Videohinweise am Samstag

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Hier finden Sie in der Regel am Mittwoch und am Samstag einen Überblick über interessante Videobeiträge aus anderen Medien und Veröffentlichungen. Wenn Sie auf “weiterlesen” klicken, öffnet sich das Angebot und Sie können sich aussuchen, was Sie anschauen wollen. Die Videohinweise sind auch auf unserer YouTube-Seite als spezielle Playlist verfügbar. Auch für die Rubrik „Musik trifft Politik“ (erscheint an jedem Mittwoch) gibt es eine eigene Playlist (CG/JB)

Hier die Übersicht; Sie können mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:

  1. Gelbwesten
  2. Merkel: “Deutschland ist in Afghanistan, um auch US-Interessen zu verteidigen”
  3. Venezuela
  4. Luftschadstoffe, Grenzwerte
  5. Wenn der Wirtschaftsmotor stottert
  6. Russlandpolitik
  7. Andrej Hunko: Die andere Wahrheit über den “Aachener Vertrag” zwischen Merkel und Macron
  8. Marschallplan
  9. Susi Neumann, Andreas Nölke, Ralf Köpke, Jochen Bauer: #Aufstehen im Jahrhunderthaus Bochum
  10. Die Kabarett-Sendung “Die Anstalt”: Nachhilfe in politischem Durchblick?
  11. Kabarett, Satire, Comedy und Co.

Vorbemerkung: Wir kommentieren, wenn wir das für nötig halten. Selbstverständlich bedeutet die Aufnahme in unsere Übersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Beiträge einverstanden sind. Sie können uns bei der Zusammenstellung der Videohinweise unterstützen, indem Sie interessante Fundstücke an die Adresse [email protected] schicken. Wenn Sie diese Übersicht für hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese Möglichkeit der schnellen Information hin.

  1. Gelbwesten
    • Re: Rebellion in Frankreich – Widerstand gegen Macron
      Die Proteste kamen überraschend und mit Wucht: In Frankreich demonstrieren Hunderttausende gegen die Reformpolitik der Regierung Macron. Sie halten ihn für einen Präsidenten der Reichen, fordern niedrigere Steuern und höhere Renten. Angeführt werden die “Gelben Westen” weder von der Opposition noch von Gewerkschaften. Wer steckt hinter der Bewegung?
      Was anfangs nur ein spontaner Protest gegen hohe Spritpreise war, hat sich binnen kurzer Zeit zu einer Massenbewegung entwickelt: In Frankreich halten die „Gilets Jaunes“ das Land in Atem. Die „Gelben Westen“ sind zum Synonym geworden für die Wut über die Reformpolitik des französischen Präsidenten Macron und zu seiner bisher größten Herausforderung im Amt. Die Aufständischen werfen Macron vor, ein Repräsentant der Reichen zu sein und die Nöte der einfachen Bürger zu ignorieren.
      Losgetreten wurde die Protestwelle von der Bretonin Jacline Mouraud. Eine Videonachricht bei Facebook, in der sie ihrem Zorn freien Lauf lässt, machte die 51-jährige Mutter von drei Kindern berühmt. Seitdem gilt Mouraud als eine Art Anführerin der Bewegung, sie tritt häufig in Talkshows auf und attackiert Politiker.
      Hinter den „Gilets Jaunes“ stecken weder Oppositionspolitiker noch Gewerkschafter, die Protestkundgebungen werden fast ausschließlich über das Internet organisiert. Die politischen Forderungen der Demonstranten: niedrigere Steuern, höhere Renten, mehr Mitsprache. Sie fühlen sich abgehängt von der Pariser Elite, sind frustriert und verzweifelt darüber, dass die Privilegierten des Landes für die Belastungen und Abstiegsängste der Mittelschicht vermeintlich kein Interesse zeigen.
      „Re:“ hat Jacline Mouraud bei ihrem Kampf gegen Macron begleitet und spürt den Gründen der aufgestauten Empörung der Protestbewegung in Frankreich nach.
      ZDF, 2019
      Quelle: arte

    • Gelbwesten-Rodrigues zu RT: „Sie nutzen LBD-Waffen mit Zielfernrohren, Macron führt Krieg gegen uns“
      “Ich hätte nie gedacht, dass so etwas in Frankreich passieren könnte”, sagte Jerome Rodrigues, ein prominenter Aktivist der Gelbwesten-Bewegung, dessen Auge bei Protesten am Samstag in Paris schwer verletzt wurde, im Interview mit RT France. Rodrigues, der als eine Galionsfiguren der Gelben Westen in Frankreich gilt, ist der Meinung, dass Macron „Krieg“ gegen die Demonstranten führe.
      Es ist unbekannt, ob er jemals wieder mit diesem Auge sehen wird. Es sei voll mit Blut und musste auf der Rückseite genäht werden, schilderte er. Er war wohl von einem Polizeigeschoss am Auge getroffen worden, als er gerade einen Gelbwesten-Protest in Paris filmte. Er machte den regierenden Politikern schwere Vorwürfe und meinte, es werde Krieg gegen die Demonstranten geführt.
      “Diese LBD-40-Waffen werden mit Kollimatoren ausgestattet, diese Ausrüstung wird auf dem Schlachtfeld im Krieg eingesetzt. Also hat die Regierung uns den Krieg erklärt, oder? Es ist traurig. Ich hätte nie gedacht, dass so etwas in Frankreich passieren könnte. Als ich in der Schule und allein Geschichte studierte, konnte ich mir nie vorstellen, dass eine so dunkle Zeit nach Frankreich kommen würde und wir an diesen Punkt kommen würden.”
      Rodrigues fügte hinzu, dass er nicht der Einzige sei, der unter polizeilicher Gewalt gelitten habe. Er erklärte, dass auch andere Demonstranten schwere Verletzungen davontrugen.
      “Alles, was uns nicht tötet, macht uns stärker. Ich verlor ein Auge, andere verloren Arme oder Beine, jemand starb. Das unterstützt mich in meinem Wunsch, den Kampf fortzusetzen.”
      Er forderte das politische Establishment in Frankreich auf, endlich die dringenden Probleme im Land anzugehen, wie “Steuersenkung auf die wichtigsten Güter, Wiederherstellung der Demokratie, die durch die Durchführung von Volksabstimmungen und die Verweigerung von Privilegien für die politische Führung umgesetzt werden sollte”.
      Für deutsche Untertitel bitte die Untertitelfunktion auf Youtube aktivieren.
      Quelle: RT Deutsch

      Lesen Sie hierzu auch auf den NachDenkSeiten “Mit brutaler Gewalt wird der Klassenkampf von oben gewonnen. Das ist absehbar.” und “‘Familie, ich werde mein Auge verlieren’ – In Frankreich wurde offensichtlich auf die Köpfe gezielt. Lesermails.” und auf france24 “French police under fire as Yellow Vest casualties mount“.

  2. Merkel: “Deutschland ist in Afghanistan, um auch US-Interessen zu verteidigen”
    Das Denken in nationalen Einflusssphären nehme zu, warnte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Montagabend in Berlin und erinnerte daran, dass Deutschland auch in Afghanistan sei, um US-Interessen zu verteidigen.
    Wir sind heute ganz selbstverständlich mit unseren Verbündeten nicht nur im westlichen Balkan tätig, sondern wir sind in Afghanistan, um dort auch nach Artikel 5 [NATO] zum ersten mal die Interessen der Vereinigten Staaten und unsere eigenen mit zu verteidigen. Wir sind in Afrika in Mali und wir wissen, dass wir noch mehr tun müssen”, so die Kanzlerin.
    Sie appellierte, dem wachsenden Trend zum Nationalismus entgegenzuwirken und weiterhin multinational zu agieren.
    Sie betonte:
    Wir werden Verantwortung übernehmen. Das zeigt sich sowohl in steigenden Budgets für die Sicherheitsausgaben als auch in steigenden Budgets für die Entwicklungshilfe. Und es ist unsere gemeinsame Sicherheit, die wir verteidigen müssen und wollen, weil wir unsere Werte auch verteidigen wollen.
    Die mahnenden Worte Merkels am Montagabend folgten nach ihrer Auszeichnung mit dem Fulbright-Preis für internationale Verständigung in Berlin.
    Quelle: RT Deutsch

    Lesen Sie hierzu auch auf den NachDenkSeiten “Angela Merkel und der ewige Krieg“.

  3. Venezuela
    • Jan Korte, DIE LINKE: Dialog statt Spaltung in Venezuela
      Die Bundesregierung muss sich entscheiden: Verschärft sie den Konflikt in Venezuela, indem sie sich zusammen mit dem Mauerbauer Trump und dem Faschisten Bolsonaro auf die Seite eines selbsternannten Präsidenten schlägt? Oder wird sie sich, angesichts der verheerenden politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Krise, an der Seite Mexicos und Uruguays für einen Dialog zwischen der Regierung und der Opposition einsetzen, um an einer zukunftsfähigen Lösung für alle Venezolaner zu arbeiten? Erst recht als Mitglied im UN-Sicherheitsrat sollte die Bundesregierung nicht an Eskalationen mitwirken, sondern sich für Frieden und zivile Konfliktlösungen einsetzen.
      Quelle: Fraktion DIE LINKE. im Bundestag

      Zitat Jan Korte [transkribiert]:

      “Gibt es eigentlich von Ihnen hier in der nächsten Sitzungswoche eine Aktuelle Stunde zur Demokratie in Saudi-Arabien, da gibt’s gar keine Wahlen. Welchen Alternativ-Präsidenten unterstützen Sie eigentlich in Ägypten und der Türkei?”

      “Ich glaube, diese Bundesregierung muss mit aller Entschiedenheit gegen eine US-Militärintervention aufstehen. Die Zeit von den USA-geführten Putschen muss ein für allemal vorbei sein!”

    • Neuer Film, altes Drehbuch: Washington wünscht “Demokratie” in Venezuela
      Der grausame Diktator, unter ihm sein geknechtetes Volk. Von Demokratie keine Spur, stattdessen willkürliche Repression. Doch damit nicht genug, denn auch die Wirtschaft liegt in Trümmern. Höchste Zeit also, das Volk von seinem Joch zu befreien. All das mag einem aus diversen Ländern, wie zuletzt dem Irak, Libyen, Afghanistan und Syrien, bekannt vorkommen. Und doch geht es diesmal um Venezuela – kaum zufällig das ölreichste Land der Erde.
      Und ganz so, als sei das entsprechende Drehbuch des Regime-Change noch nicht abgedroschen genug, wollen es Washington und seine Verbündeten nochmal wissen. Die Zeit scheint reif, denn bereits seit Jahren gärt es im Land, auch aufgrund von Sanktionen, die dem Land schon seit Jahren und aus unterschiedlichen Gründen auferlegt werden. Die Menschen sind frustriert, Leid und Elend greifen um sich. Just zu diesem Zeitpunkt ernennt sich der politische Neuling Juan Guaidó selbst zum Interimspräsidenten und wird umgehend von Washington und seinen südamerikanischen Freunden als solcher anerkannt. Auch Frankreich, Spanien, Großbritannien und die Bundesregierung sind wieder mit von der Partie, wenn es heißt, ein Land im Namen der Menschenrechte zu destabilisieren.
      Quellenverzeichnis in der Videobeschreibung
      Quelle: RT Deutsch

      Lesen Sie hierzu auch auf justicenow.de “Chomsky, Pilger und 70 weitere fordern in offenem Brief ein Ende der US-Intervention in Venezuela“.

    • Merkel-Sprecher: Schärfere Sanktionen der EU gegen Venezuela möglich
      Die USA übt seit Beginn des Putschs in Venezuela Druck auf die Regierung Maduro aus. In der Bundespressekonferenz wollte RT Deutsch vom Sprecher des Auswärtigen Amts wissen, welche Haltung die Bundesregierung zu dem Vorgehen der Vereinigten Staaten einnimmt.
      Zu der Frage des Putschs in Venezuela hat die Regierung über den Sprecher des Auswärtigen Amts, Rainer Breul, klar gemacht, dass sie nur Neuwahlen als akzeptables Ergebnis der Verhandlungen zwischen der Regierung und dem selbsternannten Präsidenten Juan Guaidó erwartet. Desweiteren ruft Steffen Seibert die venezolanische Regierung dazu auf, die zu erwartenden Großdemonstrationen im lateinamerikanischen Land nicht gewaltsam zu unterbinden.
      Als der RT-Redakteur die Frage stellt, wie die Bundesregierung zum Handeln der US-Administration steht, insbesondere der Umleitung von Geldflüssen an Guaidó, antwortet Breul zwar nicht auf die Frage, sagt aber dafür, dass auch die EU nicht ausschließe, Sanktionen gegen Venezuela zu verschärfen, falls es nicht zu dem gewünschten Ausgang der Verhandlungen in Caracas komme.
      Die diplomatischen Bemühungen der russischen Seite, einen Dialog zwischen der Regierung und der Opposition herzustellen, bezeichnete Breul als “smokescreen”, also einen Ablenkungsversuch.
      Quelle: RT Deutsch

  4. Luftschadstoffe, Grenzwerte
    • Experten-Briefing über Luftschadstoffe & Grenzwerte – BPK vom 28. Januar 2019
      Umweltpolitik für Desinteressierte – BPK-Briefing (ohne Fragen unter 1) vom 28. Januar 2019 (Als Podcast) „Wissenschaftliche und juristische Einordnung der aktuellen Debatte über Luftschadstoffe und Grenzwerte” mit:

      • Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit Svenja Schulze
      • Maria Krautzberger, Präsidentin des Umweltbundesamtes (UBA)
      • Prof. Dr. Christian Witt, Universitätsprofessor für Pneumologie, Charité Berlin
      • Prof. Christian Calliess, Professor für Öffentliches Recht und Europarecht, Freie Universität Berlin

      Quelle: Tilo Jung

    • Bestreitet Gefahren durch Stickoxide | Prof. Dieter Köhler | SWR1 Leute
      16.03.2018 – “Die Gesundheitsgefahren durch Feinstaub und Stickoxide werden bewusst aufgebauscht”, sagt Dieter Köhler. Der Lungenspezialist glaubt, dass es bei der Debatte um Autoabgase nicht um die Gesundheit der Bevölkerung gehe, sondern um Arbeitsplätze und Forschungsgelder. “Es sei kein Nachweis erbracht worden, dass Feinstaub in höherer Dosis mehr Schäden verursache als bei niedriger Dosis”, so Professor Dieter Köhler. Die Methoden der Studien seien in Ordnung, aber sie würden von der Wissenschaft völlig falsch interpretiert. Mit seinem Standpunkt steht Dieter Köhler in der Öffentlichkeit weitgehend alleine. Als Ursache dafür benennt er seine vollständige Unabhängigkeit, die er durch seinen Ruhestand vor 5 Jahren erlangt habe, und er deshalb keinen Job mehr zu verlieren hätte. Dieter Köhler war fünf Jahre Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie, lehrte an den Universitäten in Marburg und Freiburg und war fast 28 Jahre lang ärztlicher Direktor des Fachkrankenhauses Kloster Grafschaft in Schmallenberg.
      Quelle: SWR1 Baden-Württemberg

      Hierzu auch “Leserbriefe zu: Umwelt- und Verkehrspolitik mit Stammtischparolen“.

      Anmerkung CG: Nicht aus Parteinahme sondern aus Interesse an Ausgewogenheit und Verhältnismäßigkeit stellen wir hier beide Argumentationen vor. Die Debatte sollte versachlicht werden.

  5. Wenn der Wirtschaftsmotor stottert
    Die Lage wirkt widersprüchlich. Der Beschäftigungsstand in Deutschland ist hoch und doch gibt es viele Armutsphänomene. Die niedrigen Zinsen machen Bauen preiswerter, gleichzeitig gehen die Mieten durch die Decke. Was folgt daraus für die Wirtschaftspolitik, was für die Geldpolitik?
    Diskussionsleitung: Sandra Pfister
    Es gebe Risiken, die insgesamt die Unsicherheit erhöhten, sagte Stefan Kooths, Leiter des Prognosezentrums im Kieler Institut für Weltwirtschaft. Man könne aber etwas Entwarnung geben, hinter den Wachstumszahlen stecke immer noch eine stabile, konjunkturelle Dynamik. „Die Tatsache, dass wir auf den Jahresdurchschnitt bezogen eine vergleichsweise magere Zahl haben, sagt noch nichts über die zugrundeliegende Konjunkturdynamik aus.“ Es sei wenig sinnvoll, jetzt zu viel „Moll“ zu intonieren, so Kooths. Die deutsche Wirtschaft sei immer noch überausgelastet.
    Für die Partei Die Linke erklärte Fabio De Masi, der Abschwung stehe vor der Tür. Zwar sei es gut, dass die Binnenkonjunktur mittlerweile mehr zum Wachstum beitrage, aber Deutschland habe „für die Größe der Volkswirtschaft einen außerordentlich hohen Exportanteil“. Der Aufschwung sei außerdem ein gespaltener Aufschwung gewesen, er sei bei vielen Menschen der unteren Einkommensskala nicht angekommen. Deshalb sei es dringend nötig, dass Deutschland sich vom Export unabhängiger mache, mehr Geld in öffentliche Investitionen stecke, die Binnenwirtschaft stärker fördere und für mehr Sozialausgleich sorge.
    Quelle: Deutschlandfunk
  6. Russlandpolitik
    • Dietmar Bartsch, DIE LINKE: Wegen historischer Verantwortung Russland nicht instrumentalisieren
      31.01.2019 – Miteinander die historische Verantwortung wahrnehmen! Dialog mit ausgestreckter Hand! Aber bitte das alles nicht auf der Folie der Besserwisserei und innerdeutscher Auseinandersetzungen. Wir brauchen gute Beziehungen zu Russland für Europa, für unser Volk und für die Völker der ehemaligen Sowjetunion.
      Quelle: RT Deutsch

    • “Neue Russlandpolitik” – Interview mit Dr. Alexander Neu (Die Linke)
      Die Linksfraktion fordert im Bundestag eine „realistischere Russlandpolitik“ in Bezug auf Russland. In der Bundestagsdebatte zur “Neuen Russlandpolitik”, die die AfD mit ihrem Antrag eingebracht hatte, sagte der Fraktionsvorsitzende Dr. Dietmar Bartsch, dass man keine Ratschläge von einer Partei brauche, deren Vorsitzender die zwölfjährige Nazi-Diktatur als „Vogelschiss“ der deutschen Geschichte bezeichne. Bartsch warb für ein Ende der Sanktionen und mehr Realismus in der Russlandpolitik. Paul Linke ließ sich die Positionen der Linken vom Bundestagsabgeordneten der Linksfraktion, Dr. Alexander Neu, genauer erklären.
      Quelle: SNA Radio

  7. Andrej Hunko: Die andere Wahrheit über den “Aachener Vertrag” zwischen Merkel und Macron
    Am 22.1.19 wird in Aachen der sogen. “Aachener Vertrag” zwischen Merkel und Macron unterzeichnet. In der Stadt, die sich mit dem Namen Karls des Großen, einem der größten Massenmörder schmückt, soll der sogen. Elysee-Vertrag wiederbelebt werden.
    Dieser Vertrag wurde allerdings bislang noch von keinem Parlamant diskutiert und soll im Wesentlichen eine Rüstungs- und Militärkooperation beinhalten.
    Quelle: newscan

  8. Marschallplan
    • Marshallplan – Die USA retten sich selbst
      Titel auf arte-youtube-Kanal: “Marshallplan: gefährliche Waffe des US-Imperialismus? | Doku | ARTE”
      Allgemein herrscht die Auffassung, der Marshallplan habe Europa aus dem kriegsbedingten Chaos und Elend befreit. Das stimmt teilweise, trug das Wirtschaftsprogramm doch zur materiellen und moralischen Wiederherstellung des alten Kontinents nach dem Zweiten Weltkrieg bei. Doch die scheinbare Hilfe erwies sich im Kalten Krieg als gefährliche Waffe des amerikanischen Imperialismus.
      Am 12. März 1947 schlug der US-amerikanische Präsident Truman Alarm: Der Kommunismus breite sich zunehmend aus – und für eine freie Welt gelte es, diese Geißel der Menschheit einzudämmen. In diesem neuen „Krieg nach dem Krieg“, der sich vor allem gegen die Sowjetunion wandte, waren ihm alle Mittel recht. Zu den unscheinbarsten Waffen gehörte der Marshallplan, benannt nach seinem damaligen US-Außenminister, der dem westlichen Europa einen wirtschaftlichen Neuanfang nach dem zerstörerischen Zweiten Weltkrieg ermöglichte – auch im großen Interesse der Vereinigten Staaten.
      Allgemein herrscht die Auffassung, der Marshallplan habe Europa aus dem kriegsbedingten Chaos und Elend befreit. Tatsächlich verstärkten die amerikanischen Hilfsgelder die von den europäischen Regierungen initiierten nationalen Konjunkturprogramme der Nachkriegszeit. Hinter dem Motiv der Philanthropie verbargen sich aber auch andere, weniger edle, dafür sehr gewichtige Gründe für die Wirtschaftshilfe. Der Marshallplan war kein selbstloser Akt, sondern das Ergebnis einer wohlkalkulierten politischen Strategie. Die USA wollten die Internationalisierung der Wirtschaft zu ihren Gunsten vorantreiben und den amerikanischen Traum als universelles Modell propagieren. Vor dem Hintergrund des Kalten Krieges erwies sich der Marshallplan als das passende Pendant zu Trumans Politik der Eindämmung des Kommunismus und der Schwächung der Sowjetunion.
      Eine Medaille mit zwei Seiten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Diese Folge der Dokumentarreihe beleuchtet beide gleichermaßen und ordnet sie neu in den Kontext ein.
      Dokureihe, Regie: Bernard George (F 2017, 53 Min)
      Quelle: arte

    • Geschichte Überdenken mit Noam Chomsky: Der Marshallplan
      Bei diesem Video handelt es sich um die Fortsetzung unserer Reihe “Geschichte Überdenken”, die sich um ein Interview dreht, das wir mit Prof. Noam Chomsky geführt haben. Prof. Chomsky widmet sich darin historischen Entwicklungen, die selten, wenn überhaupt, in der etablierten historischen Literatur des Westens erwähnt werden.
      Im Video beschäftigt er sich mit den folgenden Fragen:

      • War der Marshallplan ein Erfolg oder ein Misserfolg?
      • Welche Teile der amerikanischen und deutschen Gesellschaft haben vom Marshallplan profitiert?

      Quelle: acTVism Munich

    • Geschichte im Ersten: Mythos oder Masterplan?
      Der Marshall-Plan ist die Initialzündung des westdeutschen Wirtschaftswunders – so hat man es in der Schule gelernt. Ob Griechenlandkrise, Nahostkonflikt oder Hunger in Afrika – immer ist schnell die Rede von der Notwendigkeit eines “Marshall-Plans”. 70 Jahre nach seiner Erfindung scheint das legendäre Konjunkturprogramm das Musterbeispiel für effiziente Wirtschaftshilfe. Doch stimmt das wirklich? […] Ein Film von Katarina Schickling
      Quelle: ARD

      Anmerkung unseres Lesers Volker J.: Auch ich habe bisher der Propaganda geglaubt. Wie schön, dass man als Pensionär, wenn die meisten Menschen schlafen (müssen), seinen Jugend-Irrglauben korrigieren lassen kann.

  9. Susi Neumann, Andreas Nölke, Ralf Köpke, Jochen Bauer: #Aufstehen im Jahrhunderthaus Bochum
    Am 14. November 2018 hat die Sammlungsbewegung ins Jahrhunderthaus nach Bochum eingeladen. Neben den Reden von Sahra Wagenknecht und Sevim Dagdelen gab es eine Talkrunde mit Prof. Andreas Nölke, Susi Neumann, die mit Bravorufen empfangen wurde und Ralf Köpke (DGB) und Jochen Bauer.
    In der Runde ging es um die Frage, warum die linken Parteien nicht vom prekären Zustand der Gesellschaft profitieren und stattdessen ein Rechtsruck zu konstatieren sei. Man bräuchte eine Änderung des Wirtschaftsmodells, eine Abkehr von der Austeriätspolitik und müsse Abstand vom deutschen „Exportismus“, wie Prof. Andreas Nölke sagte. Gewohnt Tachels und ihr Herz dabei auf der Zunge tragend redete Susi Neumann. Sie redete über ihre Erlebnisse im Alltag und über ihre Gespräche mit unterschiedlichen Menschen und rief dazu auf, den Menschen Mut zuzusprechen, sich bei AUFSTEHEN zu beteiligen und andere dafür zu begeistern. Gewerkschafter Köpke sprach darüber wie man Menschen, die nach Rechts abgedriftet sind (15 Prozent der Gewerkschafter hätten AfD gewählt). Diese Menschen müsse man mit Eins-zu-eins-Gespräche versuchen wieder per Überzeugung zurückzuholen. AUFSTEHEN könne dazu beitragen die gesellschaftlichen Koordinaten von rechts wieder in Richtung links zu verschieben.
    Quelle: MoveNow.TV

    Sahra Wagenknecht:

    “Susi Neumann, eine Kämpferin für eine sozialdemokratische SPD ist am 13. Januar 2019 verstorben. […] Wir trauern um unsere Freundin Susi Neumann”.

  10. Die Kabarett-Sendung “Die Anstalt”: Nachhilfe in politischem Durchblick?
    Der Stoff, die Stoffe, aus denen Satire gemacht ist: das Gesetz zur Leiharbeit, das Genehmigungsverfahren für Waffenexporte, Agrarpolitik. Deutsche Bahn… – ernsthaft? Die Antwort lautet „Ja“. In der ZDF-Sendung „Die Anstalt“ treten die Macher jeden Monat mit dem Anspruch an, einen barrierefreien Zugang zur Politik für Alle zu schaffen. Mit dem „Gleitmittel Humor“ wie sie selber sagen. Seit fünf Jahren versuchen die Kabarettisten Max Uthoff und Claus von Wagner sich nun schon an dieser Form der Aufklärung mit den Mitteln der Satire. Mit im Bunde und hinter den Kulissen der Journalist und Autor Dietrich Krauß. Mit komplexen Tafelbildern, differenzierten Zusammenhängen und absurden Pointen begeistern sie regelmässig Millionen Zuschauer – und liefern in einem umfangreichen Faktencheck ihre Quellen und Belege gleich mit. Was ist neu an dieser Form der Satire? Ist sie Gefahrt oder Chance für den klassischen Journalismus? aspekte über fünf Jahre „Satire mit Fußnotenapparat“ – und im Studio gibt es dazu ein Gespräch mit Claus von Wagner.
    Quelle: aspekte im ZDF
  11. Kabarett, Satire, Comedy und Co.
    • Arnulf Rating – Was können wir mit Wahlen überhaupt noch verändern?
      Mitternachtsspitzen 22.12.2018
      (Arnulf Rating ab Minute 12)
      Quelle: WDR

    • 25 Jahre Bahnreform: eine Erfolgsgeschichte – Die Anstalt vom 29.01.2019 | ZDF
      Seit der Privatisierung der Bahn hat sich einiges getan in Sachen Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Auslastung und Co.. Die Frage ist nur, in welche Richtung sich die Entwicklung vollzogen hat?
      Quelle: ZDF

    • Stuttgart 21 – Die ganze Wahrheit! Die Anstalt vom 29.01.2019 | ZDF
      Die beiden Anstaltsprotagonisten arbeiten das Thema “Stuttgart 21” auf und verschaffen sich einen aktuellen Überblick.
      Quelle: ZDF

      Anmerkung CG: Die ganze Sendung ist hier zu finden.

    • Die Innenseiten der Außenseiter – von Didi Hallervorden
      Quelle: WDR

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