Ukrainekrieg: Nibelungentreue der deutschen Regierung

Ukrainekrieg: Nibelungentreue der deutschen Regierung

Ukrainekrieg: Nibelungentreue der deutschen Regierung

Marcus Klöckner
Ein Artikel von: Marcus Klöckner

Die deutsche Regierung setzt im Ukrainekrieg auf Nibelungentreue. Das wird nicht gut ausgehen. Zum schweren Nachteil Deutschlands hält die Merz-Regierung an einer Ukrainepolitik fest, die krachend gescheitert ist. Bald fünf Jahre Krieg zeugen von dem fatalen Kurs. Am Wochenende sind sogar Donald Trump und der ukrainische Präsident heftig aneinandergeraten. Mit ziemlich viel Wut im Bauch hat Trump Selenskyj vorgeworfen, den Krieg in der Ukraine zu verlängern. Das hätte für die deutsche Regierung ein Zeitpunkt sein können, kritische Worte an Selenskyj zu richten, um klarzumachen: Dieser Krieg wird auch auf Kosten der deutschen Steuerzahler geführt. Es kann und darf keine Blankovollmacht vonseiten Deutschlands geben. Doch: Das Gegenteil ist der Fall. Die deutsche Regierung bekräftigt ihre „Unterstützung“. Das ist ein katastrophaler Irrweg. Ein Kommentar von Marcus Klöckner.

Die deutsche Regierung hat seit langem der Ukraine die Carte Blanche ausgehändigt. Ein Freibrief, um in dem Krieg mit dem Kopf durch die Wand zu wollen. Das ist eine unverantwortliche Sauerei gegenüber der deutschen Bevölkerung. Die als „Hilfen“ für die Ukraine klassifizierten Leistungen von deutscher Seite sollen sich bislang auf rund 100 Milliarden Euro belaufen. Eine schier unfassbare Zahl. Das ist Geld, das dringend in Deutschland benötigt würde.

Halten wir uns vor Augen:

  • Im Raum steht eine wie auch immer geartete Beteiligung der Ukraine an dem Anschlag auf Nordstream.
  • Immer wieder tauchen zudem Videos auf, die die brutalen Methoden der Rekrutierungsbeamten dokumentieren, Stichwort: Menschenrechte!
  • Selenskyj will nicht klein beigeben. Angestoßen durch eine nicht minder brutale, eiskalte westliche Tiefenpolitik, fließen seit Jahren gigantische Summen in die Ukraine. Die militärische Unterstützung der NATO-Staaten erweckt den Eindruck, die Ukraine könnte mit einem „Sieg“ aus dem Krieg hervorgehen.

Vonseiten der deutschen Regierung gibt es kein kritisches Wort gegenüber der ukrainischen Führung.

Als am Wochenende bekannt wurde, was sich hinter den Kulissen abspielt, wurde ein weiteres Mal klar, was Kritiker ohnehin seit langem anmahnen.

Die USA handeln im Ukrainekrieg aus eigenen Interessen. Es zählt, was dem Land dient. Gerade gehen in den USA die Dieselpreise durch die Decke. Das ist schlecht für die Laune im Land und damit auch für die Zustimmung gegenüber Trumps Politik.

Das Ergebnis: Die USA lockern vorübergehend Sanktionen gegen Russland, damit Putin große Mengen Diesel dem Weltmarkt zur Verfügung stellen kann. Und: Trump bat Selenskyj, keine russischen Raffinerien anzugreifen. Selenskyj ließ trotzdem Raffinerien angreifen. Trump war außer sich und er sagte, die Ukraine brauche einen neuen Präsidenten.

Hier geht es um amerikanische Interessen. Nur: Wie sieht es mit den deutschen Interessen aus?

Die massive Unterstützung der Ukraine ist jedenfalls nicht im Interesse der Bundesrepublik. Im Gegenteil: Immer mehr Geld fließt ab, immer tiefer gerät Deutschland in den Sumpf des Krieges. Immer heftiger wird der Konflikt mit Russland.

Doch allem ungeachtet: „Deutschland bekräftigte seine Unterstützung für die Ukraine“, heißt es in einem aktuellen Beitrag vom Deutschlandfunk. Demnach habe der Regierungssprecher Stefan Kornelius gesagt, es werden mit europäischen Partnern weitere Strafmaßnahmen gegen Russland koordiniert.

Noch immer: kein kritisches Wort gegenüber Selenskyj.

Eine Nibelungentreue kommt zum Vorschein. Das wird immer fataler – nicht nur für die Ukraine, die selbst große Verluste an Soldaten zu beklagen hat, sondern auch für Deutschland.

Titelbild: Vin.gov.ua / wikimedia / Creative Commons Attribution 4.0 International

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