Leserbriefe zu „33. Pleisweiler Gespräch: Video des Vortrages von Ulrike Guérot mit anschließender Diskussion“

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In diesem Artikel ist auf das mit über 300 Menschen „am besten besuchte Gespräch in der Geschichte“ im Rahmen der Pleisweiler Gespräche und dessen Videoaufzeichnung hingewiesen worden. Die „außergewöhnliche Professorin aus Bonn“, Ulrike Guérot, hat einen Vortrag zum Thema „Wie wir in Europa leben wollen? Zwischen Freiheit, Kontrolle und Abhängigkeit im Zeitalter des ´autoritären Kapitalismus´“ gehalten. Anschließend hat sie sich den Fragen aus dem Publikum gestellt. Danke für die interessanten Leserbriefe, in denen neben viel Zuspruch auch Kritik enthalten ist. Es folgt eine Auswahl. Zusammengestellt von Christian Reimann.


1. Leserbrief

Liebe Frau Sorg, lieber Herr Müller,
sehr geehrtes Team der Nachdenkseiten,

ganz herzlichen Dank für die Idee und Organisation dieser tollen Informations-, Diskussions- und auch Motivationsveranstaltung (und Videobereitstellung!) mit der faszinierenden und Geist-reichen Ulrike Guérot!
 
Empfehlenswert für jede Bürgerin und jeden Bürger, darin einzutauchen und sich Inspiration und Kraft zu holen für ein Mitwirken – in welcher Weise auch immer – an einem in vielfacher Weise „besseren“ Leben für alle Menschen (ja Bürger! aber eben auch Menschen …) in Europa und letztlich in der Welt.
 
Neben den hochinteressanten politischen Fakten und Meinungen, zB. einiger mir bis heute gar nicht so bewusster Aspekte zu den Themen Republik – Bürger – European citizenship und einigen anderen Basics zur politischen Organisation unseres Zusammenlebens in Europa haben mich – gerade als Naturwissenschaftler – ganz besonders beeindruckt: die Ausführungen von Frau Guérot zur „Kopf-Bauch-Verbindung“ und Vernunft (iVm. Hannah Arendt), zu „Wissenschaft und Weisheit“, zu den bestehenden „Mysterien“, welche die Wissenschaft bisher nicht lösen kann, der dazu notwendigen „spirituellen Bindung“, dem kritischen Blick auf eine Reduktion der Wissenschaft auf Zahlen und Statistiken (alles so wesentlich und leider so selten von Wissenschaftlern zu hören – im Gegenteil), zur Notwendigkeit eines universellen Rechts auf analoges Leben, zu Freiheit, Frieden und „Europa neu denken“ – und letztlich dem Herz und der Liebe, die weniger thematisiert wurden, als dass sie in Vortrag und Diskussion einfach zum Ausdruck gekommen sind!

Und ganz toll auch: die Vielfalt der Fragen aus dem Publikum und die erfrischend offenen Antworten.

Diese Videos MUSS ich einfach weiterempfehlen!
 
Herzliche Grüße und weiter viel Kraft und Erfolg für Ihr Wirken, trotz LibMod … oder gerade deswegen, wünscht Ihnen
Peter Langhammer


2. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Müller, liebes NDS-Team!

Vielen Dank für die Bereitstellung der Aufzeichnung! Leider konnte ich den Vortrag von Frau Guèrot wegen der Entfernung nicht vor Ort genießen, aber das Video ist ein wertvoller Ersatz für die eigene Anwesenheit. Frau Guèrot hat eindrucksvoll beweisen, daß ihr drittklassige TV-Moderatoren nicht ansatzweise das Wasser reichen können, egal, wie dreist und aggressiv diese auftreten.

Als ihre Rede auf die vor ein paar Tagen ohne gewichtige Begründung abgewatschte Klage einiger Soldaten gegen die Impfpflicht kam, war sicherlich nicht nur mein erster Gedanke, daß dies nur das Ergebnis weiterer Abendessen im Kanzleramt gewesen sein muss. Ein Blick in die Auftragsbücher der letzten 20 Monate aller Berliner Caterer wäre sehr aufschlussreich!

Von unserem Leser W.K.


3. Leserbrief

Hallo liebes NDS Team, guten Tag Frau Guerot,

das war ein wichtiger Beitrag zur Meinungsbildung und hat eine zusätzliche Spende für die NDS verdient.

Vielen Dank für die Möglichkeit des Erkenntnisgewinns!

Frau Guerot, in ihrer jovialen Art intellektuell zu präsentieren, hat mich zum wiederholten Mal vereinnahmen können. Selbstverständlich habe ich ihr Buch ” Wer zustimmt, schweigt ” gelesen.

Interessant waren daher für mich eher die Antworten von Frau Guerot auf die Fragen des Auditoriums.

Ich bin mir sicher, dass Frau Guerot sich als Politikwissenschaftlerin unbedingt mit anderen – kritischen – Protagonisten aus verschiedensten wissenschaftlichen Disziplinen austauschen sollte, sofern sie weiterhin – realistisch – eine Europäische Republik bewerben sollte. 

Das Deutsche Reich, die BRD, Germany ist seit über 100 Jahren unterwegs, ohne dass jemals “Volkes Stimme” zu etwaigen Entscheidungen gehört wurde.

Sei es in den originären Fragen rund um die vermeintliche Ablösung der Monarchie und den politischen Folgen bis 1945!

Das Grundgesetz – was der Name schon impliziert – wurde der BRD von den Besatzern oktroyiert.

Der dortige Artikel 146 wurde bis heute – in den verschiedenen Fassungen 1949/1990 – und dessen Umsetzung nicht ” beworben ” und schon gar nicht umgesetzt,  um es einmal ganz wertfrei auszudrücken. 

Insofern mag ich Frau Guerot’s Bekenntnis zum Grundgesetz – welches ja wirklich sehr gute Elemente beinhaltet – nur bedingt nachvollziehen. ( Liebe Frau Guerot, es fehlen die Abstimmungen und die Besatzungskosten werden nicht oder nur unzureichend – in jedweder Richtung – thematisiert !!!!)

Ein Europa ohne Nationalstaaten – wie von Frau Guerot gewünscht – würde alleine in Bezug auf die Deutschen bedeuten, das ein Jahrtausende altes Kulturvolk – alleine aufgrund der Zeiten von 1914-1918 und 1933-1945 – ausgelöscht werden würde, ohne dieses jemals dazu befragt zu haben.

Der Schuldkomplex Deutscher zu sein, den ich persönlich sehr gut verinnerlicht habe, wird den Befürwortern einer Europäischen Republik das Wort reden.

Frau Guerot stünde es gut zu Gesicht, sich einmal mit kritischen Historikern zu unterhalten, die tatsächlich dem politischen aufstrebenden Deutschen Kaiserreich ab 1871 eine andere Rolle als die der ” offiziellen ” Geschichtsschreibung zuordnen könnten.

Dieses Deutsche Kaiserreich war nichts anderes als eine Vereinigung Deutscher Völker, die sich 1871 zu einem Bundesstaat zusammengeschlossen haben.

Was diese Maßnahme geopolitisch bedeutet hat, kann man nicht nur ahnen, sondern auch -wenn man denn will – nachvollziehen, weil es verheerende Kriege brauchte, um das Deutsche Reich in die  BRD zu verwandeln. (Ich verleugne hier gar nichts, beziehe mich auf den Status quo der BRD)

Glaubt Frau Guerot, denn wirklich, dass eine Europäische-Republik in 2022 ff mit dem wirtschaftlichen Motor BRD eine andere geopolitische Aussage zur Folge hätte ?

Für die USA ?

Selbstverständlich hat Frau Guerot Brzezinski gelesen und auch von George Friedman gehört.

Eine Politik ohne die USA und nicht gegen die USA ?

Ja, iss denn schon Weihnachten ????

Hat Frau Guerot im Vortrag und bei der Beantwortung der Fragen sich einmal dazu bekannt, dass Russland in ” Ihr europäisches Haus, in Ihre europäische Republik ” gehören könnte ? 

Ich halte für mich folgende Erkenntnisse fest:

  • Frau Guerot ist eine intellektuelle Entertainerin, mit pseudo-kritischen Ansätzen zu ” unerklärlicher Politik ” ! 
  • Frau Guerot kokettiert – in charmanter Art und Weise – mit dem Gedanken einer Europäischen Verfassung.
  • Frau Guerot kokettiert – in charmanter Art und Weise – mit dem Umstand, die Deutschen auf diese vorbereiten zu wollen.

Wenn Frau Guerot wirklich etwas verstanden hätte, dann würde sie sich von Ihrem persönlichen “Trauma ” ” Europäische Republik ” erholen wollen. 

Ich nehme Frau Guerot nicht ab, dass sie verstanden hat, dass die Deutsche Bevölkerung erst einmal so etwas wie Identität verspüren darf und muss, bevor sie diese ” Errungenschaft ” wieder aufgibt und überträgt.

Die intellektuelle Kompetenz von Frau Guerot in ihrem Fachgebiet werde ich nicht bestreiten.

Allerdings ihre Kompetenz über den Tellerrand hinauszublicken.

Oder aber – im schlechtesten Fall – befürchte ich, dass Frau Guerot  ” mit gespaltener Zunge ” redet, wie wir Indianer zu sagen pflegen….

Glückauf
von
Michael Krater.

Anmerkung Albrecht Müller: Aus meiner Sicht ist dem Leserbriefschreiber und langjährigen Freund der NachDenkSeiten, Michael Krater, der Gaul durchgegangen, wie man hier bei uns sagt.


4. Leserbrief

Hallo Nachdenkseiten,

Ich bin mit dem Vortrag von Ulrike Guérot nicht sonderlich zufrieden.

Was hatten wir da?

  1. Hat Guérot alles das gesagt, von dem sie weiß, dass die Zuhörer das auch denken.
    Großer Beifall: „Ja, das denken wir auch!“.
    Schön.
  2. War die Rede davon: „Wie wollen wir leben?“, ein Thema, das dann ganz und garnicht ausgebreitet wurde.

Beispiel:

In der zunehmend automatisierten und digitalisierten Gesellschaft wird Arbeit knapp.

Lösung des Problems: Die Arbeit wird gleichmäßig verteilt, so dass alle eine haben.

Die Menschen arbeiten vielleicht noch 4 Stunden am Tag?

Nun hätten die Menschen die Zeit, endlich einmal zu tun, was sie immer schon gern hätten machen wollen, aber nicht machen konnten.

Einer würde gern schöne Schränke bauen. Eine andere wollte immer schon gern töpfern.

Ein Dritter würde gern in einem bestimmten Bereich wissenschaftlich forschen und noch jemand würde gern Gärtnern usw. usw.

Dazu besteht aber nicht die Möglichkeit und die Gesellschaft müsste eine Infrastruktur aufbauen, die den Menschen Derlei ermöglicht.

Zu guterLletzt: Die Menschen würden sich wünschen, dass alle einander auf relativer Augenhöhe begegnen und niemand Grund einer „Amtsmütze“ o.ä. anderen einfach sagen kann, „wie sie zu leben haben“.

Von all dem war nicht die Rede, aber das wäre zentral gewesen, denn:

Wenn wir wissen, wie wir leben wollen, können wir uns auch vorstellen, wie eine Gesellschaft aussehen müsste, die das realisieren kann.

Nur ein: Wir müssen das Rechtswesen wiederherstellen und die EU reformieren usw. – wovon die Rede war – ist ja gut und schön, reicht aber vorn und hinten nicht aus.

Vielleicht haben andere Leute andere Ideen, doch denen müsste im Detail nachgegangen werden. Nur die Beobachtungen wiederholen und sich gemeinsam freuen, dass man die gemacht hat, ist nicht zielführend.

Mit besten Grüßen,
Johannes Kießling

Anmerkung Albrecht Müller: Die Gäste beim Gespräch am vergangenen Sonntag haben das anders empfunden. Man kann in 45 Minuten auch nicht auf alles eingehen.


5. Leserbrief

Sehr geehrtes NachDenkSeiten-Team,
 
mit Spannung hatte ich auf Ihre Übertragung der o.g. Pleisweiler Gespräche mit der Politologin Ulrike Guérot gewartet. Und ich habe sie gestern Abend aufmerksam verfolgen können. Vielen Dank dafür.
 
Allerdings war ich dann teilweise doch enttäuscht, unter anderem von der undifferenzierten Haltung der Bonner Professorin zur Corona-Pandemie, deren undemokratische, unvorbereitet-hilflose Handhabung seitens unserer Regierungsverantwortlichen und auch seitens der WHO ich zwar ebenfalls beklage, aber als Frau Guérot bspw. dazu aufrief, unseren Protest damit zu demonstrieren, “keine Masken mehr in Zügen zu tragen”, schoss sie meines Erachtens weit über das Ziel hinaus.
 
Sie selbst wie auch alle, die ihr in diesem Punkt uneingeschränkten Beifall zollten, scheinen noch keinen nahen Verwandten oder langjährigen guten Freund an Corona verloren zu haben, noch nur “glücklicherweise”, selbst schwer daran erkrankt gewesen zu sein, siehe auch “Long-Covid”, noch scheinen sie überarbeitetes Personal in Gesundheitsämtern, noch entsprechende Intensivstationen am Rande ihrer Kapazitäten wahrgenommen zu haben. Ich muss gestehen, dass meine Aufmerksamkeit für den Rest der Diskussion erheblich nachließ.
 
Denn, so sehr ich bspw. Frau Guérots Ansicht zum Ukrainekrieg geschätzt hatte und noch schätze, danach gab es der Veranstaltung einen unseriösen “populistischen” Anstrich und zwar in dessen negativen Bedeutung – von wegen “res publica” = “Sache des Volkes”.
 
Hiermit belegte sie jedoch im Grunde nur noch einmal ihre eigene Aussage, dass auch Wissenschaftsexperten, siehe ihre Hinweise auf Heidegger und dessen ehemaliger, sich dann aber von ihm distanzierenden Schülerin Hannah Ahrendt, nicht voreingenommen sind, und damit fatale gesellschaftliche Entwicklungen mitauslösen bzw. begünstigen können.
 
Mit Dank im Voraus für Ihre Aufmerksamkeit
und freundlichen Grüßen
 
Johanna Michel-Brüning

Nachträgliche Ergänzung: Zu den Masken gibt es auch ganz andere Ansichten. Siehe z.B. hier: „Warum die Maskenpflicht aktuell verfassungswidrig ist und sofort beendet werden muss“.


6. Leserbrief

Lieber Herr Müller,
Liebe Nachdenkseiten-Redaktion

Thema: Wie wir in Europa leben wollen? Zwischen Freiheit, Kontrolle und Abhängigkeit im Zeitalter des „autoritären Kapitalismus“

Zusammen mit meiner Frau haben wir den Vortrag von Frau Prof. Dr. Guérot und die anschließende Diskussion mit den anwesenden Besuchern im Saal angesehen und aufmerksam zugehört.

Der eigentliche Kern des genannten und apostrophierten Themas wurde von Frau Prof. Dr.Ulrike Guérot sehr elegant umgangen, bzw.  Ihre Ausführungen und Argumentationen wurden dem gestellten Thema in keiner Weise gerecht.

Hier dazu einige kritische Anmerkungen:

  1. Der ganze Vortrag war sehr akademisch gehalten (typisch für eine geschulte Professorin!), zwar mit vielen Begriffen und verschiedenen Kenntnissen versehen, aber alles inhaltlich sehr unklar und sehr allgemein gehalten.
  2. Ihre permanente Verwendung von Fremdwörtern und Anglizismen war nicht sehr hilfreich.
  3. Einige wenige Teilnehmer haben bei der danach folgenden Diskussion die eigentlichen und richtigen Fragen gestellt, aber auch hier waren die Antworten von Frau Prof. Dr. Ulrike Guérot zwar mit langen Erklärungen bestückt, aber inhaltlich wiederum sehr allgemein und nicht überzeugend.
  4. Ihre permanenten Anspielungen und Wiederholungen in Ihren Ausführungen zum Thema Pandemie und Corona waren auch nicht  hilfreich,sondern übertrieben und folgerichtig ablenkend (bewußt oder unbewußt) von dem eigentlichen selbstgesteckten und postulierten Thema: Wie wir in Europa leben wollen? Zwischen Freiheit, Kontrolle und Abhängigkeit im Zeitalter des „autoritären Kapitalismus“.
  5. Seit dem Ende des zweiten Weltkrieges war und ist das Thema Krieg und Frieden nicht nur in Europa (aktuell der Krieg in der Ukraine…), sondern in der ganzen Welt und für viele Völker dieser Erde mit allen seinen zerstörerischen und pervertierten Formen, insbesondere in den zahlreichen verbrecherischen Kriegen der USA-Nato, das eigentliche Hauptthema, nicht als akademisches Seminar in den USA und in Europa, sondern als eine existenzielle Frage des Überlebenskampfes für alle diese geschundenen Völker.
    Dies aber wurde in dem Vortrag von Frau Prof. Dr. Guérot und auch bei der Diskussion im Anschluß nicht einmal ansatzweise behandelt.
    Welchen Nutzen hat diese Art von Diskussion in den USA und speziell in Europa und der Wunsch nach einer “wahren Republik” verbunden mit Parolen der Französischen Revolution und idealen Werten, wie der Aufklärung, etc…, wo als Ergebnis defacto trotz dieser idealen und hochgepriesenen Parolen der Französischen Revolution das politische System in Frankreich wieder diktatorisch und despotisch wurde und u.a. die Armee Napoleons mit brutaler Gewalt Russland okkupieren und unterwerfen wollte, wie später auch das faschistische Hitler-Regime dies versucht hat und nun USA-Nato mit dem selben Ziel, Ukraine als Vorwand und Bauernopfer???
    Oder bei dem Kampf für die Befreiung des algerischen Volkes aus der Barbarei und dem Joch des französischen Kolonialismus und für die politische Unabhängigkeit und Souveränität, wo Hunderttausende von Menschen dieses Volkes grausam ermordet wurden (hier nur als ein exemplarisches Beispiel des jahrhundertelang praktizierten, pervertierten mit nackter Gewalt durchgeführten Kolonialsmus in der europäischen Geschichte….) oder für die geschundenen Völker, die durch andere europäische Kolonialmächte auf allen Kontinenten dieser Erde auf ihrem Schlachtfeld geopfert und vernichtet wurden???
  6. Die eigentliche und wichtigste Frage, die in der Diskussionsrunde gestellt wurde, nämlich die Frage der Souveränität Europas und speziell Deutschlands nach 1945 (dies hätte eigentlich das Hauptthema bei diesem Vortrag sein sollen) wurde kaum beachtet, bzw. auch hier blieb Frau Prof. Dr. Guérot eine richtige, aufrichtige und zukunftsweisende Antwort schuldig.

Fazit:

Solange die US-Eliten im Verbund mit ihren gleichgesinnten Eliten in Europa (Frau von der Leyen, “der schwarze Schwan der Adligen”) politisch (fast die gesamten politischen Parteien in West- und Osteuropa), ökonomisch, finanzpolitisch, militärisch (durch die Nato und das Diktat der Pentagon-Strategen) – zusammen mit ihren gewaltigen manipulierenden Medien – Europa mit ihrem absoluten Diktat beherrschen und Europa sich den Kolonialherren in Washington bedingungslos ergibt, unterwirft, sich erpressen lässt und sich wie ein kolonialisiertes und gesteuertes Häufchen benimmt und blind handelt, solange kann Europa und besonders Deutschland niemals souverän und unabhängig sein.

Wir alle haben mit Entsetzen in den letzten Jahrzehnten die verhängnisvolle Politik der EU und die daraus resultierenden verheerenden Folgen in Europa erlebt, wobei der Krieg in der Ukraine (als Vorwand) von den USA seit Jahrzehnten gegen die elementarsten nationalen Sicherheitsinteressen Russlands vorbereitet wurde und die EU bis heute blind und gehorsam diesem Diktat der absoluten US-Hegemonie und ihren Weltherrschaftsambitionen folgt, sogar gegen die eigenen und elementarsten Interessen der europäischen Völker. Dabei wird demnächst China von der USA-Nato (Taiwan als Vorwand,wie Ukraine) ins Visier genommen und danach der Iran, usw., usw.…

In den weltweit in den letzten Jahrzehnten von der US-Nato durchgeführten barbarischen Kriegen außerhalb Europas (jedoch auch innerhalb bei der Zerschlagung und Zerstückelung der ehemaligen Republik Jugoslawien) waren die gesamte EU-Regierungen auch direkt oder indirekt maßgeblich beteiligt und haben auch von der Verelendung dieser Völker durch die von den USA-Nato inszenierten Kriegen weltweit stark profitiert.

Daraus folgt, dass die EU in Wahrheit überhaupt nicht souverän sein wollte und will oder sich von der US-Hegemonie-Weltherrschaft emanzipieren will.

Was die westliche Herrschaft über den Rest der Welt anbelangt, sitzen die USA und die EU im gleichen Boot, nur das Ruder und die Steuerung des Bootes unterliegen dem Kommando der US-Eliten. Dies ist vergleichbar mit den zwei Seiten einer Münze, auf der einen Seite das “Oberkommando in Washington” und auf der anderen Seite das “Unterabteilung in Brüssel”, mit der gemeinsamen Parole – wie immer – “im Namen der Freiheit, Demokratie und Menschenrechte”, Amen !!!

Der Weg zur wahren Souveränität ist nicht einfach und beschwerlich und manchmal auch sehr gefährlich und erfordert schmerzliche Opferbereitschaft, aber dieser Weg ist befreiend und führt am Ende zu wahrer Freiheit und Emanzipation!

Für meine Frau und für mich war das Ganze (besonders der Vortrag von Frau Prof. Dr. Ulrike Guérot) in keinster Weise inhaltlich überzeugend, logisch schlüssig und menschlich emotional wahrnehmbar, auch wenn von ihr das Ganze rhetorisch gut vorgetragen wurde.

Nach meiner Empfindung war bei ihr auch eine Spur der westlichen-europäischen Arroganz in der Sprache nicht zu überhören (vielleicht unbewußt), so als ob die USA und Europa trotz ihrer verhängnisvollen Geschichte der Nabel der Menschheitsgeschichte wären.

Der ganze Vortrag und die Diskussion wäre vielleicht für ein Uni-Seminar geeignet gewesen und war eigentlich obsolet und vielleicht für manche Teilnehmerin/Teilnehmer ein schöner Zeitvertreib!

Wäre der Vortrag ein Deutsch-Aufsatz gewesen, müsste die Bewertung lauten: Thema verfehlt!
 
Mit besten Grüßen und Wünschen für die weiteren guten und wertvollen aufklärerischen Arbeiten
M.Daschti

Zum Schluß für alle interessierten und auch empfindsamen Menschen, als Gegenstück zu diesem nüchternen Vortrag, möchte ich den Video-Beitrag (etwa 14 Minuten) sehr gerne weiterempfehlen
 
Eine aussergewöhnliche Rede in aussergewöhnlichen Zeiten!
 
Dies ist die Rede des bolivianischen Vizepräsidenten David Choquehuanca zum Amtsantritt am 8. November 2020.
 
youtube.com/watch?v=PmroJFXH3G8

Anmerkung Albrecht Müller: Es war kein Deutschaufsatz, und es war auch kein Uni-Seminar. Den meisten haben Vortrag und Diskussion viel gebracht.


7. Leserbrief

Sehr geehrte Bürger auf den Nachdenkseiten.

Sehr viele Bürger haben verschiedene Auffassungen was Faschismus überhaupt ist. Es gelingt ja noch nicht einmal ihn einheitlich zu definieren. Für mich ist die Frage beantwortet. “Faschismus ist die Diktatur des Kapitals”.

In der neuen Züricher Zeitung stehen solche Sätze wie:

„Faschismus ist für Hedinger nicht rein theoretisch zu erfassen, sondern erschließt sich erst in seiner globalen Praxis «als Weltordnungsentwurf und damit als ein dritter Weg, angesiedelt zwischen Kapitalismus und Kommunismus». In seiner Machtausübung war der Faschismus in Italien, Japan und Deutschland jedoch nicht revolutionär. Schließlich konnten sich diese Regime nur durch die Unterstützung nationalkonservativer Eliten durchsetzen. Auch waren die Diktaturen nicht dem Kapitalismus grundsätzlich abgeneigt.“ (hier wird so getan als ob das Kapital nur zufällig mit im Boot sitzt)

Nach Mussolini, der den Faschismus mit erfunden hat, geht es aber um die Herrschaft der Konzerne. Der Nationalismus war zwar von Anfang an federführend mit dabei, aber darum ging es dem Kapital nicht, das betraf bis dato nur die andere Seite. Aber der Deal erhob ihn dann zum Gott und ist dadurch zum gemeinsamen „Nenner“ oder Klammer, zwischen Volk und Herrschaft, geworden. Den Rassismus kann man hier als Booster oder Verstärker betrachten. Sozusagen um mehr Masse zu bekommen. So ist die ausübende Kraft um einiges erhöht. Auch die wichtige Funktion des Sündenbocks hat man so zufriedenstellend gelöst.

Fazit:“Faschismus ist ein Bund sehr mächtiger Kapitalgesellschaften mit einer Gruppe, die in der Lage ist, eine Diktatur zu errichten und dies auch getan hat.“

Oder verkürzt, es ist die Diktatur des Kapitals und muß nicht rassistisch sein.

Dem Faschismus kommt es nur darauf an eine Bodenhaftung zu erhalten.

Man braucht dafür keinen Rassismus. Wenn es gelingt humane Projekte wie Klimaschutz oder die neue identitäre Bewegung zu besetzen, so ist das Volk auf das vortrefflichste eingebunden und beschäftigt. Es gibt andere Booster als Rassismus. Hauptsache ist doch der “Sündenbock”.

Deshalb sollten sich „Einige“ überlegen, ob sie nicht, ohne es zu wissen, die Falschen unterstützen.

Es lebe die Republik peter probst


8. Leserbrief

Sehr geehrtes Team der Nachdenkseiten !

Zuerst einmal herzlichen Dank für ihre unermüdliche wertvolle Aufklärungsarbeit, die nötiger ist denn je.

Gestern bin ich endlich dazu gekommen, mir die Aufzeichnung des Pleisweiler Gesprächs und der anschließenden Diskussionsrunde anzusehen. Einige Fragen der Diskussionsrunde hätten auch von mir sein können, besonders die Frage, was man selbst tun kann.

Hierzu vielleicht eine Anregung. Ich stelle in letzter Zeit immer mehr kritische Fragen auf der Plattform abgeordnetenwatch.de. Die meisten werden nie beantwortet. Aber ich bin mir sicher, sie werden gelesen und die Stimmung darin ausgewertet.

Möglicherweise stellen ja auch schon viele ihrer Leser dort Fragen. Aber ich denke, es ist trotzdem eine Anregung wert. Wenn dies noch mehr machen, ist es vielleicht ein weiteres Sandkorn im Getriebe.

Machen sie weiter so !

Mit freundlichen Grüßen
D.G.


9. Leserbrief

Sehr geehrtes NDS Team,
 
danke für das Video des 33. Pleisweiler Gesprächs und die Rede und Ansichten von Frau Guérot zu der ich ein paar Zeilen schreiben möchte.
 
Vorweg möchte ich nicht als nächster mit digitalen Zeilen auf Frau Guérot einschlagen, da sie m.M.n. von der Presse und dem digitalen Ideologen-Mob gerade richtig was abbekommt. Auch habe ich Ihre Bücher nicht gelesen, in dem Sie vielleicht ihre Vorstellungen von diesem Europa darlegt. Des Weiteren bin ich seit Jahrzehnten entschiedener Gegner der EU und stehe in absoluter Opposition mit den mir bekannten Ansichten von Frau Guérot bezüglich dieser Thematik. Möchte ihr aber keinesfalls ein Redeverbot erteilen, so wie sie es m.E. teilweise mit Andersdenkenden tut, die sie meiner Meinung nach, im besten Fall, als Populisten bezeichnet.
 
Doch trotzdem möchte ich meine Kritik an Frau Guérot äußern. Für mich ist sie ein Wolf im Schafspelz die sich ein wenig unter die Schaafs Herde mischt, da sie gerade zugegebenermaßen von den anderen Wölfen die meinen, dass sie abtrünnig geworden ist, Kritik und Gegenwind (euphemistisch ausgedrückt) erhält. Ihr sogar mit der Cancel Culture drohen oder vielleicht sogar zu Teilen umsetzen, was ich keinesfalls Billigen möchte. Obwohl Sie ganz sicher in vielen Dingen eine andere Meinung und Weltansicht vertritt wie ich.
 
Frau Guérot kritisiert m.E. völlig zurecht die eklatanten Eingriffe in unsere verbrieften Grundrechte hier in der Bundesrepublik Deutschland. Sie sagte auch, dass Sie von den „Funktionseliten“ die sie vorher gut fand, nun enttäuscht sei. Sie findet auch das de Gaullesche Europa der Vaterländer aus der Zeit gefallen und möchte lieber einen Supranationalen Staat (also noch mehr EU) weiter vorantreiben, obwohl das Brüssel wie es jetzt ist, uns allen schon unheimlich geschadet hat. Schon lange vor Corona. Ob da wirklich bessere Funktionseliten bei rauskommen würden? Was wären denn überhaupt bessere Funktionseliten und für wen soll diese denn wie besser werden? Wahrscheinlich ist es leichter die Rinderställe des Augias auszumisten als alleine schon diese Frage für alle zufriedenstellend beantwortet zu bekommen. Deswegen kann ich dieses mehr an falschen, schädlichem nicht nachvollziehen! Wie ein gescheitertes umgesetztes Projekt, nämlich die Souveränität der EU-Mitgliedsstaaten (und Kandidaten) an Brüssel zu übertragen, dadurch in etwas erfolgreiches umgesetzt werden kann, wenn nur noch mehr von demselben Gift, nämlich die vereinigten Staaten von Europa, genommen werden muss und dann wird alles gut und wir haben Wohlstand und Demokratie in diesem Europa!? Um nicht Friede, Freude, Eierkuchen zu schrieben. Das will nicht in meinen Kopf.

Der polnische Staat ist vor einiger Zeit ausgeschert als dessen Verfassungsgericht urteilte, dass „Teile des EU-Rechts [..] unvereinbar mit der Verfassung des souveränen Staates Polen“[1] seien. Frau Guérot schrieb im Deutschlandfunk zu dem Thema: „Es war eine gezielte politische Provokation und sie ist gelungen – in Form eines Urteils des polnisches Verfassungsgerichtshofs, der im Streit mit dem Europäischen Gerichtshof nationalem polnischem Recht Vorrang vor EU-Recht eingeräumt hat, und das auch noch auf dem heiklen Gebiet der polnischen Justizreform.“[2]

Also wenn generell die Verfassung von Staaten durch EU-Recht gebrochen, ausgehebelt wird bzw. unvereinbar ist, ist das für Frau Guérot in Ordnung. Selbst wenn dieses EU-Recht weitreichende Folgen für die EU-Mitglieder hat, aber m.M.n. keinerlei demokratische Legitimation vorweisen kann. Denn, für mich ist es nicht legitim, dass irgendwelche Staatsvertreter die es im eigenen Land kaum schaffen im Parlament Gesetze durchzubringen, dann über Brüssel EU-Recht nutzen um nationale Gesetzte auszuhebeln. Offensichtlich sieht Frau Guérot das anders!?

Und im Grunde ist doch während dieser Corona Zeit nichts anderes passiert, was nicht schon mehrfach geschehen ist. Brüssel hat EU weite Vorgaben gemacht. Diesmal hat sich Brüssel der WHO bedient, um nationale Gesetzte und Verfassungen einzuschränken. Sogar Grundrechte auf die ja in Brüssel bisher eine Lobhymne gesungen wurde, scheinen unter den nicht gewählten „Funktionseliten“ nun verhandelbar zu sein. Schön dass es Frau Guérot nun auch endlich stört, wenn Gesetzte und vor allem Grundrechte auf diese Art und Weise eingeschränkt werden. Sie wie jeder andere der diese m.E. kriminelle Einschränkungen kritisiert und dagegen ankämpft ist herzlich willkommen. Aber das Frau Guérot auf dieser Welle reiten will um den „Pulse of Europe“ wiederzubeleben, damit die Brüsseler Apparatschniks weiter an der Souveränität der Staaten schaben bzw. ganz aushebeln können, dagegen möchte zumindest ich mich verwehren und hoffe, dass ich da nicht der Einzige bin. Denn bisher, hat diese EU die Rechte die in den Nationalstaaten erkämpft und errungen wurden niveauliert. Soll heißen Rechte auf den kleinsten gemeinsamen Nenner abgebaut und dies als großen Triumph der „Europäischen Idee“ verkauft. Zumindest meiner Meinung nach. Wie ein Mehr von dieser m.E. kriminellen elitären Masche ein besseres Europa entstehen lassen soll, ist mir schleierhaft.
 
[1] tagesschau.de/ausland/europa/polen-verfassung-eu-recht-103.html
[2] deutschlandfunkkultur.de/verfassungsstreit-mit-polen-das-europaeische-recht-hat-ein-100.html
 
Danke. Mit freundlichen Grüßen
Aleksandar Jevtović


10. Leserbrief

Hallo,

die Nachdenkseiten lese ich regelmäßig und habe sie auch schon unterstützt. Was mir allerdings nicht gefällt, ist die Haltung gegenüber der AFD. Meist wird diese Partei m.E. eher unterschwellig bzw. nicht direkt angegriffen aber die so hochgelobte Frau Guerot hat sich sehr verächtlich zu dieser Partei geäußert, was Gott sei Dank auch in der Diskussionsrunde angesprochen wurde.
Heute höre ich in den Nachrichten, dass nicht nur die BundesAFD, sondern auch die des Landes vom Verfassungschutz beobachtet werden soll und wenn entsprechende Erkenntnisse zutagetreten ein Parteiverbot nicht auszuschließen ist. Sind vielleicht die Nachdenkseiten stolz darauf, dass es auch durch ihre Haltung zur AFD zu solchen Maßnahmen kommt?

Viele Ansichten der AFD teile ich nicht aber ich lasse mir von einem linken gewalttätigen Mob auch nicht verbieten, Veranstaltungen der AFD zu besuchen, genausowenig wie ich mir verbieten lasse Veranstaltungen anderer Parteien zu besuchen, um mich aus erster Hand zu informieren.

Trumpanhänger, Querdenker, Coronaleugner, Putinversteher, AFDAnhänger … bei den diesbezüglichen Haßtiraden mache ich nicht mit, da kann Frau Gueret auch hetzen und sich distanzieren solange sie will und die Nachdenkseiten werden vielleicht ihre Haltung zur AFD ändern, wenn sie selbst in ähnlicher Weise ins Visier genommen werden.

Meint
G.Beker


11. Leserbrief

Der Vortrag hat mich so beeindruckt, dass ich ihn heute nochmals angehört habe (vermutlich nicht das letzte Mal).

Frage: Können Sie den Text abdrucken?

Antwort NDS: Ja, die Rede wird gerade verschriftet.


Nachträgliche Nachbemerkung: Einige der Leserbriefe vermitteln einen anderen Eindruck von der Veranstaltung am 10. Juli und von dem Echo auf den Vortrag von Frau Guérot, als bei der Versammlung selbst entstanden war. Dort war das Echo überwältigend positiv.


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