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6. Dezember 2016
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Was wusste Christian Wulff, heute Bundespräsident, von den Drückermethoden seines Freundes Maschmeyer? Fragen Sie ihn!

Veröffentlicht in: Aufbau Gegenöffentlichkeit, Bundespräsident, Lobbyismus und politische Korruption, Riester-Rürup-Täuschung, Privatrente

Es gibt eine Liste von ca. 34.000 Kunden des AWD, die in der Mehrzahl mit der Anlage ihres Ersparten bei der Maschmeyer Firma ein Fiasko erlebt haben. Panorama hat im Beitrag „Neues von Drückerkönig“ gestern davon berichtet. Es wird gezeigt, wie die Betroffenen mit System geschädigt worden sind. Menschen, die ihr Erspartes meist im Blick auf ihre Altersversorgung in Geschlossenen Fonds angelegt haben, haben auf den AWD und Maschmeyer vertraut. Das Vertrauen war auch ein von Dritten bezeugtes Vertrauen – von Gerhard Schröder und vom jetzigen Bundespräsidenten zum Beispiel. Das Ansehen des Drückerkönigs ist von diesen Personen aufpoliert worden. Da liegt es sehr nahe, Fragen zu stellen. Albrecht Müller.

Fragen zu stellen ist dringlich, hier eine Auswahl, die Sie nach eigener Fantasie ergänzen sollten:

  • Was wusste der Bundespräsident und frühere Ministerpräsident von den Methoden seines Freundes Maschmeyer?
  • Wusste er von den Ursachen und Hintergründen von Maschmeyers märchenhaftem Vermögen, als das Ehepaar Wulf noch nach der Wahl zum Bundespräsidenten in Maschmeyers Villa auf Mallorca Ferien machte?
  • Ist der Bundespräsident bereit, seinen Einfluss auf Maschmeyer zu nutzen, damit Maschmeyer mit den vielen 100 Millionen, die er mit fragwürdigen Methoden verdient hat, irgendwann seine Opfer entschädigt?

Im neuen Film gibt es eine denkwürdige Äußerung der Vertreterin der Stiftung Warentest, Ariane Lauenburg:

„Ich glaube, dass Carsten Maschmeyer mit dem Geld der Anleger sehr gut lebt. Er hat seinen Wohlstand auf dem Leid der Anleger aufgebaut.“

Das ist wohl richtig gesehen und deshalb ist es auch berechtigt, dem Bundespräsidenten die notwendigen Fragen zu stellen. Vor allem auch jene nach der Bereitschaft, seinen Einfluss auf Maschmeyer geltend zu machen, um eine Entschädigung der Opfer zu erreichen. Unsere Empfehlung: Stellen Sie Ihre Fragen und machen Sie Ihre Bemerkungen auf sachliche Weise. Die Schärfe liegt hier in der Sache.

Sie sollten im Netz einen Sturm entfachen:

Wenn Sie uns interessante Reaktionen zugänglich machen, werden wir diese dokumentieren.

Es geht nicht nur um die Opfer unter den Anlegern. Es geht auch um die vielen anderen Opfer, deren Rentenversicherung durch Maschmeyer und seine Freunde sich thematisch geschwächt worden ist.
Darauf haben wir in der NachDenkSeiten schon oft hingewiesen. Und darauf ist gegen Ende des ursprünglichen Films vom Januar auch die Rede. Panorama hat jetzt eine neue, unter juristischen Gesichtspunkten überarbeitete Fassung dieses ursprünglichen Stein des Anstoßes vorgelegt. Hier ist sie:

Der Drückerkönig – „Judge’s Cut reloaded“
Jeder große Film hat viele Mitwirkende. Dieser auch. Jetzt legt sogar Carsten Maschmeyer Hand an und schickt seine Anwälte mit der Axt in den juristischen Schneideraum. Einige Szenen müssen wir nun schwärzen, vorerst zumindest: Vorhang auf für den „Judge’s Cut – reloaded“ – mit neuen juristischen Regieeinfällen von umtriebigen Anwälten.
Quelle: NDR

Interessant ist zum jetzigen Stand der Diskussion auch noch ein Beitrag in Faz.net:

Carsten Maschmeyer
Jetzt noch schärfer!

Der NDR zeigt die zugespitzte Version des Maschmeyer-Films „Der Drückerkönig und die Politik“. Sie ist das Ergebnis der Bestrebungen von Maschmeyers Anwälten, das Stück Szene um Szene zu bekämpfen – und damit auch die Pressefreiheit.
Von Michael Hanfeld
(…)
Quelle: FAZ

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