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Schlagwort Archiv: Satire

„Süddeutsche Zeitung“ trennt sich wegen „Antisemitismus“ von Zeichner – ein Plädoyer gegen das Anfachen der Empfindlichkeiten

Veröffentlicht in: Antisemitismus, Audio-Podcast, Kultur und Kulturpolitik, Medien und Medienanalyse

Die „Süddeutsche Zeitung” hat sich wegen einer Karikatur des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu von ihrem langjährigen Zeichner Dieter Hanitzsch getrennt. Die Karikatur bediene antisemitische Klischees, sie hätte auch im Nazi-Blatt „Stürmer“ erscheinen können, waren laut Hanitzsch die Vorwürfe in der Redaktion. Der Vorgang wirft ein Licht auf den beliebigen Umgang mit der künstlerischen Freiheit: Der Vorwurf, es sei durch ein Kunstwerk eine inhaltliche rote Linie überschritten worden, wird selektiv und dadurch zur politisch-ästhetischen Indoktrination eingesetzt. Außerdem reizt die Affäre zu der Frage, ob es klug ist, Empfindlichkeiten einzelner gesellschaftlicher Gruppen in dem Maße zusätzlich anzustacheln, wie es in jüngster Vergangenheit zu beobachten war. Von Tobias Riegel.

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Satire darf alles – wenn sie es nicht darf, ist es keine Satire

Veröffentlicht in: Audio-Podcast, Globalisierung, Kultur und Kulturpolitik
Wolfgang Bittner

Die Politik fordert Satire heraus, sie ist nicht erst seit heute derart fragwürdig, dass in vielen Fällen nur noch der Ausweg in Spott, Ironie, Sarkasmus und Hohn bleibt. Denn bei genauerem Hinsehen liegt der Schluss nicht allzu fern, dass uns in unserer gesellschaftlichen Wirklichkeit die reale Idiotie umgibt. Nehmen wir die in letzter Zeit so intensiv betriebene Aufrüstung auf Kosten des Volksvermögens gegen einen fingierten Feind. Dachten nicht die meisten Mitmenschen um die Jahrtausendwende, das sei vorbei? Doch nicht wenige unserer Zeitgenossen scheinen als Couch-Potatoes nichts als ihr tägliches Tittitainment zu genießen, und die Medien unterstützen sie fleißig und beflissen dabei. (…) Wozu Satire? Lässt sich mit Satire überhaupt etwas ändern? Wer Satire liest und versteht, weiß doch sowieso schon Bescheid. Aber bisweilen dachte ich dann, dass manche dieser Texte, die schließlich auch einen unterhaltenden Charakter haben, diesen und jene, wenn schon nicht aufrütteln, so doch wenigstens amüsieren oder bestätigen könnten. Und eine positive Seite hat die Satire auf jeden Fall, nämlich für den Satiriker: Er lässt den Dampf ab, der gefährlich angestiegen ist, und danach geht es ihm besser. Ist das etwa nichts? Von Wolfgang Bittner.

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Peter Grohmann, Initiator und Kopf der „Anstifter“, hielt am 1. Mai eine lustig-nachdenkliche Rede zum Geburtstag von Kontext im Stuttgarter Theaterhaus

Veröffentlicht in: Audio-Podcast, Gedenktage/Jahrestage, Kultur und Kulturpolitik
Albrecht Müller

Wir geben den Vortrag von Peter Grohmann hier wieder, weil er politisch, interessant und voller Widerhaken ist, und weil wir, wie schon einmal, auf die Arbeit der „Anstifter“ in Stuttgart aufmerksam machen wollen. Was diese Gruppe für das kulturelle Leben und auch für das kritische Nachdenken in Stuttgart und drum herum leistet, ist vorbildlich und nachahmenswert. Es folgt der Vortrag von Peter Grohmann und dann angehängt noch eine Information zur Verleihung des Friedenspreises der Anstifter. Albrecht Müller.

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Satire ist nur ein Affe im Hirn

Veröffentlicht in: Kultur und Kulturpolitik, Wertedebatte
Henning Venskes

Satiriker haben, wie die Geschichte zeigt, immer schon gefährlich gelebt: Weil der römische »Soldatenkaiser« Caracalla vermutete, dass die Bewohner von Alexandria Witze über ihn machten, veranstaltete er ein Gemetzel unter der Bevölkerung: Tausende wurden abgeschlachtet. Und als Caracalla glaubte, die Zuschauer im Zirkus in Rom würden sich über ihn lustig machen, befahl er auch dort ein Massaker. Von Henning Venske.
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Die Terror-Manipulation

Veröffentlicht in: Aktuelles, Anti-Islamismus,Sarrazin, Audio-Podcast, Interviews, Strategien der Meinungsmache, Terrorismus, Ungleichheit, Armut, Reichtum
Conrad Schuhler

Die Schüsse am 7. Januar waren kaum verklungen, da wurden der Weltöffentlichkeit bereits die Täter präsentiert. Ein von den Profikillern im Tatfahrtzeug vergessener Personalausweis wies die entscheidende Spur. Von da an war klar: „Wir“, wir alle – wir sind die Opfer dieser Aggression gegen unsere Werte, unsere Kultur, unsere Zivilisation. Ob arm, ob reich, ob jung oder alt, ob Bomberpilot oder Antifaschist – unser aller national-kulturelles Kollektiv würde nun zusammenhalten und vereint der äußeren Gefahr ins Auge sehen müssen, die so rücksichtslos und barbarisch mordet, wie es „uns“ nicht einmal im Traum einfiele. Erinnern Sie sich? Der Autor Conrad Schuhler ebenso. In seinem soeben erschienenen Buch „Alles Charlie oder was“ skizziert er das Attentat auf die Redaktion von „Charlie Hebdo“ sowie die hierauf einsetzende Medienhysterie als „Manöver übler islamfeindlicher Propaganda“ und nahezu perfekte Manipulation. Jens Wernicke sprach mit ihm.

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NachDenkSeiten-NDR-Zuschauerrat? Zu schön, um wahr zu sein

Veröffentlicht in: Audio-Podcast, Aufbau Gegenöffentlichkeit, Medien und Medienanalyse

Unsere gestrige Meldung „NDR und NachDenkSeiten starten gemeinsamen Zuschauerrat“ schlug ein wie eine Bombe. Mehrere Hundert Leser folgten unserer Aufforderung und schickten uns ihre – meist nicht ganz ernst gemeinten – Namensvorschläge. Den meisten Lesern war natürlich klar – unsere Meldung war ein Aprilscherz. Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich für die zahlreichen netten Zuschriften bedanken und drucken stellvertretend ein paar besonders schöne Leserbriefe ab. Von Jens Berger

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NDR und NachDenkSeiten starten gemeinsamen Zuschauerrat

Veröffentlicht in: Aufbau Gegenöffentlichkeit, Medien und Medienanalyse

Um die Qualität der ARD-Berichterstattung zu gewährleisten, hat sich der NDR entschlossen, zusammen mit den NachDenkSeiten einen Zuschauerrat ins Leben zu rufen. Damit folgt Kai Gniffke, seit 2006 Chefredakteur von ARD-Aktuell und damit verantwortlich für Tagesschau und Tagesthemen, einem Angebot von Albrecht Müller aus dem September letzten Jahres. Von Jens Berger.
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