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Diffamierung der NachDenkSeiten. Kündigung des FR-Abos durch Norbert Häring wegen Rufmords.

Veröffentlicht in: Aktuelles, Kampagnen / Tarnworte / Neusprech, Medienkritik, Strategien der Meinungsmache

Wie wir den NDS-Leserinnen und Lesern am 23. Oktober schrieben, arbeiten wir hart, um die NachDenkSeiten als wertvolles Informationsinstrument zu erhalten. Alles sieht so aus, dass das gelingt. Auch dank der Unterstützung vieler Besucherinnen und Besucher unserer Seiten. Großen Dank für die vielen ermunternden Mails. Wir können sie leider nicht alle persönlich beantworten. Das hat auch damit zu tun, dass jetzt einige bösartige Artikel erschienen sind, die auch Aufmerksamkeit und Kapazität verlangen. Einen der besonders gespenstischen Art finden Sie hier in der Berliner Zeitung wie auch in der Frankfurter Rundschau, im Kölner Stadtanzeiger und anderen fälschlicherweise als liberal geltender Blätter: „Die fragwürdige Anti-Lügenpresse-Front“.
Es werden dort Aussagen unterstellt, die nie gefallen sind. Es werden Zusammenhänge und Zusammenarbeit zwischen Personen behauptet, die es nicht gibt. Immer mehr zeigt sich, dass die sogenannte Querfront-Strategie jetzt zum Rufmord an den NachDenkSeiten genutzt werden soll. Vermuteter Hintergrund: Die NachDenkSeiten stören bei den Kampagnen der Meinungsmache. Diese aufklärende Störung haben wir uns bei Gründung der NachDenkSeiten im November 2003 zur Aufgabe gestellt. So steht es unter der Rubrik „Warum NachDenkSeiten?“ auf unserer Frontseite. An diesem Auftrag wird sich nichts ändern. Auch deshalb nicht, weil es ausreichend viele Menschen gibt, die unseren Versuch der Aufklärung für richtig halten und verteidigen. Zwei Mails / Texte dazu finden Sie unten. Albrecht Müller, Lars Bauer und Jens Berger

Mail von Jürgen Hölzinger vom 3.11.2015:

Sehr geehrter Herr Müller,

es überrascht mich nicht, dass nach dem bedauerlichen Zerwürfnis bei den NDS daraus jetzt Profit geschlagen wird.

Bitte geben Sie nicht auf! Wir brauchen die NDS!

Ich war einer von 200.000 Demonstranten  kürzlich in Berlin gegen TTIP und musste mich anschließend als „rechts“ beschimpfen lassen.

1981 war ich einer von 300.000 Demonstranten in Bonn gegen die Nato-Nachrüstung und wurde als „Kommunist“ diffamiert.

Es sind immer die gleichen Mechanismen, nur die Etikette wechseln. Wir sollten nicht zu viel Zeit und Mühe darauf verwenden, die Anschuldigungen zu widerlegen, denn eine faire Auseinandersetzung ist ja gerade nicht erwünscht.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und starke Nerven

mit herzlichen Grüßen
Jürgen Hölzinger


Norbert Häring
Rufmord als Methode (2): Offener Brief an Bascha Mika
02.11.2015

Aus Anlass eines großen „Berichts“ in der Frankfurter Rundschau vom 2. November über Albrecht Müller und die Nachdenkseiten (in Abwandlung hier online) habe ich mein langjähriges Abo dieser Zeitung gekündigt und ihrer Chefredakteurin in einem offenen Brief begründet, warum.

Liebe Frau Mika,

aus alter Verbundenheit mit einer früher einmal linksliberalen Zeitung bin ich immer noch Abonnent der Frankfurter Rundschau und habe dabei lange darüber hinweggesehen, dass man inzwischen in den meisten Artikeln schon in der Überschrift, spätestens aber im ersten Absatz, gesagt bekommt, in welche der beiden verfügbaren Schubladen „Gut“ oder „Böse“ man die Handelnden einzuordnen hat, bevor die eigentliche Nachricht beginnt. Der große Dreispalter auf der Aufschlagseite des Politikteils über Albrecht Müller und die Nachdenkseiten mit dem Titel: „Zweifel an der wahrsten Wahrheit“, den ich am Montag in der Rundschau fand, hat für mich das Fass zum Überlaufen gebracht. Es ist mir schwer verständlich, wie Sie, eine langjährige Chefredakteurin der taz, so ein rufmordendes Machwerk in Ihrem Blatt dulden können. Zwei Drittel des Beitrags referieren angebliche Verschwörungstheoretiker und –theorien von links bis rechts, die der Autor zu einer „Querfront“ vereint und auf unterschiedliche, zum Teil nur assoziative Weise mit Albrecht Müller und den Nachdenkseiten in Verbindung bringt. Das dient erkennbar nur dazu, den unbequemen und einflussreichen Links-Sozialdemokraten bei seiner (potentiellen) Leserschaft als verkappten Rechten, wenn nicht gar Völkisch-braunen darzustellen. Das ist nicht das erste Mal, dass ich so etwas in Ihrer Rundschau lesen muss. Sie haben auch so prominent und in so epischer Breite wie kein anderes mir bekanntes Blatt über die in gleicher Machart gestrickte Pseudo-Analyse zur angeblichen „Querfront“ aus der Otto-Brenner-Stiftung berichtet. Ihr Autor Steven Geyer hat das damals geschriebene in seinem Artikel von Montag offenkundig recycelt.

Da die Gefahr groß ist, sich zu beschmutzen, wenn man sich zu sehr mit Dreckschleudern befasst, werde ich Sie, Herrn Geyer und die Rundschau ab jetzt in Ruhe Ihre wertvolle Arbeit tun lassen, für wen auch immer.

Leben Sie wohl
Norbert Häring

P.S. Im Abschiedsbeitrag von Wolfgang Lieb auf den Nachdenkseiten verlinkt dieser auf viele Beiträge von Müller, die ihm aufgestoßen sind. Deutliche Worte stehen da, in der Tat, aber Müller ist eigentlich schon viele Jahre lang für deutliche Worte bekannt.

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