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Hochschulzulassung: Vom Versagen der Politik und der Scheu vor Verantwortung

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Das Problem ist seit Jahren bekannt: Um ihre Zulassungschancen zu erhöhen, bewerben sich Studierwillige an einer Vielzahl von Hochschulen um einen Studienplatz. Im viel zitierten „Wettbewerb um die besten Köpfe“ nehmen die einzelnen Hochschulen nach ihren von Ort zu Ort unterschiedlichen Kriterien eine „Bestenauslese“ vor und bieten den Auserwählten (élitées) einen Studienplatz an. Bekommen die Studienbewerber mehrere Angebote, entscheiden sie sich für einen Studienplatz ihrer Wahl und teilen den anderen Hochschulen nur in seltenen Fällen (rechtzeitig) mit, dass sie deren Angebot ausschlagen. Die dort abgelehnten Studienplatzangebote können dann allenfalls noch in einem Nachrückverfahren besetzt werden oder – noch schlimmer – sie bleiben unbesetzt. Wolfgang Lieb

Nach einer Umfrage des Handelsblatts vom März dieses Jahres blieben z.B. an der Universität in Frankfurt am Main 807 Plätze in zulassungsbeschränkten Fächern unbesetzt – das waren rund 19% ihrer Kapazität. An der TU Dresden waren die Erstsemesterplätze lediglich zu 82% ausgelastet. An der Elite-Uni FU Berlin oder an der Universität Duisburg-Essen blieben im Winter fünf Prozent der Studienplätze für Erstsemester unbesetzt, weil zu viele Bewerber letztlich anderswo hingingen.

Das ist nicht bloß eine nicht hinnehmbare Vergeudung von Ressourcen, sondern für viele Studierwillige, die warten müssen, eine Enttäuschung und Entmutigung.

Ein Beitrag von Wolfgang Lieb in der „Zeitschrift für Beratung und Studium“ (ZBS) 2/2009 [PDF – 57.3 KB], den wir mit freundlicher Genehmigung des UnversitätsVerlagWebler veröffentlichen.

Hochschulzulassung: Vom Versagen der Politik und der Scheu der Verantwortung [PDF – 80 KB]

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