Anders hält man das ja nicht mehr aus …

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Am 11. 11., also gestern, kam passend zur närrischen Jahreszeit ein etwas anderer Beitrag eines NachDenkSeiten-Lesers. Etwas zum Schmunzeln, damit man‘s besser aushält. Danke.

Da werden wir geholfen – Na endlich!
11. November 2020

Berlin. Überraschend hat die Staats- und Parteiführung heute einen von der Charité entwickelten Wirkverstärker für die kommenden SARS-CoV-2-Impfstoffe angekündigt. Wie ein Regierungssprechender erklärte, wird die regelmäßige Anwendung der angienetten® seiner Kenntnis nach ab sofort, also äh unverzüglich, empfohlen. Hierzu habe das Gesundheitsministerium vorsorglich 100 Millionen Packungen bestellt. Aus regierungsnahen Kreisen verlautete weiter, dass eine Pflicht zur Anwendung vorerst nicht geplant sei. Man gehe davon aus, dass eine breite Bereitschaft unter den Einwohnenden existiere.

Klinische Ringversuche unter Leitung einer ebenso unverfänglichen wie alternativlosen Koryphäe auf diesem Gebiet, unter Teilnahme von 16 Ministerpräsidentenden, führenden Gesundheitspolemisierenden und Medienagitierenden, hätten übereinstimmend gezeigt, dass die gewünschte Wirkung unmittelbar nach der anal-verbalen Verabreichung einsetzt. Inwieweit diese dauerhaft anhält oder mit Nebenwirkungen einhergeht, ist momentan Gegenstand nachklinisch teleskopierter Studien.

So sickerte bereits durch, dass bei mehreren Probanden infolge ungewöhnlich heftigen und geräuschvollen Stuhlabgangs im MRT-Bild anstelle des Gehirns ein dunkler Schatten sichtbar wurde, der üblicherweise auf einen mit Luft gefüllten Hohlraum hindeutet. Nach Aussagen des durch die Bill und Linda Goldene Pforten gGmbH co-finanzierten Herstellers werde dieser infolge der eigentlichen Impfung durch die Produktion gentechnisch veränderter körpereigener Zellen aber nahezu vollständig wieder aufgefüllt. Nähere Details hierzu wurden zunächst nicht genannt. Bis dahin seien die Betroffenen jedoch weiter ansprechbar. Wenn auch weitestgehend sinnbefreit, so doch immerhin linientreu. Augenzeugen berichten übereinstimmend, bei den auffällig apathisch dreinblickenden Betroffenen immer wieder das gebetsmühlenartige Stammeln der Worte „Wir schaffen das …“ vernommen zu haben, nachdem sie ihre zitternden, abgekauten Fingernägel in Form einer Raute aneinanderlegten.

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