Die „Maus“ und Corona: „Was darf ich?“
Die „Maus“ und Corona: „Was darf ich?“

Die „Maus“ und Corona: „Was darf ich?“

Ein Artikel von Frank Blenz | Verantwortlicher: Redaktion

Es gibt Geschichten, die sind im Gegensatz zu denen des Kinderfernsehens, der Lach- und Sachgeschichten, nicht zum Lachen – auch oder gerade, weil sie im Kinder-TV laufen. Eine einprägsame, schlicht gehaltene und somit beinah logisch wirkende Grafik der „Sendung mit der Maus“ für Kinder zeigt den Irrsinn unseres Verhaltens in der gegenwärtigen Corona-Situation. Von Frank Blenz.

Tatsächlich gibt es die Seite „Corona – die Sendung mit der Maus“, produziert und ausgestrahlt vom öffentlich-rechtlichen ARD-Sender WDR. Das Thema ist allgegenwärtig, richtig. Und es ist wichtig, Kindern diese gerade verstärkt aus den Fugen geratene Welt zu erläutern. So heißt es:

„Seit Monaten bestimmt ein winzig kleines Virus unser ganzes Leben, das so genannte Coronavirus. Eine Maßnahme, die dabei helfen soll, dass es sich nicht schnell weiter verbreitet, ist der so genannte “Lockdown”. Das Wort “Lockdown” kommt aus dem Englischen und bedeutet “Ausgangssperre”. Im Zusammenhang mit Corona bedeutet er, dass für eine bestimmte Zeit zum Beispiel Schwimmbäder, Theater und Restaurants geschlossen bleiben müssen. So soll verhindert werden, dass sich viele Menschen gegenseitig mit dem Virus anstecken. Schon im Frühjahr gab es vier Wochen lang einen Lockdown, bei dem auch die Schulen und Kindergärten geschlossen waren. Warum das bei dem Lockdown jetzt im Herbst anders ist, erklärt Ralph in einem neuen Video.“

Für Kinder und Erwachsene eröffnen sich im Laufe der Sendung/der Seite viele Informationen und Interpretationen der Macher um Corona. Ralph, der Moderator, beschreibt alles in einfacher Sprache. Und es kann sogar auch mal gelacht werden, so bei der Beantwortung der Frage der Übertragung des Virus:

„Kann ein Pups das Coronavirus übertragen? Diesen und anderen windigen Fragen geht Ralph nach. Eines können wir aber schon mal verraten: Das Schlimmste an einem Pups ist wohl der Geruch.“

Und die Beschreibung des Virus liest sich so:

„Das Coronavirus SARS Cov-2. Es gibt verschiedene Arten von Viren, die auch unterschiedlich aussehen. Es gibt sogar verschiedene Arten von Coronaviren. Sie heißen Corona(viren), weil sie der Korona, einem Strahlenkranz rund um die Sonne ähneln. Das Coronavirus nennen Fachleute ganz genau SARS Cov 2. Das ist eine englische Abkürzung und bedeutet auf Deutsch “Schweres akutes Atemwegssyndrom Coronavirus 2”. Es löst die Lungenkrankheit Covid 19 aus, die besonders für alte und geschwächte Menschen gefährlich sein kann. Es gibt aber auch Menschen, die kaum Beschwerden haben.“

Nach all den Erläuterungen und den zugehörigen Ermahnungen und Hinweisen fasst die Maus schließlich mit einer Grafik für Kinder zusammen, was Kinder dürfen und nicht dürfen in Corona-Lockdown-Zeiten. Und zwar mit Mama und Papa, mit Geschwistern und mit Freunden. Es bleibt bei Freunden noch: Briefe schreiben und telefonieren. Mit Geschwistern darf Kind spielen (zu Hause), aber nicht spielen auf dem Spielplatz. Und Oma und Opa besuchen, geht gar nicht. Ein Freund (Familienvater) sendete mir die Grafik und kommentierte:

„Das können sich nur Leute ausdenken, die keine Kinder haben und die viel Zeit in Ministerien an Schreibtischen verbringen, um ihr Bore out zu lindern.“

Titelbild: Screenshot – „Sendung mit der Maus”