Leserbriefe zu „„Mehr-russische-Soldaten-töten“-Frage: Berliner Zeitung berichtet von strafrechtlichen Ermittlungen in Russland“
Marcus Klöckner thematisiert hier den Umstand, dass die russische Justiz ein Strafverfahren gegen den FAZ-Autor Michael Martens wegen der „Mehr-russische-Soldaten-töten“-Frage eingeleitet habe. Das habe die Berliner Zeitung berichtet und berufe sich in ihrem Bericht auf die russische Nachrichtenagentur Tass. Demnach würde es um die Anwendung von Artikel 282 Absatz 2 des russischen Strafgesetzbuches gehen, also der „Anstiftung zu Hass oder Feindschaft“. Eine Stellungnahme vonseiten Martens’ oder der FAZ zu dieser Entwicklung sei nicht bekannt. Mittlerweile seien jedoch die Tweets von Martens nur noch für „bestätigte Follower“ einsehbar. Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten. Wir danken für die interessanten Leserbriefe dazu. Es folgt nun eine Auswahl. Für Sie zusammengestellt von Christian Reimann.
1. Leserbrief
Ich fasse mich kurz: (…) Man stelle sich – oder besser auch nicht – vor, ein Journalist oder wer auch immer, würde ein solches Auftreten gegenüber dem völkermordenden IDF in Gaza fordern ?
Mit Grüßen an die Redaktion
D. Clauß
2. Leserbrief
Guten Tag,
kurz und bündig.
Wer zum Töten auffordert, egal ob direkt oder verdeckt, kann auch nach deutschem Recht
dafür belangt werden. Zumindest wäre eine strafrechtliche Relevanz zu prüfen und anzuwenden.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas Stöbe
3. Leserbrief
Liebe Redaktion,
Zu Ihrem o.g. Artikel vom 18.08.26 ( „Mehr-russische-Soldaten-töten“-Frage: Berliner Zeitung berichtet von strafrechtlichen Ermittlungen in Russland ) möchte ich bemerken, daß inzwischen auch deutsche Staaatsbürger Strafanzeigen gegen Michael Martens (FAZ) gestellt haben. Dazu gehöre ich übrigens selbst und glaube, daß hierüber auch berichtet werden sollte: Herr Martens (FAZ) spricht keinesfalls im Namen aller EU-Bürger. Im übrigen möchte ich noch auf den Geheimen Staatsvertrag vom 21.05.1949 hinwiesen, der den Alliierten die Kontrolle über deutsche Medien & Kultur bis ins Jahr 2099 einräumt. Dazu gehört auch die FAZ. Und was das Druckmittel der Kontosperrungen betrifft – welche ich strikt ablehne, auch bei Herrn Martens (FAZ) – wäre es jetzt einmal interessant zu sehen, wie die Banken reagieren. Unter Berücksichtigung bereits geschaffener Präzedenzfälle.
Mit freundlichen Grüßen
Katrin Hahn
4. Leserbrief
Sehr geehrter Herr Klöckner,
zu diesem Artikel habe ich zwei Fragen:
- Warum wird in diesem Kontext nicht der Großvater, sein NS Wirken und die Beziehung zum Enkel erwähnt. M.E.erklärt das einiges.
- Wieso wird nicht die Steilvorlage genutzt und das sehr aktive “Nichtstun” der deutschen Staatsanwaltschaft bzgl. einer Anklage zur Vorlkverhetzung thematisiert. Wieso erfolgt eine dbzgl. Ermittlung im angeblich “rechtsfreien” Russland aber nicht im angeblichen “Vorzeige-Rechtsstaat” Deutschland?
LG
Hans Trappa
5. Leserbrief
Ich versuche es seit Tagen. Ich versuche seit Tagen zu verstehen, was an dieser Aussage das Problem ist.
Es erscheint mir, als ob die in Aufruhr geratenen “Linken” erstmalig begreifen, wofür Waffen eingesetzt werden.
Die Milliardenhilfen für Waffen werden gebraucht um soviele Menschen aus dem auserkoren Feindesland zu töten. Um Menschen umzubringen, das ist Krieg- Krieg bedeutet Tod.
Und dafür brennt Deutschlands Elite – die Kriegsgeilheit lungert an allen Ecken, springt einen aus allen Schlagzeilen an.
Der “FAZler” benennt mit diesem Satz, wie von unserer Politik gehandelt wird und sabbert ordentlich dabei.
Ich glaube 2012 war es, als der Präsident vom DRK, also einer Hilfsorganisation, mit in die Kriegsführungspläne einbezogen wurde. Einmalig bis dahin; da war klar, was noch so geht…
(Um mehr Opfer oder weniger Opfer hinzubekommen habe ich nie beantwortet bekommen.)
Der FAZler ist ein weiterer Schlüsselmoment.
Da geht noch mehr.
Herr Klöckner, ihre Artikel sind immer wieder lesenswert, danke!
Stefanie Sievert
Es ist für mich ein Skandal, dass diese Frage, die soviel offenbart, nicht mehr öffentlich für alle zugänglich ist.
Wenn man könnte, müsste die FAZ gezwungen werden, diese Frage, diesen “Artikel” für alle lesbar zu lassen!
Stefanie Sievert
6. Leserbrief
Moin,
sehr gut, daß dieser asoziale und menschenverachtende Vorfall zumindest eine Konsequenz nach sich zieht! Hätte Michael Martens das Töten von “mehr Ukrainern, natürlich ukrainische Soldaten” so oder in ähnlicher Form geäußert, so wäre er auf diese berüchtigte ukrainische Todesliste gekommen und sehr wahrscheinlich aufgrund eines tragischen Unfalls oder sogar bei einem offenen Attentat auf hellichter Straße ums Leben gekommen. Ich stelle mir nur die Frage nach der Motivierung, solch einen Völkerhaß und offene Todeswünsche an Menschen (sic!) öffentlich zu richten. Wie heißt doch gleich die Krankheit, die einen Menschen empathielos macht?
Auf eine deutsche Strafverfolgung kann man lange warten:
(…) Wie konnte es — wieder — so weit kommen, daß wir a) ein Volk als Feind bestimmen und es b) so sehr entmenschlichen, daß das Töten von Menschen, Bürgern, Nachbarn wie Du & ich, wieder ohne Folgen sein soll? Mir fällt dazu ein Liedtext einer Gruppe ein, die sich ab 1995 auf eine sehr provokante Art & Weise mit dem Faschismus, dem Nationalsozialismus und vor allem mit der Behandlung von Menschen als Objekte befaßte. Ein Lied [2] ist besonders prägnant:
“Wenn alle Geschichten erzählt sein werden,
die großen und die kleinen,
die tragischen und die melodramatischen.Wenn von allen Geschehnissen in Europa berichtet sein wird,
was natürlich nie der Fall sein wird,
da wird man sich an die Geschichte von ein paar kleinen Leuten erinnern,
die bewiesen haben, daß etwas in der menschlichen Seele ist,
was die Menschen von den Tieren trennt und sie über die Kreatur erhebt.Und da wird man sich an das Deutschland des Jahres 1936 erinnern.
Die Aggressionen und der Krieg hatten noch nicht begonnen,
aber die Konzentrationslager waren voll.
Die Deutschen reinigten noch ihr eigenes Land,
reinigten ihre Nation von den letzten Spuren menschlicher Anständigkeit.Eines Morgens, kurz vor Anbruch der Dämmerung,
gelang mehreren Gefangenen die Flucht
aus dem Konzentrationslager Westhofen.Ich war einer von ihnen.”
Ein Krieg ist niemals anständig und menschlich. Daher müssen genau diese Eigenschaften in der eigenen Bevölkerung entweder eliminiert oder zumindest unterdrückt werden. Solche öffentlichen Äußerungen eignen sich hervorragend dazu. (…):
multipolar-magazin.de/artikel/der-arzt-als-polizist
Ab diesem Zeitpunkt wurde mit schwersten Repressionen, Existenzvernichtungen und Hilfe der Justiz, die sich absurderweise auf ein Urteil aus dem Jahre 1940 stützt, in der Bevölkerung Konformität regelrecht erzwungen — deren absurde Verurteilungen bis heute andauern. Doch es gibt Lichtblicke, die zumindest hoffen lassen:
Mit freundlichen Grüßen,
Michael Schauberger
Verweise:
[1] Wortbedeutung laut Duden (Ausschnitt):
Jour|nail|le […] (veraltend, abwertend): […] b) Journalisten, die Hetze betreiben, nur auf die Verbreitung verleumderischer u.ä. Meldungen aus sind.
Hintergrund zur Musikgruppe, die gerne kontrovers bis hin zu “rechtsradikal” diskutiert wurde (wie es mir, zugegeben, zur der Zeit anfangs auch erging)
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