der Bundeswehr-Universität in Neubiberg zusammen und konnten bestaunen, was die deutschen Streitkräfte so zu bieten haben. Kinder kletterten begeistert auf Panzer, Erwachsene strahlten bis über beide Ohren beim Anblick von über ihnen fliegenden Kampfjets, und ganze Familien applaudierten, als die deutschen Soldaten bei der Nahkampfinszenierung ihre mit Maschinengewehren ausgestatteten Gegner mit bloßen Händen überwältigten. Man könnte auch sagen: George Orwell hätte seinen Spaß gehabt. Ein Vor-Ort-Bericht.
Quelle: Manova - Der Rekordbörsengang und seine Folgen
Der Börsengang von Elon Musks Konzern SpaceX droht für die Wirtschaft Deutschlands und der EU ernste Probleme zu schaffen. Der für den 12. Juni geplante Rekordbörsengang soll 75 Milliarden US-Dollar einbringen und den Marktwert des Konzerns auf 1,75 Billionen US-Dollar steigern. SpaceX erzielt derzeit noch hohe Verluste, setzt aber auf neue, mit KI verbundene Technologien wie solarbetriebene Rechenzentren im Weltraum, um hohe Gewinnhoffnungen zu schüren und beispiellose Summen zu mobilisieren. Dabei bietet der Börsengang, anders als üblich, deutschen bzw. europäischen Anlegern besonders günstige Optionen, was Sorgen hinsichtlich einer möglichen Kapitalflucht aus Europa auslöst. Zudem bedroht die SpaceX-Tochterfirma Starlink mit ihrer hohen Signallatenz perspektivisch den konventionellen terrestrischen Mobilfunkmarkt. Dies würde etwa die Deutsche Telekom und deren Tochterfirma T-Mobile treffen. Unterdessen haben die beiden deutschen Rüstungs- und Technologieunternehmen Rheinmetall und OHB grünes Licht für ihr geplantes Satelliten-Joint Venture erhalten, das mit Milliardensummen aus den deutschen Rüstungstöpfen ein deutsches Äquivalent zu Starlink schaffen soll.
Quelle: German Foreign Policy - Ukraine-Krieg: Was Selensky in seinem offenen Brief geschrieben und warum Putin ein Treffen mit Selensky abgelehnt hat
Selensky hat Putin einen offenen Brief geschrieben. Der Spiegel berichtet, Selensky habe darin ein Treffen mit Putin zur Beendigung des Krieges vorgeschlagen, aber Putin habe “Gesprächen eine Absage” erteilt. Was stand in Selenskys Brief und was hat Putin darauf tatsächlich geantwortet?
Quelle: Anti-SpiegelAnmerkung unseres Lesers H.K.: Sie sollten diesen Brief im Wortlaut veröffentlichen, das hat nämlich noch kein deutsches Mainstream-Medium gewagt – denn wer solche unverschämten Briefe schreibt, will keinen Frieden, sondern weiteren Krieg. Der Brief war nicht in erster Linie an Putin, sondern an die Öffentlichkeit vor allem im Westen gerichtet, mit der klaren Absicht, nach der vorhersehbaren Ablehnung dieser Zumutung durch Putin ihm vorzuwerfen, er wolle keine Verhandlungen. Thomas Röper vom Anti-Spiegel hat den kompletten Brief übersetzt.
- Dobrindt will Einschränkungen: Zahl der wehrfähigen Ukrainer in Deutschland steigt massiv
Seit Kiew kriegstaugliche Männer ausreisen lässt, wächst in Deutschland die Zahl ukrainischer Flüchtlinge im wehrfähigen Alter. Unter den Neueingereisten liegt sie inzwischen bei knapp 60 Prozent. Innenminister Dobrindt will das ändern und ist dabei auf Brüssel angewiesen.
Seit Anfang des vergangenen Jahres ist die Zahl der wehrfähigen Ukrainer in Deutschland deutlich gestiegen. Das ergibt sich aus aktuellen Daten des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf), die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) vorliegen. Der Grund ist offenbar eine Lockerung des Ausreiseverbots von Ende August 2025. Seither dürfen wehrfähige Männer im Alter zwischen 18 und 22 Jahren die Ukraine verlassen. Das war zuvor nur in Ausnahmefällen möglich.
Quelle: n-tv - Warschau spielt auf Zeit: Entscheidung über Aberkennung eines polnischen Ordens für Selenskij vertagt
Im Streit um die mögliche Aberkennung des höchsten polnischen Ordens für den ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij versucht die polnische Seite offenbar, die Emotionen zu dämpfen. Das für Verleihungen und Aberkennungen zuständige Gremium des »Ordens des Weißen Adlers« tagte am Montag und beriet die Frage acht Stunden lang. Ein Ergebnis wurde aber nicht mitgeteilt; es gebe eine Empfehlung, und die werde Präsident Karol Nawrocki zu gegebener Zeit veröffentlichen, hieß es im Anschluss.
Nawrocki hatte den Antrag auf Entzug der Auszeichnung für Selenskij gestellt, nachdem dieser eine Einheit der militärischen Spezialkräfte des Landes nach den »Helden der UPA« benannt hatte, des bewaffneten Arms der ukrainischen Faschisten. Die Truppe ist in Polen als diejenige bekannt, die 1943 und 1944 mindestens 100.000 ethnische Polen auf dem Gebiet der heutigen Westukraine ermordet hatte.
Quelle: junge Welt - Air-Base in Ramstein: «Ein Abzug der USA wäre eine Katastrophe»
Der US-Stützpunkt sei ein Segen für Deutschland, verbreitet das «Echo der Zeit». Die Botschaft tönt wie eine Nato-Medienmitteilung.
Schon Wochen vor dem Angriff der USA und Israels auf den Iran starteten und landeten auf der Ramstein Air Base Transportmaschinen fast im Minutentakt, wie Planespotter beobachteten. Ramstein ist das Nervenzentrum der Kriege und Drohnenangriffe, die die USA in arabischen Ländern und in Westasien führten und führen. Ohne das Relais Ramstein wären diese Operationen technisch nicht möglich.
Aus diesem Grund sind die deutsche Regierung und alle deutschen Regierungen seit den 1950er Jahren über das Operationszentrum Ramstein in die Kriege der USA verwickelt.
Quelle: Infosperber - Abstimmung in der UNO-Generalversammlung: Quittung für Hochmut und beklemmende Doppelmoral
Über viele Jahre hinweg habe ich mich in Artikeln und Vorträgen für das Völkerrecht eingesetzt und die Doppelmoral der deutschen Politik und der Mainstream-Medien kritisiert. Kennzeichen dieses abträglichen Politikverständnisses waren Selbstgerechtigkeit, Servilität gegenüber den USA, Verteufelung von Russland und blinde Unterstützung des Staates Israel auf der Grundlage einer behaupteten Staatsräson.
Quelle: Globalbridge - 5000 Superreiche, 13 Millionen Arme: Wie Deutschlands Ungleichheit die Wirtschaft gefährdet
Zwei Analysen haben in den vergangenen Wochen für großen Wirbel gesorgt. Wohl auch, weil der Armutsreport des Paritätischen Gesamtverbandes unmittelbar auf den „Global Wealth Report“ erschien. Der misst die Zahl der Superreichen und deren Anteil am Gesamtvermögen. Diese Reichtumsanalyse, erhoben von der Boston Consulting Group (BCG), stellte etwa fest, dass in Deutschland etwa 5000 Superreiche rund ein Viertel des gesamten deutschen Finanzvermögens halten. 66 Millionen teilen sich dagegen 35,9 Prozent des Gesamtvermögens. Das Ergebnis der Untersuchung formulieren die Analysten der BCG so: „Die Konzentration des Vermögens an der Spitze nimmt weiter zu.“
Quelle: FR Onlinedazu: Neuer Armutsbericht zeigt: Menschen in der Region Trier bundesweit am ärmsten
Immer mehr Familien in der Region Trier leben in Armut. Was passiert, wenn ein Schicksal alles verändert und plötzlich das Geld nicht mehr für Miete, Essen und das Nötigste reicht?
Quelle: SWRdazu auch: Wer verdient ein Jahresgehalt mit nur 2,5 Tagen Arbeit?
Schwierige wirtschaftliche Zeiten, Inflation oder hohe Stromkosten treffen nicht alle gleichermaßen. Im Gegenteil, eine kleine Gruppe verdient weiterhin saftig: Geschäftsführer und Aktionärinnen.
Oxfam Deutschland hat untersucht, wie die 100 umsatzstärksten europäischen Unternehmen Ungleichheit verschärfen – etwa durch „milliardenschwere Dividenden für Aktionär*innen, maßlose CEO-Vergütungen oder vernachlässigte Investitionen in den ökologischen Wandel“, so Leonie Petersen, die bei der Organisation Expertin für die sozial-ökologische Transformation ist. Ihr Team hat verschiedene Aspekte von Ungleichheit der 100 Unternehmen, darunter 27 aus Deutschland, mit Daten von 2022 bis 2024 untersucht.
Quelle: taz - Die zweite Abwicklung
Im Osten schließt gerade ein Traditionsbetrieb nach dem anderen seine Pforten. Das weckt traurige Erinnerungen.
Fataler demographischer Wandel, selbstgemachte Energiekrise, gekappte Lieferketten und selbstzerstörerische Sanktionen. Die offenbar von Berlin gewollte und forcierte Deindustrialisierung schlägt in Ostdeutschland immer stärker zu. Das kann man an der Liste von Firmen nachvollziehen, die 2026 Insolvenz angemeldet haben. Diese Firmen haben zum Teil zwei Weltkriege, vierzig Jahre „real existierenden Sozialismus“ und den Furor der Treuhand Anfang der 1990er Jahre überstanden, doch die verhängnisvolle Politik der Ampel, dieser „dümmsten Regierung Europas“ (Sahra Wagenknecht), sowie der Groko, angeführt vom Duo Infernale Merz/Klingbeil, waren schlichtweg zu viel des „Guten“.
Quelle: Freie Medienakademie - „Katastrophale Auswirkungen auf Kinder“: Merz-Regierung will massiv kürzen – und tagt dafür im Geheimen
Kommt bald der große Einschnitt für Kinder, Jugendliche und Familien? Die Bundesregierung will sparen. Auch beim Nachwuchs und der Eingliederung. Interne Überlegungen dazu aus dem Kanzleramt wurden geleakt, der Aufschrei bei den von den Plänen Betroffenen ist riesig. Nun hat die Linken-Fraktion die Bundesregierung offiziell zum Vorgang befragt. Die Antworten liegen der Frankfurter Rundschau von Ippen.Media exklusiv vor. Sie scheinen vielsagend nichtssagend.
Quelle: FR Onlinedazu auch: Pflegewissenschaftlerin: „Die Chance ist relativ hoch, dass wir alle in diesem Land schlecht versorgt werden“
Lange war sie angekündigt, nun ist ein erster Entwurf da. Gesundheitsministerin Warken (CDU) stellte Ende vergangener Woche ihre Pflegereform vor – und erntete reichlich Kritik dafür. Für die Pflegewissenschaftlerin Martina Hasseler gehen die Pläne in eine komplett falsche Richtung und lassen wichtige Aspekte ganz aus.
Quelle: FR Online - Die Sozialpartner als Teil des Grundgesetzes
Wenn sich die Sozialpartner am Mittwoch beim Bundeskanzler treffen, sollten sie sich erinnern an die Erklärung, die sie aus Anlass des 75. Jahrestages des Grundgesetzes abgegeben haben und die im Grunde an uns alle gerichtet ist. „Wir erleben in dieser Zeit, dass die Demokratie nicht selbstverständlich ist. Alle Demokraten müssen jetzt zusammenstehen. Deshalb ermutigen wir auch alle Unternehmen und Betriebe sowie die Betriebs- und Personalräte, für die Demokratie zu werben und sie wo nötig entschlossen zu verteidigen.“ Diese Erwartung haben viele Menschen in diesem Land, wenn die Sozialpartner mit den Vertretern der Bundesregierung am Mittwoch im Kanzleramt zusammensitzen. Worum es geht: dass der Sommer der Großreformen endlich auf den Weg gebracht wird, dass aus dem Reden entschlossenes Handeln wird. Es werden alle Player gebraucht, um den nötigen Umbau bei Rente, Gesundheit und Steuern einvernehmlich umzusetzen.
Quelle: Blog der Republik - Medien unter Druck: Wer entscheidet über Sichtbarkeit im digitalen Raum?
Medienanstalten wollen verlässliche Inhalte auf Social-Media-Plattformen sichtbarer machen. Verleger und Journalisten ziehen nun rote Linien.
Wer auf TikTok, Instagram oder X scrollt, sieht keinen neutralen Ausschnitt der Wirklichkeit. Jeder Feed ist eine Auswahl. Algorithmen entscheiden, ob ein Katzenvideo, ein Kommentar, ein Lokalbericht oder ein politischer Aufreger oben landet. Genau diese Auswahl wollen Medienpolitiker und Landesmedienanstalten nun stärker regulieren: Verlässliche journalistische Informationen sollen auf großen Plattformen leichter sichtbar werden.
Was nach Schutz der demokratischen Öffentlichkeit klingt, berührt einen heiklen Punkt. Denn sobald der Staat Regeln dafür setzt, welche Medieninhalte in Feeds bevorzugt auftauchen sollen, stellt sich die Frage: Wer entscheidet, was verlässlich ist, und wer verliert im Gegenzug Sichtbarkeit? Verleger und Journalistenverbände warnen deshalb vor einer staatlich beeinflussten Auswahl publizistischer Inhalte.
Quelle: Berliner Zeitung




