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Was ist schlimmer, was ist glaubwürdiger: die Bild-Zeitung oder RT Deutsch?

Veröffentlicht in: Medien und Medienanalyse, Medienkritik

Es ist angebracht, diese Frage den NachDenkSeiten-Leserinnen und –Lesern zu stellen. Für mich persönlich ist die Antwort klar: Die Bild-Zeitung ist schlimmer und nicht glaubwürdiger. Aber dieser Einschätzung muss man nicht folgen. Andere sehen das anders. Zum Beispiel netzpolitik.org. Den Hinweis auf die Brisanz dieses Themas verdanke ich dem NachDenkSeiten-Leser Rüdiger Kabbasch. Er hat bemerkt, dass netzpolitik.org es zwar ablehnt, RT Interviews zu geben, aber sehr wohl der Bild-Zeitung. Und er hat bei netzpolitik.org angefragt und keine Antwort erhalten. Siehe die folgende Mail von Rüdiger Kabbasch an mich: Albrecht Müller

„Sehr geehrter Herr Müller,

durch den Beitrag 15 von gestern fiel mir wieder ein, dass ich zu Ihrem Beitrag „Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten“ folgendes anmerken/ergänzen wollte.

Obwohl der von Ihnen erwähnte Thread auf netzpolitik.org ja schon aus dem Dezember letzten Jahres ist, schrieb ich einen Kommentar, in dem ich zum
Ausdruck brachte, dass die Gründe, die Herr Beckedahl von netzpolitik.org anführte, RTDeutsch kein Interview zu geben, auch hätte verhindern müssen, dass er der BILD ein Interview gibt (was er aber tat) (Siehe Anhang).

Statt eine Erwiderung zu schreiben (die Unterscheidung RTD<->BILD hätte mich tatsächlich interessiert) wurde der Beitrag gelöscht.

Das ist zwar kein besonders wichtiger Vorgang, ich fand es aber trotzdem interessant.“

Es ist ein wichtiger Vorgang. Er zeigt:

  • In bekannten alternativen Medien tätige Menschen betrachten die Bild-Zeitung als eine ganz normale Publikation. Sie erkennen nicht, was dort an immer wiederkehrenden Kampagnen gegen Menschen und anderer Völker läuft, zum Beispiel gegen die Griechen. Sie sehen nicht, wie unser eigenes Volk von diesem Medien manipuliert wird. Die Bild-Zeitung hat anders als noch bei den jungen Leuten der sechziger und siebziger Jahre und den damals in den Betrieben arbeitenden Menschen Glaubwürdigkeit, das Wissen um die Gemeinheit dieses Mediums im Umgang mit anderen Menschen und Völkern ist verloren gegangen. Es besteht auch kein Bewusstsein mehr dafür, dass diese Art von Medien ein täglicher Angriff auf die demokratische Willensbildung dar stellen.
  • Das Feindbild „Russen“ funktioniert nach wie vor. Unausrottbar seit fast 100 Jahren.

Anhang:

BILD 4.8.2015
„Netzpolitik“-Chef Beckedahl zum Landesverrat-Vorwurf | „Wir werden uns weiter gegen Ermittlungen wehren“

BILD sprach mit Markus Beckedahl, Chefredakteur des Blogs, über die jüngsten Entwicklungen.

Quelle: BILD.de

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