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Albrecht Müller Wolfgang Lieb
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21. Dezember 2014
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Der SPIEGEL entpuppt sich immer mehr als neoliberales Kampfblatt

Verantwortlich:

Wer immer noch Zweifel daran hatte, dass der SPIEGEL die Glaubenslehre der angebotsorientierten Wirtschaftsdoktrin nachbetet, der findet in der Ausgabe vom 24.Januar 2005 unter der Überschrift „Der Schulden-Kanzler“ eine weitere Drehung an der Gebetsmühle. Statt des SPIEGEL kann man eigentlichbesser gleich die Anzeigen der unternehmensfinanzierten PR-Agentur „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ lesen.

Obwohl nun wirklich niemand, dem nicht ideologische Scheuklappen die Sicht auf die ökonomische Wirklichkeit versperren, bestreiten kann, dass unsere ökonomische Schwäche vor allem aus der mangelnden Binnennachfrage resultiert, beschimpft das Hamburger Blatt, alle die etwas unternehmen wollen, um Nachfrageimpulse zu setzen. Hans Eichel wird als Opportunist und Verlierer verhöhnt, der „Wirtschaftsweise“ Peter Bofinger als „umstrittener Ökonom“ abgetan und Gerhard Schröder als „Schulden-Kanzler“ geschmäht.
Eine erneute Kritik an dem vom SPIEGEL propagierten angeblichen Konsolidierungs- und Sparkurs können wir uns ersparen. Stattdessen verweisen wir z.B. auf die Beiträge in den NachDenkSeiten vom 23. September 2004 „Wachstum scheitert derzeit hauptsächlich an Dogmen- Die Pferde müssen wieder saufen“ oder auf den Offenen Brief von Albrecht Müller an Bundeskanzler Gerhard Schröder vom 23. August 2004 „Lass die Geschichte anders enden“.

Quelle: SPIEGEL ONLINE

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