Eine Mail von Herrn Dr. Wolfgang Wodarg

Albrecht Müller
Ein Artikel von:

Sehr geehrte Nachdenkseiten-Herausgeber,

Sie machen sich Ihre Arbeit leicht und mir das Leben schwer. 
Sie schreiben den Lesern der Nachdenkseiten, sie mögen sich an Drosten und mich wenden.
Ich habe kein Büro für Tausende von bereits einlaufenden Anfragen. 
Ich brauche meine Zeit und Ressourcen, um die inhaltlich relevanten Sachverhalte – aus aller Welt und nicht nur von einem Virologen – zu sichten, zu recherchieren und zu bewerten. 
Eine PR-Abteilung habe ich auch nicht. 
Wenn das ZDF sich – gegen starke innere Bedenken – nicht doch entschlossen hätte mich auch zu Wort kommen zu lassen, wäre da nur der Mainstream, der jetzt gerade unsere Gesellschaft lahmlegt und unsere Freiheitsrechte hintanstellt.
Haben Sie sich die vielfältigen Argumente angeschaut, die ich gegen die Mainstream-Virologen gesammelt und auf meiner Homepage veröffentlicht habe? (engl.Artikel, Slideshow, Q&A) 

Meine wichtigste Frage ist: 

Welche Besonderheiten bei der saisonalen „Grippe“-Welle würden wir in China, Italien, Deutschland und anderswo beobachten, wenn wir den Test auf die „neuen“ Coronaviren nicht hätten?

Ich trete nicht gegen Personen an, sondern stelle Beobachtungen und Berichte und Entscheidungen in Frage und ins Netz.

Das tue ich ohne Lohn und gegen viel Widerstand. 

Als Transparency-Mitglied ist mir auch wichtig, dass mögliche Interessenkonflikte offengelegt werden.

Ich lade herzlich ein, meine Argumente in Frage zu stellen, nur möchte ich wissen, welche zum Beispiel? 

Dazu müssten Sie sich damit inhaltlich auseinandersetzen. Ich biete Ihnen ein Interview an.

Sonst kann ich aus Kapazitätsgründen nur auf meine Homepage verweisen, die ich nach Kräften zu aktualisieren suche.

Es wäre schön, wenn Sie diese Zeilen als Leserbrief veröffentlichen würden.

Beste Grüsse,
Wolfgang Wodarg

Ltd. Med. Dir. a.D.
Dr. Wolfgang Wodarg
internal medicine-pneumology-public health
University of Flensburg – European Studies
Member of the German Parliament from 1994 until 2009
16.3.2020

Dazu Albrecht Müller: Danke für das Angebot für ein Interview. Unser Vorschlag vom Sonntag zielte bewusst und überlegt darauf ab, die Vertreter von zwei unterschiedlichen Sichten des Problems sollten beschreiben und analysieren, was der jeweils andere falsch sieht. Das hatten wir vorgeschlagen, weil dann die Leserinnen und Leser besser durchschauen könnten, was von den beiden Positionen zu halten ist. Ein Interview ist kein Ersatz dafür. Der interviewte Dr. Wodarg könnte darin kaum etwas anderes sagen als in seinen bisherigen Veröffentlichungen auch.

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