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8 Jahre NachDenkSeiten – Wir machen weiter – weiter zu Ihrem Nutzen. So hoffen wir.

Verantwortlich:

Am 30. November 2003, heute vor acht Jahren, erschien der erste Beitrag auf den NachDenkSeiten. Unter der Überschrift „INSM verbreitert die Öffentlichkeitsarbeit“ haben wir damals darauf aufmerksam gemacht, „welche Kräfte heute in unserer Gesellschaft das Sagen haben und wie sie arbeiten“. Wie aktuell diese Frage ist, wer bei uns im Lande die öffentliche Meinung und die Politik bestimmt und mit welchen Methoden das geschieht, konnte man am letzten Sonntag am Ergebnis der Volksabstimmung über das Projekt Stuttgart 21 wieder einmal erfahren.
Wir resignieren dennoch nicht. Wir setzen weiter darauf, die Machtstrukturen und Propagandalinien offen zu legen. Es bleibt uns wie Ihnen nichts anderes übrig, als ein bisschen mehr Vernunft zum Durchbruch zu verhelfen. Die NachDenkSeiten brauchen dabei Ihre Unterstützung.

Einmal mehr haben es die übermächtigen Vertreter wirtschaftlicher Interessen mit ihrer massiven Propaganda, ihrer Lobbyarbeit und Dank des Filzes vom großen Geld und der Politik geschafft, ein Vorhaben durchzusetzen, von dem die übergroße Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger kaum etwas hat, außer dass man in ihre Tasche greift, an dem sich aber einige Wenige goldene Nase verdienen.

Gegen die rechtlich höchst bedenkliche, mit Steuergeldern finanzierte Wählertäuschung etwa in dem Brief des Stuttgarter Oberbürgermeisters an alle Haushalte [PDF - 2.6 MB], gegen die irreführenden Hochglanzbroschüren, gegen die bezahlten Zeitungsanzeigen, gegen den politischen Filz und die „alten Herren“ aus den Studentenverbindungen, gegen die erpresserischen Lügen der Bahn oder gegen die plumpe Agitation auf den Plakaten hatte das Engagement tausender Bürgerinnen und Bürger, hatten die sachlichen Argumente gegen Stuttgart 21 keine Chance. Hier standen die Spendenbüchsen der Gegner des Tiefbahnhofs gegen die Schecks der Profiteure.

Wir können die Enttäuschung der Vielen, die sich für eine Alternative zu diesem gigantomanischen (Immobilien-)Projekt eingesetzt haben, nur zu gut nachvollziehen. Schon vor acht Jahren, haben wir auf den NachDenkSeiten vor den Luftbuchungen und der Spekulation am Aktienmarkt gewarnt, wir haben die schädlichen Auswirkungen von Marktversagen vorhergesagt oder etwa das Scheitern der Hartz-„Reform“ belegt. Wir haben schon damals darauf aufmerksam gemacht, dass der neoliberale Agenda-Kurs in einer Katastrophe enden muss. Wir hatten Recht, aber wir haben nicht Recht bekommen.

Manche fragen uns, warum seht ihr euer Scheitern nicht ein, warum betreibt ihr euer doch offenbar sinnloses Unterfangen der Aufklärung mit den NachDenkSeiten eigentlich noch weiter? Ihr steht doch in einem aussichtslosen Kampf gegen die Maschinerie der Propaganda gegen die tägliche Meinungsmache und die „gekaufte“ Politik!

Doch nahezu täglich erhalten wir auch Mails unserer inzwischen über 60.000 Besucherinnen und Besucher, die uns ermuntern weiterzumachen, damit nicht noch mehr Apathie und Resignation einkehrt, damit Menschen nicht alleine stehen mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung, die so ganz und gar nicht der herrschenden Politik entsprechen. Tausende von Zuschriften geben uns den Mut und die Kraft für mehr Meinungsvielfalt, für einen aufklärenden Diskurs in der Gesellschaft und für kritische Vernunft einzutreten. Es wäre einfach zu schade, wenn das bürgerschaftliche Engagement vollends versiegen würde und die Flucht ins Private als letzter Ausweg bliebe. Darauf setzen die herrschenden Kreise, denn dann könnten sie ungestört „durchregieren“.

Es sind Viele, die zweifeln, die sich empören und sich engagieren, doch es sind noch nicht genug. Die NachDenkSeiten wollen wie auch andere die Zweifel am zerstörerischen politischen Kurs weiter nähren, wir wollen mithelfen, die Empörung auf konkrete Ziele zu lenken und wir wollen trotz aller Enttäuschungen zu demokratischem Engagement ermuntern. Um die herrschende Meinungsmacht zu brechen, müssen wir aber besser werden, wir müssen noch mehr Menschen erreichen und vor allem auch davon überzeugen, dass sie sich einmischen müssen, wenn es noch eine Chance geben soll, dass sich die Verhältnisse wieder bessern.

Das schaffte und schafft unser kleines Team der NachDenkSeiten natürlich nicht allein. Ohne die tägliche Mithilfe unserer Leserinnen und Leser mit ihren Tipps, ihren Hinweisen und ihren Argumenten, und ohne Ihr Weitersagen wären wir in den zurückliegenden 8 Jahren nicht zu einem der meistbesuchten politischen Blogs gewachsen.
Ohne Ihre finanzielle Unterstützung könnten wir nicht existieren. Dafür danken wir allen Helfern und Förderern von Herzen.

Um Ihnen noch Besseres bieten zu können und um noch mehr Leserinnen und Leser gewinnen zu können, sind wir auch in Zukunft auf Ihre Hilfe angewiesen.
Wir brauchen Ihre immaterielle und materielle Unterstützung, indirekt, in dem Sie für die NachDenkSeiten werben, direkt, durch Ihre Spende oder Ihre Fördermitgliedschaft.

Empfehlen Sie doch einfach die NachDenkSeiten etwa über Ihr E-Mail-Adressbuch an Freunde und Bekannte weiter oder nutzen Sie z.B. die NachDenkSeiten-Banner und –E-Mail-Signaturen für Ihren E-Mail-Austausch. Machen Sie über die Sozialen Medien auf uns aufmerksam.

Die Vorweihnachtszeit und der bevorstehende Jahreswechsel sind passende Anlässe neue Hoffnung zu schöpfen und vielleicht auch über eine Förderung der NachDenkSeiten nachzudenken. Wir wenden uns insbesondere auch an jene unter Ihnen, die keine wirtschaftlichen Sorgen haben, die sich aber mit uns Sorge um die Meinungsvielfalt und Demokratie machen. Vor allem auch Sie bitten wir zu überlegen, ob Sie mit einem größeren Betrag und/oder mit kontinuierlicher großzügiger Unterstützung dazu beitragen können, die NachDenkSeiten auch im kommenden Jahr abzusichern, und damit wir darüber hinaus unser Informationsangebot zugleich mit neuen Ideen ausbauen können.

Und wenn Sie noch über Weihnachtsgeschenke nachgrübeln: mit dem kritischen Jahrbuch 2011/2012 „Nachdenken über Deutschland“ könnten Sie z.B. manche auf die NachDenkSeiten aufmerksam machen, die noch keine politischen Blogs im Internet besuchen. Möglicherweise könnten Sie aber auch Ihre Bekannten ins Zweifeln bringen, die sich durch ihren bisherigen Medienkonsum für ausreichend informiert halten.

Wir wünschten uns zu unserem „Geburtstag“, dass wir Ihnen auch künftig ein wenig Orientierungshilfe gegenüber den vorherrschenden Meinungen anbieten können und dass Sie sich nicht entmutigen lassen, sich für Vernunft und damit für bessere gesellschaftliche und politische Verhältnisse einzusetzen.

Mit herzlichen Grüßen
Von Wolfgang Lieb, Albrecht Müller, Jens Berger, unserem Webmaster Lars Bauer und dem gesamten Team.

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