Die Misshandlung der Genesenen schreit nach einer Klage.
Die Misshandlung der Genesenen schreit nach einer Klage.

Die Misshandlung der Genesenen schreit nach einer Klage.

Albrecht Müller
Ein Artikel von: Albrecht Müller

Wer von Covid 19 schwer erfasst wurde, wird in diesem unserem Lande dreifach bestraft: zum Ersten durch die Krankheit selbst, die lebensgefährlich sein kann und bei einem schweren Verlauf deutliche Spuren hinterlässt, zum Zweiten durch die willkürliche zeitliche Begrenzung des Status als Genesene/r auf 6 Monate und zum Dritten durch den dadurch ausgeübten Druck zur Impfung in einem labilen gesundheitlichen Zustand. Der Immunitätsstatus ist bei vielen Genesenen weit über die 6 Monate hinaus besser als bei geimpften Personen. Es wäre nicht sonderlich aufwändig, würde man den Status des Genesenenseins flexibel handhaben, also mehrmals, zum Beispiel im Dreimonatsrhythmus verlängern, wenn die Ausstattung mit Antikörpern dies als gerechtfertigt erscheinen lässt. Da ich persönlich betroffen bin, kann ich klagen. Das werde ich nach Prüfung der rechtlichen Lage durch einen kundigen Rechtsanwalt tun. Albrecht Müller.

Wenn Sie in ähnlicher Weise betroffen sind oder von einem ähnlichen Vorstoß Kenntnis haben oder wenn Sie die Klage unterstützen wollen, dann schicken Sie eine kurze (!) Information an [email protected].

Es sind in letzter Zeit einige einschlägige Texte zum Status der Genesenen, auch im Vergleich zu Risiken und Gefahren der Geimpften, erschienen. Die Widersprüche häufen sich. Fünf einschlägige Hinweise und Links sind hier angefügt:

  1. Aktualisierte Stellungnahme zur Immunität von Genesenen
    Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zur Immunantwort, die durch eine SARS-CoV-2 Infektion oder eine COVID-19 Impfung ausgelöst wird, und Beobachtungsstudien zur Häufigkeit von Zweitinfektionen mit SARS-CoV-2 erlauben eine Neubewertung der Dauer der Immunität nach durchgemachter SARS-CoV-2 Infektion. …
    Schlussfolgerungen:

    • Die nachgewiesene Dauer des Schutzes nach durchgemachter SARS-CoV-2 Infektion beträgt mindestens ein Jahr. Aus immunologischer Sicht ist von einer deutlich längeren Schutzdauer auszugehen, die auf Grund des begrenzten Beobachtungszeitraum aber noch nicht durch entsprechende Studien belegt ist.
    • Auf Grund dieser aktuellen Erkenntnisse sollten Genesene bei Regelungen zur Pandemie-Bekämpfung (z.B. Testpflicht) den vollständig Geimpften zunächst für mindestens ein Jahr gleichgestellt werden.
    • Eine Überprüfung des empfohlenen Zeitpunktes einer Impfung nach überstandener SARS-CoV-2 Infektion wird angeraten.

    g-f-v.org/2021/09/30/4411/

  2. Wie lange sind Geimpfte und Genesene geschützt?

    Nach den Erleichterungen für die Gruppen der Geimpften und Genesenen stellt sich noch einmal dringlicher die Frage: Wie lange hält ihr Schutz überhaupt?

    VON GISELA GROSS, KATRIN ANDRE UND DPA, AKTUALISIERT AM 08.09.2021 …

    apotheken-umschau.de/krankheiten-symptome/infektionskrankheiten/coronavirus/wie-lange-sind-geimpfte-und-genesene-geschuetzt-779339.html

  3. GENESEN

    Der Bundesrat anerkennt: Natürliche Immunität schützt besser als die Impfung

    Der Bundesrat hat zugewartet, doch nun behandelt er Genesene wie Geimpfte. Wissenschaftlich war der Schutz längst bewiesen. Und noch mehr: Genesenen sind sogar besser geschützt.
    Das ist eigentlich keine überraschende Erkenntnis: Das Immunsystem muss länger und auf ein komplettes Virus reagieren, als wenn es nur einen Bauplan-Abschnitt für die Antikörper erhält wie bei den mRNA-Impfungen oder unschädliche gemachte Viren wie bei traditionellen Impfungen. Doch gerade bei den mRNA-Impfungen wurden anfänglich hohe Antikörper-Level festgestellt, so dass vermutet – und gehofft – wurde, die Impfung könnte sogar besser schützen als eine durchgemachte Krankheit.

    Doch die Zahl der langanhaltenden Gedächtniszellen der Immunabwehr scheint bei Genesenen doch grösser zu sein. Jedenfalls zeigten in den vergangenen Monaten verschiedene Studien, dass Genesene deutlich seltener erneut an Covid-19 erkranken als Geimpfte.

    Schon im Juli zeigte beispielsweise eine Studie aus Vò in Norditalien die in der Fachzeitschrift «Nature» erschien, dass in dieser Gemeinde, wo das Virus das erste italienische Todesopfer gefordert hatte, die Konzentration der Antikörper in den Genesenen auch nach neun Monaten noch hoch war.

    Sieben mal besser vor Spitaleinweisung geschützt als Geimpfte ….

    tagblatt.ch/leben/genesen-der-bundesrat-anerkennt-natuerliche-immunitaet-schuetzt-besser-als-die-impfung-ld.2204019

  4. Sind Corona-Genesene wirklich nur etwa sechs Monate geschützt?

    „2G“ bedeutet, dass in Corona-Zeiten nur Geimpfte und Genesene ins Restaurant dürfen. Für Genesene endet diese Gleichstellung sechs Monate nach der nachgewiesenen Infektion. Ist das gerechtfertigt?

    VON MARC FLEISCHMANN, DPA, AKTUALISIERT AM 05.10.2021

    Ob Reisen oder Restaurant: Corona-Genesene genießen die gleichen Freiheiten wie vollständig Geimpfte – allerdings nur bis zu sechs Monate nach der Infektion. Dann heißt es: testen oder sich impfen lassen. Ist diese zeitliche Begrenzung wirklich sinnvoll und notwendig?

    Nein, sagt Sebastian Ulbert, Abteilungsleiter Impfstoffe und Infektionsmodelle am Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie in Leipzig. „Diese Sechs-Monats-Regel entbehrt mittlerweile einer wissenschaftlichen Grundlage.“

    apotheken-umschau.de/krankheiten-symptome/infektionskrankheiten/coronavirus/sind-corona-genesene-wirklich-nur-etwa-sechs-monate-geschuetzt-808033.html

  5. Osthofen und Hamburg als Beispiele

    DRITTIMPFUNGEN DER NICHT-INFIZIERTEN

    Inzwischen sieben Tote nach Corona-Ausbruch in Seniorenheim in Osthofen

    In einem Seniorenheim in Osthofen haben alle nicht infizierten Bewohner am Montag eine Drittimpfung erhalten. Mehr als 60 Menschen hatten sich dort mit dem Coronavirus angesteckt, sieben sind inzwischen gestorben.

    Nach Angaben der Heimleitung wohnen in dem Seniorenheim um die 100 Menschen. Alle, die nicht aktuell positiv getestet wurden, haben am Montag ihre Auffrischungsimpfung erhalten. Das teilte die Heimleitung auf SWR-Anfrage mit. Die Lage sei immer noch angespannt, es gehe aber ruhig und geordnet zu. Die Versorgung der Bewohner sei gewährleistet.

    Zwei weitere Bewohner am Wochenende verstorben

    Am Wochenende seien außerdem zwei weitere infizierte Bewohner verstorben – ob an oder mit Corona könne noch nicht gesagt werden. Neue Infektionen gab es laut Heimleitung keine. Nach Angaben der Kreisverwaltung Alzey-Worms ist weiterhin unklar, wie genau das Corona-Virus in das Heim gelangt ist und warum es sich dort so schnell ausgebreitet hat. Dies sei auch möglicherweise nicht mehr aufzuklären.

    Bei vier der sieben Verstorbenen sei eindeutig geklärt, dass sie an Corona gestorben seien. Nahezu alle Infizierten seien im Februar vollständig geimpft worden. Es gebe auch keine Hinweise darauf, dass bei der Impfaktion Fehler passiert seien. Diese sei unter Aufsicht des Impfkoordinators des Kreises korrekt durchgeführt worden.

    Ansteckung mit Coronavirus schwer nachzuvollziehen

    Auch der Virologe Bodo Plachter von der Universitätsmedizin Mainz hält es für schwierig, genau nachzuvollziehen, wieso sich im Seniorenheim in Osthofen so viele Bewohner und Bewohnerinnen mit dem Coronavirus angesteckt haben. Einen Grund sieht er in den Wohnverhältnissen. In Altenheimen würden die Seniorinnen und Senioren auf verhältnismäßig engem Raum zusammenleben. Außerdem würden ältere Menschen nicht immer auf den nötigen Abstand achten, unter anderem, weil sie vergesslich oder schwerhörig seien.

    Grundsätzlich hätten Ältere auch oft viele Grunderkrankungen, die zum Tod führen könnten. Wenn dann noch eine Infektion hinzukomme, könne das unter Umständen lebensbedrohlich werden.

    Stiko empfiehlt Drittimpfung ab 70 Jahren

    Nach Worten des Virologen Plachter fehlen immer noch ausreichend Erkenntnisse darüber, wie gut die Corona-Impfung bei sehr alten Menschen wirkt. Da betrete man Neuland, da gebe es noch viele Fragezeichen. Abgesehen davon gebe es bei keiner Impfung einen 100-prozentigen Schutz. Aus diesem Grund habe die Ständige Impfkommission auch empfohlen, alle Menschen ab 70 Jahren ein drittes Mal zu impfen.

    Virusanalyse nach Corona-Ausbruch in Osthofen3 Min

    Video herunterladen (7,7 MB | MP4)

    Mitarbeitende arbeiten bis an ihre Grenzen

    “Den Mitarbeitenden gebührt Respekt!”

    Manuela Haller, Leiterin des Seniorenheims in Osthofen

    Wie die Heimleiterin sagt, arbeiten die Mitarbeitenden derzeit über das normale Maß hinaus: “Ständig müssen sie ihre Schutzkleidung wechseln und trotz der Umstände verbreiten sie gute Stimmung bei unseren Bewohnern und Bewohnerinnen.”

    Liveblog: Corona in Rheinland-Pfalz

    Die aktuellsten Informationen zur Corona-Pandemie in Rheinland-Pfalz finden Sie in unserem Liveblog.

    Virusvarianten deuten auf Delta hin

    Die Virusanalysen, die das Gesundheitsamt des Kreises Alzey-Worms durchgeführt hat, deuten darauf hin, dass sich die Infizierten mit der Delta-Variante angesteckt haben. Die Mitarbeitenden des Heims hoffen nun, dass nicht noch weitere Todesfälle hinzukommen.

    swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/mainz/corona-ausbruch-in-seniorenheim-osthofen-wird-geprueft-100.html

Titelbild: Proxima Studio / Shutterstock

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