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18. November 2018
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Ein Interview zum Konflikt mit Russland, das nicht zu den NachDenkSeiten passt. Voll von FakeNews.

Veröffentlicht in: Außen- und Sicherheitspolitik, Kampagnen / Tarnworte / Neusprech, Leserbriefe

Wir haben heute das Interview mit Prof. Heinemann-Grüder veröffentlicht, obwohl Redaktion und Herausgeber der NachDenkSeiten Bauchschmerzen hatten. Wir haben es veröffentlicht, weil im Interview sichtbar wird, wie eine recht große Mehrheit von intelligenten Menschen in Deutschland bei der Frage des Konfliktes mit Russland zur Ausrede greifen: beide Seiten sind schuld. Am 9. September 2016 hatte ich gefragt: „Sind der Westen und Russland in gleicher Weise schuld an der neuen Konfrontation und an einem möglichen Krieg in Europa? Ein Nachtrag zu Restle von Monitor.“ Ich hatte darauf hingewiesen, wie gefährlich diese falsche Behauptung ist, unter anderem, weil sie zur Verhärtung der Position in Russland führen wird. – Wir haben das Interview auch in der Hoffnung veröffentlicht, dass es sachlich fundierten Widerspruch geben wird. So ist es gekommen. Albrecht Müller.

Wir geben Ihnen die bisherigen Lesermails zur Kenntnis. Die erste stammt von Michael Steinke, von dem wir im Juli drei Folgen eines Berichts aus Russland veröffentlicht hatten: „Rote Karte für unsere Medien in ihrem Match gegen Russland?“ war der letzte Teil überschrieben.

Hier also die Lesermails:

  1. Michael Steinke

    Lieber Albrecht Müller, lieber Jens Berger, liebe Redaktion,

    da ich Ihre Arbeit stets als sehr sachlich und gründlich schätze, war ich heute morgen sehr überrascht und erschrocken, ausgerechnet auf den NDS die Verbreitung von schlimmen FakeNews lesen zu müssen, denen leider nur sehr partiell  (“20 Befragte”) und viel zu wenig informiert entgegnet wurde.

    Was Prof. Dr. Andreas Heinemann-Grüder als seine historische Fakten auflistet, ist längst als Propaganda-Lüge überführt.

    So hat es bspw. den angeblichen Bericht, die angebliche Volksbefragung des rus. Menschenrechtsrats überhaupt so NIE gegeben!

    Der Menschenrechtsrat hat dies von Anfang an klargestellt und die Darstellung einzelner  Medien (NZZ, ZEIT), dass es angeblich das Referendum auf der Krim bewertet und dabei Wahlfälschung bestätigt hätte, in aller Deutlichkeit von sich gewiesen und die Medien direkt zur Wahrheit aufgefordert:

    „..angeblich offizielles Dokument des Russischen Menschenrechtsrates beim Präsidenten der Russischen Föderation, möchten wir ausdrücklich erklären, dass es sich nicht um ein solches Dokument handelt…
    Der Menschenrechtsrat bittet die Vertreter der Medien den Inhalt des erwähnten Berichts nicht zu entstellen.”

    Es war ein persönlicher Reisebericht, indiv. Behauptungen eines einzelnen Soros-, West-NGOlers, Evgeny Bobrov, Mitarbeiter der NGO “Memorial” und Rechtsanwältin Tseytlina Gannuschkina über ihren Besuch von Simferopol und Sewastopol in der Zeit vom 15. bis 18. April 2014, der nur von NZZ, wiki und anderen wenigen Propaganda-Kampfblättern als Lüge verbreitet wurde.

    2.757 Worte und 19.000 Zeichen in diesem Bericht “Probleme der Bewohner der Krim“ behandelt Bobrov in seinem Blog alles, was er auf der Krim für problematisch hielt: Wasser, Tourismus, Medien, Justiz, Wirtschaft, Landwirtschaft, Krimcy. Und dann schreibt er unten irgendwo in 99 Worten und 646 Zeichen: nach Meinung fast aller 20 Befragten … (Beamten, Geistlichen, Journalisten, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Anwälten, Menschenrechtsaktivistinnen und Bürger) .. Daraus zu machen “Putins Menschenrechtsrat bestätigt Wahlfälschung auf der Krim“ ist Propaganda und FakeNews.

    Und nicht nur in diesem Punkt stützt Prof. Dr. Andreas Heinemann-Grüder seine Aufsagen auf Propaganda, FakeNews von NZZ, ZEIT, wikipedia.

    Auch die ersten Zusammenstöße gab es weit früher, genauso wie die Beschlüsse von Krim Regierung und Parlament zur Separation.

    Den mehrheitlichen Volkswillen auf der Krim entgegen selbst westlicher Analysen und Befragungen mit solch dreisten Propaganda-Lügen anzuzweifeln, ist bei aller völkerrechtlichen Problematik des Krim-Anschlusses, übelste Verfälschung.

    Es wäre wichtig, dass nicht auch noch die NDS solch überführten Propaganda-Lügen als historische Fakten verbreiten würden, auch wenn sie als persönliche Meinungen eines Prof. in einem Interview erkenntlich sind.

    Viele Grüße

    Michael Steinke
    Berlin, Wolgograd

  2. Ilse Bleier

    Hallo,

    gibt es verschiedene Völkerrechte und ist das für die Ukraine anders als andere? Und durch welche Expertise hat sich Herr Heinemann-Grüder  für das Völkerrecht der Ukraine ausgewiesen? Und hat die Mehrheit immer recht? Die Aussagen von Herrn Heinemann-Grüder sind schon sehr sonderbar.

    #Aufstehen: Bisher hatte Putin an allem Schuld, jetzt ist es – wie schön – Wagenknecht.

    Grüße
    Ilse Bleier

  3. N. N.

    Lieber Albrecht Müller,

    Eine Anmerkung noch zur Einleitung zu einem NDS-Artikel, in der von der „zentralen Frage der Annexion der Krim“ gesprochen wird.

    Hier sollte wenigstens das Wort „angebliche“ oder „sogenannte“ vor dem Wort „Annexion“ ergänzt werden.

    Die angebliche „Annexion der Krim“ ist ein klassisches Falschwort. Der Bürgerkrieg mit der resultierenden Separation (nicht: Annexion) war Folge des vom Westen orchestrierten Regime-Change-Versuchs in der Ukraine. Die Aggression ging vom Westen aus, nicht von Russland, wie der Begriff zu suggerieren versucht.

    Auf das Propagandavokabular der Gegenseite sollte nicht ohne distanzierende Formulierungen rekurriert werden.

    Beste Grüße
    N. N.

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