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Nachtrag zur Unglaubwürdigkeit der Tagesschau und zur erkennbaren Gleichrichtung vieler Medien. Wer steuert Medien und Politik?

Veröffentlicht in: Außen- und Sicherheitspolitik, Audio-Podcast, Medienkritik, Strategien der Meinungsmache

Leser der NachDenkSeiten machen nach Lektüre unseres Beitrages (Die Tagesschau nutzt ihre hohe Glaubwürdigkeit für dreiste Manipulation und Kriegspropaganda. Tun wir etwas dagegen!) darauf aufmerksam, dass die Tagesschau mit ihrer Manipulation gestern nicht alleine war. Ganz im Gegenteil. Die Medien, auch die Printmedien von heute, sind angefüllt von den gleichen Geschichten und Botschaften einschließlich der Bilder und einschließlich der Details der Manipulation. Man muss leider davon ausgehen, dass die Berichterstattung und Kommentierung relativ zentral gesteuert ist. In der zweiten der unten folgenden Lesermails, in der Mail von Christian Dicke, werden interessante Links auf Informationen zur Steuerung der veröffentlichten Meinung aufgeführt. Er gebraucht das treffende Bild, wir säßen unter einer „Marketing-Propaganda-Kuppel“. Albrecht Müller

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

„Wer sind die Strippenzieher? … Wer hat Europa derartig im Griff, dass plötzlich die Regierungen der áltesten Kulturnationen wie im Kindergarten (auf Anweisung) handeln? Wer schreibt sämtlichen grossen europäischen Zeitungen und TV Anstalten vor, diesen ganzen Mist mitzutragen?“

Diese Fragen stellte schon gestern der Nachdenkseiten-Leser Bernd Liché. Sein Text ist wie eine Einleitung zu der Geschichte zur Tagesschau und zu den anderen Medien. Die Lesermail ist insgesamt interessant, weshalb wir sie als Lesermail Nummer 1 vor die Lesermails zum heutigen Artikel über die Tagesschau stellen:

  1. Sehr geehrte Redaktion,

    Alle von ihnen angesprochenen Ereignisse in der heutigen Ausgabe (04.10.) habe ich selber erlebt: Adenauer, Erhard, Brandt – Wandel durch…, Wiedervereinigung, Beginn einer Annäherung an Russland..Und plötzlich bricht dieser geopolitisch richtige Weg ab. Gräben werden tiefer und das Klima eisiger.

    Kein Normalbürger sieht in Russland eine Gefahr. Im Gegensatz dazu handeln fast alle europäische Regierungen hysterisch, als wenn sie den Beelzebub gesehen haben – und das nicht erst seit der unsäglichen Einflussnahme der USA in der Ukraine und der subsequenten Reaktion durch Russland auf der Krim.

    Meine Frage zu all dem ist einfach: wer hat Europa derartig im Griff, dass plötzlich die Regierungen der áltesten Kulturnationen wie im Kindergarten (auf Anweisung) handeln. Wer schreibt sämtlichen grossen europäischen Zeitungen und TV Anstalten vor, diesen ganzen Mist mitzutragen (ich lese spanische, französische und natürlich die deutsche mainstream-Pressewenn auch ungerne, benutze aber deutsche Onlinemedien und YouTube Diskussionsrunden um ein abgerundetes, nicht nur einseitiges Gesamtbild mir formen zu können.

    Trotzdem bleibt mir die Frage unbeantwortet, welche ich bereits weiter oben formuliert habe: wer hat Europa derartig im Griff, dass plötzlich die Regierungen der áltesten Kulturnationen wie im Kindergarten (auf Anweisung) handeln. Wer schreibt sämtlichen grossen europäischen Zeitungen und TV Anstalten vor, diesen ganzen Mist mitzutragen. Wer also sind in aller Deutlichkeit die Strippenzieher. Könnten Sie das für ihre Leser entknoten??? – Bitte!!!

    Allerherzlichsten Dank im Voraus
    Bernd Liché

    Die berechtigte harte Frage von Bernd Liché – wer zieht die Strippen? – wird in der ersten der folgenden Lesermails teilweise beantwortet. Teilweise. Denn:

    Wir müssen davon ausgehen, dass die Strippenzieher ihre Netze und Einflusswege auf die deutsche und europäische Politik und auf die Medien Europas nicht plakatieren, nicht öffentlich machen. Das ist ja unser eigentliches Problem. Wir kommen diesen Menschen, Gruppen und Interessen nur über Indizien auf die Schliche. Im Folgenden sind einige dieser Indizien benannt. Weitere werden die Nachdenkseiten in der nächsten Zeit immer wieder nachliefern.

    Leser-Mails zur Tagesschau vom 4.10.2018 und dem entsprechenden NachDenkSeiten-Artikel Die Tagesschau nutzt ihre hohe Glaubwürdigkeit für dreiste Manipulation und Kriegspropaganda. Tun wir etwas dagegen!

  2. Lesermail

    Hallo Herr Müller und Team,

    folgend finden Sie eine kurze Liste von Artikeln, die aufzeigt, wer für die Inhalte der Medienpropaganda zuständig ist. Vielleicht können Sie daraus ja einen weitergehenden Artikel für Ihre Leser zu dem Thema stricken. Ich danke Ihnen erneut für Ihre vorzügliche Gegenarbeit!
    Eine Zusammenfassung hier:

    https://www.fischundfleisch.com/benni/nachrichten-woher-kommt-ihr-45763

    Swiss Propaganda Research dazu:

    https://swprs.org/die-propaganda-matrix/

    Berliner Zeitung:

    https://www.berliner-zeitung.de/das-pentagon-lanciert-pro-amerikanische-nachrichten-echtes-geld-fuer-falsche-artikel-15832282

    Schweizer Tagesanzeiger unter Berufung des ehemaligen Chefs der AFP

    https://www.tagesanzeiger.ch/ausland/amerika/27-000-PRBerater-polieren-Image-der-USA/story/20404513

    Basel Express über die Arbeit der globalen Nachrichtenagenturen:

    https://www.basel-express.ch/redaktion/1040-wie-globale-nachrichtenagenturen-und-westliche-medien-ueber-geopolitik-berichten

    Und hier ein Handlungsnachweis, wie weit das gehen kann:

    http://www.free21.org/wp-content/uploads/2015/09/03-Fomin_Voltairenet_TwitterRefugees_DE_Korrektur-TH.pdf
     
    Ich weiß, dass Sie und Ihre Redaktion das wissen. Diese Hinweise dienen dazu (auch gerne durch Wiederholungen), den Lesern der Nachdenkseiten stets vor Augen zu halten, dass wir – wie in der Truman Show – unter einer Marketing-Propaganda-Kuppel sitzen, die uns Themen/Frames vorgibt, innerhalb derer wir diskutieren sollen und dürfen, ohne als Nazi, Verschwörungstheoretiker oder Linksradikaler diffamiert zu werden. Das wird man nur, wenn man diese Frames verlässt.

    Oder wie Mausfeld es formuliert:

    „Der intelligente Weg, Menschen passiv und fügsam zu halten, besteht darin, das Spektrum akzeptabler Meinungen strikt zu begrenzen, aber eine sehr lebhafte Debatte innerhalb dieses Spektrums zu ermöglichen – und sogar kritischere und abweichende Ansichten zu fördern. Das gibt den Menschen das Gefühl, dass freies Denken stattfindet, während die Voraussetzungen des Systems immer wieder durch die Grenzen des zulässigen Bereichs der Debatte verfestigt werden.“

    Ihnen ein schönes Wochenende!

    Herzliche Grüße
    Christian Dicke

  3. Lesermail

    Sehr verehrter Herr Müller!

    Ich habe die Tagesschau gestern Abend live gesehen, und habe mir auch jetzt noch einmal den von ihnen kritisierten Beitrag angeschaut.

    Sicher, die Tagesschau berichtet völlig unkritisch über die mutmasslichen Cyber-Attacken Russlands und die dazugehörigen Reden von Stoltenberg und Mattis.

    Aber, die Tagesschau kommentiert diese Berichte nicht positiv, und das möchte ich hervorheben.

    Jeder Zuschauer kann sich also selber ein Bild von der Situation machen.

    Viele Zuschauer sind kritisch genug, um den Beitrag richtig einordnen zu können, und die Glaubwürdigkeit der Tagesschau ist bei weitem nicht mehr so hoch, wie sie einmal war.

    Berichterstattung und Kommentar sind zwei völlig unterschiedliche Aspekte in einer Nachrichtensendung.

    In diesem speziellem Fall, möchte ich der Tagesschau also keinen Vorwurf machen, die Anschuldigungen zu Cyber-Angriffen und Kriegsvorbereitung seitens NATO und US Regierung, aber genau hinterfragen.

    Ich habe auch schon einmal an Herrn Berger geschrieben – man muss aufpassen, dass man nicht durch einen Rundumschlag die eigene Glaubwürdigkeit verliert.

    Wenn es in der Medienlandschaft erst einmal zugeht wie in der Parteienlandschaft, dass also Kritik am „Gegner“ zum obersten Gebot erhoben wird, ist es zu spät, um positiven Einfluss nehmen zu können.

    Mit freundlichen Grüßen
    L. Mager

  4. Lesermail

    Lieber Herr Müller!

    Das ZDF war leider nicht besser. Mir wird nur noch schlecht und ich habe abgeschaltet. Aber es wächst auch Wut und Angst: vor einem ganz realen, physischen Krieg – des psychischen haben wir leider längst – und davor, die Lebensziele meiner Eltern und Großeltern – Leben in dauerhaftem Frieden für ihre Kinder, Enkel, Urenkel … – nicht hinreichend und wirksam unterstützt zu haben.

    Mit großer Hochachtung vor Ihrer unermüdlchen Arbeit!

    B. E.

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