Ein kabarettreifes Interview zu Corona im spanischen Fernsehen – einfach wunderbar. Weitersagen bitte!
Ein kabarettreifes Interview zu Corona im spanischen Fernsehen – einfach wunderbar. Weitersagen bitte!

Ein kabarettreifes Interview zu Corona im spanischen Fernsehen – einfach wunderbar. Weitersagen bitte!

Albrecht Müller
Ein Artikel von: Albrecht Müller

Dieses Interview des spanischen Staatsfernsehens RTVE mit dem spanischen Arzt Dr. Luis Benito ist lehrreich, und es anzuschauen, ist ein reines Vergnügen – wenn die erkennbaren Manipulationen und die Verdummungsabsicht nicht so traurig wären. NachDenkSeiten-Leserinnen und -Leser kennen die auch hier genutzten Tricks schon, zum Beispiel auf der Zahl der Neuinfektionen herumzureiten, ohne eine Relation zu der Zahl der Tests oder der wirklich Kranken herzustellen. Wir bringen diesen Vorgang in unserer Reihe „Doku interessanten Kabaretts“ unter. Es ist wirklich kabarettreif, was sich das spanische Staatsfernsehen hier leistet. Und es ist für uns von Bedeutung, weil sich viele unserer Medien das gleiche Vergnügen leisten. Albrecht Müller.

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

Im konkreten Fall des Interviews beim spanischen Fernsehen kommt es zu einem besonderen Vorgang, den wir meines Wissens leider hier in Deutschland bisher noch nicht erlebt haben: Weil die interviewende Journalistin total versagt, wird das Interview mit dem Hinweis, es habe Alarm ausgelöst, unterbrochen. Es schaltet sich ein männlicher Journalist ein. Dieser verschlimmbessert den Eindruck – durch seine grobe, rechthaberische Art des Interviewens und zum Beispiel durch den Hinweis, er sähe die Menschen in den Straßen an Corona sterben. Und dann leistet er auch noch einen wunderbaren Offenbarungseid. Er meint: Wir haben 24 Stunden am Tag nichts anderes berichtet. Da müsse das doch wahr sein mit der Pandemie.

Wirklich ein großartiges Stück. Danke dem Übersetzer. Eine beachtliche Aufklärungsleistung.

Nachtrag: Hier noch eine deutlich gefälligere und exaktere (englische) Übersetzung:

Darauf macht uns ein Leser der NachDenkSeiten aufmerksam. Danke vielmals.