Ein Bericht über die Folgen der westlichen Sanktionen für die auf der Krim lebenden Menschen
Ein Bericht über die Folgen der westlichen Sanktionen für die auf der Krim lebenden Menschen

Ein Bericht über die Folgen der westlichen Sanktionen für die auf der Krim lebenden Menschen

Ein Artikel von Christian Müller | Verantwortlicher: Redaktion

Christian Müller vom INFOsperber hat drei Wochen lang die Krim bereist. Er wird darüber in mehreren Teilen berichten. Auf den ersten Bericht weisen wir heute hin. Der Autor spannt den Bogen von den Hintergründen der Zugehörigkeit der Krim zu Russland zu den Folgen der Krim-Sanktionen für die Bewohner der Krim. Ein interessanter Bericht. Albrecht Müller.

Krim-Sanktionen: So bestraft der Westen unschuldige Menschen

Christian Müller / 21. Jul 2019 – Die USA, die EU und auch die Schweiz geben vor, Putin zu bestrafen. Opfer sind andere. Ein persönlicher Augenschein auf der Krim.

Es gibt nicht nur die «Ironie des Schicksals», wie die berühmte Filmkomödie von 1975 heisst, die noch heute in Russland an jedem Silvester im Fernsehen gezeigt wird. Es gibt auch die Ironie der Geschichte – und so eine läuft im Moment ab, nicht im Kino und nicht als Lustspiel. Im Gegenteil: in bitterer Realität.

Im Februar 1945, als die Kapitulation Hitlers in Sichtweite war, haben die drei Staatsführer Stalin, Churchill und Roosevelt in Jalta auf der Halbinsel Krim in absolut autokratischer und betont selbstherrlicher Manier festgelegt, wo künftig die Grenzen in Europa verlaufen sollen und wer wo das politische Sagen haben soll. Von Polen zum Beispiel wurde ein Teil der Sowjetunion zugeschlagen, dafür erhielt es einen «Ersatz» auf Kosten Deutschlands. Selbstbestimmung der Völker war kein Thema. (Zu einem deutschsprachigen Video mit allen Informationen zur «Konferenz von Jalta», wie sie in die Weltgeschichte eingegangen ist, hier anklicken.)

Zum Bild: Adolf Hitler war ihr gemeinsamer Feind, auf Jalta haben sie Geschichte geschrieben. Als Postkarte ist dieses historische Bilddokument der drei Staatsführer Churchill, Roosevelt und Stalin nur im Livadija Palace in Jalta zu kaufen, auf Wunsch mit einem Stempel auf der Rückseite. – Das farbige Bild oben zeigt den Tisch im Livadija Palace – heute ein Museum, das besucht werden kann – mit den drei Politgrössen als Puppen. (Foto Christian Müller)

Neun Jahre später, 1954, nur wenige Monate nach Stalins Tod und Nikita Chruschtschows De-facto-Übernahme der Staatsführung der Sowjetunion als neuer Parteichef der KPdSU, verschenkte ebendieser Chruschtschow selbstherrlich die damals zur Russischen Sowjetrepublik gehörende Halbinsel Krim der Ukrainischen Sowjetrepublik. Sogar sehr selbstherrlich: Er überging gar die notwendigen Formalitäten in der sowjetischen Führungsriege, was zehn Jahre später, im Jahr 1964, als er von Leonid Breschnew weggeputscht wurde, in seinem «Sündenregister» unter dem Stichwort «Voluntarismus» als Beispiel seiner Selbstherrlichkeit aufgeführt wurde.

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Titelbild: Livadija Palast in Jalta, wo Stalin, Roosevelt und Churchill 1945 Europa aufteilten – © Christian Müller

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