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Alternativer Medienpreis 2009 für die NachDenkSeiten

Veröffentlicht in: Aufbau Gegenöffentlichkeit, Das kritische Tagebuch

Am 8.Mai haben die NachDenkSeiten in Nürnberg einen „alternativen medienpreis 2009“ für die Sparte Internet verliehen bekommen. Dafür bedanken wir uns bei den Organisatoren dieses zum zehnten Mal verliehenen Preises und bei den Juroren. Wir haben diese Auszeichnung stellvertretend für alle, die www.nachdenkseiten.de unterstützen und die sich für unser Projekt engagieren, entgegengenommen.
Wir gratulieren unseren Mitgewinnerinnen und Mitgewinnern.
In der Laudatio [PDF – 41 KB] heißt es: Die Nachdenkseiten klären auf. „Sie verwirklichen einen der wesentlichen Internet-Grundgedanken: Experten lassen interessierte Menschen an ihrem Wissen teilhaben. Und das kostenfrei, ehrenamtlich, kontinuierlich und zuverlässig. Damit haben sie sich den Alternativen Medienpreis in der Sparte Internet verdient.“ Wolfgang Lieb

Vor gut einer Woche erhielt ich ein Schreiben der Leiterin der Journalistenakademie in München, Gabriele Hooffacker, mit dem sie die Herausgeber der NachDenkSeiten zur Verleihung des zehnten Alternativen Medienpreises nach Nürnberg einlud. Ich habe den Preis stellvertretend für unser Team, für die vielen sich für unser Projekt engagierenden Leserinnen und Leser und unsere Förderer entgegengenommen.

Den Alternativen Medienpreis 2009 organisiert die Nürnberger Medienakademie gemeinsam mit dem Kulturreferat der Stadt Nürnberg, der Stiftung Journalistenakadamie Dr. Hooffacker in München, dem MedienCampus Bayern e.V., Kommunikation und Neue Medien e.V. und der Deutschen Journalistinnen- und Journalistenunion (dju). Der Wettbewerb wird unterstützt vom Bündnis 90 / Die Grünen, von Christine Stahl MdL, der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Grünen Liste Erlangen, Radio Z, dem Verlag Nürnberger Presse, dem Verlag Testimon und weiteren Unterstützern wie etwa der Rosa Luxemburg Stiftung.

In der Pressemitteilung der Nürnberger Medienakademie heißt es u.a.:

Zehnter Alternativer Medienpreis zeichnet interaktive Medienprojekte aus
Acht Preisträger in den Sparten Presse, Internet, Audio und Video

Fast 130 innovative und gesellschaftskritische Einsendungen – im Jubiläumsjahr fiel der Jury die Auswahl der Preisträger besonders schwer. Überzeugen konnten in der Sparte Presse Michael Weiss mit seinem Beitrag „Lifestyle und Symbole rechter und rechtsextremistischer Gruppen“ sowie „Die Amalgam-Kontroverse“ von Thorsten Engelbrecht. Preise für gelungene Online-Auftritte gehen an den Podcast „www.respect.de“ und an „www.nachdenkseiten.de“. „Ene mene meck und du bist weg“, ein Feature zum Thema Gewalt in Familien und der Beitrag „DU bist Radio“ mit Häftlingen aus der JVA Lenzburg werden in der Kategorie Radio geehrt. Andrea Röpke und Otto Belina dürfen sich über einen Preis für ihren Fernsehbeitrag „Ferien im Führerbunker“ freuen, ebenso wie der berührende Film „Manchmal bin ich sogar glücklich“ von Margit Pabst.

Wir gratulieren auch auf diesem Wege noch einmal unseren Mitpreisträgerinnen und Preisträger. Und wir empfehlen Ihnen, in die ausgezeichneten Beiträge hineinzuhören, zu schauen oder zu lesen (Klicken Sie dazu die Links bei den Preisträgern an; die noch nicht eingestellten Beiträge sollen noch zur Verfügung gestellt werden.)

Wir bedanken uns persönlich bei Peter Lokk von der Nürnberger Medienakademie und Gabriele Hooffacker von der Journalistenakademie in München, die den Wettbewerb organisiert und die Verleihung moderiert haben, und wir bedanken uns natürlich auch bei der Jury.

In der Laudatio der Jury für die nachdenkseiten.de heißt es:

Auf die Nachdenkseiten stieß ich durch Zufall vor einigen Jahren. Beim ersten Besuch war ich etwas verwirrt: „Hinweise des Tages“ hieß es da.
Nanu, dachte ich – so viele Hinweise und keinen kann ich anklicken!
Nachdem ich mich allerdings mit der Navigation angefreundet hatte, entpuppten sich die Nachdenkseiten für mich als wahre Fundgrube. Ich interessiere mich für kritische Webseiten und siehe da – hier war wirklich eine. Mitten im Mediengetöse des neoliberalen Mainstreams steht ein Fels in der Brandung.

In der Selbstdarstellung heißt es: „Im Internet finden Sie gute kritische Websites. Aber Sie finden keine gebündelte kritische Begleitung der politischen Meinungs- und Willensbildung.“
Die „Hinweise des Tages“ sind eine werktägliche Zeitungsschau. Kritische und weniger kritische Artikel sind dort verlinkt – sparsam kommentiert, aber immer das Denken herausfordernd. Eine derartig dichte Zusammenstellung relevanter Zeitungsartikel zum derzeitigen Wirtschaftsgeschehen fand ich bisher nirgendwo anders.

Aus der Selbstdarstellung: Die „NachDenkSeiten wollen die Qualität der öffentlichen Meinungsbildung und damit auch die Qualität der politischen Entscheidungen fördern.“
Wenn Sie hören, welche Meinung in Deutschland ein Finanzexperte vertritt, dann fehlt Ihnen meist die Information, in wessen Lohn und Brot besagter Experte steht. Nicht aber bei den Nachdenkseiten!
Interessenverflechtungen zwischen Wirtschaft und Meinungsmache werden aufgedeckt und genannt.

Aus der Selbstdarstellung: „NachDenkSeiten wollen hinter die interessengebundenen Kampagnen der öffentlichen Meinungsbeeinflussung leuchten und systematisch betriebene Manipulationen aufdecken.“
Politische Bildung tut not. Verlinkungen zu anderen kritischen Seiten stellen Zusammenhänge her und helfen, Lobbyismus und Meinungsmanipulation besser zu erkennen. Sehr wichtig finde ich beispielsweise die Aufklärung über die Kampagne zur Rentenversicherung.
Jahrelange PR-Arbeit hat mit Hilfe der Mainstream-Medien das Ansehen der staatlichen Rente in der Öffentlichkeit ruiniert. Das Geld sollte in die Taschen der privaten Versicherungen fließen. Jetzt, in der Krise, schreiben dieselben Medien, dass die privaten Rentenversicherer in Not sind und tun auch noch überrascht dabei.

Die Nachdenkseiten klären darüber auf.
Sie verwirklichen einen der wesentlichen Internet-Grundgedanken:
Experten lassen interessierte Menschen an ihrem Wissen teilhaben. Und das kostenfrei, ehrenamtlich, kontinuierlich und zuverlässig.
Damit haben sie sich den Alternativen Medienpreis in der Sparte Internet verdient.

Dieses Lob wollen wir gerne an alle weitergeben, die bei den NachDenkSeiten mittun.
Fühlen Sie sich mit ausgezeichnet!

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