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80 Seiten-Schriftsatz gegen ein ARD- Aufklärungsstück zu Maschmeyer, Riester, Rürup & Co.

Verantwortlich:

Die NachDenkSeiten hatten berichtet, dass am 12. Januar um 21:45 Uhr das Fernsehenstück „ARD-exclusiv“ „Der Drückerkönig und die Politik“ läuft. Es geht um Maschmeyers Verkaufsmethoden und seine Helfer in Politik und Wissenschaft. Mit verarbeitet ist auch ein Interview mit mir. Gegen diesen späten aber immerhin begonnenen Versuch, über die Machenschaften um die Privatvorsorge aufzuklären, interveniert jetzt der Anwalt von Maschmeyer. Davon berichtet die Süddeutschen Zeitung Lesenswert, siehe auch die kleine Dokumentation in der Anlage.
Helfen Sie mit, diese massive juristische Intervention dafür zu nutzen, dass möglichst viele Menschen das Aufklärungsstück sehen. Nutzen Sie bitte Ihre E-Mail Verteiler zur Weiterleitung unserer Information. Albrecht Müller.

Der von Maschmeyer bemühte Medienanwalt Matthias Prinz versteht sein Geschäft. Das sollte einen aber nicht schrecken. Zur Mittagszeit des 11. Januar erschienen Meldungen, dass die ARD sich nicht einschüchtern lässt und das Stück senden wird. Siehe bei C

Man sollte die massive juristische Intervention auf dem Hintergrund der sich häufenden Nachrichten über die mangelnde Rentabilität und Sicherheit der Privatvorsorge Produkte sehen. Den Profiteuren der Privatvorsorge steht das Wasser bis zum Hals. Immer mehr Menschen erkennen, wie sinnlos die Riester-Rente und die Rürup-Rente zum Beispiel waren und sind. Also wehren sich die Profiteure der öffentlich geförderten Privatvorsorge gegen jede Aufklärung und sie betreiben gleichzeitig massiv ihr Geschäft weiter, übrigens auch über öffentlich-rechtliche Sender wie zum Beispiel heute Abend beim ZDF.
Siehe “Leidet die junge Generation unter dem demographischen Wandel oder unter vielen anderen politischen Fehlentscheidungen?”

Dokumentation von drei Berichten zum Thema:

  1. Bericht der Süddeutschen Zeitung

    11.01.2011 05:30
    Am Drücker – AWD-Gründer Maschmeyer will ARD-Doku verhindern
    Es ist eine Menge Papier bedruckt worden in den Büros der Anwaltskanzlei Prinz in Hamburg. Gut 80 Seiten umfasst das Schreiben, das gleich in vielfacher Ausfertigung das Haus verlassen hat: Indem er alle Intendanten der neun Landesrundfunkanstalten der ARD einzeln anschrieb, versuchte der Medienanwalt Mathias Prinz, die Ausstrahlung eines wenig schmeichelhaften Films über seinen Mandanten Carsten Maschmeyer zu verhindern. Die Dokumentation Der Drückerkönig und die Politik zeichnet die Karriere des Unternehmers aus Hannover nach und beleuchtet die Verbindung des Gründers des Finanzdienstleisters AWD mit den Mächtigen der Politik. Besonders mit den Ministern der rot-grünen Ära von Ex-Kanzler Gerhard Schröder, die das System der privaten Vorsorge vorangetrieben haben, soll sich Maschmeyer besonders gut gestellt haben – das ist auch ein Geschäftsfeld des AWD. Der Vorgang, die einzelnen ARD-Anstalten unter Druck zu setzen, um die Ausstrahlung eines Film im Ersten zu verhindern, ist neu, die Empörung im Senderverbund entsprechend groß. Der Film soll aber wie geplant an diesem Mittwoch um 21.45 Uhr im Ersten gezeigt werden. rtw

  2. Mediabiz Blickpunkt:Film

    Finanzunternehmer Maschmeyer schießt gegen ARD-Doku
    Unternehmer Carsten Maschmeyer zeigt sich gern in der Öffentlichkeit, z.B. vergangenes Jahr beim Tele 5 Director’s Cut in München mit Lebensgefährtin Veronica Ferres und Minu Barati-Fischer. Jetzt will er eine Doku über seine Person verhindern.
    Carsten Maschmeyer setzt alle Hebel in Bewegung, die Ausstrahlung des Dokumentarfilms “Der Drücker und die Politik” zu verhindern. Laut einem Bericht der “Süddeutschen Zeitung” hat der Gründer des Finanzdienstleisters AWD und Lebensgefährte von Schauspielerin Veronica Ferres den Hamburger Promi-Anwalt Mathias Prinz engagiert, um die für diesen Mittwoch um 21.45 Uhr in der ARD angesetzte Sendung zu kippen. (…)

  3. Sat+kabel

    berichtet am Dienstag, den 11. Januar 2011 um 13:55 Uhr:
    ARD-Ärger: TV-Doku über AWD-Gründer wird ausgestrahlt – Empörung
    Trotz Intervention des Medienanwalts Matthias Prinz will die ARD eine Dokumentation über den Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer an diesem Mittwoch (21.45 Uhr) senden. 

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