Leserbriefe zu „Ist die sexuelle Ausrichtung der Menschen ihre größte Sorge und deshalb ein wichtiges öffentliches Thema?“, „Fußball, Politik und die Regenbogen-Moral“ und „Wenn der Regenbogen zur Farce wird“

Ein Artikel von:

In drei Beiträgen ist auf den NachDenkSeiten die Diskussion über die „Regenbogen“-Erleuchtung des Münchner Fußballstadions anlässlich des Spiels Deutschland gegen Ungarn bzw. die sexuelle Orientierung der Menschen behandelt worden. Albrecht Müller hinterfragt, ob die „sexuelle Ausrichtung der Menschen ihre größte Sorge und deshalb ein wichtiges öffentliches Thema“ ist. Zuvor hat Tobias Riegel das Verbot der Erleuchtung als politisches Symbol für richtig empfunden und als „Akt der Heuchelei“ bezeichnet. Diesen Themenkomplex abschließend weist Jens Berger darauf hin, dass die Regenbogenfarben von zahlreichen Organisationen benutzt werden, „um sich als ´fortschrittlich´ darzustellen“. Belegt wird das anhand vieler „abstruser Beispiele“, die „nur mit sehr viel Zynismus zu ertragen sind“. Danke für die interessanten Leserbriefe. Es folgt eine Auswahl. Zusammengestellt von Christian Reimann.


Zu: Ist die sexuelle Ausrichtung der Menschen ihre größte Sorge und deshalb ein wichtiges öffentliches Thema?

1. Leserbrief

Lieber Albrecht Müller, liebes Nachdenkseiten-Team,

ja, als schwuler Mann kann ich bestätigen, dass Sie völlig rechthaben, dass die aktuelle Diskussion um ein in Regenbogen-Farben erleuchtetes Stadion völlig verlogen ist. Sie dient vor allem der Selbstbeweihräucherung unserer Mainstream-Politiker, die sonst keinerlei Probleme damit haben, ein menschenverachtendes Hartz-IV-System aufrecht zu erhalten oder Kriege zu unterstützen, bei denen unschuldige Menschen getötet werden. Vor allem hilft sie nicht den schwulen, lesbischen, transgender oder intersexuellen Kindern und Jugendlichen in Ungarn, um die es bei Victor Orbáns tatsächlich extrem bösartigen Gesetz geht. Dadurch, dass diese Diskussion Orbán innenpolitisch sogar mutmaßlich stärkt, schadet sie ihnen sogar effektiv. Hier muss ich zu Ihrer im Titel des Artikels aufgeworfenen Frage sagen, dass so ein Gesetz wie das in Ungarn für Kinder und Jugendliche, die dort z.B. in ländlicher und religiös geprägter Umgebung aufwachsen, tatsächlich den Unterschied zwischen Leben und Tod durch Suizid bedeuten kann, denn auch heute noch ist es in dem Alter nicht leicht zu merken, dass man in einer Art und Weise anders ist, die von großen Teilen der Gesellschaft abgelehnt und regelrecht gehasst wird. Und leider nicht zu selten auch immer noch von den eigenen Eltern. Sehen Sie sich dazu bitte einmal die aktuelle Doku “Coming Out” auf arte an, durch die klar werden sollte, dass es für viele Kinder und Jugendliche überlebenswichtig ist, dass sie positive Rollenbilder und Beratung erhalten, die ihnen in Ungarn nun per Gesetz verwehrt werden sollen. Dass betrifft übrigens auch und gerade Kinder aus Familien mit niedrigem sozioökonomischen Status.

Dass es aber bei dem ganzen Symbol-Quatsch vor allem um den Show-Effekt geht und nicht um ernsthafte Maßnahmen, Ungarn auf die Einhaltung von Menschenrechten zu verpflichten, erkennt man auch daran, dass die EU-Kommission unter Ursula von der Leyen wieder nur folgenloses ein Vertragsverletzungsverfahren in Gang setzt. War da nicht vor wenigen Monaten noch etwas mit “Rechtsstaatmechanismus”? Da ging es doch um einen gemeinsamen Corona-Maßnahmen-Topf, aus dem nur rechtsstaatlich agierende EU-Länder etwas bekommen sollten. Jetzt wird offenbar, dass dieser Rechtsstaatmechanismus gar nicht in Gang gesetzt werden soll, also offenbar nie ernst gemeint war und nur der Gesichtswahrung unserer führenden EU-Politiker diente.

Und noch ein Aspekt, den ich dazu nennen möchte: Die Beispiele, die Jens Berger in dem nachfolgenden Artikel für die Verwendung der Regenbogenflagge bringt, sind wirklich erschreckend. Damit wird dieses ursprünglich für die Gleichberechtigung und Befreiung von sexuellen Minderheiten stehende Symbol völlig entwertet und pervertiert. Sonst wird doch schon darüber diskutiert, ob es nicht kulturelle Aneignung ist, wenn man sich im Karneval als indigener Einwohner Nordamerikas kleidet. Aber die Regenbogen-Flagge darf sich der frühere Orbán-Freund Markus Söder einfach anheften, ohne jemals ernsthaft als Vorreiter für schwul-lesbische Gleichberechtigung in Erscheinung getreten zu sein? Das ist wirklich vollkommen absurd und sollte eigentlich verboten sein. Die LGBTI-Bewegung wird sich wohl neue Symbole suchen müssen.

Herzliche Grüße
Hauke Dressel


2. Leserbrief

Liebe Nachdenkseiten,
Lieber Herr Müller,
 
Merci vielmals für Ihren Artikel.
 
In Bezug auf Sexualität und dem gesellschaftlichen Umgang damit bin ich für Toleranz.
 
Fernsehen und Massenmedien folge ich sowieso nicht und bei der EM schau ich mir nur die Ergebnisse kurz an und nehme sie zur Kenntnis.
 
Allerdings ist mir das mit den Regenbogenfarben als bestimmtes Symbol suspekt.
 
Die Gesellschaft, der Städtebau, Autofarben etc. wird immer grauer oder schwarz-weiss.
 
Und dies unabhängig von der ‘sexuellen Orientierung’.
 
Ich bin natürlicherweise für Farben und Natur (Regenbogen).
 
Daher finde ich, dass Regenbogenfarben ‘für alle’ sein sollten und nicht zu einem eng definierten Symbol stilisiert werden sollten.
 
Auch sollte niemand ein Monopol darauf erklären.
 
Selbst höre oder beschäftige ich mich u.a. gerne mit Barockmusik.
 
Noch in Barockzeiten bis ca. 1750 kannte man – so lese ich – weder das Konzept der ‘sexuellen Orientierung’ noch ‘Identifikation’.
 
Es gab Männer und Frauen. Sexuelle Betätigung gab es auch in einer Bandbreite, diese hat aber niemanden definiert sozusagen.
 
Man hat sich weder als homosexuell, noch heterosexuell gesehen und damit identifiziert.
 
Wie es zu diesen Entwicklungen gekommen ist und wie sie heute verlaufen und zustande kommen scheint nicht thematisiert zu werden.
 
Aus u.a. meiner nicht umfassenden Beschäftigung mit dem Autor und Regisseur Pier Paolo Pasolini und seinem Werk ist mir in Erinnerung:
 
Pasolini beschrieb, wie in Kreisen der Gesellschaft ‘homosexuelle Handlungen’ nicht (mal) als Sex verstanden wurden.
 
Vielfalt war etwas ganz anderes. Es beinhaltet ein Genderkonzept, sexuelle Orientierung und Identifikation nicht übernehmen zu müssen.
 
Es bedeutet natürliche Farben nicht in einseitige Symbole festzuschreiben.
 
Kann ich ein T-Shirt oder eine Tasche in Regenbogenfarben auch (noch) tragen, ohne irgend ein Statement abzugeben?
 
‘Normalität muss sich nicht outen’ sagte mal jemand, muss man aus allem ein Thema machen oder macht man manchmal was besser nicht zum Thema für das Rampenlicht?
 
Herzlichen Dank und freundliche Grüsse,
Michael Schmidt


3. Leserbrief

Lieber Albrecht Müller,

danke für den mehr als notwendigen Artikel:
“Ist die sexuelle Ausrichtung der Menschen ihre größte Sorge und deshalb ein wichtiges öffentliches Thema?”

Hier ist übrigens eine grandiose Karikatur aus Italien.
Sie zeigt vortrefflich die Entwicklung in Teilen der “sogenannten“ Linken (auch bei uns).

corriere.it/politica/19_giugno_11/rai-sinistra-si-evolve-una-drag-queen-polemiche-il-tweet-giornalista-tg2-21c03e92-8c58-11e9-9a2c-4fa09850aca0.shtml

Herzliche Grüße
R.D.


4. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Müller,

In Ihrem Beitrag vom 24.06.2021, 16:01 Uhr, regen Sie sich sehr über die öffentliche Diskussion zur Regenbogenfahne im Kontakt des Fußballspiels in München auf.

Leider entsteht der Eindruck, dass Ihre Aufregung hauptsächlich daher rührt, dass Sie sich über die Bedeutung der Fahne nicht ganz im Klaren sind.

Die Regenbogenfahne ist bereits seit den 1960er Jahren ein international anerkanntes Symbol der Friedensbewegung. Seit den 1970ern hat auch die Bewegung der Homosexuellen die Fahne für sich entdeckt. Und so steht sie weltweit für Frieden, Toleranz, Akzeptanz und die Vielfalt von Lebensgestaltungen.

Wenn Sie also vorschlagen, im Stadion “Nie wieder Krieg” oder “Abrüstung statt Aufrüstung” zu fördern, muss ich Sie enttäuschen: Dafür steht die Regenbogenfahne bereits. Sie steht nicht nur für, wie Sie es vermuten, “Toleranz in sexuellen Fragen”. Sie steht für viel mehr. “Nie wieder Krieg” oder “Abrüstung statt Aufrüstung” sind sogar elementare Werte, die durch die Regenbogenfahne von Anfang an zum Ursprung ihrer Bedeutung gehörten.

Schade, dass Sie sich vor ihrem Artikel nicht genauer über die ganze Bedeutung informiert haben. Und wenn Sie zu Recht die Heuchelei der deutschen Politik in der Frage homosexueller Lebensführung kritisieren: Mit dem Zeigen der Regenbogenfahne wird etwa nicht von den Versäumnissen auf diesem Gebiet abgelenkt, wie Sie vermuten. Es wird vielmehr massiv darauf hingewiesen.

Mit freundlichen Grüßen
C.G.


5. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Müller, sehr geehrter Herr Riegel,

ihre Ein- und Auslassungen zum anscheinend wohl wichtigsten Thema ever – dem „Regenbogen“ – sind lobenswert, gewiß. Aber helfen sie in irgendeiner Weise? Mitnichten! Eine unglaubliche Heuchelei, eine extreme Scheinheiligkeit, die sich in den letzten Tagen lawinenartig über Deutschland und über Europa ergießt – als ob wir im neuen Zeitalter der „Neuen Normalität“ nichts besseres zu tun hätten. Auch hier gilt doch der uralte Satz vom „follow the money“. Wer hat denn dem „besten Torhüter von Welt“ die vielfarbene Armbinde „spendiert“, wer ist denn auf die 
(Schnapps-)Idee mit der tollen Illuminierung der Allianz-Festung gekommen, wer hat denn „die Jugend der Welt“ mit den Abermillionen von Fähnchen „aufgehetzt“?

Herrschaftszeiten aber auch, so langsam ist es an der Zeit aufzuwachen! Lesen könnte da helfen, z.B. die Kapitel 7, 8 und 9 von Guido Preparatas „Die Ideologie der Tyrannei“ zum Beispiel. da steht nämlich schon alles drin, da wird gnadenlos entlarvt, wer was und womit dem plebs warum auch immer untergejubelt werden muss. Wir leben in einer Welt, in der Typen mit Golddukaten zuhauf à la Dagobert bestens ausgestattet – wie bspw. ein George Sor(genl)os – glauben, die Welt beglücken zu müssen. Und keiner wirft ihnen mal wenigstens einen Knüppel zwischen die Speichen.

Was – um Himmels Willen – müssen wir denn noch alles ertragen? Wir? Das wäre die erste Frage! Die Pseudo-Elite jedenfalls nicht, die „Akademikers“ z.B., die sich schon mal ihre Karrierechancen für die nächsten Wellen und Epidemien hochrechnen. Da sollten doch wirklich einige Fakultäten allmählich darum bemüht sein, den zwischenzeitlich verlorenen Boden gegen die Physiker, die Mathematiker und Pseudo-Mediziner zurückzuerkämpfen.

Ich schweife ab, zugegeben. Mir geht es vielmehr darum zu versuchen, einen Weckruf abzusetzen. Muß das wirklich sein, immer und ewig den längst herrschenden „Strukturen“ auf den Leim zu gehen? Es vergeht doch kaum ein Jahr, Monat oder Woche wo nicht eine neue „Legende“ – neudeutsch auch als Narrativ verkauft – per Rundumschlag unserer Medien übergebretztelt wird. Zeit für Anderes bleibt da nicht. Der durchs wertegemeinschaftliche Dorf getriebenen Säue gibt es gar viele. 

Wann begreifen wir endlich? Zitiere dazu mal Wikipedia – weil im Mainstream unverdächtig:

„Als Narrativ wird seit den 1990er Jahren eine sinnstiftende Erzählung bezeichnet, die Einfluss hat auf die Art, wie die Umwelt wahrgenommen wird. Es transportiert Werte und Emotionen, ist in der Regel auf einen Nationalstaat oder ein bestimmtes Kulturareal bezogen und unterliegt dem zeitlichen Wande.“

Da haben wir den Salat. Selbstredend muß das Wahrheitsministerium gleich gegenrudern. Da heißt es dann „Weit verbreitet ist die Meinung, dass Narrative gefunden und nicht erfunden werden.Konsens ist, dass Narrative eine Möglichkeit zur gesellschaftlichen Orientierung geben und Zuversicht vermitteln können.“ Aha!

Parallel zur „Regenbogen-Arie“ gab es gerade die Legende von den „gesichteten“ russischen Kampflugzeugen über den ach so schutzbedürftigen Zwergenstaaten im Baltikum. Und dann umgehend auch der Ansturm des Briten-Zerstörers auf die Krim. Man kann es ja mal versuchen! Was ich damit sagen will? Ganz einfach: nichts ist Zufall, nichts  passiert mal einfach so! Alles bestens abgestimmt, committed, zielorientiert.So viel Schweinepriesterei wie die think-tanks der Wertegemeinschaft sich glauben leisten zu können – die ganzen Bären- und Drachenjagden zuvorderst – fällt das uns hier „die an das Gute im Menschen glauben“  doch nicht im Ansatz ein. Wie wäre es denn – nur mal so – nächsten Dienstag im Wembley-Stadien die ganzen „Fans“ im Stadium – schlappe 60.000 Nasen – mit einem T-Shirt auszustatten auf dem das Antlitz eines Julian Assange prangt. Schließlich lautet auch die Abkürzung für die englische “Football associaton” FA, da könnte doch auch mal  die alternative Erklärung „Free Assange“ propagiert werden.

Wer kennt nicht die AIDA-Formel! Das letzte „A“ steht bekanntlich für „Aufforderung zur Tat“!

Es grüßt
Michael Kohle


6. Leserbrief

Lieber Herr Müller,

die gleichen Politiker, die beim Fußballspiel gegen Ungarn öffentlichkeitswirksam Masken mit den Regenbogenfarben trugen (Söder und Blume) sind auch gegen die Angleichung der Lohnunterschiede zwischen Ost und West.
In der Bundesregierung und in den größten DAX-Unternehmen sind und waren bis heute kaum Ostdeutsche vertreten.
Auch sind es die gleichen Politiker, die für Sanktionen von Bedürftigen (darunter Kinder) sind.
Vor paar Jahren war Söder eifrig dabei gegen Ost- und Südeuropäer zu hetzen.
Söder ist das beste Beispiel wie es hierzulande abläuft mit der Heuchelei und Doppelmoral.

Bezeichnet man all das nicht auch als Diskriminierung?

BG
E


7. Leserbrief

Lieber Herr Riegel und lieber Herr Müller!

Es ist schön, dass es wenigstens bei den Nachdenkseiten noch Stimmen gibt, die sich kritisch mit den Belehrungen des deutschen Mainstreams gegenüber anderen Ländern auseinandersetzen. Natürlich hat sich die UEFA richtig verhalten, wenn sie diese provozierende Illumination des Stadions verboten hat. Anscheinend haben solche Sportfunktionäre mehr Hirn als alle unsere Politiker und Redakteure zusammen. Unsere Moralapostel meinen doch immer, dass sie ihre eigenen Vorstellungen anderen Ländern aufzwingen müssten. Kritisieren vielleicht ungarische Medien, wie bei uns die Demokratie beerdigt wird. Über die stärksten Beeinträchtigungen unseres alltäglichen  Lebens wird bei uns in Deutschland von einer kleinen Gruppe Personen am Parlament vorbei entschieden. Gegen regierungskritische Demonstranten wird bei uns hart vorgegangen. So werden Busse der Querdenkerdemonstranten bereits an den Autobahnabfahrten abgefangen und zurückgewiesen.  Vielleicht sollte da mal umgekehrt die ungarische Regierung sich bei der EU beschweren. Die wird sich wohl in unsere innere Angelegenheiten nicht einmischen (wollen). Es geht bei der regenbogenfarbenen Illumination nicht darum, sexuelle Minderheiten zu unterstützen, sondern eine unliebsame Regierung in Misskredit zu bringen. Ich unterstütze beileibe nicht das Vorgehen von Victor Orban, sondern kritisiere die Doppelmoral unserer Politik und Medien, die durch deren Verhalten Stimmung machen gegen Länder, deren Wähler sich nun halt mal für eine bestimmte Regierung entschieden haben. Wir sollten endlich einmal aufhören, uns in die inneren Angelegenheiten solcher Länder wie China, Bellarus, Polen, Venezuela, Russland oder auch der Türkei einzumischen. Am deutschen Wesen soll nicht noch einmal die Welt genesen.
 
Mit freundlichem Gruß
Harald Pfleger


8. Leserbrief

Liebes Team der Nachdenkseiten,
 
ja, es ist alles eine große Heuchelei!
 
Dass wir Menschen queer, bisexuell, homo- oder transsexuell sind, ist nicht neu. Dass es verboten und ausgrenzungswürdig ist, das ist neu! Vielfalt, freie Sexualität und Liebe haben wir nur vergessen über all den Verboten und Geboten von Kirche, Gesellschaft und Staat über die Jahrhunderte.

Bereits im 3. Jahrhundert wird eine „dritte Natur“ beschrieben, eine zweigeschlechtliche Hijra in Indien.

Zur Zeit gibt es gerade in Lübeck, St. -Annen -Museum, eine Ausstellung zum Thema „Sex und Vorurteil“, die zeigt, dass es nicht- binäre Geschlechtervorstellungen zu allen Zeiten und in allen Kulturen gab. ZU ALLEN ZEITEN UND IN ALLEN KULTUREN!

Es sind nur die Moralvorstellungen und die Gesetze, die es Menschen erschweren, so zu sein, wie sie sind und/oder sein wollen! Macht und Herrschaft.

Es soll halt alles in ein einfaches Formular passen, in überschaubare Formen wie Mutter/Vater/Kind gepresst werden.

Durch die Digitalisierung, befürchte ich, dass es immer schwieriger wird mit der Vielfalt, es passt dann nicht ins Raster/ Formular. Traurige eindimensionale Welt!

Die Formulare bei uns sind meist noch ohne Vielfalt, wir zeigen aber anklagend auf Ungarn.
 
Herzliche Grüße
Gesa


9. Leserbrief

Liebes Nachdenkseiten-Team,

Zustimmung meinerseits (grösstenteils) zu den Artikeln von Tobias Riegel und Albrecht Müller zum neuesten Gipfel der Scheinheiligkeit beim Streit um die “Regenbogen”-Illumination der sogenannten Allianz-Arena.

Nachfolgend das, was mir am Mittwoch abend zu dem Thema in den Sinn kam…

Mit freundlichen Grüssen

peter schulz

Hallo allerseits,

habt Ihr es schon gemerkt: Deutschland ist zwar noch nicht Fussball-EM-Meister, und die nächste Fussball-WM lässt noch etwas auf sich warten.

Aber wir sind schon Weltmeister! Und nicht mehr nur dröge Export-Weltmeister, sondern jetzt auch noch Weltmeister im “ein Zeichen setzen”, “Haltung zeigen” und wie ferngesteuert in den künstlichen Empörungsmodus gehen.

Gestern Top-Thema in der Tagesschau, heute nochmals mehrfach Thema: Die böse UEFA hat den Münchnern verweigert, die sogenannte Allianz-Arena LED-gesteuert in eine überdimensionale Regenbogenfahne zu verwandeln. Pfui, was erlauben UEFA!

Wo wir es den bösen Ungarn jetzt ‘mal richtig zeigen wollten, wie das so geht mit Toleranz und so. Ursula von der Leyen, militärisch momentan etwas unausgelastet, bringt gleich das schwerste EU-Geschütz in Stellung, das “Vertragsverletzungsverfahren”. Und wenn das in Schwung kommt, können wir uns ja unserer neuerdings Lieblingsbeschäftigung zuwenden: Sanktionen rechts, Sanktionen links!

Egal, ob das überhaupt etwas bringen kann. Egal auch, ob überhaupt irgendjemand die angeblich unmöglichen ungarischen Gesetzestexte auch gelesen hat und ob die da erlassenen Massnahmen überhaupt in irgendwelche EU-Zuständigkeit fallen. Hauptsache wir sind empört, Hauptsache wir können unsere “Haltung zeigen”, und sei es mit den hunderttausend papierenen Regenbogenfähnchen, die (wer noch einmal ?) sponsort.

Anstelle der Allianz-Bayern zeigen jetzt die Frankfurter Farbe, auf der Webseite dort heist es:
“Im Rahmen des EURO-Vorrundenspiels Deutschland gegen Ungarn setzt die Eintracht ein Zeichen für Vielfalt, Toleranz und Weltoffenheit.”
Genau, jetzt noch einmal doppeltes auf-die-eigene-Schulter-klopfen!

Das Bild dazu ist eigentlich auch ein schönes Sinnbild:

Oben steht derjenige, der wirklich das Sagen hat (die Deutsche Bank), unten drunter gibt’s farbige Allotria für das Volk:
Absolut sinn- und folgenlos, aber schön bunt. Das wird den Homosexuellen und den jetzt so wichtigen “Trans”-Leuten auf der ganzen Welt wirklich ungemein helfen…

Natürlich muss Ungarn bestraft werden, aber um das “Homo-Werbeverbots”-Gesetz geht es dabei nicht. Sondern um die Verweigerung einer “solidarischen” Flüchtlingsaufteilung nach EU-Diktat, um die Alleingänge bei der Impfstoffbeschaffung, ganz allgemein um das regelmässige “Sand-ins-EU-Getriebe-tragen”.

Beklagt Euch nicht, wenn aus den grossen Publikums-Sportarten bald nur noch virtue-signaling-Events für die jeweils aktuelle “Tugend” werden.

peter


Zu: Fußball, Politik und die Regenbogen-Moral

10. Leserbrief

Sehr geehrtes Nachdenkseitenteam.

Das sportliche Großveranstaltungen nicht erst seit gestern politisch Mißbraucht werden, ist genau der Grund warum ich sie mir nicht mehr antue, ich erinnere mich an die ARD-Propaganda zur WM in Russland.

Diese ganze Scheinheiligkeit braucht niemand. Natürlich sollte niemand, aus welchen Gründen auch immer diskriminiert werden, nichts desto Trotz passiert es tagtäglich. Um daran etwas zu ändern, müsste man halt mal richtig Geld in die Hand nehmen, es ist nicht damit getan, die Regenbogenfahne zu hissen, und es reicht auch nicht die Mohrenstrasse umzubenennen.

Nebenbei bemerkt, in Saudi Arabien werden Homosexuelle auf öffentlichen Plätzen geköpft. Wo sind denn da unsere Gutmenschenpolitiker? Ach so, ja klar, dass sind erstens unsere Verbündeten, und zweitens kann man denen so toll Waffen verkaufen, da stören ein paar Kopflose Schwule vielleicht die Geschäfte, zumindest wenn man sie Erwähnen würde.

Es bleibt mir weiterhin ein Rätsel, wie unsere Politisch Verantwortlichen noch in den Spiegel schauen können.

Macht bitte weiter so. 
Beste Grüße, Ulrih Erich.


11. Leserbrief

Lieber Tobias Riegel,
 
als “Alt 68er” habe ich noch sehr gute Erinnerungen an die Friedenspolitik von Willy Brandt und seinen MitstreiterInnen (z. B. Egon Bahr). Die aktuelle Politik, auch Gesellschaftspolitik, hat nur noch in Ausnahmefällen die Qualität von Brandts “Wandel durch Annäherung”. Und ob es uns gefällt oder nicht: Wir sind bereits wieder mitten in einem “Kalten Krieg”, der ohne weiteres auch in einen “heißen” mutieren kann, und zwar auch und vor allem in Europa.

Umso wichtiger ist Ihr Artikel, der einfach aufzeigt, welch kontraproduktive Auswirkungen solch scheinbar hoch moralischen Aktionen haben können.

Herzlichen Dank dafür!
Günter Grzega


12. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Riegel,

ich fände es angemessen und konsequent, wenn mindestens Manuel Neuer beim Englandspiel eine Mannschaftsbinde mit der Aufschrift “Free Assange” tragen würde. Und jeder Mundschutz bei Zuschauern, Betreuern und anderem Personal sollte auch damit bedruckt sein!

Weiter so und nachdenkliche Grüße
Rainer Rinke


13. Leserbrief

Liebes Leserbriefteam, lieber Tobias Riegel,

haben Sie vielen Dank für Ihren Artikel, Fußball, Politik und die Regenbogen-Moral, der mir sehr gut gefallen hat, weil er aufzeigt, wie unmoralisch dieses Ansinnen in Wirklichkeit war.

Da wird nämlich auch dieses schöne Zeichen, ein Symbol aus der Bibel, welches am Himmel erschien, als die Sintflut beendet war – missbraucht für egoistische nationale Überheblichkeit, die der Regenbogen einfach nicht hergibt. Verwässert wird er als Diversität betrachtet, doch er ist viel, viel mehr. Der Regenbogen gilt traditonell als Zeichen des Friedens zwisch Gott und den Menschen. Es war ein Versprechen von Gott an alle Menschen für alle Ewigkeit. Er steht also grundssätzlich für Frieden, Menschlichkeit und die genauso grundsätzliche Liebe von Gott zu uns Menschen, in der es keine Trennungen durch Relgion und Dogma gibt und auch nicht des Geschlechts.

In diesem Fall und vielleicht bringt es auch diese Zeit mit sich, dass Menschen sich immer mehr ihrer selbst und ihrer Identität bewusst werden und es satt haben, sich verstecken zu müssen, wenn sie homosexuell oder lesbisch sind oder noch ganz anders. Sie haben, wie ich gerade nachlas, auch in Ungarn Rechte so z.B. eingetragene Partnerschaften nur sollen sie keine Kinder adoptieren dürfen und nach einer Geschlechtsumwandlung bleibt das Geburtsgeschlecht im Ausweis und Reklame dafür darf auch nicht sein.

Die einen Länder haben Angst, dass aus den Kindern nichts wird, die von gleichgeschlechtlichen Eltern groß gezogen werden, die anderen nicht.  Denkt man an die Kriegskinder, die in Heimen ohne Eltern aufwachsen, oder von der Oma oder Tanten groß gezogen worden sind, oft ungewünscht, merkt man diese Einseitigkeit auf Vater, Mutter, Kind. Kinder brauchen Liebe, Verständnis und Fürsorge. Sehe ich aber weltweit die Kinderarmut steigen, Kinder missbraucht werden für die Interessen der Erwachsenen, die immer wieder stattfindenden dazu auch noch illegalen Kriege, dann ist dieser Regenbogen Protest tatsächlich reine Heuchelei. Denn auch hier haben die Hartzgesetze deutlich gezeigt, was ihnen Kinder wert sind. Nämlich nichts!

Nähme die EU, die sich jetzt auch noch einmischen will, tatsächlich diesen Regenbogen ernst, gäbe es keine Kriege, keine Kinderarmut, keinen KIndermissbrauch in Familien, denn es gäbe dann auch genug Geld, therapeutisch tätig zu werden, und zwar nicht nach verhaltenstherapeutischer Art, sondern die Inspruchnahme vieler anderer Therapien, die aufdecken könnten, wo die Probleme wirklich liegen, die Probleme mit ihrer Identität und sich selbst haben. Der Fokus läge dann auf Heilung der Gefühle. Was jetzt natürlich nicht heißen soll, ich sähe Homosexualität etc. als Krankheit an. Leben ist auch auch Ent-Wicklung. Von daher ist Toleranz eine richtige und wichtige Haltung, die keine Feindbilder braucht. Weder Ungarn, noch Homosexuelle, noch Transgender.

Ein in Regenbogenfarbenem getauchtes Olympiastadion wäre von daher tatsächlich lächerlich gewesen und München hätte großprotzig angegeben! Die vielen Regenbogenfähnchen die stattdessen verteilt wurden oder Manuel Neuers Regenbogen-Armbinde sind gut für Kindergeburtstage und ganz und gar nicht geeignet, um einen Bewusstseinswandel in der Gesellschaft herbeizuführen, der sowohl Toleranz als auch Grenzen aufzeigen könnte, denn nicht Alles ist machbar!

Beste Grüße
Karola Schramm


14. Leserbrief

Lieber Herr Riegel,
 
besten Dank, dass sie das Thema auf den Punkt bringen und entgegen der populären Meinung auch aussprechen.
 
Das Spiel selbst war ein Sinnbild des Verhältnisses zwischen Ungarn und der EU.
Ungarn spielt souverän, es reicht für ein Unentschieden, Deutschland bleibt trotz einer miserablen Vorstellung im Turnier und Ungarn hat das Nachsehen.
 
Die EU deklassiert Ungarn mit ihrer vermeintlichen „moralischen“ Überlegenheit und Ungarn hat das politische Nachsehen.
Eine schwache Leistung, weil der Disput auf solch einer Ebene zu nichts führt.
 
Ein mutiger Standpunkt wäre gewesen, wenn die deutsche Mannschaft (in Teilen oder geschlossen) nicht angetreten wäre. Das wäre ein starkes bürgerliches Signal, dass „Werte“ trotz aller Konsequenzen hochgehalten und verteidigt werden.
 
Ich hätte jedem Spieler persönlich einen Orden für diesen mutigen Schritt verliehen, aber klar, man kann sich auch ganz mutig eine Regenbogen-Binde anlegen und sich dafür feiern lassen. Geholfen ist damit nur leider niemanden und am wenigsten der LGBTQ+ Community.
 
Beste Grüße
Eugen Baitinger


15. Leserbrief

Liebes NDS-Team,

der moralisch erhobene Zeigefinger aus Deutschland ist doch eine groß orchestrierte Aktion von oben.
Es hat doch etwas von Komik zu sehen wie ein Markus Söder von der CSU mit seinem Generalsekretär im Stadium öffentlichkeitswirksam eine Maske in Regenbogenfarben trägt. Ausgerechnet die Union bzw. die CSU.

Zusätzlich musste ich feststellen, dass das Bundesverteidigungsministerium auf Twitter ihr Profilbild mit Regenbogenfarben verschönert haben.
Siehe hier.

Das muss ja wohl ein Witz sein. Ausgerechnet ein Ministerium, das von Krieg, Zerstörung und Mord profitiert.
Gibt es da irgendeinen Aufschrei von der ach so friedliebenden LGBT Gemeinde auf den (a)sozialen Netzwerken, die ja sonst immer zügig sind beim Empören? Selbstverständlich nicht.
Merken die LGBT-Aktivsten denn nicht wie sie von der Herrscherklasse manipuliert und missbraucht werden?
Das Selbe kann man auch den Umwelt/Klima-Aktivisten fragen.

Die Identitätsdebatten von Minderheiten werden hierzulande doch eh ausschließlich dafür benutzt um von den sozialen Problemen der Mehrheit, militärische Aufrüstung, Privatisierungen usw. abzulenken.

Beste Grüße
E


16. Leserbrief

Hallo,

Der Artikel ist gut geschrieben. Ich würde es aber hilfreich finden, wenn es einen Link gäbe, wo man das benannte Gesetz mal in deutsch lesen kann.

So wüsste man auch, um was es wirklich geht.

Mit freundlichen Grüßen
Werner Faust


Zu: Wenn der Regenbogen zur Farce wird

17. Leserbrief

Liebe Redaktion,
 
Danke Herrn Berger für diesen Artikel und dafür, diese Beispiele zusammen getragen zu haben.
 
Herr Berger hat darüber nachgedacht – ganz dem Namen ‘Nachdenkseiten’ entsprechend – und wieder einmal zu kurz meine ich.
 
Beim Thema Homosexualität oder Schwule und Lesben oder LGBT geht es nur ‘eben darum’.
 
Das ist nichts Besonderes, manche haben es ‘Normalität, die sich nicht zu outen braucht’ genannt.
 
Mir scheint doch, Herr Berger hat indirekt ‘gekauft’, dass es dabei per se um etwas kulturell farbigeres, besseres, künstlerisches, ethischeres geht. Geht es nicht.
 
Oder sind LGBT bessere Menschen? Sind sie im Durschnitt ethischer und künstlerischer? Fehlanzeige.
 
Rüstungskonzerne und ‘pride month’?
 
Ja, glauben sie in der Rüstungsindustrie und in Armeen sind keine Homosexuellen oder LGBT tätig?
 
Ist ‘Stolz’ wirklich eine gute Eigenschaft? Vgl. de.spiritualwiki.org/Hawkins/Stolz.
 
Katholische Kirche und Politiker und LGBT?
 
Homosexualität (u.a.) sind der Kirche und der Politik fremd?
 
Der Papst ist nicht der Pontifex Maximus, oberster Priester von Rom?
 
Die Mutter Gottes ist nicht die grosse Göttermutter, Kybele, und der Kult von Kybele und Attis nicht Teil des römischen Pantheon, wofür der Pontifex Maximus steht?
 
Nach Joseph Campbell geht das aber noch tiefer, die monotheistische Religion mit einem männlichen Gott und männlichen Sohn ohne Frau(en) sei an sich – in meinen Worten – eine Art schwule Phantasie.
 
Polizei, Frontex, man kann es beliebig fortsetzen. LGBT sind schon ein Teil dieser Gesellschaft, es geht nur um den Umgang damit.
 
Und wenn Herr Berger von Zynismus spricht, weil hier Widersprüche sichtbar werden: war das nicht schon immer so in den Buchreligionen und den von Ihnen inspirierten Gesellschaften?
 
Im antiken Griechenland war es etwas anders, so lese ich, aber es ging dennoch um Kriege, Politik, Gewalt, Raub, Habsucht.
 
Mehr Toleranz für LGBT und die Welt ändert sich eben nicht komplett, es bleibt eine Welt der Kirchen, Politiker, Armeen, Corporates, Rüstungsindustrie, Gewinnstreben und sie wird auch nicht bunter.
 
Vielen Dank und beste Grüsse,
Michael Schmidt


18. Leserbrief

Liebes Leserbriefteam, lieber Jens Berger,

danke für Ihren aufschlussreichen Artikel über den Regenbogen und den Missbrauch damit. Zog man früher mit dem Kreuz in den Krieg und schrie dabei:”Für Gott” ist es heute vielleicht der Regenbogen?

Ich beende auf meinem Smartphon bei Whats App fast jede Nachricht immer schon mit dem Regenbogen, weil er für mich ein Symbol ist, das über, bzw. in den Wolken am Himmel erscheint und mir sagt: “Gott ist da, auch wenn es nicht so aussieht” denn die Symbolik des Regenbogens steht für das Versprechen Gottes mit der Einheit des Menschen. KIndlich gesehen: “Gott passt auf mich auf und alle anderen auch.” Insofern passt dieses Symbol denn er vereinigt alle Farben in sich, soll heißen, alle Menschen. Die Unterscheidung zwischen sexueller Orientierung ist unnötig, denn die geht niemanden was an.

Aber wie fast alles heutzutage, was eine tiefe spirituell-religkiöse Bedeutung hat, profanisiert wird, können sich alle mit diesem Symbol schmücken – im Grunde ein Vorgehen wie Agenten unter falscher Flagge. Als Beispiel: Wenn ich ein Flüchtling wäre und mühevoll und mit letzter Kraft ans Ufer kommen könnte und es stünden da Panzer mit dem Regenbogensymbol, würde ich mich freuen. Wenn sie mich dann ins Meer zurückjagen und zusehnen, wie ich ertrinke…. das ist einfach nur Täuschung! Tarnen und Täuschen! Wie war das bei den Nazis? Man hat den Häftlingen in den KZs gesagt, jetzt könnten sie schön duschen und dann – kam statt Wasser Cyclon B – nach 15 bis 20 Minuten waren alle tot.

Auf diese Weise verrotten Werte und Normen. Wenn Menschen nichts mehr heilig ist, alles verkommerzialisiert wird, wird das Leben zu einem Geschäft, was für uns alle tödlich enden kann, wenn wir nicht aufpassen. Auch wenn wir dann die letzten Rufer in dieser Wüste der Unbarmherzigkeit sind, heißt es doch: Weitermachen und rufen, wenn alles gewaltig schief läuft. Dazu sollten sich die Medien berufen fühlen, immer wieder LIcht in den Tunnel bringen, wenn getäuscht und getarnt wird. Die NDS helfen dabei und das ist gut so!

Beste Grüße
Karola Schramm


19. Leserbrief

Werte Herrn Riegel, Müller und Berger!

Vorneweg. Das es sich bei dieser “Aktion” um eine der Nebel- und Blendgranaten handelt, welche die Masse von den eigentlichen Problemen ablenken soll, steht für mich fest. Aber laut dem Tenor unserer Leitmedien scheint dieses “gesteuerte” Thema “allen” Deutschen unter den Nägeln zu brennen. Endlich haben unsere wichtigen Reporter und Kommentatoren etwas gefunden, womit man sich international profilieren und den guten deutschen Lehr- und Zuchtmeister wieder ins Leben rufen kann. “Schaut auf uns, die wir im Gegensatz zu Euch so liberal und weltoffen wir sind.” Richtig! Sonst haben wir keine Probleme im Land. Wir sind alle glücklich und zufrieden. Deshalb können wir es uns leisten, solche aufgebauschten Probleme in den Vordergrund zu schieben. Wenn man dagegen liest, was in den “anderen” nicht gleichgeschalteten Medien oder in den sogenannten Twitter-Medien kursiert? Da passt so einiges nicht zusammen.

Vor einigen Tagen hatte ich zu dem Beitrag “Fußball-EM als Propaganda-Bühne: Trikots der Ukraine mit Nazi-Slogan” an die Nachdenkseiten geschrieben. Ich hatte auf die ständig belehrende und ermahnende Art der Kommentatoren von ARD und ZDF zum Thema Corona und Fußballfans hingewiesen, welche mich mehr als nervte. Da man nur damit beschäftigt war, dass berühmte Haar in der Suppe zu finden. Richtig zur Hochtour lief man auf, wenn das Thema Russland aufkam. Da bekamen sich die Herrschaften im gegenseitigen Überbieten an Schlechtigkeiten nicht mehr ein. Der negative Höhepunkt für mich war der Kommentator der Begegnung Dänemark – Russland, welches ich zur Halbzeit abschaltete. Ein Kommentator soll ein Spiel kommentieren, dieser Herr wertete die russische Mannschaft mehr als ab.

Nun das Thema “Neuer und die bunte Kapitänsbinde”! Was hat man für Schaum vorm Mund und wettert gegen die “böse” UEFA.
Wie bitte, was soll das werden, dachte ich mir. Seit Jahrzehnten macht ihr jeden kommerziellen Schwachsinn der UEFA mit und plötzlich habt ihr ein Problem damit, dass der Kommerz diese “Aktion” nicht zu lässt. Daran verdient die UEFA nichts! Also wo bitte schön, habt ihr all die letzten Jahre gelebt, in “Wolkenkuckucksheim” und was soll diese Aktion bezwecken? Momentan leben wir in einem völlig aberwitzigen Irrenhaus, in welchem die Wärter dabei sind, uns die letzten Rechte auf Selbstbestimmung zu nehmen. Aber ihr “Gutmenschen” habt keine anderen Probleme, als diese gesteuerte “Cancel Culture” mit ihrer Sprachpolizei, Genderproblematik in den Vordergrund zu schieben und massiv zu unterstützen? Von den ganzen “Regimechanges” der letzten Jahrzehnte, welche der “Wertewesten” nur zum “Guten” – der darunter leidenden (Sorry, sich freuenden Bevölkerung) – der ausgewählten Länder durchführte und deren Lebensqualität sich dadurch um Jahre nach hinten verbesserte, möcht ich hier nicht anfangen.

Tut mir leid, ich mache da nicht mit! Auch auf die Gefahr hin, nun mit den allgegenwärtigen Attributen für nicht angepasste Bürger betitelt zu werden. Wie sagte vor Kurzem ein guter Bekannter (Homosexuell!) zu mir, “Ich, kann diesen ganzen Schwachsinn nicht mehr ertragen und brauche ihn nicht! Ob er mit diesem Standpunkt exemplarisch für all die anderen steht, welche mit dieser Aktion vor der “Täglich stattfindenden Diskriminierung” geschützt werden sollen, sei dahin gestellt. Für mich stellt sich die Frage: Wer oder was hinter solch’ gesteuerten Aktionen steht? Sind es Personen, welche sich damit in den Vordergrund schieben wollen und persönlich davon profitieren und gehört das zu dem Szenario des großen Umbaus unserer Gesellschaft???

Mit frdl Grüßen Ralf Matthias


20. Leserbrief

Geschätztes Team der NachDenkSeiten,

herzlichen Dank für die illustre Zusammenstellung des Rainbowwashing (aka Pinkwashing).

Auch wenn die Metapher des verblassenden Regenbogens so schön ist: nicht die Vereinnahmung eines Symbols ist das Problem, sondern die Verdrehung der ursprünlichen Ziele.

Mir drängt sich der Eindruck auf, dass eine weitere Bürgerrechtsbewegung vereinnahmt und in systemkonforme Bahnen umgelenkt werden soll. Spaltung von innen, Aufweichung von außen, überall die gleiche Masche, Beispiele gibt es leider genug, etwa die Abkehr der Grünen vom Umweltschutz zur Symbolpolitik, die Fundamentalisierung von Anti-Rassismus und Anti-Diskriminierung zu einer kaum nachvollziehbaren Cancel Culture oder jüngst die Ablenkung der Linken weg von der Sozialpolitik.

Weiterhin Erfolg und alles Gute wünscht
Verena K.


Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten

Die NachDenkSeiten freuen sich über Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen Länge und mit einem eindeutigen Betreff.

Es gibt die folgenden Emailadressen:

Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer „Gebrauchsanleitung“.

Rubriken:

Leserbriefe

Schlagwörter:

Die NachDenkSeiten sind für eine kritische Meinungsbildung wichtig, das sagen uns sehr, sehr viele - aber sie kosten auch Geld und deshalb bitten wir Sie, liebe LeserInnen, um Ihre Unterstützung.
Herzlichen Dank!