Etwa 50.000 Schüler versammelten sich laut Angaben der Veranstalter am letzten Donnerstag auf den Straßen der Bundesrepublik beim „Schulstreik gegen Wehrpflicht“. Als junge Generation erleben sie eine Mobilmachung, welche vorerst freiwillig genannt wird, die aber – für alle ersichtlich – auf lange Sicht auf eine neue Wehrpflicht hinausläuft. Ein Artikel von Pablo Krappmann.
Am 28. Februar wurde eine Grundschule im Iran von Raketen getroffen. Was haben deutsche Mediennutzer über die getöteten Kinder, die Lehrer, die Schule, die Eltern erfahren? Diese Fragen führen in den Abgrund einer Medienlandschaft, die aus politischer Gefälligkeit ausblendet. Nicht journalistische Maßstäbe sind für die Berichterstattung handlungsleitend, sondern Politik. Da sterben zwischen 165 und 170 Kinder mutmaßlich durch Raketen eines Landes, mit dem Deutschland eng verbunden ist, und die Medien im Land blicken auf die Seite. Gibt es in den Redaktionen noch ein journalistisches Gewissen? Ein Kommentar von Marcus Klöckner.
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Der Oberst a. D. der Schweizer Armee und ehemalige Mitarbeiter des Schweizerischen Strategischen Nachrichtendienstes, Jacques Baud, redet in diesem ausführlichen Gespräch mit der Schweizer Zeitung Zeitgeschehen im Fokus in Brüssel unter anderem über seine aktuelle Lebenssituation infolge der ihm auferlegten europäischen Sanktionen, die Gefahren der immer weiter um sich greifenden Desinformation und Zensur für die Demokratie und die Bedeutung der Neutralität seines Heimatlandes. Das Interview führte Thomas Kaiser, Redakteur bei Zeitgeschehen im Fokus.
Russische Korrespondenten und Kommentatoren sind sich einig: Die USA haben mit ihrer Militäraktion gegen den Iran ihr Ziel bisher nicht erreicht. Und ein Plan der USA im Iran ist nicht sichtbar. Der Iran halte den Angriffen stand. Ein Bericht von Ulrich Heyden aus Moskau.
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Die Verhandlungen in Genf zwischen Washington und Teheran über das iranische Atomprogramm schienen gerade zu einem Erfolg zu führen, als am 28. Februar 2026 plötzlich die amerikanischen und israelischen Raketen flogen und der Krieg gegen den Iran begann. Dieser Krieg hat eine lange Vorgeschichte. Ein Kommentar von Wolfgang Bittner.
In Mexiko-Stadt wandern viele Wohnungen in kurzfristige Vermietung. Anwohnende protestieren gegen Massentourismus und knappen Wasserzugang. In Mexiko-Stadt werden im Zuge der Vorbereitungen auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2026, die Mexiko gemeinsam mit den USA und Kanada ausrichtet, alle 48 Stunden drei Wohnungen dem regulären Mietmarkt entzogen. Das berichtet das unabhängige Medium Desinformémonos. Von Katharina Hempfing.
Vokabelkritik ist zu Kriegszeiten das Gebot der Stunde. Ich veröffentliche, nicht zuletzt aus hygienischen Gründen, in unregelmäßigen Abständen eine Sammlung teils verharmlosender, teils lügenhafter Wörter oder Formulierungen, deren Sinn und Funktion es ist, unsere Gesellschaft – uns alle – an das Undenkbare zu gewöhnen und möglichst geräuschlos in Richtung „Kriegstüchtigkeit“ umzukrempeln. Von Leo Ensel.
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„Es geht nicht um Strafe – es geht um Rache.“ So lautet das Fazit von Itamar Mann, israelischer Professor für Völkerrecht, Menschenrechte, Umweltrecht und Rechtstheorie an der Universität Haifa, das er in einem im vergangenen November bei Legal Tribune Online (LTO) erschienenen Artikel zieht.[1] Darin analysiert er einen im selben Monat in der israelischen Knesset in erster Lesung behandelten Gesetzentwurf, der die Verhängung der Todesstrafe gegen Palästinenser vorsieht, wenn sie von Militärgerichten der Tötung israelischer Staatsbürger für schuldig befunden werden. Zum ersten Mal seit 1962, als der führende Nazi und SS-Oberstleutnant Adolf Eichmann in Argentinien von einer israelischen Undercover-Einheit gefasst und nach einem Prozess vor einem Sondergericht in Jerusalem hingerichtet wurde, soll die Todesstrafe wieder zum Einsatz kommen. Ein Artikel von Wiebke Diehl.
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Das Ruhrgebiet wird in diesem Herbst zum Austragungsort eines für Nachkriegsdeutschland bis dato einzigartigen Zusammentreffens von Führungskräften der NATO-Luftwaffe mit Spitzenkräften der Rüstungsindustrie sowie hochrangigen Militärs, Experten der Militärwissenschaft und Medienvertretern. Von Bernhard Trautvetter.
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Am Wochenende präsentieren wir Ihnen einen Überblick über die lesenswertesten Beiträge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages für Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werktägliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf “weiterlesen” klicken, öffnet sich das Angebot und Sie können sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)
An jedem Samstag informieren wir Sie über die Termine für Veranstaltungen von Gesprächskreisen der NachDenkSeiten. Heute liegen uns Informationen für Termine in Lübeck, Düsseldorf, Hamburg, Schweinfurt, Würzburg, Kiel, Berlin, Karlsruhe, München und Rostock vor. Wenn Sie auch in der weiteren Zeit auf dem Laufenden bleiben wollen, dann schauen Sie hier. Da werden mögliche neue Termine ergänzt. Außerdem bitten wir hiermit auch auf diesem Wege die Verantwortlichen in den Gesprächskreisen, uns rechtzeitig Termine zu melden.
In Deutschland und anderen westlichen Staaten stehen demokratische Werte auf dem Prüfstand. Spätestens seit der Corona-Krise ist zu beobachten, wie rechtsstaatliche Strukturen ausgehöhlt, Meinungsfreiheit abgebaut und staatliche Überwachung angekurbelt werden. Darauf machen nicht nur alternative Medien und Bürgerrechtler aufmerksam, sondern auch zeitkritische Künstler – ob nun Literaten, Maler, Musiker oder Kabarettisten. In den letzten Jahren sind zahlreiche Werke entstanden, die die gesellschaftspolitischen Verfehlungen auf unterschiedliche Art und Weise thematisieren – mal experimentell, mal konventionell, bisweilen anklagend, hin und wieder nüchtern. Unterrepräsentiert ist weiterhin der Film. Von Eugen Zentner.