Medien machen Minister
Medien machen Minister

Medien machen Minister

Albrecht Müller
Ein Artikel von: Albrecht Müller

Karl Lauterbach, der jetzt Minister werden soll, ist von einer großen Vereinigung von Medien hochgespielt worden. Sozusagen am laufenden Band. Gestern Abend mal wieder bei Anne Will, vorher gefühlte tausende Mal in anderen Medien, ganz oft mit der falschen Behauptung, er sei der Gesundheitsexperte der SPD, und oft voller Gelaber, manchmal wirr, immer aber voller Panik. Medienschaffende wollten ihn und haben sich zusammengetan, dieses Ziel zu erreichen. Dabei wurde auch offen propagiert, dass er doch als Gesundheitsminister ausersehen sei. So zum Beispiel in der schon beschriebenen Propagandasendung der Tagesthemen vom 26. November 2021 tagesthemen | ARD Mediathek , wo Lauterbach wieder einmal präsentiert und nach dem Ministeramt gefragt wurde. Albrecht Müller.

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

Jens Berger hat auf den NachDenkSeiten schon 2017 beschrieben, wie Lauterbach von „Campact“ aufs Schild gehoben wurde. Hier hat er dann am 24. Juni 2020 gezeigt, in wie vielen Sendungen und Talkshows Lauterbach damals schon vorgekommen war und welche breite Palette von teilweise absurden Forderungen er erhebt.

Ich muss gestehen, dass ich am Verstand der Redaktionen gezweifelt habe, die Lauterbach seit nunmehr fast 2 Jahren unentwegt präsentieren. Ich konnte mir immer noch nicht vorstellen, dass auch unsere öffentlich-rechtlichen Medien so heruntergekommen sind, unentwegt einen Dauergast mit immer den gleichen Sprüchen einzuladen. Wahrscheinlich haben sie festgestellt, dass Lauterbach mit seinen Sprüchen ankommt. Oder sie stehen wie Lauterbach vermutlich selbst im Dienst wirtschaftlicher Interessen – der Pharmawirtschaft zum Beispiel und eng verbunden mit der IT-Wirtschaft. Das Interview mit Bill Gates in der Hauptnachrichtensendung der ARD, den Tagesthemen dauerte 9:22 Minuten. Das sagt alles darüber, wer diese Medien beherrscht. Es sind wirtschaftliche Interessen und nicht wir, jedenfalls nicht wir demokratisch gesonnenen Mitbürger und auch nicht die Gebührenzahler.

Lauterbach spaltet unsere Gesellschaft. Mit voller Emotion. Er macht die Ungeimpften verantwortlich für die schwierige Situation. Dabei muss man wissen, dass er mitverantwortlich ist für den Abbau von Kliniken und Betten im Vorfeld und mitten in der schwierigen Pandemie. Wenige Monate vor der Pandemie wollte er noch „mindestens jede dritte, eigentlich jede zweite, Klinik schließen“. Und für die desolate Lage der Kliniken und vor allem ihrer Beschäftigten ist Lauterbach ebenfalls mitverantwortlich. Er hat die Fallpauschale propagiert, die genau die falschen, ökonomischen Anreize setzt, die unsere Krankenhäuser in die jetzige Situation getrieben hat.

Lauterbach hat die Folgen der Corona-Politik erkennbar nicht im Blick. Die im Dunkeln sieht man nicht – das trifft auf den neuen Gesundheitsminister zu. Die NachDenkSeiten haben im letzten Jahr um diese Zeit auf die Folgen hingewiesen und die dazu notwendige Dokumentation veröffentlicht. Hier Teil 1 Die im Dunkeln sieht man nicht. Eine Dokumentation über Folgen der Corona-Politik (nachdenkseiten.de) und hier Teil 2 Der zweite Teil von „Die im Dunkeln sieht man nicht“ und dies auch als Buch erscheinen lassen. Einführung und Inhaltsübersicht von „Die im Dunkeln sieht man nicht“.

Der neue Minister hat bisher auch nicht gesehen, wie sehr seine Art von Propaganda unser aller Immunsystem schwächt. Stress, Angst, Panik schwächen die Abwehrkräfte und das verbreitet Lauterbach am laufenden Band. Meinem Immunsystem tut Lauterbach keinen Dienst – schreibt eine NachDenkSeiten-Leserin. Sie spricht vermutlich für viele Menschen.

Die Nominierung Lauterbachs als Gesundheitsminister durch den designierten Bundeskanzler Olaf Scholz wirkt auf mich wie eine Bankrotterklärung des neuen Bundeskanzlers, bevor er mit der Arbeit begonnen hat.

Titelbild: Juergen Nowak / Shutterstock

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