Leserbriefe zu „Impf-Druck: Jetzt auch auf die Kinder“

Ein Artikel von:

In diesem Kommentar thematisiert Tobias Riegel das politische Vorhaben der Impfung von fünf bis elf Jahre alten Kindern. In Berlin und Hamburg würden teils die kritischen Kinderärzte umgangen, viele Kinderarzt-Praxen hielten „den medizinischen Nutzen der Impfungen für Kinder für gering“. Da die Altersgruppe durch Corona so gut wie nicht bedroht sei, übersteige noch das kleinste Impfrisiko einen möglichen „Nutzen“. Dennoch seien sogar Forderungen nach einer Kinder-Impfpflicht geäußert worden. Abschließend wird die Meinung geäußert, die „vorsätzlich zugespitzte Impfdebatte“ diene der Ablenkung und: „Die mit ´Virusbekämpfung´ begründeten und mutmaßlich langfristig angelegten Strukturen zur Überwachung, Gängelung und Kontrolle werden am Ende uns alle treffen“. Es sei „höchste Zeit, den Corona-Wahnsinn zu stoppen – gemeinsam“. Danke für die interessanten Leserbriefe. Hier eine Auswahl. Zusammengestellt von Christian Reimann.

1. Leserbrief

Hallo,

mit Erschrecken habe ich gelesen, dass jetzt auch eine Impfung von Kindern ohne Zustimmung der Eltern zulässig sein soll.

Ich habe viele Jahre Arzthaftungsprozesse für ein Uni-Klinikum geführt und habe noch nie einen solchen Blödsinn gehört.
Vor der Impfung ist eine Aufklärung durchzuführen, auch hier sind bei Minderjährigen bereits die Eltern zu beteiligen. Eine wirksame Einwilligung in die Impfung, die ja rechtlich wie jede medizinische Behandlung erst einmal eine Körperverletzung ist, können bei Minderjährigen nur die sorgeberechtigten Eltern geben.
Etwas anderes gilt nur beim Recht über die religiöse Kindererziehung, wo die Kinder ab 14 Jahren selbst eine Entscheidungsbefugnis haben.

Was hier im juristischen Bereich abläuft kann man nur noch als „Staatsstreich“ bezeichnen, allerdings bisher legitimiert durch den unsäglichen 1. Senat des Bundesverfassungsgerichts, der durch zwei Entscheidungen ( Klima und Corona), den Ruf dieses Gericht nachhaltig zerstört hat. Für mich sind das keine Juristen, was ich von diesen Leuten halte, behalte ich vorsichtshalber für mich.

Bitte machen Sie unverdrossen mit Ihrer Arbeit weiter, damit nicht auch noch der „Strohhalm“ Nachdenkseiten untergeht.

Erich Franz
Jurist

P.S.
Unsere ehemals „sozialdemokratischen“ Nürnberger Nachrichten haben den „Kipppunkt“ schon lange überschritten. Denen kann man nur noch die „harten“ Fakten der Todesanzeigen entgegenhalten um ihre redaktionellen Lügen, ihre Panikmache und ihre Söder-Schleimerei zu beweisen! Aus diesen harten Tatsachen ergibt sich nämlich klar und eindeutig dass der Weltuntergang nicht vor der Tür steht!


2. Leserbrief

Hallo Herr Riegel,

nur kurz zu Ihrem Beitrag zum Impf-Druck auf Kinder.

Sie schreiben: “Es ist höchste Zeit, den Corona-Wahnsinn zu stoppen – gemeinsam.”

Dem kann man nur uneingeschränkt zustimmen.

Dann distanzieren Sie sich noch von diesem Fackelmarsch (man wird ja gewissermaßen zu solchen Selbstverständlichkeiten genötigt). Da möchte ich aber – vielleicht etwas polemisch – fragen, wie viele der Initiatoren dieses Aufmarsches wohl auf der Gehaltsliste des Verfassungsschutzes stehen mögen?

Mit besten Grüßen
Marco Merten


3. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Riegel,

ja die Wellen der Impfenthusiasten schlagen immer höher und werden immer skurriler.
Erst heute durfte ich lesen (meta.tagesschau.de), dass doch die die sich jetzt Erstimpfen lassen doch daran schuld sind, dass die Älteren nicht geboostert werden können.
Wenn nun auch noch die Kinder dazu kommen sollen, will ich mir das Chaos gar nicht mehr ausmalen.

Zum einem wollen die Leute eine möglichst hohe Impfquote. Dies kann ich irgendwie auch noch nachvollziehen.
Aber dann will man die Impfung am liebsten nur noch auf einen Impfstoff reduzieren, auf den von BionTech meistens.
Wenn man sich dann dem Druck gebeugt hat, wird man aber nicht jubelnd bei den Impfenthusiasten empfangen, sondern weiter beleidigt. Dass die Gründe die man bis dahin vorschob doch ungerechtfertigt waren. Das man nur zu faul war. An Verschwörungstheorien etc. geglaubt hat.
Es ist erschreckend und es macht sprachlos.
Einst dachte ich es geht um die Impfung, es geht um die Impfquote.
Doch langsam beschleicht mich das Gefühl, dass es dies nicht mehr ist. Zumindest bei einigen Impfenthusiasten.
Bei einigen geht es wohl nur noch darum das eigene „ich“ als größer darzustellen und von denen kommt der Vorwurf, die Nichtgeimpften seien alles Egoisten.

Die gesellschaftliche Entwicklung der letzten 2 Jahre macht einen depressiv.
Ich möchte nun nicht über Logik, Rationalität oder sonstiges sprechen. Es gibt eigentlich nur 3 Worte dazu „divide et impera“.

Danke für die kleinen Hoffnungsschimmer am grauen Firmament.
Und danke an die Nachdenkseiten. Ihr lasst einen nicht noch mehr verzweifeln.

Beste Grüße
T. Neumann


4. Leserbrief

Hallo Herr Riegel,

es ist ein Irrsinn, was Corona-Politik macht. Es ist schon ein Erkenntnis durchgedrungen über Unausweichlichkeit des endemischen Verlaufs der Pandemie und man tut alles es trotzdem zu verhindern. Mit Kindern und Jugendlichen wäre große Gruppe natürlich immunisiert. Es ist doch zu begrüßen, statt zu schreien über großen Inzidenzen. Und war es nicht gerade beschlossen mehr auf Krankenhaus- bzw. Intensivbettenbelegung zu achten statt auf Inzidenzen? Schnee von gestern. Dagegen werden wir von punktuellen Ereignissen bombardiert (wie etwa der Einsatz der Flugzeuge, um die Coronapatienten zu verlegen) und es als allgemeine bedrohende Situation zu verkaufen. Soweit sind wir schon, die Apokalipse kommt. Jetzt in Form der südafrikanischen Mutation… Das Problem mit dem Abbau der Intensivbetten und das Schwinden des Personals, der von den Applausen genug hat, man thematisiert es einfach nicht.

Überhaupt, das was mit Kindern und Jugendlichen gemacht wurde und weiter so macht, ist ein Verbrechen. Ich erinnere an den Film Mission. Ich könnte jetzt nicht ganze Geschichte der Eroberung bzw. Christianisierung der indegenen Amerikas erzählen. Aber die Ende blieb in meinem Gedächtnis wie eingebrand. Der Pfarrer nimmt ein Teil an dem Widerstand der Einheimischen gegen Armeeeinheiten. Das Vorhaben von Anfang an ist ein Himmelfahrtskommando, also Selbstmord, was mit katholischen Glauben nicht vereinbar ist. Wann er von einem Freund gefragt wurde, warum macht er es, antwortete Pfarrer: In dieser Gesellschaft (die also es erlaubt) will ich nicht leben. Es geht mir eigentlich ähnlich. In dieser Gesellschaft will ich nicht leben.

Es muss wirklich – und eigentlich muss es jeder Einzelne machen – überlegt werden, warum wir gekommen sind dort, wo wir sind. Warum Kinder in dieser Gesellschaft nur in Wortern nicht aber in der Praxis eine schutzbedürftige Gruppe angesehen wird. Corona hin, corona hier, aber dieser Zustand müsste schon vorher sein. Innere Einstellung die Kinder zu opfern kommt nicht zufällig. Sie offenbarte sich jetzt nur. Wir müssen sich diese Fragen stellen und ich denke, die Antworten werden uns nicht gefallen. Z.B. die Sorge um natürlichen Fortbestand der Gesellschaft wird mit der Imigration gelöst. Oder das Schätzen der schon lieb gewordenen Bequemlichkeiten und nicht zuletzt das finanziellen Standard, auf den man nicht verzichten will in Falle der Kinder usw.

Wenn ich anfangs eher eine Skeptikerin war und vorsichtig mit Verschwörungstheorien umgegangen bin, finde ich mittlereweile keine andere plausible Erklärung für Coronastrategie. Im Grunde ganzes klassische Wissen über Bekämpfung der Pandemien, das in letzten Jahrzenten erfolgreich angewendet wurde, wurde s. z. über Nacht über Bord geworfen. Die Idee der Ganzheitlichkeit des epidemischen Geschehens fundiert als Basis dieser Lehre. Die Ganzheitlichkeit vom Erreger-Wirt-Umgebung muss berücksichtigt werden. Die einseitige Fokusierung auf dem Erreger darf nicht dominieren, da solche Strategie durch die Ganzheitlichkeit aufgesaugt wird und durch Nebenwirkungen neutralisiert.Es ist sehr erhellendes Bericht – gerade für Leien – in Gutachten von Herr Schrappe zu lesen. Ein Gutachten, das für BVerfG geschrieben wurde und wie man schon aus Ereignissen der letzten Tagen weiß, vollständig vom Gericht ignoriert wurde. Eine Schande.

Ich vermute, die technokratische Lösung, der die meistens Regierungen in der Welt nachgegangen sind, ist zwar auch aus wissenschaftlichen Federn entstanden, aber wurde von bestimmten Finanzkreisen massiv gefordert. Insoweit sind wir nicht nur einem experimentellen Impfstoff ausgesetzt wurden, sondern nehmen in einem globalen sozialen Experiment teil, in dem hintergründig ganz andere Ziele bedient werden. Nur so kann ich diesen Wahn erklären. Ich wundere mich nur, dass die Politiker schämen sich nicht sich als Marionetten auszugeben. Sie diskreditieren sich selbst.

Aber sonst, wie mir es auch leid tut, denke ich, die Gesellschaft hat das, was sie sich verdient hat…

Entschuldige mich bitte für die Fehler. Deutsch ist eine Fremdsprache für mich.

Mit freundlichem Gruß
Irena Pottel


5. Leserbrief

Hallo Herr Riegel,

vielen Dank für Ihre Artikel, dessen Aussagen ich nur zustimmen kann.

Leider zieht sich für den Aufmerksamen ein Muster durch das Handeln der politischen Akteure und zwar von Anfang an.

Zwei Schritt vor, ein Schritt zurück in die immer weitere Eskalation.

Politische Akteure und Medienvertreter, sowie diverse Verbände treten inzwischen mit einer Agressivität auf, die man noch vor wenigen Jahren für unmöglich gehalten hätte.

Unterstützt werden sie von übereifrigen Mitläufern, ohne die es unmöglich wäre solche Verhältnisse zu schaffen.

Aussagen wie die von Sarah Bosetti, die von den Ungeimpften als einen Blinddarm (man ist geneigt “im gesunden Volkskörper” zu ergänzen) spricht, den man entfernen müsse.

Sie offenbahrt nicht nur totalitäre Denkmuster und eine abrgrundtiefe Verachtung gegenüber denen, die ihr ihr gut situiertes Dasein erst ermöglichen (die Kritik bezeichnete sie als Shitstorm von “rechts-unten”), sondern bedient sich einer Sprache, die sehr stark an die dunkelsten Kapitel unserer Geschichte erinnert.

Nein, das ist kein Ausrutscher. Das hat System.

Permantentes Gehetze gegen Menschen welche die experimentelle Injektio ablehnen, jeglichen Tatsachen widersprechend, ist momentan schwer angesagt.

Die Agenda war dabei im Grunde von Anfang an klar, man mußte die Aussagen von Gates, wortgeleich von Fr. Merkel wiederholt, absolut ernst nehmen.

Eine Aussage, die er kürzlich erst wieder wiederholt hat. Man müsse 7Mrd. Menschen impfen.

Diese Aussage war damals, neben weitere Unstimmigkeiten, für mich der Punkt das veröffentlichte Narrativ zu hinterfragen.

Es gab eine weitere Aussage von Gates, die er in einem Interview geäußert hat.

Die Menschen würden so handeln, als hätten sie eine Wahl. Ich möchte hier ergänzen, Menschen haben immer eine Wahl!

Ich denke man muss diese Aktivitäten auch im großen Zusammenhang sehen.

Denn Impfungen sind nur ein Betätigungsfeld auf dem u.a. die Gates-Stiftung versucht Monopole und Abhängigkeiten zu schaffen. Dabei unterläuft sie regelmäßig staatliche Institutionen.

Es betrifft auch weitere Gebiete der Daseinsfürsorge, wie die Nahrungsmittelproduktion. Auch hier unter dem Vorwand des angeblichen Philantropismus.

U.a. durch den Einsatz genmaipuliertem Hybridsaatgut. Saatgut, dass von Bauern nicht verwendet werden kann um einen Teil der Ernte für die Aussaat im kommenden Jahren zu verwenden.

Die Bauern werden zunächst bei der Einführung unterstützt und hängen nach Auslaufen der Unterstützung von teuren, westlichen Techologien hab.

Alt bekanntes, kolloniales Vorgehen. Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks auch in Osteuropa (z.B. Rumänien) erfolgreich angewendet.

Das gleiche Vorgehen betrifft die diversen Impfprogramme der Stiftung. Sehr erhellend dazu das Buch: “Disrupting global health” von Jacob Levich.

Ein sehr aussagekräftiges Kapitel darus zum freien Download (in Englisch): https://www.routledgehandbooks.com/doi/10.4324/9781315297255-20

Hier als deutsche Übersetzung:

https://blog.bastian-barucker.de/disruption-der-weltgesundheit-die-gates-stiftung-und-das-geschaeft-mit-impfstoffen/

Zum Thema Saatgut lohnen sich die diversen Interviews mit Vardana Shiva, die in ihrer Heimat Indien seit Jahrzehnten für Nachhaltigkeit kämpft.

Hier eins über das Treiben der Gates Stiftung (in Englisch):

https://www.youtube.com/watch?v=MNM833K22LM

Viele Grüße und vielen Dank für Ihre wertvolle Arbeit
Andrej R.


6. Leserbrief

Liebes Redaktionsteam, werter Herr Müller, lieber Herr Riegel,

hin und wieder lasse ich mich – als täglicher Leser der NachDenkSeiten – zu einem Leserbrief hinreißen, diesmal geht es um den Beitrag von Tobias Riegel am 07.12.2021 mit dem Titel “Impf-Druck: Jetzt auch auf die Kinder”.

Man hat es in diesen Zeiten zunehmend schwer und in meinem Umfeld, welches Gott sei Dank auch stark von Menschen geprägt ist, die die Maßnahmen der Politik und Medien in Bezug auf Corona sehr kritisch sehen und größtenteils auch die Impfung ablehnen, spüre ich zunehmende Resignation, Frustration, Erschöpfung, aber auch Wut und Zorn. Über die Anmaßungen von Politikern und Medienvertretern, über die Arroganz von “Entscheidern”, die meinen, andere Ansichten, Meinungen oder gar unpassende Fakten ignorieren oder abkanzeln zu können, auch über die (Mit-)Menschen in diesem Land, die all die gefährlichen Schritte hin zu einer Entwicklung, wie wir sie hier in Deutschland schon hatten, kritiklos mitlaufen und jeden, der warnt und kritisiert am liebsten gleich hängen möchten. Ich persönlich bin es leid, jeden Tag die immer schlechter und schlechter werdenden Nachrichten (zuletzt: K. Lauterbach als Gesundheitsminister! unfassbar!) trotz immer besser und besser werdender Informationen (Studienlage zur “Gefährlichkeit” von CoViD-19, Wirksamkeit von Lockdowns, Masken, Impfstoffen; Verfügbarkeit von Behandlungsmethoden und Medikamenten; politischen Skandalen im Gesundheitssystem, Stichwort Bettenabbau und Prämienzahlung dafür etc.) zu lesen und möchte am liebsten einfach weit weglaufen. Nur wohin? Der “Corona”-Wahnsinn regiert ja überall! Man schaue nach Australien, wo Internierungslager für positiv geteste, jedoch kerngesunde Menschen geschaffen und genutzt werden. Auch Russland ist in dieser Hinsicht kaum ein Lichtblick mit seiner immer stärker ausgeweiteten Impfpflicht. Also wohin soll man gehen? Der Mond soll ja noch recht ruhig sein… Aber das Kapital triumphiert und hat ja bereits in der Vergangenheit “erfolgreich” mit dem Faschismus kooperiert.

Nun, das vorweg geschickt, ist mir ein Satz in dem Beitrag von Tobias Riegel ein wenig aufgestoßen, ausgerechnet einer, welcher später hinzugefügt wurde:
“Nicht verschweigen sollte man aber auch zu verurteilende Aktionen von kleinen Gruppen des „Corona-Protests“ wie dem „Fackelmarsch“ in Sachsen – hier sollte man sich abgrenzen.” Ich muss dazu noch erwähnen, dass ich mich für explizit linksliberal halte, also weder mit Rechtsextremen zu tun habe noch sympatisiere und ich kenne auch diese Gruppe “Freie Sachsen” nicht. Jedoch lassen die überaus vorsichtigen Formulierungen im verlinkten Beitrag des BR (“mutmaßlich rechtsgerichteter Gegner der Corona-Politik”, “die sogenannte “Querdenker”-Szene”) vermuten, dass hier womöglich nur der (politisch dazu angestiftete) Verfassungsschutz eine Einschätzung als “rechtsextremistisch und verfassungsfeindlich” sieht (der ja selbst beim NSU hinreichende Blindheit auf dem rechten Auge bewiesen hat). Aber soweit ich das lesen konnte, ging es bei dem Protest (physisch) gewaltfrei und friedlich zu. Dass es gewissen Leuten nicht passt, wenn man vor ihrem Wohnsitz demonstriert – geschenkt! Aber was heißt eigentlich “staatliche Repräsentantin” (Zitat Horst Seehofer)? Handelt es sich bei den Mandatsträgern (und das sind nach meinem Kenntnisstand auch die Minister, im Gegensatz zu Beamten) nicht um Repräsentanten des Volkes? Und sollen die nicht in erster Linie im Sinne des Volkes handeln, welches sie legitimiert und beauftragt hat? Und wenn man nun diesem Volk jegliche Möglichkeit nimmt, sich zu äußern, in dem man die Medien zensiert, bei jeder Gelegenheit über bestimmte Menschen hetzt und Demonstrationen kategorisch verbietet? Wenn diese Menschen, denen man ihre Grundrechte tiefgreifend beschneidet, jede Möglichkeit des Protestes nimmt und diese dann kreativ werden und ihren Protest dahin tragen, wo er auch hingehört – nämlich in Augen, Ohren und Bewusstsein derjenigen, die sich zu Entscheidern über Leben und Tod, Recht und Unrecht aufschwingen -, dann stellt man diese Menschen direkt wieder in die rechte Schmuddelecke und muss sich auch in einem Beitrag wie dem ansonsten sehr guten von Herrn Riegel auf den NDS von diesen Menschen distanzieren? Tut mir leid, das sehe ich nicht. Zum Thema “Rechte” muss ich immer öfter an den großartigen George Carlin denken, der alles Wahre dazu vermutlich gesagt hat (man suche bei YouTube nach “George Carlin Rights”).

Es sind schon schlimme Zeiten, in denen Wahres und Richtiges, was gesagt werden muss, ausgerechnet und beinahe ausschließlich von AfD Vertretern kommt (Rede von A. Weidel im Bundestag, Twitter-Link in den Anmerkungen zu den Hinweisen des Tages zu Punkt 1.). Auch wenn die wenigen Linken, die sich das noch trauen, wie Oskar Lafontaine, Sarah Wagenknecht, Dieter Dehm usw. natürlich auch nicht vergessen werden sollen. Aber die äußern ja keine Parteipositionen und kriegen dafür sogar noch die Hucke voll.

Um den Kreis zur Einleitung wieder zu schließen, ich finde es überaus nachvollziehbar, dass all Diejenigen, die beständig ausgegrenzt, mit Häme, Spott und Verachtung überzogen und mehr und mehr drangsaliert werden, irgendwann einmal genug haben. Für jeden gibt es eine Grenze und wenn die bei genügend Menschen überschritten wird, dann wird es hier recht unerfreulich, da ich davon ausgehe, dass “der Staat” massiv, hart und gnadenlos reagiert, nach dem Motte “bestrafe einen, erziehe einhundert”.

Auf Twitter hatte jemand ganz treffend folgendes geschrieben (sinngemäß): “Maskenpflicht, Lockdown, Kontaktverbote, Kita- und Schulschließungen, Lockdown light, 3G, 3G plus, 2G, 2G plus, 3G am Arbeitsplatz, Entfallen der Entschädigung bei angeordneter Quarantäne, Impfpflicht für bestimmte Berufe, (allgemeine Impfpflicht) … – aber: die “Querdenker-Szene” radikalisiert sich”. Ist schon klar.

Trotzdem oder deswegen, macht weiter so!
R.B.


7. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Müller,
sehr geehrte Redaktion,

ich bedanke mich für Ihre unermüdliche Aufklärungsarbeit, die in Zeiten medialer Dauerbeschallung besonders wichtig ist. Anlässlich Ihres Artikels mit der Überschrift „Impf-Druck: Jetzt auch auf die Kinder“ möchte ich auf die Werbekampagne der Berliner Werbeagentur Antoni aufmerksam machen. WELT.DE zitiert aus einer Mitteilung der Agentur wie folgt:

„Marken haben Einfluss und Reichweite. Warum also nicht beides für die Botschaft nutzen, dass die eigene Impfung für uns alle der beste Weg aus der Pandemie ist“.

WELT.de weiter: „Weitere Unternehmen sollen nach Möglichkeit zur Kampagne hinzustoßen. Überschrift der Aktion ist das auch von der Bundesregierung genutzte #ZusammenGegenCorona. Die Unternehmen sollen unter diesem Hashtag auf ihren Social-Media-Kanälen aber jeweils auch mit ihren eigenen Slogans für die Impfung werben.“

Quelle: WELT

An dieser Stelle möchte ich einen ganz gemeinen historischen Vergleich anstelle. Am 28.12.2020 erschien auf SZ.DE ein Beitrag mit der Überschrift: „Dr. Oetker und Knorr machten mit“. In dem Beitrag geht um die “Gesellschaft für Nährwerterhaltung”, die die Wehrmacht mit getrockneten Obst und Gemüse beliefern sollte. Laut Artikel handelt sich bei der “Nährwert”-Gesellschaft um eine Art Public-Private-Partnership-Projekt. Beteiligt waren die auch immer noch bekannten Firmen Dr. Oetker, Wilh. Schmitz-Scholl/Tengelmann und Knorr.

Quelle: SZ

Dr. Oetker bewarb seine Produkte dabei unter anderem mit dem Slogan: „Puddingpulver für die Wehrmacht“. Das Plakat finden Sie im Anhang.

Werbung und Propaganda sind manchmal nur ganz schwer zu unterscheiden. Um so wichtiger ist Ihre Arbeit. Machen Sie bitte weiter damit.

Mit freundlichen Grüßen,
Lutz Lehnhardt

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