Westend-Verleger Markus J. Karsten: „Gibt es eine legitime Forderung von rechts?“

Westend-Verleger Markus J. Karsten: „Gibt es eine legitime Forderung von rechts?“

Nachdem eine Gruppe von Autoren in einem Offenen Brief den Westend Verlag wegen einer angeblichen „Neuausrichtung“ in Richtung rechts kritisiert, geht Verleger Markus J. Karsten in die Offensive. Im Interview mit den NachDenkSeiten spricht er von einer „dürftigen Argumentation“ der Kritiker und sagt, im Kern gehe es um eine Frage, die nicht gestellt werde, nämlich: „Gibt es eigentlich eine legitime Forderung von ‚rechts‘?“ Karsten, der den Verlag gegründet hat und seit über 22 Jahren führt, sagt, er empfinde die Kritik als „Ansporn“. „Was soll denn Verlagsarbeit anderes sein? Ich will wissen, wie andere ticken und welche Prioritäten sie bei welchen Problemen setzen, und auch, wo sie mich kritisieren.“ Im Interview kritisiert Karsten den Spiegel. Das Magazin habe über den Offenen Brief berichtet, ohne den Verlag vorab für eine Stellungnahme zu kontaktieren. Andere Medien zitierten unvollständig, so Karsten. Von Marcus Klöckner.

Leserbeiträge „Erinnerungen gegen den Krieg“ – Aufruf zum 8. Mai (12)

Leserbeiträge „Erinnerungen gegen den Krieg“ – Aufruf zum 8. Mai (12)

In dieser 12. Folge der Reihe „Erinnerungen gegen den Krieg“ führen uns die Erinnerungen der Leser an den Mittelrhein, in die stickige Luft der Luftschutzbunker, zum Brennnesselsammeln als Gemüseersatz, auf einen Friedhof für russische Zwangsarbeiter und in das zerbombte Hamburg, in dem ein Familienvater die wohl glücklichste Überraschung seines Lebens erfährt. Zuletzt geht es nach Griechenland auf die Insel Rhodos, wo eine griechische Familie nur knapp den Krieg überlebt und dem Hungertod entgeht und dieses Schicksal mit einem deutschen Besatzungssoldaten teilt.

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

Schlafwandelt Deutschland in den Atomkrieg?

Schlafwandelt Deutschland in den Atomkrieg?

Wie nah steht Europa am nuklearen Abgrund? Während die offizielle Sicherheitspolitik Gefahren verharmlost, warnen Diplomaten und Wissenschaftler eindringlich vor der aktuellen Eskalationsdynamik. Auf Einladung der BSW-Europaabgeordneten Ruth Firmenich und Michael von der Schulenburg analysierten Politiker und Wissenschaftler in Berlin den Kriegskurs der EU.
Éva Péli fasst die Analysen zusammen und verdeutlicht, warum der sicherheitspolitische Kurs der Bundesregierung Deutschland existenziellen Gefahren aussetzt.

Bla, bla, bla. Von Bildung quatschen, aber viel lieber Kampfpanzer kaufen …

Bla, bla, bla. Von Bildung quatschen, aber viel lieber Kampfpanzer kaufen  …

Ein schäbiges Spiel um eine Reform der Bundesausbildungsförderung steht nach monatelanger Hängepartie vor der finalen Entscheidung. Einiges spricht dafür, dass die Koalition das Projekt mindestens verschiebt oder vielleicht auch ganz abbläst. Ein besseres BAföG, während drumherum der Sozialstaat in Schutt und Asche zerfällt, das geht nun wirklich nicht – mit dieser Regierung. Ein Kommentar von Ralf Wurzbacher.

Schrödingers Russe und die Lüge der Aufrüstungsdebatte

Schrödingers Russe und die Lüge der Aufrüstungsdebatte

Die neue Greenpeace-Studie „Europa allein zu Haus?“ räumt mit einer der derzeit wirkungsmächtigsten Erzählungen auf: Europa sei – erst recht ohne Beistand der USA – Russland militärisch hoffnungslos unterlegen und müsse deshalb in einem historischen Kraftakt aufrüsten. Beides ist falsch, wie die nackten Zahlen eindrucksvoll belegen. Man muss den Studienautoren dankbar sein, dass sie die allgegenwärtige Propaganda in diesem Punkt widerlegen. Leider hinterfragt die Studie jedoch nicht die militärische Logik als solche, sondern geht implizit davon aus, dass ein Krieg zwischen den Machtblöcken unterhalb der nuklearen Schwelle führbar wäre. Von Jens Berger.

Hinweise des Tages

Hier finden Sie einen Überblick über interessante Beiträge aus anderen Medien und Veröffentlichungen. Wenn Sie auf “weiterlesen” klicken, öffnet sich das Angebot und Sie können sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)

Leserbeiträge „Erinnerungen gegen den Krieg“ – Aufruf zum 8. Mai (11)

Leserbeiträge „Erinnerungen gegen den Krieg“ – Aufruf zum 8. Mai (11)

Anlässlich des Gedenktages am 8. Mai hatten wir hier unsere Leserinnen und Leser dazu aufgerufen, kurze Schlaglichter und Eindrücke ihrer eigenen Erinnerungen (oder der ihrer Eltern) an die Schrecken des Krieges und der unmittelbaren Nachkriegszeit aufzuschreiben und uns zu senden. Wir bedanken uns von Herzen für die vielen und berührenden Beiträge!

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

„Sippenhaftung“ für Familie von Hüseyin Doğru geht weiter – auch das Konto seiner Mutter gesperrt

„Sippenhaftung“ für Familie von Hüseyin Doğru geht weiter – auch das Konto seiner Mutter gesperrt

Jetzt wurde das Konto von Hüseyin Doğrus Mutter eingefroren – „aufgrund eines bestehenden Kontrollverhältnisses über die Gelder durch Ihren Sohn“, wie die Bank laut dem sanktionierten deutschen Journalisten mitteilt. Diese neueste Eskalation in dem bereits skandalösen Fall macht deutlich, wie wichtig die aktuelle Kampagne gegen die EU-Sanktionen und zur Unterstützung von Doğru und seiner Familie ist. Ein Kommentar von Tobias Riegel.

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

Ein Dank an unsere Leser!

Ein Dank an unsere Leser!

Am 8. Mai hatten wir Sie dazu aufgerufen, uns Ihre Kriegs- und Nachkriegserinnerungen (und die Ihrer Eltern) zu schicken. Sie haben für uns Schubladen geleert, auf Dachböden und in Kellern gesucht, handschriftliche Aufzeichnungen abgetippt, noch lebende Zeitzeugen per WhatsApp befragt, eigene Erinnerungen hervorgeholt – und täglich erreichen uns immer noch viele Mails mit den Ergebnissen. Wir hätten nicht gedacht, dass dieser Aufruf auf eine so große Resonanz treffen würde. Vielen Dank noch einmal von uns allen in der Redaktion für Ihre vielen bewegenden Zuschriften! Die Reihe wird noch eine Weile fortgesetzt – in der Regel wird immer um 15:00 Uhr eine neue Folge erscheinen, da wir so viel gutes „Material“ erhalten haben. Ich habe, mit der Unterstützung meines Kollegen Christian Reimann, die Einsendungen gesichtet, sie dann ausgewählt und für die Veröffentlichung bei uns editiert. Eine Reaktion von Maike Gosch.

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

Hinweise des Tages

Hier finden Sie einen Überblick über interessante Beiträge aus anderen Medien und Veröffentlichungen. Wenn Sie auf “weiterlesen” klicken, öffnet sich das Angebot und Sie können sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)

Videohinweise am Mittwoch

Hier finden Sie in der Regel am Mittwoch und am Samstag einen Überblick über interessante Videobeiträge aus anderen Medien und Veröffentlichungen. Wenn Sie auf “weiterlesen” klicken, öffnet sich das Angebot und Sie können sich aussuchen, was Sie anschauen wollen. Die Videohinweise sind auch auf unserer YouTube-Seite als spezielle Playlist verfügbar. (CG: Christian Goldbrunner)

Leserbeiträge „Erinnerungen gegen den Krieg“ – Aufruf zum 8. Mai (10)

Leserbeiträge „Erinnerungen gegen den Krieg“ – Aufruf zum 8. Mai (10)

„Die Vergangenheit war immer da. In Blicken. In plötzlichem Schweigen. In Sätzen, die abrupt endeten. Man spürte, dass hinter all dem Erinnerungen lagen, über die nicht gesprochen werden konnte. Und vielleicht bestand gerade darin die eigentliche Last dieser Nachkriegsgeneration. Nicht nur im Erlebten selbst, sondern auch darin, ein Leben lang mit Dingen weiterleben zu müssen, für die es oft keine Worte mehr gab.“

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

Ukraine huldigt Nazi-Kollaborateur – EU finanziert einen rechtsradikalen Kult

Ukraine huldigt Nazi-Kollaborateur – EU finanziert einen rechtsradikalen Kult

Der ukrainische Nazi-Kollaborateur Andrij Melnyk wurde gerade in der Ukraine neu beigesetzt – mit großem, offiziellem Tamtam: Präsident Selenskyj und weitere hohe ukrainische Funktionäre huldigten ihm in inakzeptabler Offenheit. Eigentlich müsste sich umgehend der deutsche „Kampf gegen Rechts“ empören, doch das Gegenteil geschieht: Außenminister Wadephul fordert zusätzliche Milliarden für diese Regierung. Kann man die politische Doppelmoral eigentlich noch steigern? Ein Kommentar von Tobias Riegel.

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

Wehrdienst: Steinmeier bezweifelt, ob Freiwilligkeit „ausreicht“

Wehrdienst: Steinmeier bezweifelt, ob Freiwilligkeit „ausreicht“

„Ich zweifle, ob die Freiwilligkeit ausreicht“ – das sagt Frank-Walter Steinmeier in einem Podcast des Portals t-online. Ausreicht? Was heißt hier denn „ausreicht“? Es kann und darf doch nicht in der derzeitigen Situation darum gehen, ob ein freiwilliger Wehrdienst „ausreicht“! Vom einem Bundespräsidenten ist zu erwarten, dass er vom Grundsatz den angestrebten „Aufwuchs“ bei der Bundeswehr auf seine Sinnhaftigkeit hinterfragt – und dem Vorhaben Kriegstüchtigkeit mit der Kraft seines Amtes entgegentritt. Kann oder will er das nicht, ist er für das Amt ungeeignet. Ein Kommentar von Marcus Klöckner.

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.