Videohinweise am Mittwoch

Ein Artikel von:

Hier finden Sie in der Regel am Mittwoch und am Samstag einen Überblick über interessante Videobeiträge aus anderen Medien und Veröffentlichungen. Wenn Sie auf “weiterlesen” klicken, öffnet sich das Angebot und Sie können sich aussuchen, was Sie anschauen wollen. Die Videohinweise sind auch auf unserer YouTube-Seite als spezielle Playlist verfügbar. Auch für die Rubrik „Musik trifft Politik“ (erscheint an jedem Mittwoch) gibt es eine eigene Playlist (CG/JB)

Hier die Übersicht; Sie können mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:

  1. Kampagne Stopp Air Base Ramstein 23.-30.06.2019
  2. USA vs. Iran
  3. Gaza
  4. Bundespressekonferenz
  5. FAKTEN:CHECK Hilft die CO2-Steuer gegen den Klimawandel?
  6. KenFM im Gespräch mit: Jochen Scholz (Oberstleutnant der Bundeswehr a.D. und geopolitischer Analyst)
  7. Der Rote Platz #49: Rollback in Lateinamerika – USA installieren ihre Mörderbanden
  8. Der Fall “Opa Buck” – Hexenprozesse in der Wikipedia | #25 Wikihausen
  9. Moshe Zuckermann: Ist BDS antisemitisch?
  10. Musik trifft Politik

Vorbemerkung: Wir kommentieren, wenn wir das für nötig halten. Selbstverständlich bedeutet die Aufnahme in unsere Übersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Beiträge einverstanden sind. Sie können uns bei der Zusammenstellung der Videohinweise unterstützen, indem Sie interessante Fundstücke an die Adresse [email protected] schicken. Wenn Sie diese Übersicht für hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese Möglichkeit der schnellen Information hin.

  1. Kampagne Stopp Air Base Ramstein 23.-30.06.2019
    Informationen zur Aktionswoche.

    Lesen Sie hierzu auf den NachDenkSeiten von Reiner Braun und Pascal Luig “Dem Zyklon in die Augen schauen: Die militärische Bedeutung der US-Air-Base Ramstein in der US-Kriegsführung gegen den Iran“.

    • Zum fünften Mal in Folge: Kampagne Stopp Air Base Ramstein
      Zum fünften Mal findet Ende Juni die Kampagne “Stopp Air Base Ramstein” vor den Toren Kaiserslauterns statt. Das Friedensbündnis bietet wieder eine Aktionswoche mit Workshops, Diskussionsrunden, Musikveranstaltungen oder Sportveranstaltungen an. Der Höhepunkt ist wie in jedem Jahr die große Friedensdemo am Samstag mit einer Menschenkette um die US-Basis Ramstein herum.
      Im RT Deutsch Interview spricht Mitorganisator und Friedensaktivist Reiner Braun über die diesjährige Veranstaltung und den drohenden Konflikt mit dem Iran.
      Quelle: RT Deutsch, 18.06.2019

    • KenFM am Set: Pascal Luig zu Stopp Air Base Ramstein 2019
      “Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen!”
      Wer diesen Satz ernst nimmt, für den ist die US Air Base Ramstein schwer erträglich. Ramstein liegt in Rheinland-Pfalz und ist die wichtigste Militäranlage der US-Streitkräfte außerhalb der USA überhaupt.
      Von Ramstein aus werden nicht nur sämtliche Drohnen-Einsätze des Pentagons koordiniert, Ramstein ist auch die logistische Drehscheibe, für alle Kriegseinsätze in Middle East. Ohne Ramstein wären die völkerrechtswidrigen Angriffskriege der USA oder die permanente Menschenjagd via Killer-Drohnen nicht möglich. […]
      Hier findet ihr weitere Informationen zur Aktionswoche.
      Quelle: KenFM, 15.06.2019

    • Top 5 Verbrechen der US Air Base Ramstein!
      23.-30.06. Stopp Ramstein! ramstein-kampagne.eu
      Die Zerstörung der US Air Base Ramstein ;)
      “Support Kilez More”
      Quelle: Kilez More, 16.6.2019

    • Pressekonferenz Stopp Air Base Ramstein | Vorstellung der Protestaktionen vom 23. bis 30. Juni 2019
      Die Zunahme des Drohnenkrieges in den letzten Monaten, die Gefahr der Stationierung neuer Atomwaffen in Europa und auch auf der Air Base Ramstein sowie die Vorbereitung eines Krieges gegen den Iran unter Nutzung der Air Base Ramstein veranlassen die Kampagne „Stopp Air Base Ramstein“ zur Vorbereitung umfassender Aktionen für den Frieden.
      Geplant sind u.a.: […]
      Quelle: MoveNow.TV

    • Reiner Braun: Die neue atomare Bedrohung – Welche Rolle spielt die Air Base Ramstein?
      In wenigen Wochen endet nach der Kündigung durch die USA der einzige wirkliche Abrüstungsvertrag der Geschichte. 15.000 Atomwaffen auf der Welt scheinen nicht genug zu sein. Eine neue Runde des atomaren Wettrüstens droht, ja die Stationierung neuer atomarer landgestützter Mittelstreckenraketen in Zentraleuropa ist nicht ausgeschlossen. Europa könnte zum atomaren Schlachtfeld werden.
      Ist die Air Base Ramstein der potentielle Stationierungsort – wie schon in der Vergangenheit?
      Was bedeutet diese Situation? Ist ein Atomkrieg wieder denkbar? Wie können wir wieder zur atomaren Abrüstung und endlich zu einem Europa ohne Atomwaffen kommen? Welche Rolle spielt dabei die Friedensbewegung?
      Referent: Reiner Braun (International Peace Bureau, Berlin)
      13. Juni, 19 Uhr, Cafe Susann
      Osterstraße 7, Kaiserslautern
      Quelle: MoveNow.TV

  2. USA vs. Iran
    • Unter den Linden, Phoenix 17.06.2019
      “Pulverfass Nahost – Eskaliert der Iran-Konflikt?”
      Moderation: Michaela Kolster
      Gäste: Dr. Michael Lüders/Jürgen Hardt (CDU)
      Quelle: phoenix

      Anmerkung CG: Ein kontroverses Streitgespräch. Es lohnt sich zu hören, was Lüders sachlich fundiert und kenntnisreich erklärt. Interessant finde ich den Gedanken, Lüders plädiert für einen atombombenfreien Nahen Osten/vorderen Orient, das würde faktisch bedeuten die UNO müsste Israel seine Atombomben wegnehmen.

      Anmerkung unseres Lesers Rüdiger Schauerte: Michaela Kolster glänzte nicht gerade durch objektive Distanz und faire Moderation, da sie zum wiederholten Male Herrn Lüders unterbrach bzw. nicht ausreden ließ. Herr Hardt dagegen durfte seine Meinung ohne Einwurf breit artikulieren. Nicht unwichtig zu wissen: Die ehemalige ZDF-Journalistin (jetzt Phoenix) ist übrigens Mitglied der “Johanna-Quandt-Stiftung”, die sich nach eigenenen Angaben dafür einsetzt, das Verständnis für die marktwirtschaftliche Ordnung und für die Bedeutung des privaten Unternehmertums als Träger der wirtschaftlichen Entwicklung in der Öffentlichkeit und den Medien zu fördern. (Wikipedia) Jürgen Hardt: außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Oberleutnant zur See der Reserve, Mitglied der Parlamentarischen Versammlung der NATO, von 2014 bis 2018 Koordinator für transatlantische Zusammenarbeit im Auswärtigen Amt. Dr. Michael Lüders erklärte und analysierte in gewohnt sachlicher Form unter Berücksichtigung historischer Fakten den gegenwärtigen Konflikt und war seinem Mitdiskutanten aber auch der Moderatorin inhaltlich-argumentativ signifikant überlegen. Fazit: Sobald man die (falsche) Außenpolitik des Westens thematisiert (und mit historischen Fakten untermauert), wird man in den öffentlich-rechtlichen Medien immer sehr schnell abgewürgt. Das passt einfach nicht zur veröffentlichten Meinung im Mainstream! Das Feinbild ist klar gezeichnet: USA, die Briten, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Israel auf der guten Seite. Iran, Russland (man spricht meist nur von Putin, als ob Putin ein Staat sei) auf der bösen Seite. Berechtigte Kritik an Israels Außenpolitik (wie sie Herr Lüders mutig formuliert), ist für den Westen und die transatlantischen Meinungsmacher ein absolutes “no go”. Etwas mehr Ausgeglichenheit und Neutralität täte unseren “Leitmedien” sicherlich gut!

    • Krise am Golf – USA antworten auf iranische Drohungen
      Die USA haben neue Fotos vorgelegt, die zeigen sollen, dass der Iran für die Anschläge auf die beiden Öltanker im Golf von Oman verantwortlich ist. Sie wollen damit ihren Kurs des “maximalen Drucks” auf Teheran fortsetzen. Zudem schickt die US-Regierung weitere Soldaten in den Nahen Osten.
      Quelle: Deutschlandfunk

      Anmerkung unseres Lesers A. L.: DlF-Journalist Thilo Kößler als US-Propagandist.

      Anmerkung CG: Ungefilterte und unhinterfragte 1A-Propaganda direkt aus Washington, der Deutschlandfunk als Sprachrohr der Falken.

    • Lüders zu Eskalation im Golf
      “Russland und China stellen sich im Kriegsfall hinter den Iran”
      Einzelne Angriffe auf Öltanker auf den wichtigen Handelsrouten im Golf von Oman wirken wie Nadelstiche. In der Summe ergibt sich eine gefährliche Eskalation, befindet auch Nahost-Experte Michael Lüders im n-tv Interview. In die äußerst brenzlige Konfrontation könnte auch die EU gezogen werden.
      Quelle: ntv, 14.06.2019

    • Kriegsgefahr am Persischen Golf
      Lüders: Krieg gegen Iran wäre fatal
      Noch sei unklar, was genau im Persischen Golf vorgefallen sei, sagte der Nahostexperte Michael Lüders im Dlf. Aber die Leichtfertigkeit mit der Teile der US-Regierung den Weg in Richtung Krieg beschritten, sei sehr gefährlich. Die Risiken eines Krieges gegen den Iran würden völlig unterschätzt.
      Michael Lüders im Gespräch mit Dirk-Oliver Heckmann
      Bei der Frage, wer für die Angriffe auf Tanker im Persischen Golf verantwortlich sei, könne nichts ausgeschlossen werden, sagte der Nahostexperte Michael Lüders im Dlf: „Wir werden wahrscheinlich nie erfahren, was vorgefallen ist.“ […]
      Quelle: Deutschlandfunk

    • USA: Falken wollen Krieg gegen den Iran
      Bisher kann US-Präsident Donald Trump von sich behaupten, noch keinen neuen Krieg vom Zaun gebrochen zu haben. Im außenpolitischen Maschinenraum Washingtons geben mit John Bolton und Mike Pompeo allerdings erklärte Bellizisten die Befehle. Und angesichts der jüngsten Ereignisse und Aussagen muss befürchtet werden, dass ein Krieg gegen den Iran bevorsteht.
      Zudem könnte der US-Kongress bei dieser Entscheidung übergangen werden. Der “Authorization for Use of Military Force Act” (AUMF) von 2001 gewährt dem US-Präsidenten die Befugnis, gegen jedes Land Krieg zu führen, das Beziehungen zu Al Kaida unterhält. Nun gilt es nur noch, eine entsprechende Rechtfertigung zu konstruieren.
      Quelle: RT Deutsch, 17.06.2019

      Anmerkung CG: Wow, Netanjahu hat eine Siedlung nach Donald Trump benannt? Kleine Schmeichelei fürs Ego? <Ironie an> Vielleicht musste Trump dafür ja auch nur hundert Mal die Vokabel "Terrorstaat" sagen… <Ironie aus>

    • Vijay Prashad: U.S. Rushes to Blame Iran for Tanker Attacks as Much of World Pushes for Diplomacy
      Tensions between the U.S. and Iran are again ratcheting up as the Trump administration accused Iran of orchestrating an attack Thursday on Japanese and Norwegian oil tankers in the Gulf of Oman. Iran denied any involvement and accused the Trump administration of trying to sabotage diplomacy. U.S. Secretary of State Mike Pompeo directly accused Iran of attacking the oil tankers, and the U.S. released video of what it claimed was Iran’s Revolutionary Guard removing an unexploded mine from the side of the Japanese oil tanker that was attacked. However, the president of the Japanese company that owns the ship said it was not attacked by mines but two flying objects. He also said he doesn’t believe any objects were attached to the side of the ship. We speak with Vijay Prashad, director of Tricontinental: Institute for Social Research.
      Quelle: Democracy Now!, 14.06.2019

    • Where Are the Skeptics as the Drums Roll for War with Iran?
      Vijay Prashad challenges the media reality that Iran attacked the oil tankers, calling for a real investigation to uncover the truth.
      Quelle: The Real News Network, 14.06.2019

      Lesen Sie auch von Jens Berger auf den NachDenkSeiten “Ist der Golf von Oman der Golf von Tonkin des Jahres 2019?” und von Jürgen Todenhöfer auf fb “Irankrise: WIRD AB MORGEN ‘ZURÜCKGESCHOSSEN’?”

  3. Gaza
    Warum haben mich heute israelische Soldaten beschossen?
    Liebe Freunde, friedlicher kann man nicht „demonstrieren“, als ich es heute am Grenzzaun von Gaza versuchte. Ich hielt ein Plakat hoch: „Liebe Israelis, bitte behandelt die Palästinenser so, wie ihr selbst behandelt werden wollt!“ Als ich einige hundert Meter vor der Grenze umdrehte, schoss mir ein israelischer Soldat ein Gummigeschoss in den Rücken. Schaut euch das 7-Minuten-Video an! In keinem Rechtsstaat der Welt wird man wegen eines so versöhnlichen Satzes beschossen. So kann das nicht weitergehen. Euer JT
    Quelle: Jürgen Todenhöfer via fb, 14.6.2019

    Anmerkung CG: Wo bleibt das Statement des Außenministers und sein Plädoyer für das Völkerrecht, das auch für Palästinenser gilt? Der Vorgänger Gabriel hatte ja immerhin “regierungskritische Organisationen der israelischen Zivilgesellschaft” Breaking the Silence und B’Tselem getroffen.

  4. Bundespressekonferenz
    Blamage bei BPK: Regierungssprecher kann Vorwürfe gegen Russland zu Minsk II nicht belegen
    Die Bundesregierung wirft Russland regelmäßig vor, Minsk II nicht umzusetzen. RT ging nun der Frage nach, gegen welche der 13 konkreten Punkte des Abkommens Moskau aus Sicht der Bundesregierung denn verstößt. Der sonst recht eloquente Regierungssprecher wurde sehr einsilbig.
    Das Minsker Abkommen, oft auch als Minsk II bezeichnet, umfasst insgesamt 13 Punkte. Das Abkommen wurde im Februar 2015 vom damaligen französischen Präsidenten François Hollande, der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, dem damaligen ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko sowie dem russischen Präsidenten Wladimir Putin ausgehandelt und von den Teilnehmern der Trilateralen Kontaktgruppe am 12. Februar 2015 unterzeichnet.
    Als Garantiemächte des Abkommens agieren Frankreich, Deutschland und Russland. Als Konfliktparteien werden ausschließlich die Regierung der Ukraine sowie, so die Formulierung im Abkommen, “die bewaffneten Verbände der gesonderten Kreise der Gebiete Donezk und Lugansk der Ukraine” aufgeführt. Im Gegensatz zur Lesart von ukrainischer und Bundesregierung wird die Russische Föderation im Minsker Abkommen explizit als Garant und nicht als Konfliktpartei geführt. Nichtsdestotrotz lässt die Bundesregierung regelmäßig verlautbaren, die Sanktionen gegen Russland können “erst nach einer vollständigen Umsetzung der Minsker Abkommen aufgehoben werden”.
    Als RT Deutsch-Redakteur Florian Warweg auf der aktuellen Bundespressekonferenz von Regierungssprecher Steffen Seibert allerdings wissen wollte, gegen welche konkreten der 13 Punkte bei Minsk II Russland denn nach Einschätzung der Bundesregierung verstößt, kam von der Sprecherbank erst einmal nur peinliches Schweigen und dann das Eingeständnis, dass man Russland zwar gern der Nichteinhaltung von Minsk II beschuldigt, aber auf Nachfrage nicht in der Lage ist, konkrete Punkte anzuführen.
    Quelle: RT Deutsch, 18.06.2019

    Anmerkung CG: Ab Minute 2:35 listet RT Deutsch im Video alle 13 Punkte des Minsk II Abkommens auf.

    Auswärtiges Amt hilflos: Venezolanischer Putschist gibt sich als Botschafter in Deutschland aus
    Der vom selbsternannten venezolanischen Präsident Juan Guaidó nach Deutschland entsandte Vertreter, Otto Gebauer, gibt sich als “offizieller Botschafter Venezuelas” aus, obwohl Deutschland ihn explizit nicht anerkennt. Doch Konsequenzen für die Amtsanmaßung drohen ihm bisher nicht.
    Der selbsternannte Übergangspräsident Venezuelas Juan Guaidó hatte im März 2019 seinen Vertrauten, den ehemaligen Hauptmann der venezolanischen Streitkräfte und verurteilten Putschisten Otto Gebauer, als neuen “Botschafter Venezuelas” nach Deutschland entsandt. Gebauer war direkt am Putsch gegen den damaligen Präsidenten Hugo Chávez im April 2002 beteiligt. Er gehörte zu dem Kommando, das Chávez auf die Insel La Orchila verschleppte. Im Jahr 2010 prahlte er in einem Buch unter dem bezeichnenden Titel “Ich habe ihn weinen gesehen” mit seiner verfassungswidrigen Tat.
    Doch im Gegensatz zur schnellen Anerkennung Guaidós, verweigerte das Auswärtige Amt (AA), angesichts der völkerrechtlichen Situation, die Anerkenniung Gebauers als Botschafter in Deutschland. Staatsekretär Nils Annen erklärte dazu im Bundestag: “Die Bundesregierung hat Herrn Otto Gebauer als persönlichen Vertreter von Interimspräsident Guaidó empfangen. Weitere Schritte sind nicht geplant.”
    “Weitere Schritte sind nicht geplant” ist im diplomatischen Kontext eine sehr klare Ansage, dass die Bundesregierung den Guaidó-Vertrauten nicht als Botschafter akkreditieren wird.
    Otto Gebauer verfügt folglich über keinerlei diplomatischen Status in der Bundesrepublik. Das hindert ihn aber nicht daran, Visitenkarten zu verteilen und Social Media-Konten zu führen, auf denen er sich als “Botschafter und Chef des diplomatischen Dienstes der Bolivarischen Republik Venezuela” bezeichnet. Er bietet zudem, ohne irgendein Mandat dafür zu haben, “konsularische Dienste” an.
    Das Vorgehen des Guaidó Vertrauten erfüllt im vollen Umfang den Strafbestand der Amtsanmaßung, geregelt in § 132 des deutschen Strafgesetzbuches (StGB) und ist zudem ein eklatanter Bruch des völkerrechtlichen Vertrags “Wiener Übereinkommen” über diplomatische Beziehungen.
    RT Deutsch Redakteur Florian Warweg fragte nun auf der Bundespressekonferenz das Auswärtige Amt und das Innenministerium, welche Schritte gegen diese Art der Amtsanmaßung und Verletzung von Völker- und Bundesrecht geplant sind. Die Sprecherin des Auswärtigen Amtes, Maria Adebahr, gab zu erkennen, dass das AA mit Gebauer Gespräche über die Amtsanmaßung führte und er gebeten wurde, dies zu unterlassen. Doch dieser Bitte kommt der Guaidó Vertraute offensichtlich nicht nach, was so einiges darüber verrät, wie wenig Respekt die venezolanische Opposition dem AA und grundlegenden diplomatischen Regeln entgegenbringt.
    Quelle: RT Deutsch, 19.06.2019

  5. FAKTEN:CHECK Hilft die CO2-Steuer gegen den Klimawandel?
    Klimaschutz ist das große Thema unserer Zeit. Seitens der etablierten Parteien kommt nun die Forderung nach einer CO2-Steuer, um die Abgase zu reduzieren und der Klimaerwärmung entgegen zu wirken. Winfried Wolf macht hier den Faktencheck: ist die CO2-Steuer das richtige Instrument? Wie waren die Erfahrungen mit der sogenannten „Ökosteuer“? Welche Alternativen gäbe es stattdessen, die sozial verträglich und der globalen Klimaerwärmung sofort entgegenwirken würden?
    Quelle: Kommon

    Lesen sie hierzu auch die Beiträge auf den NachDenkSeiten

  6. KenFM im Gespräch mit: Jochen Scholz (Oberstleutnant der Bundeswehr a.D. und geopolitischer Analyst)
    Jochen Scholz ist ehemaliger Bundeswehroffizier der Luftwaffe. Bis zum Jahr 2000 war er unter anderem 12 Jahre lang in multinationalen NATO-Gremien sowie sechs Jahre lang im Bundesministerium der Verteidigung tätig. Nachdem sich die rot-grüne Regierung unter Gerhard Schröder 1999 an der völkerrechtswidrigen Bombardierung Jugoslawiens beteiligte, trat Scholz aus seiner damaligen Partei, der SPD, aus.
    Scholz kennt die Bundeswehr noch aus Zeiten, als diese noch nicht zum alleinigen Spielball transatlantischer Interessen mutiert war. Während seiner aktiven Laufbahn konnte er jedoch den Wandel seines Arbeitgebers von einer Landesverteidigungsarmee zu einer „Out-of-area-Armee“ aus nächster Nähe mitverfolgen.
    Heute wie damals vertritt Scholz die Ansicht, dass eine Armee nicht dazu da sei, Interessen außerhalb des eigenen Landes durchzusetzen, sondern um das eigene Territorium zu schützen. Aus diesem Grund verweist er auch immer wieder auf Paragraph 7 des Soldatengesetzes, der da lautet: „Der Soldat hat die Pflicht, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen.“
    Wenn jedoch das Völkerrecht, das über dem deutschen Recht steht, in diesem Land nicht mehr respektiert und verteidigt, sondern mit Füßen getreten wird, dann sind das Zustände, die nicht länger hinnehmbar sind.
    Scholz betreibt daher mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln wertvolle Aufklärungsarbeit. Im Interview mit KenFM liefert der unermüdliche Pensionär mitreißende Einblicke in eine bewegte berufliche Laufbahn und zeigt sich als mutiger Kämpfer für eine wirklich humanitäre deutsche Außenpolitik. Wir hoffen sehr, dass seine Arbeit bei den Bundeswehrsoldaten sowie einigen seiner ehemaligen Kollegen auf offene Ohren stößt.
    Inhaltsübersicht: 0:01:23 Bundeswehr früher und heute 0:18:00 Die Bundeswehr, eine Söldner-Armee? 0:29:40 Krieg mit Rot-Gün 1999, und die deutsche Presse ist dabei 0:38:57 Völkerrechtsbruch ohne Straftäter – Geopolitik aus Washington 0:53:48 NATO und Warschauer Pakt 1:05:22 Der erste NATO-Bündnisfall im Jahr 2001 1:16:10 Zusammenarbeit mit Russland und China? 1:26:43 Geopolitik gegen den Iran 1:36:24 Statt NATO, ein europäisches Sicherheitskonzept mit Russland 1:43:33 Die öffentliche Meinung des Normalbürgers 1:50:36 Die Rolle Deutschlands auf dem Weg zum Weltfrieden
    Quelle: KenFM, 16.06.2019

  7. Der Rote Platz #49: Rollback in Lateinamerika – USA installieren ihre Mörderbanden
    Im Visier der USA stehen Venezuela, Kuba, Nicaragua, in Brasilien haben sie schon einen Faschisten zum Präsidenten gemacht und in El Salvador einen Ex-Miliitär aus der Möderbande der alten Machtelite. Nach einem hoffnungsvollen Jahrzehnt der Selbstbefreiung, droht der lateinamerikanische Kontinent wieder zum Hinterhof der USA zu werden. Die Regenwälder werden noch schneller und weiter gerodet, die indigenen Völker wieder in Reservate gesperrt, größer werden die Vermögen der Reichen und die erbärmlichen Favelas der Amen. Und die Bundesregierung macht sich über ihrem SPD-Außenminister mit der lateinamerikanischen Reaktion und dem US-Imperialismus gemein.
    Quelle: weltnetzTV, 15.06.2019

  8. Der Fall “Opa Buck” – Hexenprozesse in der Wikipedia | #25 Wikihausen
    Groteskes und Postfaktisches präsentiert von Dirk Pohlmann und Markus Fiedler.
    Wir haben bereits festgestellt, dass Kafka offenbar für die Gestaltung der angeblich so “demokratischen” Prozesse in der Wikipedia Pate gestanden haben muss. Aber der vorliegende Fall hätte wohl selbst Kafka und alle Bananenstaatendiktatoren dieser Welt an die Grenzen der Fantasie gebracht. Es geht noch totalitärer – man urteilt jemanden ohne Grund ab und gibt sich noch nicht mal mehr den Anschein von Seriösität. Das geht so nur, weil man keine Konsequenzen befürchten muss. Mit dabei auch diesmal die Autorin “Fiona Baine” aka “Fiona”. Sie stellte eine ungerechtfertigte Vandalismusmeldung die pflichtbeflissen von den Admins in ihrem Sinne abgearbeitet wurde. Das Opfer diesmal: “Opa Buck”, der es wagte, objektiv richtige Daten in den Personenartikel zu Dirk Pohlmann einzutragen.
    Quelle: Gruppe42

  9. Moshe Zuckermann: Ist BDS antisemitisch?
    Am 17. Mai hat der Bundestag einem Antrag zugestimmt, in dem die weltweite BDS-Kampagne als „antisemitisch“ gebrandmarkt wird. (BDS = Boykott-Desinvestitionen-Sanktionen gegenüber dem Staat Israel, solange er die Besatzung der Westbank und Gazas nicht beendet und die Palästinenser nicht als gleichberechtigt anerkennt.) Am Vorabend war Moshe Zuckermann vom ZDF zwanzig Minuten lang zu dem Vorhaben interviewt worden, gesendet wurde aber nur eine Sequenz, in der er sagte, dass BDS mit Antisemitismus nichts zu tun habe. Das nahm Sabine Kebir von Weltnetz TV zum Anlass, nachzufragen, was das ZDF nicht sendete.
    Zuckermann stellt klar, dass die Kritik an der Regierungspolitik Israels nichts zu tun hat mit Antisemitismus. Wer das behauptet, hat das Ziel, diese Kritik mundtot zu machen und verhindern zu wollen, dass das ungelöste Problem zwischen Israelis und Palästinensern diskutiert wird. BDS sei ein gewaltfreier Protest, hebt er hervor, und man habe ihn daher anders zu beurteilen als Attentate. Er hält BDS allerdings auch für relativ ineffektiv, die Kampagne wirke nur wie ein Insektenstich angesichts der realen Machtverhältnisse. Und die künstlerischen und akademischen Kreise Israels zu boykottieren sei geradezu kontraproduktiv, weil hier am ehesten noch Widerspruch zur Regierungspolitik erwartet werden kann.
    Zuckermann bedauert die unentschiedene Haltung der Linkspartei, die in ihrem eigenen Antragsentwurf zum Ausdruck kam, der BDS als teilweise antisemitisch benannte. Die Partei habe sich nicht mit dem historisch und aktuell durchaus relevanten Problem des Antisemitismus in der Bundesrepublik befasst.
    Zum Schluss geht das Gespräch noch auf die Frage ein, wie die israelische Politik zur Drohung eines Militärschlags gegen den Iran durch die USA steht.
    Quelle: weltnetzTV, 08.06.2019

  10. Musik trifft Politik
    • ENGST – König

    • Mike Oldfield – Nuclear

    • Midge Ure – The Man Who Sold The World

    • Alligatoah – Lass liegen

    • Burnout – Freedom

    Anmerkung: In dieser neuen Rubrik wollen wir Ihnen Songs mit politischen und gesellschaftskritischen Texten vorstellen, die vielleicht noch nicht jeder Leser kennt. Wenn auch Sie Musiktipps für uns haben, mailen Sie uns Ihre Empfehlungen bitte an unsere Mailadresse für die Videohinweise videohinweise(at)nachdenkseiten.de mit dem Betreff: Musik.

Rubriken:

Videohinweise

Schlagwörter:

Die NachDenkSeiten sind für eine kritische Meinungsbildung wichtig, das sagen uns sehr, sehr viele - aber sie kosten auch Geld und deshalb bitten wir Sie, liebe LeserInnen, um Ihre Unterstützung.
Herzlichen Dank!