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Die Hauptsache verschwindet hinter dem Getöse um Guttenberg: der Ausbau der Bundeswehr zu einer Interventionsarmee, auch zur Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen

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Die NachDenkSeiten-Leser/innen sind einfach gut. Sie geben häufig interessante Hinweise. Und wenn man als Schreiber vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht, dann machen sie auf das Wesentliche aufmerksam. So heute mit dem Hinweis: Guttenberg wird gehalten, weil er es schafft, den Krieg als eine akzeptable Möglichkeit zur Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen erscheinen zu lassen und die Bundeswehr auf die Funktion einer Interventionsarmee hin zu trimmen. Köhler musste zurücktreten, weil er offen über diese Absicht redete. Guttenberg wird gehalten. Albrecht Müller.

Die Umstellung der Bundeswehr auf eine Söldnerarmee ist genau dem Umstand, professionell militärisch intervenieren zu können, geschuldet. Obwohl die aktuellen Ereignisse gerade zeigen, wie wichtig eine Armee mit Wehrpflichtigen ist, steht dazu in der deutschen Presse fast nichts. Und die Opposition thematisiert diese wichtige Frage auch nicht ausreichend.

Schon gar nicht wird darüber nachgedacht, dass Guttenberg seinen Aufstieg und seine „Durchhaltefähigkeit“ der internationalen und ideologischen Einbindung verdanken könnte. Die USA wollen offensichtlich die neu zu gewinnende Schlagkraft der Bundeswehr und den Abbau der Schranken. Darauf arbeiten sie schon lange hin. Das mithilfe von Rot und Grün zustande gekommene Engagement der Bundeswehr und der NATO im Kosovo Krieg war ein erster wichtiger Schritt zum Einsatz der Bundeswehr out of area, also außerhalb des NATO-Bereichs und nur zur Verteidigung. Afghanistan war ein weiterer Schritt. An Guttenberg hält man fest, weil er die weiteren Schritte vorbereiten soll.

Eine solche Einschätzung entspricht nicht irgendwelchen Verschwörungstheorien sondern der Beobachtung der Wirklichkeit.

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