Leserbriefe zu „Kriege beginnen selten an einem Mittwoch“

Ein Artikel von:

In diesem Artikel hinterfragt Jens Berger das Zusammenwirken von US- bzw. NATO-Kreisen und „hilfreichen Schreibtischkriegern“ in den Medien-Redaktionen bei der „schier unglaublichen Desinformationskampagne“ über einen angeblichen russischen Invasionsplan in die Ukraine. Das sei „von langer Hand geplant“. Auch deutsche Medien, „allen voran der SPIEGEL“, hätten „bei der Verbreitung gezielt gestreuter Falschinformationen der US-Dienste“ geholfen, anstatt die Dokumente kritisch zu überprüfen. Das Ziel der Medienkampagne sei weniger Russland oder die Ukraine, sondern ganz im Gegenteil Deutschland. Die USA seien bestrebt, „einen Keil“ zwischen Mitteleuropa und hier vor allem Deutschland und Russland sowie Deutschland in eine „unterwürfige Abhängigkeit“ zu treiben. Europa solle die wirtschaftlichen Beziehungen zu Russland herunterfahren und künftig mehr teures Fracking-Gas und Rüstungsgüter aus den USA kaufen. Das sichere den USA die Weltherrschaft. Dazu haben wir interessante Leserbriefe erhalten. Hier eine Auswahl. Zusammengestellt von Christian Reimann.


1. Leserbrief

Lieber Jens Berger,

danke für Ihren Beitrag am 16. Februar 22. Was ist aus unseren Medien geworden? Mir scheint es dieser Zustand besteht schon seit Jahrzehnten, nur werden die Abhängigkeiten immer deutlicher. Wurde die Einmütigkeit in der Berichterstattung der „Pandemie“ über jetzt schon 2 Jahre demonstriert (mit welchen Zweck?), findet sie nun in der Propaganda und Kriegshetze gegen Russland seinen Höhepunkt. Als Beobachter der Kommentare erkennt man jetzt die maßlose Enttäuschung der etablierten Medien darüber, dass der erhoffte Einmarsch Russlands in die Ukraine nicht stattgefunden hat.

Wieder zeigt sich mir die die Geschichtsvergessenheit der verantwortlichen Redakteure und deren Unfähigkeit einen Mann wie Putin richtig einschätzen zu können. In der Rede von Frau Prof. Krone-Schmalz zum 90. Geburtstag von Michael Gorbatschow (YouTube) könnten diese Damen und Herren das lernen, was sie eventuell nie gelernt oder aber bewusst unterdrückt haben.

Ja, lieber Jens Berger es geht um ein friedliches Zusammenleben in Europa, was ohne Russland nicht möglich ist. Schon mehrmals wurden Angebote Putins zu einer Zusammenarbeit vom Westen ausgeschlagen, weil die USA darin ihre Hegemoniebestrebungen beeinträchtigt sahen. Jetzt sehen sie sich einem selbstbewussten russischen Präsidenten gegenüber, der wohlüberlegt den geostrategischen Plänen mit der Osterweiterung der Nato etwas entgegensetzt.

In erschreckender Deutlichkeit wird nun klar, wie weit nach Westen die Marionettenfäden reichen, an denen unsere Politiker geknüpft sind.

Man möge mir meinen Vergleich zur „Augsburger Puppenkiste“ verzeihen.

Herzlichen Dank, lieber Jens Berger für den Beitrag und alles erdenklich Gute für das gesamte Team der Nachdenkseiten,

Volker Spuhn


2. Leserbrief

Guten Tag,

vielleicht wäre es sinnvoll, sich mal mit den Überlegungen von Michael Hudson zu beschäftigen.

America’s real adversaries are its European and other allies

Demnach wären die Ukraine-Krise, aber auch Nord-Stream-2 nur die Spielbälle in einem Spiel, indem es um amerkanische Dominanz versus einer möglichen euroasiatischen Kontinentalmacht geht. Es geht demnach darum zu verhindern, dass die produktiven Teile der Weltwirtschaft den Dollar als Geschäftswährung aufgeben. Auf dem Zwang für alle internationalen Geschäfte den Dollar zu verwenden, beruht letztlich die US-Macht seit dem Ende des Bretton-Woods-Systems.

Schöne Grüsse,
Ulf Martin


3. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger,
 
das Bild zu ihrem Artikel ist ein Beispiel für die in der BRD geführte Debatte zum Thema „Lügenpresse“ . . .
 
Der Begriff ist ein Schlagwort der Rechten, Neonazis und Faschisten und trifft auf einen Grossteil der hiesigen Presse nicht zu, nur bei der “BILD-Zeitung” kommen einem mitunter Zweifel.
 
Für mich gilt aber . . . „Sie lügen nicht, sie verschweigen lediglich die Wahrheit!“
 
Allen voran das Politmagazin „Der Spiegel“, das sich seit Jahren immer weiter nach rechts orientiert. Weitere Blätter, wie „Die Zeit“, die „Süddeutsche Zeitung“, die „FAZ“ oder das Nato-Olive Kampfblatt, die „TAZ“ wollen dem nicht nachstehen und können es wohl auch nicht. “His Masters Voice”, denke ich mal.

Ausserdem steigern solche Geistergeschichten die Auflage.

Was im Moment an der Anglo-Amerikanischen Propaganda-Front abläuft ist nur zu bekannt.

Die stets hochgelobte Britische Presse steht dabei an vorderster Front. So unabhängig wie den Deutschen immer vorgegaukelt wurde, ist sie nicht.

Ein Beispiel ist die Berichterstattung vom Krim-Krieg. Dort wurde die Berichterstattung durch den Einsatz des Telegraphen revolutioniert, d.h. der damalige Reporter William Howard Russel konnte sofort nach Hause melden, dass die Britischen Truppen schlecht ausgerüstet, ihre Versorgung mit Lebensmitteln und ihre medizinische Versorgung katastrophal war. Der Kriegsjournalismus war geboren.

Daraufhin entstand ein Zielkonflikt zwischen Russel, über das dort Gesehene weiterhin so objektiv wie möglich zu berichten, und der englischen Armee/Regierung, alle negativen Aspekte dieses Krieges von der Berichterstattung auszunehmen und die englische Öffentlichkeit nur mit den, der Armeeführung, angenehmen Informationen zu versorgen.

Dieses führte dann zur Presse-Zensur.

Mitlerweile ein probates Mttel die Öffentlichkeit hinter die Hecke zu führen.
 
Genauso verfuhren Grossbritannien und Frankreich im 1. Weltkrieg, in dem sie die Kriegsberichterstattung in eine Kriegspropaganda umwandelten.

Es wurden Propaganda-Organisationen gegründet, deren Aufgabe darin bestand, die Emotionen der eigenen Bevölkerung zu mobilisieren, um die Ge- und Entschlossenheit zu festigen,diesen Krieg zu tragen.

Die Behauptunge, die Deutschen würden auf dem Kontinent “Massenvergewaltigungen” durchführen oder dem “Kannibalismus” frönen, wurde verstärkt als Mittel der Beeinflussung eingesetzt.

Viele Britische Zeitungen übernahmen diese Ammenmärchen ungeprüft . . . und förderten das Ziel der Entmenschlichung der und Dämonisierung der Deutschen.

Parallelen zur heutigen Ukraine-Krise oder zum Zweiten Irak-Krieg sind also nicht von der Hand zu weisen und auch gewollt !

Dieselben Muster der Dämonisierung der Russen werden heute von der Anglo-Amerikanischen Presse verwendet.
 
Und genau hier setzen auch die Deutschen Medien an.

Das „Zweite Deutsche CDU-Fernsehen aus Mainz“ mit seinen Protagonisten, in Tateinheit mit dem „Kleber- Vokabular“, beweist immer wieder, wie die Medienverblödung voran getrieben wird.
 
Aber auch ARD, Deutsche Welle und Deutschlandfunk sind keinen Deut besser.

Hier sind die Strukturen der „Atlantik-Brücke“ sehr gut zu erkennen vertreten durch ihre “Besten” in den Tagesthemen.
 
Wer seine Zuschauer und Zuhörer nur mit „Wer weiß denn so was ?“ oder „Frag doch mal die Maus!“ berieselt, der muss sich nicht wundern, wenn eine Bevölkerung ihr Wissen erweitert, aber nicht mehr weiss wofür .
 
Mit besten Grüßen
Berthold Schroeder


4. Leserbrief

Man könnte einerseits verzweifeln, wenn man von Menschen hört, die sich von der Propaganda in den Medien tatsächlich noch einfangen lassen. Aber sorry…. wer das nun bei diesem schrillen und schrägen, vielfach nicht mehr ansatzweise erklärbaren PropagandaGeschrei nicht gemerkt hat, dass da was schief ist, der WILL es auch gar nicht anders wahrnehmen. Das trifft leider auch Menschen, die man vll mal für intelligent gehalten hat. Das ist nun aber keine Frage des Intellekts mehr, sondern vielmehr ein psychologisches Problem oder Phänomen. Erklären kann man das nicht mehr, zumindest nicht entlang sachlich-rationaler Argumente (zB da stehen 1000 Mrd Euro für Rüstung und Krieg 60 Mrd Euro ggü, wer ist hier aggressiv, plus vieler weiterer eindeutiger Beispiele). Da geht es eher um Nationalismus, eine rassistische Grundhaltung, welche die eigene Seite IMMER überhöht und sie frei und heilig spricht. Das ist auch Grundlage, warum es zB bei diversem sozialen Kahlschlag (zB nun eine Diskussion um eine Rente mit 70) oder anderen nicht oder falsch / nicht angemessen angegangenen Thenen keinen oder viel zu wenig Protest oder keine Solidarisierung mit einem solchen gibt. Wenn das Böse immer nur da draußen lauert, nie bei einem selbst…

Es ist ein schlimmer, schwieriger Prozess sich von Menschen zu lösen und vll sogar zu distanzieren, die man eigtl mag. Das war die schlimmste Ergahrung meines Lebens, die sich gefühlt in den letzten 10 Jahren zugetragen hat (seit der Ukrainekrise) und zuletzt in einer – will schon sagen – nun grundsätzlichen Ablehnung dieses Westens (und seiner vielfach nationalistisch mitlaufenden Bevölkerungen) gemündet ist. Ja. Es ist ein schmerzhafter Prozess, aber mir stellt sich die Frage: passe ich mich einem derart frindlichen System und Geist an, einem Geist, der akzeptiert, dass die USA bspw depletted Uraniun im Irak verschießen und für den Tod von 1,5 Mio Menschen verantwortlich sind, einem System, welches Assange foltert, der – im guten Glauben an “westliche Werte” – darüber aufgeklärt hat? Unmöglich. Dann sag ich lieber (auch meiner Gesundheit zuliebe) “das bin nicht ich”, kurz ich höre auf mich damit zu identifizieren. Auch wenn man dagegen aufbegehrt, identifiziert man sich im Letzten ja damit. Es hilft mir ein bisschen, dass es da draußen etwa 7 Mrd Menschen gibt, die eine vielfach komplett andere Sichtweise haben, sie überhaupt gar nicht interessiert, was der Westen worüber denkt. Wir sind eben nicht der Nabel der Welt.

Kriege verhindern? Ja! Für diejenigen Menschen da sein, die ihr Herz am richtigen Fleck haben, die auch bereit dazu sind ihren Kopf zu benutzen? Ja! Wirklich zu glauben oder sagen wir besser zu erwarten, dass sich Menschen ändern? Nein! Viele sind halt einfach so. Sie kommen aus ihrer bubble psychologisch nicht heraus.

Zum Schluss noch: man schaue sich mal Bonhoeffers Theorie von Dummheit auf youtube an. Sehr aufschlussreich, wie ich finde.

Von unserem Leser R.A.


5. Leserbrief

Hallo Herr Berger, bei der Aufzählung der deutschen Medien, die immer weiter in den Darmausgang der amerikanischen Politik verschwinden, haben sie ZEIT ONLINE vergessen. Ich habe bis vor ein paar Jahren die ZEIT sehr intensiv gelesen, aber was jetzt unter ZO zusammengetragen wird, ist einfach eine Katastrophe. 
Höhepunkt der letzten Tage war dieser Artikel von Matthias Naß

Zitat: “Wenn sie auch in den nächsten Tagen nicht, wenn sie überhaupt nicht einmarschieren, sondern von der ukrainischen Grenze in ihre Kasernen zurückkehren? Ist dann alles wieder gut? Nein, nichts ist dann gut.“

Und ein Stück weiter: “Sollten die Sanktionen, die der Westen für den Fall einer Invasion geplant hat, wirklich nur bei Übertreten der ukrainischen Grenze in Kraft treten? Hat Putin nicht schon längst die Grenzen des zivilisierten Umgangs zwischen den Nationen überschritten? Ja, das hat er. Und deshalb sollten die Sanktionspläne – natürlich nicht in vollem Umfang, aber in gebührendem Maß – umgesetzt werden.“

Wenn es wirklich wahr ist, dass Russland seine Truppen an der ukrainischen Grenze verstärkt, so sollen sie doch mal paar aktuelle Beweisfotos vorlegen. 
Vorgestern und gestern ist eine amerikanische Drohne ständig über dem Grenzgebiet zu Russland gekreist. Dazu kam noch eine Aufklärungsflugzeug der Engländer Zwischen dem polnischen Rzeszow (direkt an der ukrainischen Grenze) und Ramstein herrscht auch reger Flugverkehr.

Einen sehr besonnen Artikel zum selben Thema gab es gestern bei Interfax zu lesen.

Interfax berichtet übrigens auch immer sehr neutral über ein Thema, bei dem ihre und meine Meinung weit auseinander gehen – Corona.

Aber auch TASS berichtet.

Mit freundlichen Grüßen
L. Mager


6. Leserbrief

Lieber Herr Berger,
 
das Erstaunliche ist doch, dass viele Deutsche die USA immer noch für ein demokratisches, humanes Land halten. Deshalb wird den medialen Lügen, es ginge den USA um den Schutz der “lieben” Ukraine vor dem “bösen” Russland geglaubt. – Doch “An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen” heißt es zutreffend im Neuen Testament. Deshalb habe ich zur Erinnerung, was die USA tatsächlich sind, nur einen oberflächlichen Blick auf ein paar Daten zu Libyen geworfen, das die USA 2011 zusammen mit Frankreich und Großbritannien zu “Demokratie und Freiheit” bomben wollten. Das Pro-Kopf-Einkommen ist infolge des durch den Westen verursachten Bürgerkriegs und der Zerstörung des Landes um 2/3 gesunken, 2,4 Mio. Menschen in Libyen brauchen humanitäre Unterstützung, rund 1,2 Mio. leiden an Mangelernährung oder hungern, es herrschen seit Jahren Gewalt, Korruption und Perspektivlosigkeit. Wird darüber von den deutschen Revolvermedien berichtet? – Den USA sind die Ukrainer vollkommen gleichgültig, den USA geht es um die Bedrohung Russlands und die Unterwerfung Deutschlands. Wer etwas anderes behauptet, redet Mumpitz.
 
Hae-Joo Chang


7. Leserbrief

man fragt sich: soll nun der ganze Corona-Quatsch von der Vorbereitung des 3. Weltkriegs ablenken – oder genau umgekehrt, diese Kriegshysterie von der Perpetuierung eines die Grundrechte abschaffenden C-Regimes abblenken? Jedenfalls muss sich Otto-Normalbürger wohl daran gewöhnen, dass es nicht im Sinne von Regierungen und Medien ist, aufgeklärte, informierte Bürger zu haben, sondern komplett verwirrte, desinformierte Untertanen (wenn es überhaupt jemals anders war).

Tim Karsten


8. Leserbrief

Liebe Nachdenkseiten, lieber Jens Berger,

vorweg nochmals allgemein besten Dank für Eure Mails und Euer Engagement.

Zum Thema Angriff Russlands auf die Ukraine habe ich gestern die nachstehende Mail geschrieben und verteilt.

Mit freundlichen und solidarischen Grüßen
Willi Schulze-Barantin

Liebe Freundinnen und Freunde,

in den “Qualitätsmedien” kursieren Meldungen, dass auf der Grundlage von Erkenntnissen der “US-Dienste”, Russland heute die Ukraine angreifen soll.
Wie kann es dann sein, dass sich der Verteidigungsminister der Russischen Föderation zu diesem Zeitpunkt in Syrien aufhält.
Ein weiteres schlagendes Beispiel für die außergewöhnliche Qualität der “Herrschaftsmedien”.

Herzliche Grüße
Willi


9. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger,

Ihr Artikel ist sehr erfrischend nach der massiven Propagandadusche durch unsere Leitmedien! Dass der “unabhängige” Öffentlich-rechtliche Rundfunk hierbei mitspielt empfinde ich als besonders verwerflich.

Die Regeln eines sauberen Journalismus missachtend wird uns Russland unisono einseitig pauschal als Aggressor vorgeführt ohne die Hintergründe zu beleuchten. Wie zu diesem Thema viele Nachrichtenkanäle zu einem Sprachrohr verschmelzen erinnert mich an die Propaganda der finstersten Zeiten unserer Geschichte. Es wird uns im verbalen Feldzug gegen Russland nicht ehrlich erklärt welches geostrategische Spiel im Hintergrund läuft und wer welche Interessen verfolgt.

Die Aufgabe des Journalismus sollte doch sein, sauber zu recherchieren und sachlich ausgewogen zu berichten, damit sich das Volk eine realistische Meinung bilden und entsprechend enscheiden kann. Leider wurde die Seriösität nun endgültig den US-Interessen geopfert. Ein Trauerspiel.

mfg. S.K.

Nachtrag zu meinem Leserbrief:

Sehr geehrter Herr Berger,

zu Ihrem Hinweis zur STRATFOR-Rede:

Heute agiert George Friedman in der Organisation “Geopilitical Futures”(GFP) weiter gegen Russland:

“… Moscow has every reason to lie. The truth behind Washington’s statements is harder to parse.”

mfg. S.K.


10. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger,

Leider liegen Sie mit Ihren Einschätzungen völlig richtig. Das Offensichtliche will und Kann die bundesdeutsche Öffentlichkeit nicht sehen. Die NachDenkSeiten haben viele Ursachen dafür trefflich beschrieben.
Der erste NATO-Generalsekretär, Lord Ismay, sagte öffentlich und glasklar: “Die NATO existiert, um die Amerikaner in Europa drinnen, die Russen draußen und die Deutschen unten zu halten”. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Dass die doofen Deutschen das nicht merken, dafür sorgen Akteure, wie sie hier gezeigt werden.

Und all die “Fellows” und “Members”, die in US-Amerikanischen „Denkfabriken“ und in mit US-Geld gefütterten Organisationen der Meinungslenkung im amerikanischen Interesse ausgebildet und gefördert werden, bis hin zu den “Young-Global-Leaders”, wie Annalena Baerbock.

Dass die Masche funktioniert, sieht man daran, dass russisches Erdgas nicht mehr gekauft, sondern durch amerikanisches Frackingas ersetzt werden soll. Klimaschutz? Ist den Grünen offensichtlich egal. Hauptsache gegen Russland.

Wie sich die Bundesdeutschen mit ihrer Einstellung zur Russischen Föderation und deren Präsidenten selbst ins Knie schießen, zeigt die vortreffliche Simone Solga in diesem Stück. Erst denken. Dann sanktionieren. Meine ich.

Den Masterplan für das Vorgehen der USA hat Zbigniew Brzeziński geschrieben: “Die einzige Weltmacht: Amerikas Strategie der Vorherrschaft” (Im Original: “THE GRAND CHESSBOARD: American Primacy and Its Geostrategic Imperatives”). Selbst Wikipedia schreibt dazu Erhellendes!

Es gilt, einen neuen Weckruf für die Bundesdeutschen zu finden, der dazu beiträgt, die ideologische Abnabelung von den USA zu ermöglichen. Wie wäre es mit:

Zurück zur Vernunft: Lasst uns ein Volk von guten Nachbarn werden!

PS: Dass dieses Vorhaben unendlich schwer wird, zeigt sich auch daran, dass dieser Leserbrief auf facebook wegen “Verstoßes gegen die Gemeinschaftsrichtlinien” innerhalb von drei Minuten für die anderen Nutzer unsichtbar gemacht wurde. Willkommen im Vasallenstaat Bundesrepublik Deutschland.

Herzlichst
Hajo Zeller


11. Leserbrief

Moin,

J. Berger nennt als Adressaten für das Bedrohungsszenario Deutschland, das näher an die USA herangeführt werden soll: Teile und herrsche. Ich vermute, daß dies ein Grund war. Es gab aber m. E. noch weitere Gründe.

  1. Die USA wollten ausloten, wie CIA-Bilder auf Medien und Bevölkerung wirken. Aus meiner Sicht sind die CIA-Fälschungen vor dem Irak-Krieg vergessen, denn wer hat dies thematisiert? Ein voller Erfolg der CIA-Propaganda.
  2. Das russische Ziel, amerikanische Truppen zum Rückzug von der russischen Grenze zu bewegen, ist in weite Ferne gerückt. Ganz das Gegenteil ist der Fall. Je näher amerikanische Truppen z.B. an den Grenzen der Baltenstaaten und zu Polen stehen, desto sicherer fühlt sich die Bevölkerung. 
  3. Wettrüsten ist wieder “in” und wird in Zukunft verstärkt. Damit kann die amerikanische Politik fortgesetzt werden, die schon mal funktioniert hat und Rußland totgerüstet hat. 

MfG
Helmut Specht


12. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger,
 
vielen Dank für den erhellenden Artikel (vom 16.02.2022) zur Kriegshetze unserer „Qualitätsmedien“ und den waren Zielen unseres Hüters der westlichen Werte jenseits des Atlantiks.

Ich bin aber trotzdem noch in großer Sorge. Ich habe keine Befürchtungen, dass Russland in die Ukraine einfach so an einem Mittwoch einmarschiert, aber das die USA mit Hilfe der CIA doch noch irgendeinen Vorfall, oder wie immer man es bezeichnen möge, provozieren wird, um dann der USA einen Grund zu liefern mit aller Härte zurückschlagen zu können. Die bisherige Geschichte hat ja bewiesen, dass die USA vor keiner Lüge zurückschrecken. Unsere Medien werden uns das dann schon plausibel erklären. Diese us-hörigen Medien schießen aus allen Rohren, wie Sie festgestellt haben. Selbst kleine Provinz-Blätter wollen den „Großen“ nicht nachstehen. Wäre es nicht so ernst, könnte man darüber nur müde lächeln.
Die Nato, oder gar Deutschland, erwähne ich nicht, weil sie nur unbedeutend für eine Entscheidungsfindung der USA sind. Sie sind bestenfalls Hilfsmittel oder nützliche Idioten für USA.
 
Mit freundlichen Grüßen
Ulrich Kleinecke


13. Leserbrief

Hinzuzufügen wäre noch, dass nach Nicht-Eintreffen des Krieges in allen erwähnten Medien ab sofort mehrfach erwähnt werden wird, dass dies auschliesslich auf das harte Vorgehen aller beteiligten westlichen Politiker zurückzuführen ist, etwa: Putin musste zurückstecken. Allseitiges Schulterklopfen, ich schwör.
 
Gruss
w. Müller


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