Leserbriefe zur US-Konfrontation am Persischen Golf

Ein Artikel von:

Schon bevor der Artikel „Ist der Golf von Oman der Golf von Tonkin des Jahres 2019?“ erschien, erreichten uns Leserzuschriften, welche auf dieses besorgniserregende Ereignis hinwiesen. Nachfolgend die Zuschriften, auch zu obigem Artikel. Leider steht zu befürchten, dass in dieser Region weitere mysteriöse und gefährliche Dinge passieren, denn der jüngste Zwischenfall ist ja nur das Ende einer Kette von Zerstörung und Gewalt. Zusammengestellt von Moritz Müller.

1. Leserbrief

Hallo NDS,

im durchdigitalisierten Zeitalter, das jedem Schulkind hochauflösende Handykameras und uns allen Satellitenbilder von Möpsen auf Google Earth und mit iPhone gedrehte Kinofilme beschert, sollte sich nun wirklich niemand mehr mit verpixelten, unscharfen und verwackelten Bildern zufrieden geben, egal in welchem Zusammenhang. Warum sind diese sogenannten Beweisvideos – egal ob Ufo-Sichtung oder Terroranschlag – immer so schlecht? Antwort: Weil sie keine sind. Was soll das bitte?

Neulich beim Monatstreffen der AA, der Anonymen Antichristen: “Hi. I am Mike. I’m a liar, a mass murderer and a thief.” Die Anwesenden nicken ihm zu, einer dreht nachdenklich ein unscheinbares Fläschchen zwischen den Fingern. “Hi Mike.”

Mit freundlichen Grüßen
Johannes Bichler

2. Leserbrief

Liebe Nachdenkseiten-Redakteure,

wie weit ist es von Gleiwitz zum Golf von Oman und ab wann wird zurrrückgeschosssen?

Gun Wille


3. Leserbrief

Liebe NDS Redaktion,

in der Straße von Hormus kann es nur um’s Erdöl gehen. Hat die Bundesregierung der fridays-for-future Bewegung nicht signalisiert, dass sie sich von fossilen Energieträgern verabschieden will? Stellt sie sich auf die Seite der USA, ist unsere Regierung in Bezug auf die Ausrichtung ihrer Klimapolitik komplett unglaubwürdig. 

LG Michael Wrazidlo 


4. Leserbrief

Liebe Freundinnen und Freunde

Der Gedanke, der in dem Artikel beschrieben wird, kam mir schon, als die Vereinigten Staaten massiv Militärmaterial in den Mittleren Osten schickten.

Aber die Welt ist wohl zu schwer von Begriff. Möglicherweise greifen demnächst reguläre iranische Truppen einen amerikanischen Rundfunksender an. Dann wird aber ab 4.45 Uhr zurückgeschossen. (Achtung, Sarkasmus)

Danke für die gute Arbeit aus der Südpfalz
Klaus Jung


5. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger,
Zitat aus Ihrem Artikel: „In Frage käme auch eine ballistische Rakete.“
Mit Verwunderung lese ich auch überall in der Presse diese Theorie, nur sind ballistische Raketen in der Regel doch etwas größer und zu ungenau um gezielt die Bordwand eines fahrenden Tankers zu treffen, zudem käme sie (da ballistisch) ja auch von oben angerauscht. Ob die also selbst wenn sie treffen würden geeignet wären Haftminen an der Schiffswand anzubringen wage ich doch stark zu bezweifeln, gelinde gesagt. Dronen kämen da wirklich eher in Frage, allerdings ist so eine Drone mit min. 40kg Nutzlast schon ein ganz schöner Brummer, auch von der Geräuschkulisse her, wenn die Mannschaft also fliegende Objekte gesehen hat werden sie den Unterschied sicher auch bemerkt haben, „komischerweise“ werden die Zeugenaussagen nicht so wirklich in den Fokus genommen.
Wenn es keine Drohne war und die Minen nicht wirklich früher angebracht wurden, was ich auch eher vermute, und die Aussagen über Flugkörper zutreffen, würde ich eher auf eine Lenkrakete tippen, interessant wäre dann nur die Frage wer solches Haftminenspielzeug im Sortiment hat, militärisch ergibt so etwas nämlich wirklich nur begrenzt einen Sinn. Den Iran würde ich da aber eher ausschließen weil ich schwer bezweifle das er für so etwas kompliziertes mit sehr eingeschränktem Verwendungsspektrum Ressourcen übrig hat.
Mit freundlichen Grüßen,
Kai Plenge  


6. Leserbrief

Lieber Herr Berger,

hier noch ein wichtiger Punkt, der die Interpretation von Pompeo m.M.n
komplett unglaubwürdig macht:

Anna_Bohlika (SZ-Forum, 14.6.2019): “[…] lt Pompeo wurde eine nicht hochgegangene Haftmine geborgen – wie kommt die so weit oben da hin?
Und warum schwirren bei Bergung eines Blindgängers so viele Leute ohne entsprechende Schutzkleidung da vorn am Bug herum? Kamikazekommando?
[…]”

Viele Grüße,
Nicolas Neuß


7. Leserbrief

Danke Herr Berger,

eine gut zusammenstellte Recherche, mit vielen mir bisher unbekannten Details!

Mir ging von Anfang an durch den Kopf: könnten nicht die von der Bundesregierung Israel gesponsorten U- Boote eine Rolle gespielt haben?

Mit freundlichen Grüßen
Ulrich Leonhardt


8. Leserbrief

Liebe Freunde,

nicht erst seit dem Tonking Zwischenfall setzen die Yankees auf Fake-News.

Bereits im 19. Jahrhundert bemühten sie den Maine-Zwischenfall in Havanna als Kriegsgrund gegen Spanien:

Unter anderem schürten die Publizisten William Randolph Hearst und Joseph Pulitzer die Stimmung gegen Spanien. Der Schlachtruf der Hearst-Presse lautete: Remember the Maine, to hell with Spain! („Denkt an die Maine – Zur Hölle mit Spanien!“), ein Kriegsgrund war gefunden. Hearst wies seinen Korrespondenten Remington an, in Havanna zu bleiben und Bilder heranzuschaffen, damit er, Hearst, den Krieg heranschaffen könne: “You furnish the pictures. I’ll furnish the war.”

Quelle: Wikipedia

Als nicht nur Karl-Marx- sondern auch Karl-May-Leser-Leser erinnere ich mich, daß diesen Trick auch schon die Blauröcke der US-Kavallery draufhatten – wenn ich mich nicht irre. Indem sie erschossene Rothäute an selbst niedergebrannten Farmen drappierten, um Indianerkriege oder zumindest „Vergeltungsaktionen“ auszulösen.

Mit freundlichen Grüßen
Fritz


9. Leserbrief

Liebe NDS-Redaktion,

im Zeitalter modernster Drohnenaufklärung und Satelittentechnik gibt es mal wieder nur verschwommene Amateurvideos. Und hat nicht der Ex-CIA-Chef selbst bei einem vor Publikum gehaltenen Vortrag an einer Uni in Texas zugegeben, dass lügen, betrügen und stehlen zu den Aufgaben eines Geheimdienstes gehört? (siehe Caitlin Johnstone, seven reasons to be highly sceptical of the gulf of oman incident)

VG M.W.


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