Wie die Lämmer zum Schweigen gebracht werden
Wie die Lämmer zum Schweigen gebracht werden

Wie die Lämmer zum Schweigen gebracht werden

Lutz Hausstein
Ein Artikel von Lutz Hausstein | Verantwortlicher: Redaktion

Professor Rainer Mausfeld erlangte 2015 mit seinem Vortrag an der Universität Kiel „Warum schweigen die Lämmer?“ überregional Bekanntheit. Nicht ganz „unschuldig“ an der schnell erlangten Popularität seines Vortrags sind auch die NachDenkSeiten gewesen, die schon früh auf das Video von Mausfelds hochinteressantem Referat hingewiesen hatten. Im Oktober 2018 hat der Westend-Verlag das Buch von Rainer Mausfeld mit dem gleichnamigen Titel herausgebracht, welches seitdem vielerorts immer wieder zitiert wird. Auch gerade weil im Juli 2019 der Buchnachfolger „Angst und Macht“ von Mausfeld erschienen ist, der auf den Kernthesen der „schweigenden Lämmer“ aufbaut, ist es inzwischen auf dem besten Weg, ein Standardwerk zu den Methoden der Meinungsmanipulation zu werden. Eine Rezension von Lutz Hausstein.

Vortrags- wie Buchtitel von Professor Mausfeld haben bei vielen recht schnell Assoziationen zum inzwischen zum Klassiker avancierten Film „Das Schweigen der Lämmer“ von 1991 geweckt. Doch Rainer Mausfeld verweist mehrfach darauf, dass nicht die Metapher der sich ängstigenden, vom Tode bedrohten und deshalb blökenden Schafe, wie sie im Film Jodie Foster in ihren nächtlichen Alpträumen peinigen, ihn zu seinem Titel verleitet haben. Vielmehr symbolisiert der Titel mit der Schafherde die Masse des Volkes und deren Verhältnis zu ihrem, eigentlich zu ihrem Schutz bestellten, Schäfer, dem Führer der Herde. Das Volk als reinherzige, aber ohnmächtige Schafherde und der Schäfer, der mit allen Mitteln die Meinung der Schafe zu kontrollieren und aus diesem Grund auch in seinem Sinne zu manipulieren versucht.

Wöllte man als Cineast Mausfelds Buch mit einem Film in Verbindung setzen, fiele mir zu allererst die „Matrix“-Trilogie ein. Der Buchleser lebt in einer Welt, die zwar unvollkommen ist, die immer wieder Ungerechtigkeiten und Widersprüche produziert, in der auch regelmäßig Risse in der Matrix zu erkennen sind. Denen daraufhin aber stets durch die Mächtigen die Erklärungen folgen, dass das alles so seine Richtigkeit habe oder gar, dass die erlebte Realität gar nicht den Tatsachen entspricht, sondern eigentlich eine ganz andere, viel bessere sei. Nun jedoch kommt Rainer Mausfeld und bietet dem Leser mit seinem Buch die Entscheidungsmöglichkeit: das Buch beiseite legen oder es lesen. Nimmt der Leser die blaue Pille und legt das Buch ungelesen zur Seite, so lebt er weiterhin selig in der ihm bekannten, wohlsortierten und mehr oder minder plausibel erklärten Welt fort. Entscheidet er sich aber für die rote Pille, dann erfährt er die Wahrheit über die Welt, auch wenn sie für ihn alles andere als schön und bequem ist. Seine bisherige Scheinwelt zerfällt zu Staub und unter den bislang so verständlich erklärten und scheinbar logischen Zusammenhängen tritt der nackte, kalte Stahl des Gestänges der Machtmechanismen zutage, der die Welt so formt, wie sie ist. Welche Pille soll man nun nehmen? Blau oder rot? Selbstbetrug oder die Wahrheit?

Die Welt, die Rainer Mausfeld nach der Einnahme der roten Pille zutage fördert, ist so auch wenig erbaulich. Mausfelds Fragen nehmen immer wieder in dem einen Punkt ihren Anfang: Wie ist es um die Demokratie in unserer realexistierenden Welt beschaffen? Denn eine funktionstüchtige Demokratie ist das Versprechen, welches permanent in der sogenannten westlichen Wertegemeinschaft im Munde geführt wird und deren Existenz dort stets und ständig betont wird. Bei der Suche nach den Fakten greift Mausfeld immer wieder auf die Ideale der Aufklärung zurück – nämlich gesellschaftliche Rechte für Alle als Freie und Gleiche zu gewährleisten, um eine Herrschaft nach dem Gesetz des Stärkeren zu verhindern – und stellt diesem Ideal die Realität gegenüber. Denn, wie Rainer Mausfeld heraushebt, in der blutigen Geschichte der Menschheit liegt der Grund begraben, dass „zivilisatorische Schutzbalken gegen eine Herrschaft der Gewalt“ eingezogen und damit auch „Wege zur Einhegung von Macht- und Herrschaftsverhältnissen“ gesucht wurden. Anstatt nun jedoch weiter auf dem Pfad der Aufklärung voranzuschreiten, hat inzwischen eine Gegenaufklärung – die Schäfer, die die Schafe im Sinne ihrer Interessen zu manipulieren versuchen – die Gesellschaft voll im Griff und höhlt die Demokratie von innen aus.

Die Demokratie, so Mausfeld, stellt für die Mächtigen die beste und billigste Möglichkeit dar, ihre Macht zu sichern und auszubauen. Unter Berücksichtigung aller Faktoren erheblich billiger als Diktaturen oder sonstige Gewaltherrschaften. Allerdings muss es gelingen, die Demokratie in ihrem Sinne – dem der Mächtigen – zu lenken. Denn normalerweise bedeutet egalitäre Demokratie die gleichberechtigte Konsensfindung zwischen unterschiedlichen Perspektiven und Meinungen. Ziel der Machteliten ist es jedoch, das Ergebnis dieses Prozesses zum Zweck ihrer Machterhaltung zu beeinflussen. Hierfür greifen die Machteliten auf einen breiten Instrumentenkasten zurück. Mit der Aufzählung und reichlich detaillierten Darstellung erfindet Mausfeld das Rad nun nicht etwa neu. Ihm gelingt mit der kompakten Darbietung jedoch eine für den Leser erhellende Übersicht über die diversen, zumeist sogar ineinandergreifenden Mittel der Meinungsmanipulation.

Um die Meinungsbildung gezielt zu lenken und so die Lämmer schweigend zu halten, bedienen sich die Machteliten verschiedener Instrumente. Dabei kommt der Manipulation des Bewusstseins der Bevölkerung mittels Orwellschen Neusprechs eine zentrale Bedeutung zu. Wenn Müllkippen für Atommüll als „Endlager“ deklariert werden, obwohl nur nach einem Bruchteil der Halbwertszeit hochgiftige Stoffe austreten. Wenn wieder einmal Deutschland am Hindukusch „verteidigt“ wird. Wenn allmonatlich die Zahl der „offiziell als arbeitslos Gemeldeten“ mithilfe von statistischen Umdefinitionen radikal nach unten manipuliert wird und dann trotz Millionenarbeitslosigkeit auch schon mal „Vollbeschäftigung“ postuliert wird. Wenn das Primat der Demokratie durch die Ausrufung einer „marktkonformen Demokratie“ untergraben wird. Wenn sich der prekär beschäftigte Akademiker gemäß allgemein gebräuchlicher Definition von jetzt auf gleich in der „bildungsfernen Unterschicht“ wiederfindet. Wenn die Hinterziehung von millionenschweren Steuerpflichten als lässliche kleine „Sünde“ verniedlicht wird. Wenn „Reformen“ nicht mehr progressiven Fortschritt, sondern eine repressive Gesetzgebung für die Gesellschaft bedeuten. Wenn ein neuerfundenes „Supergrundrecht“ das grundgesetzlich verbürgte Recht auf Freiheit des Einzelnen aushebeln soll.

Das sind keine belanglosen Worte. Denn ihre sinnverdrehende Wirkung ist fatal:

„Man pflegt das Schiller-Distichon von der „gebildeten Sprache, die für dich dichtet und denkt“, rein ästhetisch und sozusagen harmlos aufzufassen. […]

Aber Sprache dichtet und denkt nicht nur für mich, sie lenkt auch mein Gefühl, sie steuert mein ganzes seelisches Wesen, je selbstverständlicher, je unbewusster ich mich ihr überlasse. Und wenn nun die gebildete Sprache aus giftigen Elementen gebildet oder zur Trägerin von Giftstoffen gemacht worden ist? Worte können sein wie winzige Arsendosen: sie werden unbemerkt verschluckt, sie scheinen keine Wirkung zu tun, und nach einiger Zeit ist die Giftwirkung doch da. […]

„Sprache, die für dich dichtet und denkt …“ Gift, das du unbewusst eintrinkst und das seine Wirkung tut – man kann gar nicht oft genug darauf hinweisen.“

Was Victor Klemperer hier in seiner „Lingua Tertii Imperii“ formuliert, gilt gleichermaßen auch heutzutage. All diese genannten Begrifflichkeiten, und noch viele mehr, trommeln den Menschen Tag für Tag in den Ohren. Bis sie früher oder später – teils sogar trotz des Wissens um deren euphemistischen Gehalt – als vermeintliche Wahrheit in die Hirne der Leute einsickern. Wer fragt dann noch diese scheinbaren Selbstverständlichkeiten nach bzw. was erleidet derjenige, der sich dies nachzufragen traut?

Die Ausprägung der gezielten Lenkung des Denkens lässt sich auch an den Bezeichnungen aktueller Gesetze schnell ablesen. Waren zu früheren Zeiten noch kurze, sachliche und neutrale Begriffe für Gesetze Usus, baut man heute Wortungetüme als Gesetzesbezeichnungen, die die Menschen schon von vornherein mit einer ganz bestimmten, gewünschten Wertung indoktrinieren sollen. Sei es nun das „Gute-Kita-Gesetz“ oder das „Starke-Familien-Gesetz“ von Franziska Giffey oder Hubertus Heils „Respekt-Rente“ – stets wird hier schon in die Namen der Gesetze eingebaut, wie diese zu bewerten seien. Sprache, die für dich dichtet und denkt …

Doch Mausfeld belässt es nicht beim Verweis auf die Praxis der inhaltlichen Neubefüllung gebräuchlicher Begriffe. Mit dem von ihm genutzten Begriff der „Verklammerung“ beschreibt er das, was Albrecht Müller mit der Methode der Manipulation „Botschaft B sagen und damit Botschaft A transportieren“ erläutert. Betrachtet man mit diesem Wissen gesellschaftliche Vorgänge, so stellt man fest, wie diese Manipulationstechnik regelmäßig bei der Meinungsbildung angewendet wird und diese dominiert. Wenn etwa Jens Berger anhand der „Mitte-Studie“ und deren medialer Begleitung beanstandet, dass Kritiker der Deformationen unserer realexistierenden Demokratie handstreichartig selbst zu Antidemokraten und Rechtsextremisten erklärt werden. Nur allein aus der Tatsache heraus, dass sie auf Fehlstellen in unserer gesellschaftlichen Praxis hinweisen und diese anprangern. Oder wenn immer wieder bei Gewalttaten von Rechten fast reflexartig im selben Atemzug auf linke Aktivisten verwiesen wird, so als beispielsweise der sächsische Ministerpräsident Kretschmer bei Markus Lanz auf die Frage nach einer möglichen zukünftigen Koalition mit der AfD sofort mit der Ablehnung einer Zusammenarbeit mit der AfD, um deren Gebaren es im vorhergehenden Gespräch ausschließlich ging, genauso wie mit einer Koalitionsabsage mit der Linken, die eigentlich an dieser Stelle gar kein Thema war, antwortete.

Dies führt zu dem vielleicht zentralen Element der Lenkung der öffentlichen Meinung: der Einschränkung Spektrums, innerhalb dem eine Meinung noch als zulässig anerkannt werden darf. Rainer Mausfeld beschreibt hier ausführlich, wie seit der Zeit der Aufklärung dieser Korridor nicht nur immer weiter verkleinert wurde, sondern auch, wie stark er in diesen reichlich zwei Jahrhunderten drastisch nach rechts verschoben wurde.

Das, was heute als ganz weit linksaußen, gerade noch innerhalb des akzeptablen Meinungsspektrums befindlicher Standpunkt dargestellt wird, hat mit dem, was zu Zeiten der Aufklärung links war, überhaupt nichts mehr zu tun. Sukzessive wurde der zulässige Debattenraum konstant verkleinert und immer weiter in das damals – zur Zeit der Aufklärung – rechte Meinungsspektrum verschoben. Gleichzeitig wird jedoch innerhalb dieses Spektrums eine lebhafte Debatte nicht nur zugelassen, sondern sogar noch befeuert, um somit den Anschein einer funktionierenden Demokratie zu erwecken, die selbst kritische, abweichende Meinungen zulässt.

Die nicht nur hitzig, sondern vor allem ideologisch geführte Debatte um die vom Juso-Chef Kevin Kühnert ins Gespräch gebrachten Vergesellschaftungen zeigt auch gerade anhand der CDU, wie weit diese sich in dem historisch betrachtet überschaubaren Zeitraum von ihrem Ahlener Programm von 1947 in rechter Richtung entfernt hat, sodass das, was sie 1947 noch für möglich – wenn nicht gar notwendig – betrachtet hatte, von ihr heutzutage als irrational, extremistisch, populistisch und unverantwortlich diffamiert wird. Und was für die CDU gilt, muss natürlich umso mehr für die SPD gelten, schaut man sich die größtenteils absurden Reaktionen nicht nur des SPD-Führungspersonals auf Kühnerts Interview-Aussagen an. Auch an diesem Beispiel lässt sich also nachvollziehen, wie eine stetige Verschiebung des als zulässig deklarierten Debattenraums immer weiter nach rechts stattfindet und früher in der Mitte befindliche Standpunkte und Werte inzwischen außerhalb dieses Spektrums verschoben wurden. Also das glatte Gegenteil dessen, was der Öffentlichkeit mit der gebetsmühlenartigen Wiederholung einer Sozialdemokratisierung der CDU und einem Linksrutsch der SPD seit mehreren Jahren Glauben gemacht wurde. Sprache, die für dich dichtet und denkt …

Gerade auch die massive Verschiebung des als akzeptabel deklarierten Spektrums wie damit auch deren Mitte führt letzten Endes dazu, dass sich originär rechte Parteien, wie beispielsweise CDU und erst recht natürlich CSU, inzwischen völlig ohne Scham als Parteien der Mitte bezeichnen. Ohnehin ist die Verwendung des nur vage zu bestimmenden Begriffes der politischen „Mitte“ eine Königsdisziplin der politischen Parteien. Nähme man die Selbstbeschreibung der Parteien ernst, so reichte die Palette der „Parteien der Mitte“ von der SPD über die Grünen und die FDP bis hin zur CDU und sogar selbst der CSU.

Einen weiteren Aspekt der gezielten Lenkung der öffentlichen Meinungsfindung beschreibt Rainer Mausfeld, indem er auf das von Walter Lippmann in „Public Opinion“ erstmals dargelegte Konzept verweist, welches eine generelle Auswahl von politischen Repräsentanten aus der gesellschaftlichen Elite vorsieht, da er – Walter Lippmann – die Leitidee des mündigen Bürgers grundlegend negierte. Diese von Mausfeld als Elitendemokratie – oder auch Wahlelitendemokratie – bezeichnete Form der Demokratie gewährleistet, dass nur Repräsentanten aus dem Spektrum der Eliten zur Wahl stehen und damit gesichert ist, dass diese auch stets die Interessen der Eliten sichern. Wer nach einer Bestätigung dieser These sucht, muss nur die Ministerriege der neuen griechischen Regierung und deren frühere Auftritte in Nea-Dimokratia-Administrationen der Vergangenheit betrachten, welche die griechische Krise vor und während der Eurokrise massiv befeuert haben. Nichtsdestotrotz: Ungeachtet ihrer Historie sind diese Eliten immer noch und schon wieder da.

Die Meinungsmanipulation durch eine Deklaration der Grenzen des Sagbaren wird vermehrt auch mit Schlagworten wie Verschwörungstheorie, Querfront, Populismus, Antisemitismus, Putin-Versteher oder Gutmensch vorgenommen, wie Mausfeld im Buch ausführt. Dabei wird fast immer nur der reine Begriff als Vorwurf gebraucht, ohne diesem anschließend konkrete Nachweise dafür folgen zu lassen. So zeigt man der Öffentlichkeit an, dass der damit Überzogene den öffentlich als zulässig deklarierten Debattenraum überschritten habe und von nun an von dieser als Verfemter zu betrachten sei. Grotesk und gleichzeitig bezeichnend wird es, wenn nun gerade Rainer Mausfeld in Nachgang seiner Buch-Publikation mit dem Vorwurf des Verschwörungstheoretikers – ohne eine konkrete inhaltliche Begründung, worin denn nun eigentlich seine Verschwörungstheorie bestehen würde – überzogen wird. Setzt man sich mit dieser Behauptung sachlich auseinander, kommt man nicht um die Feststellung umhin, dass er offensichtlich in ein Wespennest gestochen hat und die Grenzen des heute zulässig Sagbaren überschritten hat. Es ist eben erst die rote Pille, welche die Matrix erkennbar macht.

Etwas störend bei der Lektüre des Buches fällt auf, dass es mehrfach Wiederholungen der inhaltlichen Aussagen gibt. Daran ist erkennbar, dass Mausfeld das Buch nicht in einem Fluss geschrieben hat, sondern die einzelnen Kapitel auf früheren Veröffentlichungen von ihm basieren, in denen nachvollziehbarerweise bestimmte Kernaussagen immer wieder aufgegriffen werden. Dies mag zwar an den ersten Stellen den Leser etwas verwirren, trägt aber andererseits dazu bei, gerade diese wichtigen Punkte besonders intensiv zu verinnerlichen.

Rainer Mausfelds Buch bietet eine hervorragende Handreichung für alle, die der alltäglichen Indoktrination auf die Schliche kommen wollen. Sie macht den Leser sensibel für die unterschiedlichen Methoden, mit denen die öffentliche Meinung manipuliert und kontrolliert und die Grenzen des Sagbaren verschoben und eingeschränkt werden. Methoden, die in klarem Widerspruch zur Tradition der Aufklärung stehen und die unsere Demokratie aushöhlen und in ihren Grundfesten erschüttern. Das Buch ist Aufklärung und Handlungsaufforderung zugleich. Denn den Ausweg aus diesem Dilemma zu finden, kann nur die Aufgabe der demokratischen Öffentlichkeit, von uns allen, sein. Analog zu Platons Höhlengleichnis liegt es an uns, den Zuhörern und Lesern, die Schatten an der Wand als realitätsverzerrende Abbilder der Wirklichkeit zu entlarven und stattdessen die Höhle zu verlassen und, vom gleißenden Sonnenlicht der neugewonnenen Erkenntnis geblendet, der Realität gegenüberzutreten.

Rainer Mausfeld, Warum schweigen die Lämmer?, Westend Verlag, erweiterte Studienausgabe 2019, 320 Seiten, 20 Euro

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