Tagesschau – eine einzige Katastrophe
Tagesschau – eine einzige Katastrophe

Tagesschau – eine einzige Katastrophe

Albrecht Müller
Ein Artikel von: Albrecht Müller

Heute Früh habe ich auf den Button ARD meines iPads getippt. Es erscheint dann wie immer, was die Tagesschau aktuell vorrätig hat. Heute wieder einmal geballte Propaganda. Zusammenstellung siehe unten. Dem tollsten Stück „Donald Trump. Eine Marionette Putins?“ widmete die Tagesschau sogar noch einen sogenannten Faktenfinder. Albrecht Müller.

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

Darauf machte NachDenkSeiten-Leser Udo Helms aufmerksam:

„Unter dem Titel “Eine Marionette Putins?” von Silvia Stöber wird ein abstruses Bild von Putin und Trump gezeichnet, dass einem der Atem stockt. – Dieses Stück Propaganda könnte eigentlich als “Real-Satire” durchgehen. Ich befürchte allerdings, Frau Stöber glaubt an ihr “Geschreibsel”. Interessant auch die Kommentare, aus denen hervorgeht, dass viele Leser die Propaganda der Tagesschau durchschauen!“

Ein kleines Detail an diesem Faktenfinder-Artikel fand ich besonders apart. Die folgende Abbildung war sozusagen als Beleg für die Beobachtungen von Frau Stöber in den Text eingeblendet, Trump eine Puppe:

Hillary Clinton, diese herausragende Zynikerin und Kriegstreiberin als Zeugin! Das markiert das Milieu, in dem unsere ARD-Redakteure zu Hause sind.

Hier noch andere heute früh auf der Übersicht der ARD-Tafel präsentierten Beiträge:

Das waren jetzt fünf von sieben wie üblich angezeigten Sendungen. Sie sind einseitig und agitatorisch.

Kurze Zeit nach dem Blick auf die ARD-Eröffnungseite erreichte uns dann noch folgende Mail, die ausgezeichnet zum Thema passt:

Von: Patrick Sieber
Betreff: Dreiste Manipulation in der Tagesschau heute morgen

ich wollte Sie gern auf eine – leider schon übliche – Manipulation in der heutigen Tagesschau (gegen 7:00 während des Morgenmagazins) hinweisen.

Es wurde die INF-Thematik besprochen. Der Schlusssatz war in etwa: Russland (!) und die USA hatten sich vergangene Woche vom INF-Vertrag zurückgezogen.

Der Satz ist nicht wirklich falsch, aber er vermittelt den Eindruck, beide Mächte hätten hier in Übereinstimmung gehandelt – und die Nennung Russlands an erster Stelle impliziert natürlich – gerade in dem aktuell feindseligem Klima – wieder, dass Russland dabei maßgeblich war. Der tatsächliche Sachverhalt, dass die USA den Vertrag gekündigt haben und sich Russland daraufhin – notgedrungen – ebenfalls nicht mehr an den Vertrag gebunden fühlt (was ja allein auch wenig Sinn ergibt), wird hier sehr geschickt verschleiert. Zugegebenermaßen eine meisterliche Manipulation, aber sie verdeutlichet einmal mehr, dass unsere Medien alles andere als neutral sind!“

Das ist das traurige Bild, das die ARD, ein früher wenigstens ein bisschen aufklärendes Medium, heute abgibt. Was die ARD über Tagesschau und Tagesthemen sendet, ist heute mehrheitlich Propaganda. Ihre Berichte und Kommentare werden aber immer noch in weiten Kreisen geglaubt. Deshalb die Anregung an die NachDenkSeiten-Leserinnen und -Leser, einen solchen Vorgang wie heute zu nutzen, um aufzuklären. Wir haben keine andere Waffe. Die kritischen Kommentare hinter den Tagesschau-Artikeln zeigen übrigens, dass die Kritik wirkt und unterstützt wird.

Zum Schluss noch die Frage, ob man auf Verbesserungen bei der ARD selbst hoffen kann.

Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten. Es ist eher fraglich, ob sich in absehbarer Zeit etwas ändern könnte. Denn das ARD-Personal, das zum Beispiel so wie Frau Stöber oder der ARD-aktuell-Chef Gniffke denkt und allzeit bereit ist, manipulierende Artikel wie „Donald Trump. Eine Marionette Putins?“ zu schreiben und zu senden, ist fest verankert – vermutlich auf Jahrzehnte hinaus mit festen Verträgen gesegnet. Und der Nachwuchs dürfte ähnlich veranlagt sein. Das ist die deprimierende Situation.

Es bleibt uns also gar nichts anderes übrig, als permanent zu versuchen, die Glaubwürdigkeit dieser Personen und der Antreiber im Hintergrund vom Typ Gniffke zu erschüttern. Deshalb bringen wir öfter solche kleinen Hinweise, die Sie bei Ihrer Aufklärungsarbeit nutzen können.

Titelbild: Sharaf Maksumov / Shutterstock.com

Die NachDenkSeiten sind für eine kritische Meinungsbildung wichtig, das sagen uns sehr, sehr viele - aber sie kosten auch Geld und deshalb bitten wir Sie, liebe LeserInnen, um Ihre Unterstützung.
Herzlichen Dank!