Leserbriefe zu „Angst machen mir die Ja-Sager und Mitläufer“

Ein Artikel von:

Jens Berger hat in diesem Beitrag einen „subjektiven Kommentar“ verfasst und die größer werdenden Gräben der Lager in der Corona-Zeit beklagt. Auf der einen Seiten formieren sich – unterstützt von Medien und Politik – Bürger zu einer „staatstragenden ´Solidar- und Schicksalsgemeinschaft´“ oder „großen Volksgemeinschaft“. Jeder Widerspruch von der anderen Seite wird „mit strengeren Maßnahmen, Ausgrenzung und Sanktionierung“ beantwortet. Das und die große Anzahl der „Ja-Sager und Mitläufer“ machen Jens Berger Angst. Abschließend stellt er fest: „Demokratie lebt vom Diskurs und von der Debatte. Wenn wir beide unterdrücken, bewegen wir uns in sehr gefährliches Fahrwasser und zeigen, dass wir nichts aus unserer Geschichte gelernt haben.“
Zahlreiche Leserinnen und Leser der NachDenkSeiten haben uns eine Email geschickt und darin ihre Meinungen mitgeteilt. Es folgt eine Auswahl der Leserbriefe. Wir bedanken uns sehr für die eingereichten Antworten. Zusammengestellt von Christian Reimann.


1. Leserbrief

Lieber Jens Berger,

vielen Dank für diesen “subjektiven” Kommentar! Er ist mir aus der Seele geschrieben! Ich kann diese ganzen “Katastrophen-Meldungen” zu den “unglaublich gestiegenen” Corona-Zahlen auch nicht mehr hören.

Da wird durch die Medien von morgens bis abends Angst verbreitet, immer nur Angst, Angst, Angst. Und das hat natürlich eine Wirkung. Wir sind zwar noch weit von der Infektionenzahl entfernt, die erneute Einschränkungen eventuell erforderlich machen, aber das wird von den meisten Bürgern nicht mal mehr überprüft. Ich höre von Freunden auch immer nur “… aber die Zahlen steigen wieder”. Da spricht immer diese Angst aus den Worten, Angst, die im letzten halben Jahr systematisch aufgebaut wurde. Rainer Mausfeld hat ja lange vor Corona bereits über die Angsterzeugung zur Machterhaltung geschrieben. Wenn man ihn allerdings jetzt zitiert, ist man gleich Verschwörungstheoretiker oder Schlimmeres.

Da wird eine Impfung in Aussicht gestellt, die es “so schnell” nicht geben wird,  und wir sollten auch alle nicht auf einen Impfstoff vertrauen, der nicht so getestet worden ist, wie es erforderlich ist.

Neben den vielen, die ständig nur warnen,  gibt es ja auch andere, die nicht im Ruf stehen (jedenfalls bisher!) Verschwörungstheoretiker zu sein, z.B. Hendrik Streeck oder auch der Drosten-Vorgänger Detlev Krüger. Aber solche Stimmen erhalten eben nicht den gleichen großen Raum in der öffenlichen Berichterstattung wie bekannte TV-Virologen oder andere virtuelle Virologen … z.B. aus der SPD.

Ich habe auch den Eindruck, daß unser gesellschaftliches Miteinander immer schwieriger, weil eben so angstbelastet, wird. Ich erlebe immer häufiger, daß mir auf der Straße, auf Bahnhöfen oder anderen öffentlichen Plätzen entgegenkommende Passanten hektisch ausweichen, das Gesicht abwenden oder sogar stehenbleiben, so als würden sie in mir ein Hochrisiko sehen, dem sie unbedingt ausweichen müssen. Derartige Situationen habe ich nicht mal im März erlebt … aber da war offensichtlich der Angstaufbau noch nicht so erfolgreich.

Ich halte dieses neue Virus auch für gefährlich. Ob es gefährlicher ist, als bisherige bekannte Viren, kann ich als Nicht-Virologe nicht bewerten. Mir erscheint aber die Aussage von Hendrik Streeck, daß wir mit diesem Virus leben müssen, so wie wir auch alle bisherigen Viren in unseren Alltag integrieren mußten, sehr viel realistischer, als auf eine Impfung zu vertrauen, von der niemand weiß,  ob und wann sie eventuell kommt. Die unaufgeregte Art und Weise, wie Prof. Streeck seine Meinung äußert, unterscheidet ihn in äußerst angenehmer Weise von den übrigen Star-Virologen, die ständig in den Medien zitiert werden. Hätte man Prof. Streeck eine ähnlich große Medienplattform wie anderen geboten, dann hätte wahrscheinlich auch diese neue Virus-Angst die Bevölkerung nicht in diesem Maße erfassen können, sondern wäre durch eine realistische Gefahreneinschätzung ersetzt worden.

Und es wäre auch dringend erforderlich, daß die Regierung nicht nur von Virologen beraten wird, sondern daß auch andere Experten gehörten werden, wie Soziologen, Pädagogen, Juristen, Psychologen, Ökonomen, auch Mediziner anderer Fachrichtungen, wie z.B. Pathologen,  Sozial- und Geisteswissenschaftler usw.  Dadurch könnten Kollateralschäden wenigstens in Grenzen gehalten werden. Zum Beispiel halte ich die Maskenpflicht für Schulkinder in NRW während des Unterrichts für Kindesmißhandlung, für nichts anderes. In diesem Fall wird nirgendwo erwähnt, daß es bei stundenlangem Tragen der Maske dringend erforderlich ist, diese nach mindestens 2 Stunden zu erneuern … aber es geht ja nur um Kinder … und die haben bei uns ja keine Lobby.

Ja, leider hat die von der Bundesregierung gewünschte Schockwirkung auf die Bevölkerung viel Erfolg gehabt. Es bleibt zu befürchten, daß die daraus resultierende Angst nicht so schnell verschwinden wird, mit allen auf unser Zusammenleben negativen Auswirkungen.

Wie Sie sehr richtig schreiben: “Es ist kein Zeichen einer lebendigen Demokratie, wenn man am liebsten jeden Widerspruch gegen ein “gesundes Volksempfinden” mit strengeren Maßnahmen, Ausgrenzung und Sanktionierung ausmerzen will”.

Beste Grüße
Petra Schubert


2. Leserbrief

Lieber Herr Berger,

ich danke Ihnen für Ihren Artikel, in welchem Sie Ihre eigene Angst und Besorgnis mit uns Leserinnen und Lesern teilen. Das hat mich berührt. Es ist ja genau das, was uns als Menschen auch miteinander verbindet. Jeder von uns trägt Angst in sich und ist herausgefordert damit gut umzugehen. Ganz besonders natürlich in persönlichen oder kollektiven Krisen. Was können wir uns für Ersatzwelten, künstliche Blasen und auch Spaltungen ersparen, wenn wir Menschen wieder damit beginnen empathisch und respektvoll einander unsere wahren Gefühle zu zeigen. Ist das leicht? Nein, denn wir alle sind ja ordentlich konditioniert worden. Aber der Weg, genau das wieder zu lernen, der lohnt sich. Es ist ein wunderbares Gefühl des Friedens, wenn diese ewig nach noch mehr Ersatzbefriedigung schreiende Leere in so vielen von uns Menschen, auch durch authentische Begegnungen, Heilung erfährt.

viele Grüße,
Christiane Fänder


3. Leserbrief

Lieber Herr Berger, geschätztes Team der NachDenkseiten,
 
Ihr Artikel zu dem Thema Angst vor Ja-Sagern und Mitläufern spricht mir aus dem Herzen und ich werde das Gefühl nicht los, dass wir in eine dystopische Zukunft steuern.
 
Neben meiner Tätigkeit als Arzt im Krankenhaus bin ich leidenschaftlicher Kirchenmusiker und vermisse die vokale Kirchenmusik insbesondere  Bachs Kantaten geradezu existentiell.
Wie mag es erst denen gehen, die davon leben müssen. Singen, was bekanntermaßen das Immunsystem stabilisiert und stärkt, wird auf einmal gebrandmarkt und gilt schlechthin als Risikofaktor.
Wie lange mag das noch so gehen ?
 
Wird sich die Situation wirklich erst entspannen, wenn ein Impfstoff da ist (Zitat Merkel)?
Ich mag es kaum glauben und bin ob der medialen Kommunikation nach wie vor verzweifelt.
Leider bleibt es ja auch mit einigen (ehemaligen) Freunden oder Verwandten schwierig bis unmöglich sachlich und fragend zu debattieren.
 
Dem ursprünglichen  Vorsatz, nach wissenschaftlicher Evidenz zu handeln, und die auf Evidenz basierenden
Entscheidungen mit den betroffenen Menschen zu kommunizieren, wird ja schon lange nicht mehr gefolgt.
 
Vielmehr werden wieder neue steigende Infektionszahlen beschworen und auf die neue, 2. Viruswelle verwiesen.
Der Angst -und Panikmodus der Mainstreammedien wird eher gerade wieder angeworfen
Wenn man zum Beispiel die 29.Kalenderwoche betrachtet, in der deutschlandweit 500000 (1/2 Millionen!!!) PCR-Teste gefahren wurden und dann in den Nachrichten von 3400 Neuinfektionen spricht, ohne das die dringend notwendige Bezugsgröße genannt wird, ist das nicht seriös um nicht zu sagen perfide. Bei einer Spezifität der durch die Ringversuche verifizierten PCR Teste ( es gibt inzwischen zahlreiche  Teste) kann man günstigstenfalls von 98,4% ausgehen. – Das heisst, bei 100 Testen bekomme ich 1,5 falsch positive Ergebnisse, bei 10000 werden es bis zu 150 falsch positive und bei 500000 Testen bewegt man sich im Bereich der falschpositiven Teste, das heisst ein Großteil der vermeldeten 3400 positiv Getesteten gehört wohl dazu.
Hier von Infektionszahlen zu sprechen ist nicht lauter. Im Moment hat man das Gefühl, dass Massenteste eine Scheindynamik erzeugen.
 
Aus medizinischer Sicht sollte ja sowieso nur von Bedeutung sein, wieviel Menschen wirklich (symptomatisch) erkranken. So habe ich als Arzt gelernt und so versuche ich meinen Beruf auch zu leben. 
 
Diese steigenden positiven Testzahlen als Argumente für eine Maskenpflicht in den Schulen herzunehmen ist hanebüchend und dient eben nur der oben beschriebenen weiteren Erzeugung von Angst und Panik. Das dies zudem in NRW geschieht mag ich kaum glauben. 
Gerade von Herrn Laschet, den ich bisher als sehr seriös und moderierend erlebt habe, hätte ich das nicht erwartet. Von wem werden die Politiker nur beraten. Wo ist das mathematische Basiswissen (Dreisatz) hängen geblieben.
 
Schon jetzt ist bei vielen Kindern zu beobachten, dass die Maskenpflicht zu schwerwiegenden psychischen Störungen führt. Nachgewiesen ist zudem, dass infolge ständiger CO2- Rückatmung die Konzentrationsleistung deutlich nachlässt, abgesehen von zunehmender Angstentwicklung.
Kürzlich sprach ich einen Bekannten, der bei einer kardialen Vorkrankung auf dem Ergometer 175 Watt gefahren ist und dabei eine Maske tragen musste.
Das finde ich unglaublich und geradezu unethisch.
In der Klinik begegneten mir in der letzten Woche  2 Patienten, bei denen sich durch die Maskenpflicht eine schwere Angst-und Panikstörung auf eine vorbekannte Depression entwickelt hat. Sie verlassen quasi ihr Haus nicht mehr.
 
Die Alltagsmasken haben eine Porengröße, die nicht schützen vor Nanopartikeln wie Coronaviren  oder Aerosolen in der Luft , und im Alltag bei überwiegend unsachgemäßem Gebrauch zu Keimschleudern verkommen.
Herr Professor Dr. Drosten hat  selbst in einem Interview Anfang 2020 im RBB (Thadeusz) verkündet, das die Infektion mit der Maske nicht aufgehalten wird und die technischen Daten dazu nicht gut seien. Woher kommt jetzt der Sinneswandel von Professor Drosten und anderen Medizinern (Prof. Montgomery)? Hat sich die evidente Studienlage zu Masken so grundlegend geändert?
Mir ist nicht bekannt, dass es grundlegende neue Erkenntnisse zum Thema Alltags- und Stoffmasken gegeben hat, vielmehr scheinen mir die insbesondere psychischen Folgeschäden um so gravierender. Die Folgen werden auf Jahre spürbar bleiben.
 
Ich bin erstaunt geradezu entsetzt, wieviele Menschen sich dem Maskenball und den Einschränkungen so klaglos ergeben und die liberalen Geister, die es zum Glück noch gibt, beschimpfen.
Das Zitat von Benjamin Franklin “Wer die Freiheit aufgibt um mehr Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren”  ist  aktueller denn je. Wie utopisch dagegen  der Glaube, sich vor Viren überhaupt in Sicherheit bringen zu können.
 
Für heute verbleibe ich mit freundlichen Grüßen und gebe trotz aller Dystopie die Hoffnung nicht auf, dass der gesunde, gerne auch wissenschaftlich unterlegte, Menschenverstand wieder mehr Zulauf gewinnt. 
Das gilt insbesondere auch für die Mainstreammedien.
 
Dr.Sebastian Hinz


4. Leserbrief

Lieber Jens Berger,

dieser Artikel spricht mir aus der Seele. Auch ich habe solche Leute in den letzten Wochen mit Grausen beobachtet: Leute, die, nachdem die Fensterputzer die Büros abgearbeitet haben, in der Verwaltung anrufen (und so laut sprechen, dass ich es im Nachbarbüro höre): “Ich habe ja nichts gegen Ausländer, aber diese Fensterputzer sind hier ohne Masken in die Büros gekommen.” Leute, die mit Maske Fahrrad fahren. Leute, denen die verordneten Regeln noch nicht streng genug sind. Solche Leute finde ich erheblich gruseliger als irgendwelche spinnerten Reichsbürger oder Impfgegner.

Ich bin in dem Zusammenhang auf den Begriff des “Normopathen” gestoßen. Natürlich wird er inhaltlich seinem medizinischen Klang nicht gerecht, aber er beschreibt doch sehr treffend solche Leute, die ängstlich darauf bedacht sind, sich so zu verhalten, wie man es von ihnen erwartet. Was Reza Madjderey und H.J. Maaz dazu geschrieben haben, dürfte die Lektüre lohnen.

Zumal – und auch das haben Sie ja treffend geschrieben – die “Normopathen” m.E. weitaus gefährlicher sind als die Spinner. Man blicke nur auf die vieldiskutierte Corona-Demo in Berlin: Da demonstrierten auf der einen Seite Menschen mit extrem unterschiedlichen politischen Standpunkten friedlich und tanzend miteinander für Freiheit, Grundgesetz und Selbstverantwortung. Dafür wurden sie geschäht von Menschen, die für mehr Repression durch einen noch autoritäreren Staat eintreten. Ich für meinen Teil weiß, von welcher Seite ich einen neuen Faschismus befürchte.

Mit besten Grüßen,
Konrad Lehmann


5. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger,

danke für Ihren guten Artikel. Es war nach längerer Nachdenkseitenabstinenz der erste Artikel, den ich wieder gelesen habe. In diesem Zusammenhang fände ich noch ein anderes Thema erwähnenswert. Ich habe gestern im Radio gehört, daß die Bertelmannstiftung ein Studie gemacht hat zu dem Thema “Wie hat sich die Coronakrise auf den Zusammenhalt in der Gesellschaft ausgewirkt?” Natürlich kam heraus, daß Corona den Zusammenhalt in der Gesellschaft gestärkt hat. Ich sehe darin eine bodenlose Manipulation der Bürger.
 
Auf der Pro-Seite (mehr Zusammenhalt durch Corona) stehen nur die Hilfsaktionen und so Dinge wie Singen auf dem Balkon, womit uns das Fernsehen in Dauerschleife bewiesen hat, wie toll anheimelnd und gefühlsselig es ist, wenn wir uns widerstandslos den Forderungen nach Distanzierung ergeben. Die Beispiele wurden aufgeblasen und der Eindruck erweckt, es bestünde nicht weniger Gemeinsamkeit, sondern mehr.
 
Das stimmt allerdings gar nicht. Zwei (Gegen)Beispiele dazu: Dem alten Mütterchen, die früher wegen jedem Stück Butter zum Einkaufen gegangen ist, weil sie da Leute getroffen hat, mit denen sie Neuigkeiten ausgetauscht hat oder bloß einfach das Gefühl des Eingebundenseins in den Ort gefestigt hat, war nicht geholfen, wenn irgendwelche Helfer aus so toller Solidarität ihr die Einkäufe erledigt haben, weil sie sich ja schonen muß und zur Risikogruppe gehört. Das sind für alte Menschen oft lockere Bekanntschaften, da kann man nicht sagen, dann ruf diese Leute eben an. Das würden die nicht machen. Aber vermutlich hat das bei besagter Studie als ein Mehr an Zusammenhalt gezählt.
 
Das andere Beispiel kenne ich aus meiner Erfahrung als Lehrerin. Viele arme Kinder, vor allem auch Kinder mit Migrationshintergrund hat der Lockdown und die eingeschränkte Beschulung danach abgekoppelt. Auch hier sind die zufälligen, “leichten” Begegnungen, das wesentliche Element. Versteht einer im Unterricht eine Sache nicht, SIEHT das vielleicht der Nachbar und sagt: “Schau mal her, das mußt du so machen”. Es entsteht Dankbarkeit und es entsteht ein Geflecht von Fäden von echtem Zusammenhalt. Auch diese Schüler nehmen zuhause nicht telephonisch oder per Whatsapp Kontakt mit anderen auf. Schüler haben mir erzählt, wenn man im Klassenchat zuviel schulisches fragt, wird man als penetrant gerüffelt.
 
Ich habe zunehmend das Gefühl in einer unwirklichen Welt zu Leben, in der die Stellen, die das können, manipulieren was das Zeug hält. Umso wohltuender ist es, dann wie von Ihnen einen Artikel zu lesen, wo auch mal diese falsche Wirklichkeit hinterfragt wird.
 
Viele Grüße
Ursula Falger


6. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger,
 
der Titel Ihres Artikels trifft m.E. den Nagel auf den Kopf und ist auch meine Meinung! Ergänzend zu Ihrem meines Erachtens sehr guten Text möchte ich jedoch versuchen zwei Dinge näher zu beleuchten die mir in ihrem Text nicht deutlich genug zum Ausdruck kommen.
 

  1. Das öffentliche Narrativ (Form der Darstellung) durch die Politik und die Leitmedien ziehlte von vorne herein nicht explizit auf Risikogruppen ab die durch Covid19 (besonders bzw. ausschließlich) gefährdet sind sondern suggerierte Pandemie, d.h. große Bedrohung für alle Menschen (alle müssen/sollen vor Covid19 Angst haben).
  2. Die Menschen (insb. Ja-Sager und Mitläufer), die auf Grund sicherlich gut gemeinter persönlicher Gründe/Wünsche wie insbesondere die Sehnsucht nach Solidarität/Frieden/Gesundheit/Harmonie – die auch ich habe, jetzt hinter der seit Jahrzehnten schlechten, genau dies verhindernden, da gegen ihre Bedürfnisse gerichteten) Politik herlaufen und die demokratiefeindlichen Sprüche verantwortlicher Politiker sowie der Leitmedien nachplappern, sind entpolitisiert.

 
Zu 1.):
Herr Berger, Sie schreiben: “Fragt man die Anhänger strenger Regeln und Maßnahmen nach ihrem Motiv, so hört man oft, es ginge um Solidarität. Das ist kein schlechter Punkt, sind es doch in der Tat fast ausschließlich Angehörige bestimmter Risikogruppen, für die Covid-19 eine ernste Gefahr für Leib und Leben darstellt.”
Beide Sätze halte ich für richtig. Doch teilen m.E. die “Anhänger strenger Regeln und Maßnahmen” nicht Ihre Einschätzung des zweiten Satzes, dass “.. fast ausschließlich Angehörige bestimmter Risikogruppen, für die Covid-19 eine ernste Gefahr für Leib und Leben darstellt.”. Und genau das ist mit der Hauptgrund für die Spaltung der Bevölkerung und den daraus folgenden Aggressionen. Die einen wie z.B. Sie und ich sehen hauptsächlich Risikogruppen als gefährdet und die anderen z.B. “die Anhänger strenger Regeln und Maßnahmen” folgen dem öffentlichen Narrativ das alle Menschen durch Covid19 mit dem Tod bedroht sind.
Wäre das öffentliche Narrativ das “fast ausschließlich” nur besondere Risikogruppen mit einschlägigen Vorerkrankungen zu schützen sind, sähen echte solidarische Maßnahmen einer echt auf Solidarität und Deeskalation (und nicht auf Spaltung und Aggression) setzende friedliche Politik und die damit einhergehende (Hof)Berichterstattung in den Leitmedien anders aus. Es würde sicherlich nicht ein ganzes Volk/ganze Völker in Geiselhaft genommen und sie ihrer Grundrechte beraubt werden.
 
Zu 2.)
Herr Berger, Sie schreiben: “Seit nunmehr Jahrzehnten wurde unsere Gesellschaft getreu dem neoliberalen Ideal auf Individualismus getrimmt. Ein Jeder sollte seines eigenen Glückes Schmied sein, Solidarität galt als Auslaufmodell. Damit konnten sich zum Glück sehr viele Bürger nicht anfreunden. Das Unwohlsein blieb dabei in vielen Fällen jedoch im Verborgenen.”
Auch diese Sätze halte ich für richtig. Hieraus entspringt m.E. jedoch auch der “Hunger” der Bevölkerungsmehrheit nach Zusammenhalt/nach Solidarität, der, wie jetzt durch Covid19 und dem damit verbundenen (m.E. falschen – siehe weiter oben unter Punkt 1.) öffentlichen Narrativ der verantwortlichen Politik und den Leitmedien bewußt geweckt bzw. als Köder ins Spiel gebracht wird. Der “Hunger” nach Solidarität/Zusammenhalt in der Bevölkerungsmehrheit wird somit von der Politik und den Leitmedien (die seit Jahrzehnten eine dies verhindernde Politik machen) im Sinne des momentan öffentlichen Narrativs das alle Menschen von Covid19 mit dem Tod bedroht sind geschickt instrumentalisiert.
Die Solidarität, welche dem momentan öffentlichen Narrativ folgt das alle Menschen durch Covid19 stark durch Tod und Leid bedroht/gefährdet sind, ist eine vergiftete Solidarität! 
 
Das Volk (insbesondere Ja-Sager und Mitläufer) ist letztendlich der Vollstrecker jeglicher Politik – und ist sie noch so menschenverachtend! Ohne den “Rückhalt” der (zu) oft (manipulierten) schweigenden Mehrheit ist auch eine menschenverachtende Politik nicht möglich – so sie denn als menschenverachtend erkannt wird! Je politischer/je breiter informiert der/die einzelne ist, je besser wird menschenverachtende Politik enttarnt und verhindert. Denn nur entpolitisierte/nicht breit informierte/nicht selbst denkende Menschen können manipuliert werden. Das klingt hart, ist aber m.e. die Wahrheit und von mir niemandem gegenüber despektierlich gemeint! Es ist nie zu spät
 
Herzliche Grüße
Andreas Rommel


7. Leserbrief

Wieso, liebe Nachdenkseiten-Macher*innen,
 
betont Ihr – oder gar Jens Berger selbst? – diesen Beitrag explizit als “subjektiv”?
Klingt da nicht schon bei Euch selbst genau die dort dargestellte verbreitete Angst durch und damit ein erster Schritt zu “stoischer obrigkeitshöriger Gleichgültigkeit” und “sentimentale Larmoyanz bis hin zu schon fast militanter Unterstützung”?
 
Freundlich grüßt Euch
Oswald Pannes

Anmerkung Jens Berger: Lieber Herr Pannes,

diese Ergänzung war von mir selbst gewählt, da es sich hier um einen Meinungsbeitrag handelt, den ich zuvor nicht mit dem gesamten Team abgesprochen habe und daher nicht weiß, ob er die „Redaktionsmeinung“ in allen Punkten wiedergibt. Ich spreche also für mich und nicht für „die NachDenkSeiten“. Da dieses Thema auch unsere Leser sehr polarisiert, hielt ich diese Anmerkung im diesem Fall für sinnvoll.

Beste Grüße
Jens Berger


8. Leserbrief

Hallo Herr Berger,

hier einige meiner Gedanken zu Ihrem Beitrag „Angst machen mir die Ja-Sager und Mitläufer“

Diese Angst, die Sie empfinden, habe ich schon seit Monaten. Davor schüttelte ich immer nur den Kopf angesichts der Hysterie, die anfing, langsam um sich zu greifen und hoffte auf die Besinnung der Politiker und meiner vielen Mitmenschen. Nun empfinde ich einfach nur noch Wut und Ohnmacht.

Ich gebe Ihnen recht, wenn Sie das Gefühl bekommen, dass sich hier extreme Lager bilden, die eine vernünftige Debatte mehr und mehr unmöglich machen.

Doch wie ich schon einmal schrieb: Divide et impera. Vielleicht haben einige in Ihrer Redaktion damals gedacht, dass ich mit meiner Einschätzung, was das derzeitige Stadium des Kapitalismus angeht, ein wenig übertreibe. Aber ich bleibe dabei – und leider fühle ich mich in ihr durch jeden neuen Tag bestätigt.

Einstein sagte einmal sinngemäß: „Mit welchen Waffen der 3. Weltkrieg geführt werden wird, weiß ich nicht. Ich weiß nur, womit man den 4. führen wird: mit Heugabeln.“ In meinen Augen ist das Rätsel um die Waffen des 3. Weltkrieges gelöst….

Es braut sich ein Tsunami zusammen, der – gemeinsam mit dem an den Finanzmärkten aufziehenden – alle unsere zivilen Errungenschaften hinwegfegen wird. Ja, es tut weh, derartige Gedanken zuzulassen. Aber die Vogel-Strauß-Methode war in der Vergangenheit schon immer die, die im Endeffekt Kriegen, Not und Armut den Boden bereitet hat.

Nun aber eine kleine Anekdote zur Ermutigung: Der Verkäufer in einem Schreibwarengeschäft hatte auf seinem Verkaufstresen das Buch „Corona – Fehlalarm?“ von Herrn Bhakdi provokativ ausgestellt. 2 junge Frauen vor mir trugen keine Maske und der Verkäufer hatte einen schwarzen Faschingszylinder vor Mund und Nase gesetzt. Ich fragte, ob er das Buch gelesen hätte. Er bejahte und ich erwiderte daraufhin hörbar laut: „Der Hammer, nicht wahr? Muss man unbedingt gelesen haben!“
Hinter mir standen noch 3 weitere Kunden…
Haben sie gehört, wurden sie nachdenklich? Ich weiß es nicht. Es bleibt nur zu hoffen.

Beste Grüße
M.R.


9. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger,

endlich wird wohl auch dem letzten “aufrechten” Linken deutlich, dass es jetzt nicht mehr um “links” oder “rechts” geht, sondern dass das stimmt, was wir  und viele ander schon seit März-April beobachteten, dass es um “oben” gegen “unten” geht, um einen Krieg der Regierung gegen das Volk. Aus dem Staatsbürger wurde der Untertan. Dem dienten und dienen die Maßnahmen, die Sie als “unvernünftig” betrachten. Das Erstaunliche ist aber immer noch, dass fast das gesamte “juste milieu” diese Entwicklung nicht wahrhaben will. Wo sind denn die großen Ankläger, die immer gegen “rechts” kämpften? Haben die denn nicht gemerkt, was sich hier seit März 2020 abspielt? Sind die so ideologisch verbohrt, dass sie die Veränderungen nicht wahrhaben wollen?

Eine Korrektur: Die Gräben werden tiefer nicht durch die Gegner der Diktatur, sondern durch die andauernde Hetze in den öffentlichen Medien sowie die Dauerpanikerzeugung. Und dies wird noch zu Zuständen wie im 3. Reich führen. Horst Eberhard Richter schrieb in der einleitung zu seinem
Buch: “Damals war es Friedrich” : “Damals waren es die Juden… Heute sind es dort die Schwarzen, hier die Studenten… Morgen werden es vielleicht die Weißen, die Christen oder die Beamten sein…”

Jetzt sind es die Kritiker, die Zweifler, die Gegner der “Coronadiktatur”.

G. N


10. Leserbrief

Danke, Herr Berger, für Ihren ‘subjektiven’ Kommentar.

Demokratie braucht nicht nur Widerspruch, sondern auch Alternativen.Die Alternativen haben wir schon lange ausgerottet (alternativlos), jetzt ist der Widerspruch dran.

‘Da gibt es keinen Widerspruch’, kennen wir doch alle. Und wenn das nicht reicht, kommt die Angst vorm ‘schwarzen Mann’. Brave Kinder wissen längst, dass der Unsichtbare alles sieht, sonst wären sie nicht so brav. Die Extra-Portion bekommen sie, wenn sie besonders brav sind oder jemanden verpetzen.

Ängste können sehr sinnvoll sein. Auch Sie haben Angst. Aber Angst kann lähmen. Wozu noch wild zappeln, wenn man doch gefressen wird? Nur wenn man denkt, es gäbe eine Alternative, wird man wieder lebendig.

Also, wo ist die Alternative? Suchen wir sie! Die Zerfleischerei macht uns nur negativ. Wir sind dem Mittelalter doch schon einmal entkommen!

Bleiben Sie gesund!
Andreas Hellmann


11. Leserbrief

Segr geehrte Mitarbeiter der Redaktion Nachdenkseiten,
 
der Beitrag „Ja-Sager“ zu all den netten Verfügungen in Bezug auf CoviD-19 ist ein interessantes Dokument.
 
Jedoch muss ich immer wieder feststellen, dass die“ Deutschen“ es nicht fertig gebracht haben gewissen politischen Strukturen den Notwendigkeiten der Entwicklung der Zeit anzupassen. Mit anderen Worten, die Chance im Zuge der Ereignisse um 1789 in Frankreich zu ergreifen und den  Obrigkeitsstaat abzuschaffen.

Gewiss, die französische Revolution brachte Entwicklungen in der Gesellschaft zum Vorschein, die man heute als nicht erstrebenswert bewertet. Davon war einer der Auswüchse die Anwendung von „Madame“ auf den Hinrichtungsstätten der französischen Hauptstadt und anderswo.  Eines aber muss man in diesem Zusammenhang wissen:       Menschen werden immer missbraucht in politischen Spielchen. Damals wie auch heute.  Deutschland hat Duckmäuser, Frankreich Gelbwesten..

Mit freundlichen Grüßen,
W.Schuckmann


12. Leserbrief

Lieber Herr Berger,

danke für diese Worte. Sie sprechen mir aus der Seele. Ich teile diese Angst und blicke besorgt in die Zukunft. Ich weiß nicht, was ich als einzelne Person dagegen tun kann. Ich fühle mich so ohnmächtig. 

Mit freundlichen Grüßen 
J. K. 


13. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wie so oft kann ich Ihnen in weiten Teilen zustimmen. Ich möchte nur eine kleine Ergänzung vorschlagen:

Sie schreiben von den Folgen der neoliberalen Indoktrination in Deutschland, die Gehorsam und Folgsamkeit bei den Menschen hier im Land haben entstehen lassen. Das ist durchaus richtig, steht aber auch in guter Tradition: Im Kaiserreich (insb. im Wilhelminismus), in der Weimarer Republik und in den beiden Nachkriegsstaaten gab es immer Bemühungen, den Kritikern mächtiger Zirkel das Wasser abzuschneiden. Bis 1918 schützte sich der Adel vor der Sozialdemokratie, danach schützte die Sozialdemokratie den Kapitalismus vor der Bevölkerung. (In der DDR schützte sich die Nomenklatura vor der Bevölkerung.)

Gedankliches Duckmäusertum und vorauseilender Gehorsam sind nichts Neues, wie auch schon Heinrich Manns “Untertan” gezeigt hat.

Umso wichtiger ist es, dass es Stimmen wie die Ihre und die der Nachdenkseiten gibt, die sich dem Hauptstrom des Zeitgeists kritisch entgegen stellen. Ich hoffe, Ihnen ist bewusst, dass Sie in der Tradition der Weltbühne stehen. Machen Sie weiter so.

Mit freundlichen Grüßen
F. Engel


14. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger,

Es ist gut zu lesen, dass es in diesem Wahnsinn noch Leuchttürme der Vernunft gibt! Nebenbei, auf RT-deutsch wurden Sie gerade gewürdigt als sie einzige Quelle im deutschen Medienwald, die die Ankündigung Putins zur Registrierung des russischen Corona-Impfstoffs korrekt wieder gegeben hat.

Es ist schon beklemmend zu beobachten, wie sich die Gesellschaft spalten lässt und immer mehr zersplittert. Allerdings hat das Ego-Mantra des Neoliberalismus 40 Jahre lang Vorarbeit geleistet. Das ist keine Verschwörung, das geht schleichend. Ist aber umso wirksamer, weil man gar nicht mehr merkt wie man einer abartigen Ideologie folgt.

Auf der Demo in Berlin waren (auch) ehrenwerte Menschen. Ich kenne einen davon persönlich. Was aber über die Medien rüber kommt, auch über die “alternativen”, ist eher ein Bild von Verwirrung und Forderungen, die dem System nicht weh tun, wie “das Menschenrecht auf keine Maske tragen”. Was man von der Politik fordern müsste, Sie haben es erwähnt. Aber solange das kein Thema ist, ist die Sache für die Herrschenden doch eine Win-Win-Situation, die Systemkonformen stützen die Politik und die Kritiker setzen auf Themen, die nicht weh tun. Wie der Staat reagiert wenn es ernst wird, haben wir z.B. bei Stuttgart-21 gesehen.

Trotz allem Pessimismus bei dem Wahnsinn, setze ich noch Hoffnung auf kritische Stimmen wie die Ihre und auf die Vermutung, dass es davon viel mehr gibt, als das Trommelfeuer der Mainstreampropaganda uns weismachen will.

Noch einmal nebenbei: Inzwischen gibt es eine von einschlägigen NGOs gesponserte Demoindustrie. In Belarus wird gerade eine “Orangene Revolution” angezettelt und in Bulgarien versuchen bezahlte Hooligans seit über einem Monat die Regierung zu stürzen, ohne irgendein politisches Programm.

Herzliche Grüße,
Rolf Henze


15. Leserbrief

Lieber Herr Berger,

Sie sprechen mir aus der Seele. Dass man der Corona-Politik gegenüber keine Kritik üben darf, ohne angegriffen zu werden, habe ich schon länger begriffen. Dass die Medien der Politik nach dem Mund reden und nicht minder stark jedem, der es wagt, Fragen zu stellen – auch seriöse Wissenschaftler – auf übelste Weise diffamieren, war die nächste bittere Erfahrung. Aber das Schlimmste für mich ist, dass der Großteil der Bevölkerung all das brav nachplappert, die Linie absoluten Gehorsams fährt, in Kontrollwahn verfällt und andere Menschen maßregelt und denunziert. Selbst die, die man für intelligent gehalten hat und mit denen man interessante Gespräche führen konnte, wirken wie „umgedreht“, wie „ausgetauscht“. Ich komme mir vor in einem schlechten Science-Fiction-Film. Und weil ich in der Minderheit bin, bin ich der Alien. So fühle ich mich jedenfalls in zunehmendem Maße.

Allein mit Angst kann ich mir dieses gleichförmige Verhalten der Massen nicht erklären. Mir kommt es vielmehr so vor, als kämen da wieder altbekannte unangenehme Züge der Deutschen zum Vorschein, und zwar solche, die wir schon aus dem Nazi- und Stasi-Regime kennen. So etwas kommt doch nicht aus dem Nichts. Es wurde ja beide Male zu wenig aufgearbeitet – wurde da etwas „vererbt“? Ich habe mich bisher immer gefragt, wie es den Nazis gelungen ist, (fast) ein ganzes Volk hinter sich zu bringen. Jetzt fange ich erstmals an zu begreifen, dass und wie es möglich ist, große Teile der Bevölkerung zu manipulieren und dafür zu sorgen, dass sie das eigenständige Denken abstellen – und wie schnell das geht. Und das ist eine Erkenntnis, die mir wehtut und mir große Angst macht. Nichts ist mehr wie früher und ich frage mich, wie wache, kritikische und sensible Menschen unter diesen Bedingungen weiterhin ein gutes Leben führen können, es wirkt alles wie vergiftet. Und man weiß nicht, was noch geschehen wird. Gäbe es die alternativen Medien wie die Nachdenkseiten nicht, würde ich womöglich verrückt werden, wäre zumindest vollkommen entmutigt. Insofern mal ein großes Dankeschön an die Autoren hier.

Ute Wolter


16. Leserbrief

Danke Herr Berger,

Sie haben mir aus der Seele geschrieben. Mehr gibt es zu Ihrem hervorragenden Meinungskommentar nicht zu sagen.

Mit besten Grüßen
Marco Merten


17. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger,
 
ja, ich kann die ganzen Meinungsmeldungen zu Corona auch langsam nicht mehr hören. Sie beklagen zwar, dass die Gräben „zwischen den Lagern“ immer tiefer werden, aber Sie tragen leider mit Ihrem Kommentar, den Sie dankenswerterweise ja selbst als subjektiv bezeichnen, kein Stück dazu bei, die Gräben zuzuschütten.
 
Was mir ganz besonders auffällt, ist folgender Umstand, der jegliche Differenzierung vermissen lässt: Wieso wird immer behauptet, die Personen, die klaglos beim Einkaufen, in Ämtern und im ÖPNV den Mund-Nasen-Schutz korrekt(!) aufsetzen, würden dies tun weil sie

  • solidarisch mit den Alten sind,
  • Angst vor einer Ansteckung haben,
  • oder, die Krönung, weil sie Ja-Sager und obrigkeitshörig seien.

Nichts davon ist korrekt. Wirklich fast alle in meinem Umfeld setzen die nervige Maske auf, um einen erneuten Ausbruch der Infektionen und eine erneute Einschränkung ihrer Freiheiten („Lockdown“) zu verhindern. Ist das wirklich so schwer zu begreifen?
 
Und vor diesem Hintergrund kann man dann auch mit allen diskutieren, ob man Schulen und Kitas schließen sollte, warum diese Regierung Alleinerziehende, Wirte und Künstler im Regen stehen lässt, usw. usf. Was man aber nicht tun kann, und leider tun sich Nachdenkseiten da in letzter Zeit immer unrühmlicher hervor, ist, die reale Gefahr dieses Virus immer wieder zu relativieren, und dadurch die Gefahr verschärfter Maßnahmen zu erhöhen. Es hat sich an der grundlegenden Erkenntnis nämlich immer noch nichts geändert: Das Virus ist für die meisten in unserer Gesellschaft nicht besonders gefährlich und für die wenigstens tödlich. Durch seine sehr hohe Infektiosität breitet er sich aber extrem schnell aus, wenn man nicht aufpasst – mit den bekannten Folgen für alle, auch die Jungen und Fitten –  wie man im März in Europa und aktuell in Amerika beobachten kann.
 
Ich möchte Sie wirklich bitten, diesen letzten Punkt nicht immer wieder unter den Tisch fallen zu lassen, und so tun, als könnten wir einfach wieder zur Normalität zurückkehren. Die Hinweise des Tages sind in dieser Hinsicht in letzter Zeit eine Zumutung, und ich weiß jetzt schon, dass morgen die Einzelmeinung eines jungen schwedischen Assistenzarztes eine prominente Leseempfehlung erhalten wird. Und auch die Bebilderung ihres Artikels zu den „Ja-Sagern und Mitläufern“ haut voll daneben. Die Düsseldorfer Rheintreppen mussten mehrfach von der Polizei geräumt werden, da sich dort ähnlich wie vor der Frankfurter Oper das Partyvolk getroffen hat. Und zwar, ja, mit der erwartbaren Konsequenz steigender Infektionszahlen. Die jungen Leute sitzen nicht in den aufgemalten Kreisen, weil sie solche tollen obrigkeitshörigen Mitläufer sind, sondern weil die Nicht-Versteher solche Maßnahmen nötig gemacht haben. Leider.
 
In diesem Sinne,
 
ihr immer noch kritischer, aber artig Maske tragende Leser,
Christian Mielke


18. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger,

Ihr Artikel „Angst machen mir die Ja-Sager und Mitläufer“ spricht uns aus der Seele!

Meine Frau und ich waren bis vor kurzem noch ganz normale Menschen mittleren Alters „aus der Mitte der Gesellschaft“, mit erwachsenen Kindern, beruflich eingebunden, menschenfreundlich, umweltfreundlich usw. usf.

Bitte glauben Sie uns!

Allerdings erlauben wir uns, unseren gottgegebenen Verstand einzuschalten und uns wirklich umfassend (auch abseits des gleichgeschalteten Mainstreams) zu informieren…

Wie dieses Land politisch, sozial und wirtschaftlich zerstört wird, wie sich die Menschen verblöden lassen und sich kritiklos und stumpfsinnig dahin peitschen lassen, wohin man uns von oberster Stelle aus alle haben will!

Warum hat denn keiner „seinen Mausfeld“ („Warum schweigen die Lämmer?“) gelesen?!

Als an unser rechtsstaatlich verbrieftes Recht des Grundgesetzes glaubende Menschen konnten wir den Zwangsmaßnahmen nicht weiter zusehen und setzten uns anfänglich in unserem kleinen Ort, zusammen mit wenigen anderen netten Menschen auf die Straße: friedlich, freundlich – meditierend für das Grundgesetz.

Im sog. „Gelben Blatt“ konnten wir später lesen, dass Spinner, Verschwörungstheoretiker und Nazis demonstriert hätten…

Am 1. Oktober bei einer Grundgesetz-Demo auf dem Lande, zusammen mit ca. 200 netten Leuten aus allen Schichten: große Freude über die 1,3 Mio. superfriedlichen Menschen, die zeitgleich in Berlin auf die Straße gingen! (Wenn man die Videos von Berlin auf YouTube anschaut, kommen einem fast die Tränen, was für wunderbare Menschen dort als aufrechte Bürger waren, was ja auch die beiden mutigen Polizisten öffentlich bestätigten – und prompt beruflich schikaniert werden!)

In den Nachrichten/Zeitungen hört man, dass es sich nur um 20.000 gewalttätige Idioten, Verschwörungstheoretiker, Reichsbürger, Nazis … (habe ich an dieser Stelle noch ein paar typische Mainstream-Beschimpfungen vergessen?! Entschuldigung: der Antisemit hat noch gefehlt) gehandelt habe…

Wahnsinn: durch solche systematischen Lügen der Massenmedien und der Politik gehört man plötzlich zu einer allgemein verächteten Spezies Mensch und ist umgeben von Sauerstoff-inhibierten Mainstream-Mitläufern und -Denunzianten, die vermutlich so lange panisch im Lockdown leben möchten, bis der Tod ausgerottet ist…

Dass das Leben dabei zugrunde geht – ein Verbrechen insbesondere an den Kindern! – mag niemand sehen…

Lieber Herr Berger – auch wir haben Angst! Nicht vor Corona – aber vor unseren Politikern, gewissenlosen Journalisten und ignoranten befehlsempfangenden Mitmenschen!

Wir haben zwar „die Gnade der späten Geburt“ – aber genau so muss es damals gewesen sein!

Ich muss an die Geschwister Scholl denken (und bekomme Tränen in die Augen):

die konnten auch nicht anders, als zu tun: wir sehen alle noch ihre Flugblätter fliegen…

für die sie mit dem Leben bezahlen mussten…

Gottseidank sehen wir auch heute viele wackere Menschen, die auch viel riskieren (Beruf, Ansehen, kriminelle Zwangsmaßnahmen wie Einweisung in die Psychiatrie etc. pp.), um Nein! zu sagen, um für unsere freiheitlichen Werte einzustehen, um den Schwachsinn der ganzen unseriösen unwissenschaftlichen Corona-Zwangs-Argumentation aufzudecken und aufzustehen gegen die offensichtlich geplante Errichtung einer Lockdown-, Überwachungs- und Zwangs-Impf-Diktatur!

Er ist wieder da:

„Wollt ihr die totale zweite Welle?!“

Man hört sie schon heranrauschen…

Mein Gott, hat es die Menschheit immer noch nicht begriffen: der Mensch lebt nicht vom Klopapier allein!

Herzlichen Dank für Ihre Arbeit und herzliche Grüße
von Ihrem NDS-Unterstützer
K.S.


19. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger,

es folgt mein persönlicher Blick auf die AHA Empfehlungen, Vorgaben und meine subjektive Angst, Sorge und „ehrlich“ empfundene Verantwortung für meine Familie, Mitmenschen und mich.

Sie bemerken die vorsichtige Formulierung meiner Kritik zu Ihrem Kommentar.

Hier ein Beispiel: Kann man die Solidarität gegenüber der einen Gruppe mit der Solidarität gegenüber der anderen Gruppe verrechnen?

Ich empfinde diese Frage – so gestellt – sowieso problematisch, da nicht eindeutig beantwortbar, zumindest für mich oder wenn doch, dann mit erkennbarer Zuordnung meiner politischen Haltung – die ist „links“!

Des Weiteren sprechen Sie von : zusammenrotten ängstlicher Bürger…. , Bedrohung, Hysterie, Maßnahmen, Sanktionen, Gefahr für die Volksgemeinschaft und eine Gesellschaft die keinen Widerspruch duldet – ein Sprachduktus, der mich doch irritiert!

Wenn es so wäre, dass kein Widerspruch geduldet würde, dann fänden keine Demos statt; sie würden untersagt und weggeknüppelt, so geschehen in Belarus – ich überspitze jetzt!

Nochmal zu meiner Person: Ich bin Risikopatient, würde an keiner Demo teilnehmen in denen ersichtlich Rechtsradikale, Linksradikale, Antisemiten oder die AfD zu erkennen sind!

Ich trage einen Mund-Nasenschutz und versuche meine Mitmenschen und mich zu schützen!

Was den Mund-Nasenschutz in den Schulen anbetrifft, da attestiere ich den Verantwortlichen fehlende Konzepte etc., das habe ich in einem anderen Leserbrief begründet.

Das Verbot der Kontaktaufnahme zu Angehörigen in Seniorenheimen und Pflegeeinrichtungen, das hat mich tief getroffen und hätte vermieden werden können, wenn FFP 2 Masken genügend vorhanden gewesen wären! Und auch jetzt nicht ausreichend vorhanden sind!

Tanz und Vergnügen, auch das ist mir nicht so fern, dass ich es mir nicht auch wünschte und selbstverständlich jedem gönne!

Ich will jetzt nicht auf alles eingehen – Kultur, so wichtig für mich, dass sie einen besonderen Blick bedarf! Meine Einwendungen sind nur der Versuch einer vielleicht nachdenkenswerten Kritik auf Ihren ganz persönlichen Kommentar.

Mir ist bewusst, wie schwierig und polarisierend und oft aggressiv sich Befürworter und Ablehner – ich spreche ausdrücklich nicht von Gegnern – gegenüberstehen!

Ich wünsche uns, dass wir gesund diese Zeit überstehen! Und ein bisschen Bescheidenheit und Innehalten, das könnte hilfreich sein!

Mit freundlichen Grüßen
M.R.


20. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger,

ich empfand es sehr wohltuend, wie Sie Ihrem Herzen mal Luft gemacht haben – das befreite sicher Sie selbst, macht aber auch anderen Menschen, wie mir z. B., Mut und gibt Hoffnung in diesen schweren Zeiten, weil gerade ein komplexes Thema einer differenzierten Betrachtung bedarf. 

Angenehm überrascht war ich über Ihren Vergleich mit den Terroranschlägen vom 11. September 2001, weil sich mir kürzlich auch Parallelen zu diesem Ereignis aufdrängten.

Um nicht in den Verdacht eines Verschwörungstheoretikers zu geraten, lassen Sie mich meine Sichtweise mal im Fantasy-Genre schildern:

Als hineinstürzende Flugzeuge die zwei höchsten Türme des großen Reiches zerstörten, sagte der Herrscher: Da ist das Böse! Doch fürchtet Euch nicht. Gebt mir Euer Geld und Eure Daten, und ich werde das Böse bekämpfen und besiegen. Und er ließ seine Melder diese Botschaft verkünden und führte fortan Krieg gegen das Böse, mit Millionen von Toten, auch 500.000 getötete Kinder waren es wert, diese Kriege zu führen und Sanktionen zu verhängen (Albright). Und obwohl sich die Zahl der Terroranschläge und -Toten seitdem vervielfachte (de.statista.com/statistik/daten/studie/576834/umfrage/terroranschlaege-nach-weltregionen/), ließen sich die Menschen nicht ihre Lebensfreude nehmen und länger von der Angst beherrschen. 

Da tauchte plötzlich in einem anderen Land des Bösen ein Tod bringendes Virus auf und als dieses auch die Menschen in unserem Land befiel, sagte die Herrscherin (nach Ende des Karnevals und wichtiger Wahlen!): Da ist der Tod! Doch fürchtet Euch nicht. Gebt mir Euer Geld und Eure Daten, und ich werde den Tod bekämpfen und besiegen, so ihr meinen Weisungen folgt, denn ich vertraue meinen Sehern und so vertraut auch ihr ihnen. Und sie ließ ihre Melder diese Botschaft verkünden und führte fortan Krieg gegen den Tod. Große Angst breitete sich aus, und fast alle folgten ihr, und Ketzer wurden nicht nur tot-geschwiegen sondern auch öffentlich auf medialen Scheiterhaufen gegrillt. Dank ihrer Maßnahmen, die fast alle befolgten, wurde das Virus eingedämmt, doch die zweite Welle wart schon am Horizont gesichtet. So wich diesmal n i c h t die Angst vor der Lebensfreude, sondern angesichts der bevorstehenden Todesgefahr übernahmen jetzt in Überzahl die besonders Verantwortungsbewussten selbst die Kontrolle. Die verfolgten jedweden Zweifler und Andersdenkenden, meldeten ihn oder grenzten ihn aus. Da lehnte sich die Herrscherin zufrieden zurück, denn sie wähnte sich jetzt in der Hoffnung, nun nur noch vereinzelt ihre Häscher aussenden zu müssen, weil das Volk jetzt selbst entsprechend auf seine Gesundheit und deren Gefährder achteten würde. Und die Menschen huldigten der Herrscherin, so sie ihnen doch auch die Erlösung durch ein baldiges Wunderheilmittel verkündete und ihnen Almosen zuteil werden ließ, die erst deren Kinder und Enkel zurückzahlen müssten. Und das Volk rief: „Hosianna! Ehre sei der Herrscherin in der Höhe.“ und „Wir wählen Dich wieder!“ Und die Freude hielt an, bis … (to be continued).

Meine Befürchtung ist jedoch, dass auch wenn in Zukunft alle Menschen dieser Erde durchgeimpft sein sollten, es nicht wenige geben wird, die sich freiwillig auch weiterhin an die AHA-Regeln halten werden. Und dies wird auch erwünscht sein, heißt doch der Mund-Nase-Schutz (MNS) inzwischen schon ALLTAGS-Maske. Wird der MNS erstmal als Alltagsgegenstand deklariert, ist wohl kaum zu erwarten, dass dieser Gegenstand des Alltags aus diesem wieder verbannt werden wird. Denn warum sollte man etwas verbannen, was zum „normalen“ täglichen Leben gehört wie die Motorradhelm- oder die Anschnallpflicht in Kraftfahrzeugen. 

Das mag jetzt vielleicht sehr hypothetisch und überspitzt klingen, aber hat nicht der österreichische Gesundheitsminister Anschober in einem Interview in 3sat kürzlich für das Tragen von MNS so argumentiert, dass selbst bei abflauender Corona-Gefahr immer irgendwelche Viren durch die Luft schwirrten, zum Beispiel Rhinoviren (also Husten, Schnupfen, Heiserkeit). 

Aber genug der Spekulationen, ich wollte nur aus meiner Sicht ansatzweise andeuten, wohin sich manches entwickeln könnte, wenn nicht Vernunft in die Debatte kommt, und dazu haben Sie, Herr Berger, mit Ihrem Artikel dankenswert beigetragen. Als Nicht-Journalist bin ich zum Glück in der Lage, das Mainstream-„Dauerfeuer“ auszublenden und mich fast ausschließlich in den Nachdenkseiten und den dort verlinkten Quellen meiner Wahl zu informieren. Vielen Dank auch an die Redaktion – sie machen aus meiner Sicht den besten Job in dieser Zeit. Und danke auch für den tollen Artikel über Lisa Eckhart, weil: Das Wichtigste im Leben ist neben der Liebe der Humor. 

In diesem Sinne: Machen Sie weiter so, lassen Sie sich nicht entmutigen und – bleiben Sie heiter – trotz alledem!

Mit solidarischen Grüßen 
A. Muschiol


21. Leserbrief

Lieber Herr Berger,

zur Ergänzung Ihres Artkels “Angst machen mir die Ja-Sager und Mitläufer” (Chapeau!!) empfehle ich einen Artikel von CJ Hopkins (Zone 23) mit dem Titel “Invasion of the New Normals”, erschienen im Off-Guardian, einem den NDS durchaus geistesverwandten Blog: off-guardian.org/2020/08/10/invasion-of-the-new-normals/

Was, wie Sie schreiben, Politologen den “Rally-’round-the-Flag-Effekt” nennen, benennt Hopkins ohne grosse Umschweife als “Totalitarianism”.

Mit besten Grüssen
Hans-Georg Stork


22. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger,
 
ich war Teil der “Zwanzigtausend” in Berlin!
 
Herzlichen Dank für Ihren Artikel in den heutigen NachDenkseiten, die ich täglich lese.
 
Ihr Artikel spricht mir aus der Seele.
 
Vor der sogenannten Corona-Pandemie habe ich für den Publizisten und Journalisten Julian Assange demonstriert, indem ich an Mahnwachen in Hannovers Innenstadt bei Candles4Assange.eu aktiv teilnahm. Julian Assange sitzt weiterhin in Isolationshaft im Hochsicherheitsgefängnis HMP Belmarsh,
 
Insofern hat es mich besonders gefreut, dass Sie auf Assange und die Ungerechtigkeit gegen ihn als Journalisten in Ihrem Artikel hinwiesen.
 
Ich bin historisch sehr gut belesen, fortgeschrittenen Alters und hochschulgebildet.
 
Daher kenne ich die sozialen Verhältnisse in Deutschland vor der Wende, vor Hartz IV, vor der Privatisierung der Bahn mit Verkauf von über 150.000 “Werkswohnungen”, vor der Privatisierung der Post (Aktie Gelb!), der Stadtwerke, der Krankenhäuser usw. usf.
Ich erinnere sogar noch das Fuhramt meiner Stadtverwaltung (1968); die holten Müll und Sperrmüll ab, die Kollegen dort hatten unbefristete Arbeitsverträge und “ernährten ihre Familien”.
 
Kurz gesagt habe ich den Neoliberalen Rollback seit der Einverleibung der DDR, mit seinen Protagonisten Schröder, Biedenkopf, Stoiber, Scholzomat, Peer Steinmeier oder hieß der Frank-Walter Steinbrück (?), –  sie sehen schon, die Polit-Chargen und Charaktermasken werden zusehends austauschbarer – zunehmend bestürzt verfolgt.
 
Der Begriff “Reform” war schon “verbrannt”; nun wird das Wort Solidarität in orwellscher Manier als Neusprech umgedeutet.
 
Nicht mit mir.
 
Jeden Samstag übe ich mein Grundrecht nach Art. 8 GG aus.
 
Wir seh´n uns in der einen oder der anderen Stadt – auf der Straße.
 
Sie erkennen mich daran, dass ich nicht maskiert bin.
 
Mit sehr dankbaren und herzlichen Grüßen auch an den mutigen Albrecht Müller
 
Peter Thomas Klyk


23. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger,

sie haben meiner Meinung nach eine sehr gute Analyse geschrieben.

Ich habe mir aufgrund der jetzt durchlebten Zeit nochmals “Die Geschichte eines Deutschen” von Sebastian Haffner vorgenommen. Unglaublich die Konformität vieler Facetten seiner Geschichte .Wir sind allerdings nicht in einer Vorbereitung auf Krieg sondern wir führen schon Krieg, Krieg gegen einen Virus (sagt selbst der französische Präsident) .Dazu bedarf es einer treuen und ergebenen Volksgemeinschaft , die nichts hinterfragt.(verlangt auch RKI-Chef Wieler). Äußeres Zeichen ist die Maske, der moderne Gesslerhut. Tragt die Maske tönt es aus allen Medien, nicht etwa stärkt euer Immunsystem obwohl der Krieg doch für die Volksgesundheit geführt wird.

Die Einschränkung des “Privaten”, wie Haffner es beschreibt, hat schon sehr bedrohliche Formen angenommen. 

Sehr optimistisch blicke ich nicht in die Zukunft, auch wenn die Lektüre der Nachdenkseiten sehr oft Zuversicht vermitteln.

Dafür recht herzlichen Dank.
J.Liepelt


24. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger,

in Ihrem heutiger Beitrag zu obigem Thema finde ich mich an vielen Stellen wieder und danke Ihnen dafür ganz herzlich.

Meine Freunde und Bekannten, die meisten jenseits der Siebzig, manche sogar, wie ich, jenseits der achtzig, gehen unisono nicht nur vollkommen konform mit den Corona-Maßnahmen, sondern lassen auch nicht den leisesten Zweifel an deren Legitimität zu. Eine andere Meinung wird mit großer Vehemenz unter Vorhaltungen der Verantwortungslosigkeit auf keinen Fall zugelassen.

Alle haben Kinder und Enkelkinder, wobei für einige demnächst wieder Schule und Kita beginnt oder bereits begonnen hat. In einem Fall muss das Kind (Erstklässer) sowohl während des Unterrichts als auch  auf dem Schulhof eine Maske tragen. Auch daran wird keine Kritik zugelassen. 

Ist die Angst vor Ansteckung so groß, dass man solche Monstrositäten befürwortet? Es sieht ganz danach aus. Traurig.

Gruß
G. Fernekes


25. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger,

vielen Dank für Ihren sehr gut geschrieben Artikel. Was mir bei den von Ihnen als “Ja-Sager” und “Mitläufer” titulierten besonders Sorge macht ist folgendes:
Niemand von ihnen will wahrnehmen, dass es um die Demokratie in diesem Land wirklich nicht mehr zum besten steht

  • In den letzten 14 Tagen wurde ein Profi-Sportler von seinem Arbeitgeber fristlos gefeuert weil er auf der Demo vom 01.08. dabei war.
  • In den letzten 14 Tagen wurden 2 Polizisten “Strafversetzt” weil sich sich auf Corona Demos äußerten.

Sein Grundrecht auf freie Meinungsäußerung wahrzunehmen kann in D also schon zum Existenzverlust oder zu drastischen Sanktionen des Arbeitgebers führen – das ist bittere Realität.

In einem ebenfalls interessanten Beitrag vor einigen Tagen wurde festgestellt, dass Protest und Kritik an den aktuellen Corona-Maßnahmen hauptsächlich von Wissenschaftler, Journalisten und Personen der Öffentlichkeit kommt, die Ihre Karriere hinter sich haben (Hr. Bhakdi, Herr Püschel, Herr Wodrag, usw.) – alle anderen Wissen spätestens seit den letzten 14 Tagen, dass man sich der Karriere zuliebe besser nicht zu weit aus der Deckung trauen sollte.

Die Leitmedien begleiten diese Entwicklung aber bereitwillig mit einer Berichterstattung, die der von Ihnen beschrieben Gruppe suggeriert, die betroffenen hätten die Sanktionen verdient, es geschehe ihnen zurecht – das ist das besonders traurige.

Mit freundlichen Grüßen
Viktor Csepregi


26. Leserbrief

Hallo und guten Tag an die NDS,

ich möchte an dieser Stelle meinen Dank für diesen scharfsinnigen und eben doch gar nicht so “subjektiven” Text von Herrn Berger aussprechen.

Im Laufe der “Covid-19-Pandemie” sind wir doch nunmehr an einer Stelle angekommen, die dazu herhalten könnte, unsere als hochentwickelt geltende Gesellschaft vollständig zu sprengen – zu stark sind doch wohl schon die unterschiedlichen Meinungen bis in fast den letzten Bekannten- und/oder sogar

Freundeskreis in Bezug auf die regierungsseitig “angeordneten” Maßnahmen.

Schlicht: eine Entwicklung hin zu mehr Solidarität, geschweige denn zu einer sinnstiftenden Debatte in puncto zukünftiger Gesellschaftsentwicklung bleibt trotz der offensichtlichen und massiven “Einbrüche” und eingetretener bzw. noch zu erwartender “Miseren” immer noch gedeckelt. Warum wohl?

Weil das System – selbst wenn krisengeschüttelt und möglicherweise weit über den Zenit seiner Macht – doch noch stabil genug scheint, um mit genau den von Jens Berger mit Recht als angstmachend beschriebenen Ja-Sagern und Mitläufern auch noch den wirklich letzten Zipfel des Planeten zu rocken und auch jeden Erdbewohner zu seinen Gunsten auszuwringen.

Es hat vor einer gewissen Zeit einen verlinkten Text über die NDS-Plattform gegeben (Telepolis?), in dem sich ein Autor damit beschäftigt hat, ob wir uns am Anfang oder schon inmitten einer Revolution befinden – ein interessanter Gedankengang wie ich mit diesem Aktualitätsbezug finde !

Es wäre nämlich – auch wegen der neben “COVID-19” auch noch anstehenden und immer komplexer werdender Probleme wie Klimakatastrophe, Waldsterben, ziviler wie militärischer atomarer Bedrohung, Bodenerosion, Kampf ums Wasser und um Ressourcen, angezettelter Kriege, massenhaften Migrationsströmen usw. und so fort ohnehin

SYSTEMISCH UND UNTER DEN UNS BEKANNTEN POLITISCHEN WIE WIRTSCHAFTLICHEN GRUNDZÜGEN SO GUT WIE ILLUSORISCH,

DARAN ZU GLAUBEN, DASS SICH DAS ZUM GUTEN WENDET.

Und eben da bin ich Herrn Berger für seine “subjektiven” Einwände so dankbar, die wir durchaus mal objektiv weiterdenken könnten: So lange eine politische Kaste es nicht für nötig hält, “Gesamt-Gesellschafts-Politik” mit Weitsicht und Gespür zu kreieren und solange es Ja-Sager und Mitläufer gibt, die bedingungslos folgen und jedwede demokratische und damit sinnvolle Auseinandersetzung unreflektiert mit Füßen treten, so lange MACHT DAS WAHRSCHEINLICH IMMER MEHR MENSCHEN ANGST !

Hoffentlich beizeiten dann mal Mehrheiten !!!

MfG. Rolf Röhrig


27. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger,
 
müssen wir Leser der Nachdenkseiten uns Sorgen machen, dass Sie wie Volker Pispers die Nase voll haben ob der herrschenden und nicht beizukommenden Zustände in dieser Republik? Ich hoffe nicht!
 
Nun einige Anmerkungen zu Ihrem Artikel, der mich doch sehr überrascht und manchmal entsetzt hat.
 
Solidarität ist sehr wohl erstmal eine einbahnstraße in der Erwartung,dass die anderen sich in umgekehrter Situation auch solidarisch verhalten und mich unterstützen.
Wie ich mich den von Ihnen angeführten personengruppen solidarisch verhalten soll, erschließt sich mir nicht.
Ich kann mich allerdings verantwortungsvoll verhalten, indem ich eine Maske trage und alle anderen vor meinen Viren schütze.
 
Wir haben doch längst Lockerungen umgesetzt ohne Politiker, Medien und andere zu bemühen oder auf deren gerede oder geschreibsel zu warten. Wir setzen die Masken draußen ab, wir weichen auf Gehwegen kaum noch in großem Bogen aus oder gehen auf die andere Straßenseite, wenn uns jemand entgegen kommt. Wir sitzen draußen in Restaurants und Cafes ohne Maske, weil die größte Angst, Corona zu erwischen, überwunden ist.
Jetzt geht es darum wie wir aus diesem Lockdown rauskommen. Wir experimentieren. und wie das mit experimenten so ist weiß keiner wie sie ausgehen.
 
Ich wüßte nicht, dass ich mich durch die Ereignisse des 11.9.2001 in irgendeiner Gefahr in Deutschland sah.
Ich sehe mich allerdings gefährdet durch Maskenignoranten und Coronaskeptiker und -leugner.
 
Entweder ist Covid-19 gefährlich oder das Virus ist es nicht.
Warum haben alle südostasiaatischen Staaten schnell umfassende Maßnahmen ergriffen,um die Ausbreitung von Covid-19 unter Kontrolle zu bekommen? Weil sie blöd sind?
 
Blöd in diesem Sinne ist nur diese unsägliche Maskendiskussion, die mit den ersten Leugnern namens Spahn und Wieler anfing und nun bei diesen Demonstranten gelandet ist, die sich jedem vernünftigen Argument und jeder logischen Konsequenz verweigern.
 
Ich sehe nicht, dass sich diese Demonstranten irgendwelche Sorgen um unsere Demokratie machen. Ich sehe nur brutalen, verantwortungslosen Individualismus.
 
Mit freundlichen Grüßen
Reinhard Hennig


28. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger,

vielen Dank für ihren “sehr subjektiven Kommentar”, der sich sehr mit meinem Empfinden deckt.
Was mich in der aktuellen Situation am meisten betroffen macht, ist die Vergesslichkeit der Menschen.
Vergessen die Zeiten, in denen bestimmte Gruppen gekennzeichnet wurden (siehe MVP und das Vorhaben negativ getestete Schüler mit einem grünen Punkt zu versehen).
Vergessen die Zeiten einer staatlichen Überwachung/Förderung von Denunziantentum und auch vergessen die Zeiten, in denen gegen diese Überwachung (und andere Dinge) demonstriert/gekämpft wurden, nur um sich Jahre später freiwillig in eine neue Überwachung zu begeben.

Anfang des Jahres hätten die Maßnahmen mangels besseren Wissens durchaus Sinn gemacht. Wie in Deutschland üblich, wurde sich aber erst einmal im eigenen Glanz gesonnt und die Entwicklung verschlafen. Daher haben wir, trotz aktuell besseren Wissens, mittlerweile längere und großflächigere Maßnahmen zu ertragen als in China, dem bösen Klassenfeind, der ja wohl alles falsch gemacht hat, was das Krisenmanagementrepertoire so hergibt. Zumindest wenn man unseren MSM glaubt.

Ich für meinen Teil bin seit Anfang an Maskenverweigerer, da ich seit jeher (schlecht begründeten) Maßnahmen kritisch gegenüber stehe. Manch einer mag nun sagen: “Was für ein Idiot”. Mag sein. Wenn ich aber Berichte höre, in denen nichtvorhandene (Corona-) Hygiene in Sachsens Asylbewerberheimen als “Risiko des Lebens” für die Bewohner abgetan werden und mir als Bürger dieses Landes die Entscheidung, ob ich für mich ein Risiko eingehe oder nicht, durch Zwangsmaßnahmen verweigert wird, so ist das doch eine Einteilung von Menschen in “Kann bleiben” und “Kann weg”. Wieder was, das in Vergessenheit geraten ist.

Daher werde ich mich wohl am 29.08. mit all den “CovIdioten” gleich machen und nach Berlin fahren, immer im Hinterkopf habend, das jeder das Recht auf freie Meinungäußerung hat. Auch wenn ich nicht jede Meinung der Mitdemonstranten gutheißen muß. Auch ein Konzept, das vor lauter Panik zunehmend vergessen wird.

Mit freundlichen Grüßen,
D. Rohr


29. Leserbrief

Liebe NDS-Redaktion,

alles Leben ist Leiden – oder leben wir hier heute ein besseres, längeres, freieres und glücklicheres Leben als je zuvor in der Geschichte der Menschheit. Menschen riskieren ihr Leben im Mittelmeer, um in unserer “Corona-Diktatur” leben zu dürfen. Absurd ist nicht die Maskenpflicht – absurd ist das Theater, das um die Einhaltung von allersimpelsten Infektionsschutzmaßnahmen gemacht wird. Eine Pocken-Impfpflicht gab es schon in der 1. Demokratie Deutschlands, der Weimarer Republik bis in die neuzeitliche Bundesrepublik (bis 1982). Impfverweigerer konten theoretisch bis zu 14 Tagen inhaftiert werden. Hat aber niemanden gekratzt damals. Auch in der DDR – Sozialismus ist die bessere Prophylaxe – gab es 17 Pflicht-Impfungen. Und man war stolz auf den medizinischen Fortschritt. Man war nicht mehr gewillt jährlich 2000 – 4000 Polio-Erkrankungen und 250 Todesopfer hinzunehmen. Aus einer Arbeiterbewegung ist die gewerkschaftlich-genossenschafliche Volksfürsorge gegründet worden, die dafür gesorgt hat, dass sich auch die Allerärmsten impfen lassen konnten. Wir sind so verstrickt in die neoliberale Denkweise, dass es einer intellektuellen Anstrengung bedarf, um sie sich vor Augen zu führen. “Kinder sind ein Armutsrisiko”, “Kinder sind eine Belastung für die Eltern” – WIRKLICH? Liegt das an den Kindern oder an den gesellschaftlichen Bedingungen? Kinder haben haben ein Recht auf Bildung, deswegen muss man sie (auch schon unter drei Jahren) unbedingt ErziehungsexpertInnen anvertrauen – mag sein, aber geht es dabei wirklich um Bildung oder sollen sie nur einer ökonomischen Verwertungslogik unterworfen werden? Kinder sollen rund um die Uhr betreut werden, damit Eltern zumeist unter prekären Bedingungen ungestört arbeiten gehen können. Über eine “Herdprämie”, damit sie auch zu Hause betreut werden können, wird gar nicht mehr nachgedacht.

Viele Grüße
Michael Wrazidlo


30. Leserbrief

Guten Tag Herr Berger,
 
der Beitrag ist wohl als Provokation gedacht!? Ja was sonst: es ist «ein sehr subjektiver Kommentar». Eigentlich sollte darauf niemand reagieren, aber ich muss mal «Luft» ablassen  … Jeder hat die Verantwortung, sich und andere zu schützen. Die eigene Freiheit hört da auf, wo die eines anderen beginnt. Die Infektionszahlen steigen. Wieso sind positive Entwicklungen bzw. Verhalten nicht einmal Grund für eine Nachricht!? Das vermisse ich bei Euch! Tendenziell habt ihr mehr Platz für die Leugner, die ja zum Glück nur eine Minderheit (0.02%?) in DE sind. Mit dem Virus müssen wir leben – die nächsten Jahre. Was wäre, wenn ich Ihnen sage: ich komme aus der Zukunft und weiss, dass 1Mrd. Menschen sterben werden bis Ende 2020, wenn die Hygiene-Regeln nicht konsequenter eingehalten werden. Würde sich Ihre Kommunikation und Einstellung ändern?
 
Wenn nicht, bitte ich Sie, einmal eine andere Flughöhe einzunehmen und das ganze «von oben» zu betrachten. Oftmals verliert man sich im Klein-klein und verliert den Blick. Allerdings ist das ja genau Euer Job: das Klein-klein sezieren. Sorry! Nur, diese komischen Beiträge von Euch, mit n.m.M. gefühlten Sympathien für Egoisten und unvernünftige Menschen, lassen mich darüber nachdenken, den Kontakt mit Euch zu beenden. Über viele Jahre war ich immer froh, dass es NDS gibt. Blasen-Leben(?) … Egal! Der Gurt im Auto wird auch von allen akzeptiert! Und so sollte es auch mit den 3 kleinen Vorgaben sein: Maske, Abstand, Hände waschen. Wollen Sie denn der Grund sein, dass ihr «Chef» Albrecht Müller einen Schlauch im Hals hat und im Koma die Nachdenkseiten an Sie übergibt? Das ist böse, aber kurz-und-spitz. Der Virus mag keine Hitze, gem. Prof. Timo Ullrichs, aber auf Kälte «fährt er ab». Wie stellen Sie sich die Eskalation im Herbst/Winter vor? Bitte an Zusammenhänge, Vergangenheit, Zukunft, oben/unten, rechts/links denken … wie Sie das machen sollen, keine Ahnung.
 
Niemand lebt im luftleeren Raum. Jeder hat seine Erfahrungen, Vorbilder usw. Apropos gute/positive Vorbilder. Wo sind die Vorbilder für diese Krise, die uns inspirieren? In manchen Gegenden in Asien werden von den Leuten Masken getragen aus Höflichkeit, um andere nicht anzustecken? Das ist Rücksichtsvoll! Leben denn in Europa/NoAmerika alles nur Egoisten?! Dann soll die Menschheit eben untergehen! Vielleicht können die Menschen, die auf dem Planet Mars leben, als Vorbild herhalten? ? Könnte man mal drüber nachdenken, was man dort mit Masken-Verweigerern und Virus-Verschwörern macht.   
 
Es geht doch nicht um die Massen an Kranken, die eventuell in Krankenbetten dahin siechen! Es geht um die Schwere der Krankheit im Vergleich zu allen anderen. Allein eine Impfung bzw. gute Medikamente können das ganze wieder auflösen! Das ist die EINZIGE LÖSUNG!!!!  
 
Engagieren Sie sich doch lieber dafür, dass es perfekte und stylische Masken gibt, die jeder unbedingt haben will. Dann gäbe es keine Probleme mehr!
 
Und ja, Demonstrationen/Meinungsäusserungen müssen möglich sein – mit Respekt und nicht egoistisch!
 
Bleiben Sie gesund und alles Gute …
St. König


31. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger,
 
Sie sprechen, schreiben, einem aus der Seele. Viele Menschen können die Meldungen nicht mehr hören, ich auch nicht. Mir machen auch einige Politiker oder Maßnahmen mehr Angst als das Virus.
Trotzdem gibt es leider einige Menschen die noch höhere Bußgelder für unmaskierte Menschen fordern, mit der Begründung sie müßten ja auch eine Maske tragen.
Wie im Kindergarten, nur leider viel ernster.
Ich bin selber auch dreimal angesprochen worden weil ich die Maske nicht über der Nase hatte, davon zweimal auf einem Wochenmarkt.
Die Verkäufer auf den Wochenmärkten brauchen keine Maske aufsetzen, was mich nicht stört, die Kunden müßen eine aufsetzen.
Die Hamburger Hochbahn zieht jetzt die Daumenschrauben an, es kostet künftig 40€ wenn die Maske nicht über der Nase ist.
Beispiel:
 
Was passiert bei nicht sachgemäßer Anwendung oder bei Nutzung erst bei Sichtung des Prüfdienstes?
 
Auch in diesen Fällen kann die Vertragsstrafe erhoben werden. Auch die unsachgemäße Anwendung (z. B. Nase frei) gilt als Verstoß gegen die Verordnung zum Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung.
 
Aus: hvv.de/de/service/fragen-und-antworten/coronavirus
 
Ich habe in der ganzen Zeit, seit dem die Maskenpflicht gilt, fast niemanden gesehen der die Maske nicht über der Nase hatte, also was soll das?
Zu Masken im Unterricht, ich befürchte es wird bald mehr Menschen mit Psychosen geben als Menschen mit Viruserkrankungen.
Wenn dann ein Schüler Amok läuft……………
Um frei Atmen zu können muß wohl bald in den Untergrund gehen.
Außerdem müßten viele Filme retouchiert werden, weil früher waren es die Bösen die eine Maske anhatten.
 
Mit freundlichen Grüßen
A.H.
 
Was passiert bei nicht sachgemäßer Anwendung oder bei Nutzung erst bei Sichtung des Prüfdienstes?
 
Auch in diesen Fällen kann die Vertragsstrafe erhoben werden. Auch die unsachgemäße Anwendung (z. B. Nase frei) gilt als Verstoß gegen die Verordnung zum Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung.
 
Aus: hvv.de/de/service/fragen-und-antworten/coronavirus


32. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger, ich schätze eigentlich ihre Beiträge auf den Nachdenk Seiten, aber in diesem Fall habe ich ehrlich gesagt nicht so recht verstanden was sie uns mit ihrem Beitrag sagen wollen. Ist Corona nun gefährlich oder ist es das nicht? Haben wir nicht gesehen wie es Ländern ergeht die die Dinge einfach laufen lassen oder sind das alles Fake News? Das Ziel der Anti Corona Maßnahmen Demos ist es ja schließlich es diesen Ländern gleich zu tun und den Dingen einfach ihren Lauf zu lassen.

Falls also das Virus doch gefährlich sein sollte und sich ohne Gegenmaßnahmen exponentiell ausbreitet, wird es für die Gastwirte irgendwann keinen Unterschied mehr ob ihre Wirtschaft wegen der Lockdown Maßnahmen geschlossen bleibt oder die Gäste aus Angst weg bleiben weil nun das Virus auch die eigene Familie erreicht hat. Für manchen Jugendlichen der glaubt selbst nicht betroffen zu sein könnte spätestens dann das böse Erwachen folgen wenn nach einem Motoradunfall die Klinik geschlossen hat weil dort alle Intensivbetten mit Corona Patienten belegt sind.

Ja wir brauchen Kritik an denjenigen die Corona nutzen um daraus politisches Kapital zu schlagen, wir brauchen Kritik an Maßnahmen bei denen jedes Bundsland sein eigenes Süppchen kocht und damit für Verunsicherung in der Bevölkerung sorgt, aber Verständnis für diejenigen die es genau so machen wollen wie Trump oder Johnson, das brauchen wir weiß Gott nicht. Da machen mir ehrlich gesagt ehr die Verharmloser in manchen Redaktionsstuben Angst, die solchen Strömungen noch mediale Schützenhilfe leisten.

Mit freundlichen Grüßen Siegfried Thomas


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