Leserbriefe zu „Alte, weiße Männer“

Ein Artikel von:

Hier diskutiert Michael Fitz über Männer, die die „Geschicke dieser Welt, vor allem den globalisierten Handel, die Energiewirtschaft, die Industrie und die Finanzmärkte“ beherrschen würden. Die meisten von ihnen seien weiß und würden zu den etwas mehr als 2.000 weltweit existierenden Milliardären gehören. Mit dem vielen Geld könnten sie die öffentliche Meinung beeinflussen, Stiftungen und Thinktanks gründen. Sie würden sich ganze Heerscharen von willigen Wissenschaftlern, Denkern, flankierenden Journalisten und auch mal Philosophen leisten, um ihre Sicht der Dinge eloquent und stichhaltig formuliert dem Rest der Welt zu vermitteln. Werde das „moralisch/ideologische Gebilde und dessen Überbau“ demontiert, bleibe ein „Über-Ego-Wahnsinn“ übrig. Wir haben zahlreiche und interessante E-Mails erhalten. Danke. Die Leserbriefe hat Christian Reimann für Sie zusammengestellt.


1. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Fitz,

Ihr Beitrag bringt es auf den Punkt. Es ist nach wie vor das Recht des Stärkeren (ausgeübt von nur ganz wenigen extrem Privilegierten), das hinter vordergründiger Moral – und demokratischem Firlefanz, sei noch hinzugefügt – regiert. Und das Fatale daran, die Mehrheit merkt es nicht. Ich lebe hier in der Uni-Stadt Tübingen inmitten eines Pulks von sogenannten Intellektuellen, und auch sie sind unkritisch, ahnungslos und unfähig differenziert zu denken. Man bleibt bei so manch einem Gespräch ratlos und ohnmächtig zurück.

Und um unsere sogenannte politische Elite ist es nicht besser bestellt, auch sie ist ungebildet, oberflächlich und von keinerlei Selbstreflexion angekränkelt. Ihre Aussage in Ihrem Beitrag „Wenn man weder Wirtschaft noch irgendetwas anderes für ein hohes Staatsamt Relevantes studiert hat, nimmt man das ideologisch Vorgefertigte dann ohne große Einwände und Reflektion mit“ beschreibt sehr treffend, wie sich dieses politische Personal, nur dürftig ausgestattet mit Wissen, mühelos vor den Karren jener wenigen alten, weißen Männer spannen lässt. Auch hier möchte ich noch hinzufügen: Und wenn man/frau machtbesessen schließlich ein hohes Amt ergattert und mit der übertragenen Macht schon nach kurzer Zeit Allmachtfantasien entwickelt hat, dann wird’s richtig gefährlich. Das ist unsere aktuelle Situation.

Ein zynisches Fazit könnte lauten: Wenn Regierende und Regierte gleichermaßen ahnungslos sind, dann leben wir tatsächlich in einer parlamentarischen Demokratie, wonach das Parlament die Bevölkerung widerspiegeln soll. Wären da nur nicht die alten, weißen Männer, die diese Ahnungslosigkeit geschickt manipulierend für ihre Zwecke – unstillbare Gier – zu nutzen wissen …!!!

Dr. Petra Braitling


2. Leserbrief

Lieber Herr Fitz,

Ihrem Artikel kann ich nur zustimmen. Er bringt das Wesentliche dessen auf den Punkt was der geneigte Leser gerade in den letzten Jahren als gesellschaftliche Entwicklung wahrzunehmen, nicht umhin kann. Trotz historischer Entwicklungen, die wir Fortschritt zu nennen, gewohnt waren, wird unter der dünnen Firnis der Zivilisation erneut die wahre Natur von Herrschaft sichtbar: pure Gewalt. Allzu offensichtlich, denn anscheinend hält man es PR-technisch nicht mehr für nötig, diskret in der Sache vorzugehen, werden scheinbar schon erreichte gesellschaftliche Standards aufgekündigt: Im Sozialen, in der Bildung, im Gesundheitswesen, im Journalismus, beim Umgang mit alten Menschen oder auch mit Behinderten. Während die herrschende Kleptokratie noch aus dem Elend der Vielen und des Planeten Profit zu pressen weiß, verfügt sie über ausreichend willfähriges Personal im Politikbetrieb, oder besser Darsteller im gleich einem sehr langsamen und schlecht geschriebenen Dauersketch mit dem Titel „parlamentarische Demokratie”, um genug Ideologie, die bekanntlich nicht weiter als einen mehr oder weniger gelungenen Versuch darstellt, Ungleichheit zu legitimieren, zu erzeugen und damit die Bevölkerung „einzunorden”.

Einzig mit der Formulierung besagte Milliardäre hätten sich zum Teil ihr Vermögen, wenn nicht geerbt, was tatsächlich mehrheitlich der Fall ist, auch „erarbeitet” bin ich nicht einverstanden. Zeichnet „die Klept” (passende Bezeichnung dieser Klasse aus der neuesten Roman-Trilogie von W. Gibson) sich doch eher dadurch aus, dass sie in der Lage ist, sehr viele andere Menschen für sich arbeiten zu lassen. Solcherlei meritokratische Vorstellungen werden zwar immer wieder gerne von einschlägig-medialer Seite bemüht, das macht aber deshalb nicht wahrer (Bourdieux, Hartmann).

Auch finde ich es schwierig in diesem Zusammenhang ein „Wir” zu postulieren. Ich glaube, dass die allermeisten Menschen auf der Welt in Frieden und Wohlstand leben und mit seinen Nachbarn kooperieren und ab und zu feiern wollen.

Die Anmaßung einziger weniger, sich über andere zu stellen, sie mittels Gewalt zu unterwerfen, hat ein sehr zähes Menschheitstrauma im Schlepptau, das immer wieder durch brutale Kriege und anderer „Verbrechen wider die Menschheit” (so heißt es im Original: „Menschlichkeit“ scheint mir ein typisch deutscher Übersetzungsfehler) aufgefrischt und so unüberwindbar scheint.
Jetzt, wo wir soweit sind, dass unser aller Lebensgrundlagen auf dem Spiel stehen, können wir uns „die Klept (vulgo: die Reichen) einfach nicht mehr leisten.

Eine Hoffnungsschimmer sehe ich darin, dass beim Casting der „Young Global Leaders” im sogenannten WEF ganz offensichtlich nicht sehr viel „Brain” zu Verfügung stand.

Mit freundlichen Grüßen,
Robert Frank


3. Leserbrief

Lieber Michael Fitz,

zunächst einmal möchte ich Ihnen danken und meinen Hut vor Ihnen ziehen, dass Sie mit Ihrem Namen Ihre Gedanken darlegen und Ihre Meinung auf den Nachdenkseiten kundtun! Und ich finde es ist in diesen Zeiten nicht nur ein Zeichen des Anstands sondern auch eine notwendige Reaktion auf die aktuelle Einschüchterung/Drohkulisse mit seinem Namen aufzutreten und zur eigenen Meinung zu stehen, auch als Leser!

Daneben habe ich Anmerkungen zu Ihrem Artikel:

“Da fragt man sich natürlich, was machen diese Leute mit soviel Geld, mit dem, was ihnen nach Steuer, sofern die überhaupt nennenswert gezahlt wird, davon bleibt?”
Dazu ein kleiner Lesetipp: “Inside Corona” von Thomas Röper. Die darin aufgezeigten Erkenntnisse einer Recherchearbeit können diese Frage sehr gut beantworten, allerdings habe ich selber noch nicht fertig gelesen, weil der Inhalt teilweise schon sehr schwer im Magen liegt…

“Diese Drohung gilt auch Mutter Natur, die man glaubt, inzwischen vollständig zu beherrschen, der man nach Gusto immer noch weiter alles entreißen kann, was man zu fassen kriegt, und der unstillbaren Gier nach mehr und immer mehr opfert.”
Ich glaube  das sind beides wichtige Pfeiler dieser unguten Entwicklung: einmal die Entfremdung von der Natur beziehungsweise die”moderne” Kreation eines Gegensatzes zwischen der (menschengemachten) zivilisierten (beherrschbaren-vorhersagbaren-künstlichen) Kultur und der (wilden, unbeherrschbaren und daher bedrohlichen) Natur. Und die Gier, ganz simpel.
Und jetzt ist es plötzlich wieder möglich, ein Feindbild zu bedienen und alles Hässliche darauf zu projizieren, weit weit weg von sich selbst. Und weil sich das weder schön anhört noch gut anfühlt braucht es dann eben etwas zum sich-gut-fühlen, und wenn das so einfach geht, sogar vom Sofa aus, das Hetzen und Pöbeln und mit Beifall in der sozialen Digitalwelt belohnt wird, dann ist doch alles gut?

Es ist schon erstaunlich wie leicht es ist, das Gros der Bevölkerung klein und “bei der Stange” / im “Gehorsam” zu halten. Ich persönlich sehe da ja einen Zusammenhang mit Bildungssystem (…), schon lange früh einsetzenden, teilweise transgenerational wirksamen psychologischen Mechanismen (Infantilisierung, Konformitätsdruck, innere Abspaltung, Verdrängung etc.) und der “Dauerbeschallung” mit einer nicht mehr bewusst zu analysierenden und detailliert/differenziert zu verarbeitenden Informationsflut.
Und dann verfängt eben auch die medial forcierte perverse Umdeutung von altbekannten Begriffen (Schlagwort Antisemitismus-Keule oder auch: Querfront, Verschwörungstheoretiker, Querdenker, Pazifismus, wehrhafte/Demokratie, Diskriminierung, Solidarität, Gleichberechtigung…).

Umso wichtiger ist es, dem etwas entgegen zu setzen.
Das müsste doch eigentlich gerade vor dem Hintergrund der deutschen Vergangenheit und der jahrelangen “Aufarbeitung” möglich sein! Ob das ein Tabu ist, an dem man gerade darum mehr und offensiver ansetzten sollte?

Macht bitte weiter so (das geht an das ganze Team!) und nochmal vielen Dank für diese wertvolle, inspirierende und mutmachende Arbeit mit Vorbildfunktion in diesen spannenden Zeiten!

Beste Grüße
Andrea Wolf-Schuler


4. Leserbrief

Lieber Herr Fitz,

gegen Ihren Artikel gibt es m.E. nichts einzuwenden außer dem Framing. Warum alte weiße Männer? Durch diese abgenutzte Formulierung rücken Sie Ihren Artikel in eine “woke”, rassistische Ecke und sorgen dafür, dass jede Menge älterer weißer Männer, die nicht zu der herrschenden Kaste gehören, über die Sie schreiben, sich ausgegrenzt fühlen.

Frage: Diese alten weißen Männer – haben sie noch andere demografische Merkmale, die sie von der durchschnittlichen Weltbevölkerung abheben? Sind sie, abgesehen davon, unproportional häufig männlich, weiß und alt zu sein, auch noch jüdisch? Ist “alte weiße jüdische Männer” vielleicht die präzisere Abgrenzung? Man sieht leicht, in welche Richtung man mit einem solchen Sprachgebrauch kommt.

Wir pflegen doch auch sonst nicht die Gewohnheit, Personengruppen, mit denen wir uns auseinandersetzen wollen, demografisch einzugrenzen. Wenn es z.B. um Fahrraddiebstähle in einem Wohnviertel geht und wir feststellen sollten, dass, sagen wir, eine bestimmte Ethnie dort einschlägige kriminelle Strukturen geschaffen hat; dann gehört es durchaus nicht zum guten Ton, über “die XY” im Allgemeinen zu sprechen, so als wären alle Mitglieder dieser Ethnie Fahrraddiebe. Warum wird bei alten weißen Männern eine Ausnahme gemacht?

Mit freundlichen Grüßen,
David Elwing
(ein alternder, weißer Mann)


5. Leserbrief

Lieber Herr Fitz,

wird in Salzburg nicht mehr gestorben? Ich vermisse Kriminalhauptkommissar Mur! Doch doch, passt zum Thema. Fundiert, geradeaus, direkt, immer das Wesentliche und das Notwendige, das haben Mur und Fitz gemeinsam.

Ja was soll man sagen, angesichts der perversen Zustände im Westen? Meine Mutter, die als junges Mädchen noch die Hitlerei erlebt hat, fasste sich kurz: “Alles Kacke, Deine Elli!”.  Oder wie mein Freund Karl-Heinz: “Is’ so, geht nicht anders”? Mit dem Spätkapitalismus. Dann könnte man marxistisch klugscheißen und sich zu den Klügeren und Besseren rechnen. Aber was nützt das, wenn in der nächsten Nachrichtensendung wieder “Außenministerin Annalena Baerbock” um die Ecke kommt? Da wäre selbst dem Marx der Draht aus der Mütze gesprungen vor Entsetzen, wenn er sich einen Rest von menschlichen Gefühlen bewahrt hätte.

Dieser Klaus Schwab gehört sicher zur Inkarnation des Absolut Bösen (schon klar, das “Absolut Böse” als geistiges Prinzip gibt es nicht. Aber seine Inkarnation doch.). Aber wieso funktioniert das so effektiv? Die paar tausend Multimilliardäre wären doch schon längst “a la lanterne” gelandet, wenn es nicht diese zigmillionen “gehirnamputierten” Mitläufer gäbe. Hans-Joachim Maaz (“Angst-Gesellschaft”) hat das Spektrum dieser gestörten Geister aufgefächert. Nein, sie sind nicht “gehirnamputiert”, frühkindliche Störungen sind’s, narzisstischer Ausprägung und anderes. Das Gemeinsame ist aber immer: Ein stabiles Inneres Selbst fehlt. Und eine Kultur, wo so etwas selbstverständlich und in Frieden entwickelt werden kann, ist uns Deutschen wohl seit Bismarck mehr und mehr abhanden gekommen. Seit gut 70 Jahren mit tatkräftiger Unterstützung der “Freunde” jenseits des Atlantik.

Dagmar Henn hat das kürzlich auf RT-deutsch etwas weniger theoretisch beleuchtet: “Deutschland: Die Zeit der Idioten”. Demnach sollte eine gesunde Gesellschaft einen Platz für Kinder haben, die sich entwickeln können. Dann die Pubertäten, die sich ausprobieren. Aber für das Funktionieren der Gesellschaft sind die Erwachsenen zuständig. Und daran mangelt es. Von Kobold Baerbock bis zu den Klimaklebeaktivisten, alles unreife Pubertäten. Mangelnde Zuwendung in der Kindheit und Konsumideologie und -terror als Kompensation, von der Wiege bis zur Bare.

Ich will nicht klugscheißen. Aber drüber reden sollte man. Wenn sie uns auch noch die Sprache nehmen, ist das Bewusstsein bald ebenfalls  perdu.

Machen Sie doch. zur Entspannung, mal wieder den Hauptkommissar Mur in “Die Toten von Salzburg”.

Herzliche Grüße,
Rolf Henze


6. Leserbrief

Alte weiße Männer
 
Zu Ihren Ausführungen gibt es nicht mehr viel zu ergänzen. Kabarettist Georg Schramm sagte einmal sinngemäß folgendes: „ Warren Buffett (mehrfacher Milliardär) sieht sich in einem Kampf Reich gegen Arm. Und Reich wird gewinnen.“
 
Quelle: “Was wir erleben in der Ukraine” – unten gegen oben – “Es herrscht Klassenkrieg”* – Georg Schramm
 
Wäre ich ein Pessimist würde ich sagen, dass der Krieg der Reichen schon gewonnen ist. Was jetzt aktuell auf der Weltenbühne zu sehen ist gleicht einem Aufteilen der Kriegsbeute unter den „Großinvestoren“. Die letzten Zuckungen der noch weltweit verbleibenden „sogenannten Demokratien“ ist vergleichbar mit einem Katz- und Mausspiel. Die Katze hat die Maus schon gefangen, lässt diese noch ein bißchen Bewegungsraum und holt dann zum finalen Schlag aus! Ein entkommen aus den Fängen scheint unmöglich. Wollen wir hoffen das der Schein trügt.
 
Thomas Metzler


7. Leserbrief

Hallo Michael,
 
zuerst eine Anekdote.
 
Ich habe dich zum ersten Mal persönlich erlebt vor einem Konzert in der Neuen Welt in Ingolstadt. Sicherlich fast zehn Jahre her.
Eine Frau am Nachbartisch sagte: das ist doch der Schauspieler aus der Lindenstrasse. Und am nächsten Tisch flüsterte ihr eine Frau zu: Nein, falsch, das ist der vom Tatort.
Wir haben uns wohl genauso wie Du amüsiert und Du hast das mit so viel Charme aufgeklärt. Da dachte ich mir, ein guter Typ. Das Konzert war auch prima…
 
Und nun zu deinen Beiträgen.
Ich kann so vieles davon unterschreiben. Dieser Beitrag ist wieder bestens. Leider, weil so wahr…
Wir befinden uns irgendwo zwischen Orwell und Huxley und die meisten Menschen scheinen mir tatsächlich Schlafschafe und das nicht erst seit Corona.
 
Einer meiner Ecksteine im Leben ist der Ausspruch von Tucholsky:
 
„Denn nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein“
 
Meinen ganz großen Respekt dafür, dass Du als jemand, der so in der Öffentlichkeit steht, im Gegensatz zu vieler Deiner systemtreuen/opportunistischen Kollegen, Stellung beziehst und dich dadurch auch angreifbar machst.
 
VG Johann Kaltenegger


8. Leserbrief

Hallo Michael,
 
nur kurz, auf diesen Text, die Frage:
Wo stehen wir in unserer Zeit, in unserem Areal, mit unserem Gewissen?
 
Ich behaupte, solange wir uns freiwillig ausbeuten lassen, damit wir einen Teil vom Spielzeug bekommen, solange müssen wir uns keine Gedanken über “Schuld”, “Täter”, “Opfer” machen.
Jedenfalls ist es mir nicht gelungen, auch nur einen Menschen zu finden, der wirklich bereit war, zu überleben, ohne zu kollaborieren.
Die meisten machen sich vor, sie würden sich aus dem System verabschieden können, doch inzwischen ist mir klar, wer überleben möchte, wird bestenfalls als Eremit und Sammler solches bewerkstelligen können.
 
Mit der Geburt, sind wir Leibeigene der Herrschaft geworden, da hat sich in den letzten 10.000 Jahren nichts verändert!
 
Es gibt ganz wenige (ich kann nicht mal sagen, ob die noch existieren) “Naturvölker”, bzw. indigene Stämme, irgendwo im Pazifik, im Amazonasgebiet, vielleicht auch in den nördlichen Breiten, jenseits des Polarkreises (wobei dort die Bedingungen so rau sind, dass es meist Jäger sind…..), wo die Gruppe nicht einem oder einiger weniger “Führer” ergeben dienen muss, damit der Privilegien für sich genießen kann, sondern jegliche Hierarchie, sofern vorhanden, einzig dem gemeinsamen Überleben und Weiterexistieren geschuldet ist, Überleben zum gemeinsamen Wohl.
In der Zivilisation hat sich das anders ergeben, ich sehe das nicht wesentlich anders, was die Mechanismen und den Blick auf diese angeht, doch etwas anders was die Schlussfolgerung betrifft.
 
Gerade aus dem Grund, da sich die gewissenlose Gier der besonders charismatischen Individuen (ich nenne sie vereinfacht immer nur Psychopathen – oder die effizienten Psychopathen) als herrschendes Prinzip durchgesetzt hat, wurde gerade diese Gier zum allgemeingültigen Lebenstrieb aller, bzw. fast aller.
 
Ja, es dürfte wirklich nur eines einzigen Gedankens, eben jenes Gedankens, der schon vor vielen tausend Jahren aus erhaltenen Überlieferungen aus praktisch allen Kulturkreisen der Welt, wahrlich eine globale Maxime, die jedem bekannt ist.
Die “goldene Regel” – tausendfach verquast und ja, von etablierten Großgeistern weitergetragen und oft pervertiert (wie widersprüchlich doch ein Kant – der den Menschen dem Staat unterstellt, indem er die Gesetzgebung an seiner Statt setzt……… nur ein sehr bekanntes Beispiel). Letztlich als ethischer Minimalkonsens nicht anerkannt, da “untauglich”.
 
Wie sie lautet ist Dir, allen die hier vielleicht diese Worte lesen, bekannt, es ist der ewige Volksmund der spricht: “Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu!”
 
Nun, da wir alle hier in Europa Ansprüche an unseren Lebensstil stellen, die nun wirklich unzweifelhaft den Massenmord an Menschen überall auf der Welt auslösen, benötigen, verursachen, wir somit faktisch täglich Menschen ermorden, sollte uns doch klar sein, alles Geplauder ist nichts als “Gewissensberuhigung”, “Selbstreinwaschung”, was auch immer, doch sicher keine Möglichkeit uns zu verändern!
 
Dazu müssten wir einfach die Perspektive wechseln, uns in die anderen Menschen hineinversetzen, mit der Idee, was tue ich diesem an!
 
Stattdessen ist es eher umgekehrt, wie auch Dein Text schön beweist!
 
Wir denken immer nur, was tun uns die an, die noch schrecklicher wüten, als wir selbst!
 
Das wollte ich hier kurz kundtun.

Der “Tipping-Point” an dem sich die Menschheit von den Psychopathen abwendet und kollektiv einer sozialen und friedlichen, der goldenen Regel folgenden Kooperation zuwendet, wird niemals kommen – Katastrophen bedingen für sehr kurze Zeit Episoden, wo begrenzt solches der Fall ist, doch nur, um schnellstmöglich wieder in die destruktive Verfahrensweise zurückzukommen!)
 
Dort wo wirklich ohne “Not” soziale Anarchie (nichts anderes ist dies) entsteht, wird sie durch massive Gewalt sofort ausgelöscht!
 
Es bedürfte wahrlich einer “Welle” der “Menschlichkeit” (im guten Sinne), doch diese Welle wird nicht kommen, ich fürchte eher das Gegenteil. wir sind der Grund dafür!

Von unserem Leser M.H.


9. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Fitz,
 
mit Ihrem Artikel rennen Sie bei mir offene Türen ein, nach jahrelangem Studium von “Verschwörungsliteratur” a la Chomsky, Wolin, Ziegler, Rügemer, Bittner, Engdahl, Mausfeld und vielen anderen, -aber auch der Gegenseite Brzezinski, Lippmann usw., und natürlich auch aufgrund der eigenen Erfahrung und Beobachtung-, weiß ich, dass Ihre Ausführungen goldrichtig sind.
 
Was aber sollen wir tun?
Protestaktionen von Minderheiten hatten schon in den 68ern keinen Erfolg. Namen- und stimmlose
Otto-Normalverbraucher dürfen sich äussern, sie sind nicht gefährlich. Sollte es jemand mit entsprechenden Möglichkeiten unternehmen wirklich gefährlich zu werden, so wird man ihn zur Strecke bringen.
 
Die von Ihnen angesprochenen Machtstrukturen sind zementiert und in der breiten Masse akzeptiert, weil als solche nicht erkannt.
Sollte sich das jemals ändern, so fürchte ich, wird die repräsentative “Demokratie” ihr wahres Gesicht zeigen und militärisch gegen das eigene Volk vorgehen.
 
Ich glaube fast, wir haben nur die Möglichkeit des Einzelkämpfers in der Endzeit einer totalitären Elitenherrschaft.
 
In meinem 71sten Lebensjahr trifft das aber auf mich, -wenn überhaupt-, nur mehr sehr bedingt und rudimentär zu.
 
Mit freundlichen Grüssen,
Martin Häusler


10. Leserbrief

Lieber Herr Fitz,
 
ich möchte Ihnen sagen, dass ich Ihren Bericht über die alten, weißen (und wohlgemerkt nicht “weisen”) Männer zu 100% teilen kann. Sie haben verstanden um was es geht. Und Sie sind offenbar genauso schlau wie ihre Tante (?) Lisa Fitz.

Machen Sie weiter so! Sehr gut geschrieben!
 
Viele freundliche Grüße
R. Specht


11. Leserbrief

Hallo zusammen,

das Thema verfolge ich schon seit langen Jahren und inzwischen bin ich dicht an der Resignation angelangt. Trotz (oder wegen) ständiger Lektüre alternativer Artikel, Meinungen, Bücher, Internetblogs und selbstverständlich auch der gängigen Medien. In der gesamten Welt setzt sich die neoliberale Politik interessierter Kreise immer mehr durch. Die Korruption galoppiert in erschreckendem Maße voran. Das Regierungssystem spielt keine Rolle, denn dem Kapitalismus ist es egal. Der gewinnt überall und so ist die Welt eben wie sie ist. Die Handlungen der Verantwortlichen bedingen die erzielten Ergebnisse und das angebliche Sonderrecht des Stärkeren ist nicht zu überwinden.

Viele Menschen fragen sich, wie es möglich ist, dass zum Beispiel immer mehr Milliardäre erwachsen, Menschen also, die mehr besitzen als ganze Staaten, während Millionen verhungern oder niemals dem Teufelskreis der Armut entrinnen können. Die Ursachen vermag ich nicht zu benennen. Ich sehe aber, dass diese weißen, überreichen Männer nicht unbedingt die Klügsten sein können, denn ohne die Leistungen der breiten Bevölkerung wären sie nichts. Es fehlt ihnen die soziale Schlauheit, denn ihr Kampf gegen die breite Mehrheit bedingt ihren eigenen Untergang.

Ich will es bei diesen allgemeinen Aussagen belassen, denn ins Detail zu gehen, wäre viel zu anstrengend und Platz greifend. Ich behalte mir aber meinen Optimismus und tue das, was ich in dieser Situation am besten kann: Die negative Energie innerlich in positive umzuwandeln.

Sportliche Grüße – Helmut Fritz


12. Leserbrief

Lieber Michael Fitz!

Mir fällt zu diesen “alten weißen Männern” und den “paar Frauen darunter, ….die meist die Diktion und die Verhaltensmuster der Männer …übernommen haben…” Branko Bokun ein (MAN: THE FALLEN APE).
Diese alten weißen Männer sind Mitglieder von GANGS; und die vermeintlich emanzipierten Frauen “darunter” sind lediglich Mitglieder der GANGS dieser alten weißen Männer.

Diese alten weißen Männer sind ein Elitenphänomen, und als Elite haben sie natürlich Epiktet gelesen (“Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, es sind die Meinungen über diese Dinge”) und sich als Meinungsmacher mit Hilfe der Gangs der Politiker und der Medien etabliert, mit dem Zweck der Eroberung und Manipulation der Köpfe/Gedanken des “Menschenmaterials”
(Schopenhauer). Aber das Gehirn ist nur das Organ, das Gedanken produziert (analog zu einem blutbildenden Organ). Das Problem ist das, was in der englischen Sprache “MIND” genannt wird, d.h. die Fähigkeit des Gehirns, abstrakte, übernatürliche oder transzendentale IDEEN zu kreieren, und die Möglichkeit, das Gehirn mit diesen Ideen zu füttern und dann zu manipulieren (DW-Slogan: made for minds), etwa mittels was Plato “nützliche Lügen” nannte. Wiederholung nützlicher Lügen tranformiert diese zu Glaubens-Wahrheiten. Glaubens-Wahrheiten verleihen ihrem Schöpfer scheinbar überlegene Positionen, die verteidigt werden müssen – mit dem was Branko Bokun “a believer’s aggression” (die Aggression eines Gläubigen) nannte.
Branko Bokun:
“…When man became aware of the existence of his brain…he played with it. The mind is the result of man playing with his brain…With his mind, man entered the adolescent phase, the phase of competition…What purpose did the first human male adolescents have in common? It was rebellion against women and her domination….dark caves soon became the hiding place of the adolescents. There the first gang was born..the caves were places of initiation to a gang…Human male civilization…has never been anything but a civilization of gangs…In essence there is no difference between the first gang of human males and the gangs of Napoleon and Hitler; no difference between Pericles ́ gang in the fifth century B.C., the Borgias in the fifteenth century or Christ ́s gang of the twelve apostles; no difference between the gang in White ́s Club, London, or a gang of Puerto Ricans on the West Side of New York City. All political parties and social classes are based on the mentality of the gang. Two great writers of sociology, Mosca and Pareto call governing gangs ‘elites’ or ‘ruling classes’.”

Die “dark caves” sind heute die diversen Think Tanks der diversen Gangs.

In Part II von MAN: THE FALLEN APE sieht Branko Bocun den Westen “caught in ‘The Adolescent Revolution’ of competition instead of embracing cooperation and collaboration”.

Männliche Zivilisation war nach Branko Bokun nie etwas Anderes als eine Zivilisation von GANGS.
Ich möchte hinzufügen: männliche westliche Zivilisation, zu der Schiller kurz vor seinem Tod schrieb: “Warum sind wir noch immer Barbaren?”

Nach Martin Jacques, dem Experten für China, kann man z. B. bei Amerika nicht von einer Civilization sprechen.

Danke für die Anregung durch Ihren Artikel.

Mit freundlichen Grüßen
J. A. Berg


13. Leserbrief

Lieber Herr Fitz,

alle Themen, die Sie in Ihrem Artikel aufgreifen, finde ich wichtig, und dass Sie die Gegebenheiten unserer Welt klar und ungeschönt aussprechen, danke dafür.

Aber dass Sie das ganze unter die Überschrift “Alte, weiße Männer” stellen (und später auch von “Verhaltensmuster der Männer” sprechen), hat mich sehr irritiert und geradezu bestürzt. Die Verknüpfung von destruktiven Verhaltensweisen mit dem Geschlecht oder der Hautfarbe finde ich sehr problematisch. Man kann sich ja Gedanken machen, warum es unter den Superreichen so viele Männer gibt (wie auch bei den Ingenieuren, Paket-Boten, Bauarbeitern, etc.), das wäre dann ein eigenes Thema, aber bitte lassen Sie uns nicht die Schlussfolgerung ziehen, dass ein Geschlecht besser oder schlechter ist als das andere.

Ich bin bei diesem Thema bestimmt nicht völlig neutral. Seitdem ich (schon als Kind) so oft einer unterschwelligen Abneigung oder sogar Abwertung von Männern begegnet bin, ist für mich die Gleichwertigkeit aller Menschen unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, sexueller Orientierung, etc. ein ganz wichtiger Teil der Menschenwürde.

Herzliche Grüße,
Stephan Krüger

P.S.: Es gibt übrigens auch viele alte, weiße Männer, die sich mutig für Freiheit und Gerechtigkeit aussprechen (wie z.B. Noam Chomsky, Werner Rügemer, Rainer Mausfeld, etc.)…?


14. Leserbrief

Liebe Nachdenkseiten,

hundertprozentige Zustimmung zu dem Artikel über die alten Männer!

Ein Punkt vielleicht zum Nachdenken über “…Mutter Natur, die man glaubt, inzwischen vollständig zu beherrschen…”: kann es sein, daß unsere gesamte Diskussion über den angeblich menschengemachten Klimawandel diesen Wahn ausdrückt?

Ich musste mich qua Amtes auch mit  “Geo-relevanten” Fragestellungen wie dem Klimawandel beschäftigen. Nun wissen (oder glauben(sic!) zu wissen) wir Geowissenschaftler daß es Klimaschwankungen in der Erdgeschichte immer gegeben hat. Die waren wohl zum Teil erheblich stärker als das was wir heute erleben, und es war oft erheblich wärmer als heute. Das Leben hat trotzdem floriert. Über die Ursachen dieser Klimaänderungen können wir Hypothesen entwickeln, Modelle rechnen und so weiter, aber die kritischen Parameter kennen wir schlichtweg nicht eindeutig. So ist zum Beispiel nach wie vor die Ursache für die letzten Eiszeiten (der vergangenen paar Millionen Jahre) wissenschaftlich nicht geklärt. Zu dumm, daß es damals wenig menschengemachte Emissionen gab, und das Klima trotzdem wackeliger war als heute.

Heute werden solche wissenschaftlichen Rätsel politisch, durch Mehrheitsentscheidungen, gelöst. Daraus entwickeln sich dann langsam Dogmen wie der menschengemachte Klimawandel.

Lange schon frage ich mich: cui bono (wem nützt das)? Direkt Geld machen kann man mit der Klimadiskussion eher nicht (vielleicht liege ich falsch). Dogmen drücken wohl einen ideologischen Kontrollwahn aus, und das ist wiederum eine “primitive” Herrschaftsform. Deswegen wird wohl die Klimasau jeden Tag aufs Neue durch die Medien getrieben.

Schon fast entschuldigend füge ich an: ich bezweifle überhaupt nicht, daß es wärmer wird, daß wir mit Emissionen jedweder Art unsere Lebensgrundlagen beeinträchtigen, aber ob wir das Klima, ähnlich wie andere Naturereignisse wie Erdbeben oder Vulkanausbrüche, kontrollieren können, dafür fehlen und dann doch die wissenschaftlichen Evidenzen.

Vielleicht eine etwas ketzerische Zuschrift, die aber die Qualität des Artikels von Herrn Fitz in keinster Weise attackiert.

Freundliche Grüße
Wolfgang Blendinger


15. Leserbrief

Lieber Michael Fitz,
 
wie gerne komme ich als eine ins “Off” gezwungene “alte weiße Frau” Ihrem Wunsch nach einer Antwort nach, denn Sie sprechen ganz sicher nicht nur mir aus der Seele.
Mit immer wieder neuer Bestürzung kann auch ich nur wahrnehmen, wie ungeniert die jetzigen Vertreter des “homo sapiens” die archaische Keule schwingen können und dies trotz des doch im Laufe der Evolution hochentwickelten menschlichen Gehirns und dessen Erkenntnisgewinnen, jedoch genau damit so eloquent verbrämt.
 
Ja, und sie beschreiben es diesmal wieder so anschaulich, wie eben auch unter anderem unsere doch so ansehnlich und vital daherkommende junge Außenministerin, Annalena Baerbock, und der immerhin gebildeter erscheinende und laut unseren “Leitmedien” so ehrlich kommunizierende deutsche Wirtschaftsminister Robert Habeck sicher nicht zufällig in die Falle getappt sind, als “young leaders” zu den “Stärkeren” gehören zu können.
 
Während man sich ein das Leben immer noch liebender, sich der mittlerweile von Neurologen nachgewiesenen im Laufe des Überlebenskampfes erlangten Grundausstattung zur Lernfähigkeit des menschlichen Gehirns bewusster und gerne mitdenkender Mensch nur mit wachsender Verzweiflung fragen kann: “Wie kann man bspw. als Deutscher nur so geschichtsvergessen sein oder wie kann man es ausblenden, dass wir mit der von uns als ‘Krone der Schöpfung’ selbst gemachten Klimaerhitzung auf ‘unserer Mutter Erde’ genauso Gefahr laufen auszusterben wie ehemals die Dinosaurier?” liefern Sie Ihren Lesern dankenswerterweise ein paar der aktuell entscheidenden Fakten, die den Hintergrund des komplexen Geschehens sichtbar machen.
 
Und sie beweisen für mich gleichzeitig, dass die Evolution innerhalb unserer Spezies Menschen hervorgebracht hat, die jenseits von den für den Machtmissbrauch zu Ideologien instrumentalisierten, doch ursprünglich großartigen Ideen, trotz aller allzumenschlichen Irrungen und Wirrungen, schmerzlichen Verlusten auf dem Weg von “trial and error” ihren Humor behalten und ihren Verstand so einsetzen können, ihre Mitmenschen zu  erreichen und zu ermutigen, nicht aufzugeben, sondern ihre Überlebenschance, erscheint sie auch noch so gering, den zur Pflege der eigenen Brut von Mutter Natur mitgegebenen Instinkt weiter zu entwickeln und zu versuchen, ihn zu “globalisieren”, nicht zuletzt zum eigenen Nutzen. 
Und immer wieder fällt mir dazu die Frage des indigenen Häuptlings aus dem 19. (oder schon 20. ?) Jahrhundert angesichts der europäischen Eroberer in den heutigen USA ein: “Wann werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann?”
So, wie mir auch mein Lieblingsbeispiel dafür, dass man auch aus Nachlässigkeit entstandenen Fehlern lernen kann, wieder einfällt, nämlich die Erfindung des Penicillins. Bekanntlich konnte es aus dem Schimmelpilz im Labor von Alexander Fleming gewonnen und zur Heilung von bis dahin unheilbarer Krankheiten genutzt werden.
Hoch lebe die Hoffnung und daher die Freude am Leben und dessen Wertschätzung!
 
Mit dankbaren und herzlichen Grüßen
Johanna Michel-Brüning


16. Leserbrief

LIEBER  Herr  Fitz,
 
dass wir aus unserer Geschichte nichts gelernt haben, ist mir bereits seit sehr langer Zeit klar. Als ich noch eine junge Frau und Mutter war, engagierte ich mich u. a. in der Friedensbewegung zur Zeit des kalten Krieges auf meinem Demonstrationsschild war zu lesen „ Wissenschaftler – setzt Euer Wissen ein für den Frieden und die Erhaltung unserer Welt und nicht für die Zerstörung „
Was für perfide, ausgeklügelte Waffen , welche furchtbaren Chemikalien, z.B. Agent Orange im Vietnam Krieg)  usw. usw sind erfunden worden und werden noch weiter und weiter perfektioniert und das alles mit der hart arbeitenden Bevölkerung aller Länder dieser Erde. Und das Tüpfelchen auf dem I ist nach wie vor die unsägliche Atomkraft.
 
Dabei steht unserer Welt das Wasser bis zum Halse!!!
 
Hier noch eine interessante Information: am 24. O9. 2021  stand ein Artikel mit Bild in der Süddeutschen  unter dem Titel „ Dreck ist Dreck „ Vor 50 Jahren bekommt Deutschland sein erstes  Umweltprogramm. Willy Brandt spricht von Existenzfragen der Menschheit. Unter dem Bild stand „ Willy Brand, Hanns Dietrich Genscher, Walter Scheel im Sommer 1970 auf der Bonner Regierungsbank. Schon in diesem Jahr schrieben Genschers Beamte ein „Umweltsofortprogramm“
 
Und es kam wie es kommen musste – Ökologie und  Economie liefern sich ihre bis zum heutigen Tage dauernden Kämpfe.
Als ich diesen Artikel wieder herauskramte, kam mir der Gedanke – besonders bezüglich des Ukrainekrieges –
Wären wir auch in der Situation in der wir uns heute befinden wenn Willy Brandt noch Kanzler wäre?
Ich denke –  bestimmt nicht – allein schon aus dem Grund: seine Rhetorik war eine ganz andere, auf Versöhnung und Frieden ausgerichtet, er hätte niemals gesagt „ wir werden Russland vernichten“ Siehe Annalena Baerbok – oder „ dieser Mann muss weg“ siehe Biden.
 
Lieber Herr Fitz, vielen Dank für ihren Artikel, Sie sprechen mir aus der Seele, ich fühle mich, wie man so schön sagt seelenverwandt.
 
Seien Sie ganz lieb gegrüsst
Ihre Silke Jeske chanel


17. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Fitz,
 
früher habe ich gerne die Münchner Tatorts auch mit Ihnen gesehen, mache ich jetzt nicht mehr. Sie sind mir politisch zu sehr Mainstream geworden, ich sehe generell keine Staatsmedien mehr.
Generell finde ich es sehr gut, daß Sie sich in den Nachdenkseiten engagieren, gerade auch mit Ihrer Beknntheit (und Beliebtheit).

Jetzt zu Ihrem Artikel “Alte weiße Männer”. Ja ich stimme Ihnen vollkommen zu. Sie erwähnen allerdings nur Bill Gates, der sicher sehr passend ist. Ich glaube es gibt aber viel mehr wichtige Namen zu nennen (Rockefeller, Rothschild, Loeb, Soros, Buffet usw.). Wobei es sehr wichtig ist zu beschreiben, wie sie unsere Welt beeinflussen (CFR, Reuters, Blackrock, WEF etc). Dann wird der Artikel runder und nachvollziehbarer. So könnte man vieles als Behauptung ohne Beweise oder Quellen einfach abtun.

Ich bin mir sicher, daß Sie jede Menge finden werden, es gibt ja genügend kritische, ehrliche Literatur.
 
Viele Grüße
 Sebastian Schmidt
 
PS: Vielleicht sieht man sich mal auf der wöchentliche Demo von “München seht auf” (Telegramm)


18. Leserbrief

Danke für den Essay über die sog. Superreichen! Sehr erhellend ist z.B. die Einordnung von Leuten wie Klaus Schwab als Dienstleister dieser komplett der Lebenswirklichkeit von 99,9…? Prozent der Menschheitsfamilie enthobenen Gottgleichen.

Ein paar Gedanken zur Ergänzung: Im wahrsten Sinne des Wortes unterschätzt wird, daß diese Leute so viel besitzen, daß wir Normalos, denen z.B. die üblichen Mieten schon fast das Genick brechen, uns das Ausmaß gar nicht vorstellen können. Genau so wenig, wie wir uns z.B. die Evolution oder das Universum mit ihren schier unermesslichen Zeit- und Raumdimensionen wirklich vorstellen können – sie überschreiten schlicht jedes menschliche Maß. So ein Reichtum ist – hier macht der heute sogar in den NDS (!) viel benutzte Topos einmal wirklich Sinn – tatsächlich durch nichts zu rechtfertigen, so viel kann ein einzelner Mensch gar nicht leisten. „Was machen diese Leute mit soviel Geld?“ Diese Frage drängt sich geradezu auf, wobei man „Geld“ eins zu eins mit „Macht“ ersetzen könnte. Auf der „Suche nach dem Kern dieser Weltsicht und dem zugrundeliegenden Menschenbild“ würde ich aber den Blick auf Anderes lenken.

Ja, den archaischen „Rüpel mit der Keule“, der den anderen alles wegnehmen will, gibt es sicher auch. Der hat dann auch noch Privatarmeen, aber der ist vermutlich sogar in der Minderheit in dieser verschwindend kleinen Minderheit der Unersättlichen. Ich vermute eher das ängstliche Kind im unreifen „alten weißen Mann“, das sich – wahrhaft gottlos – seiner eigenen Vergänglichkeit und somit dem Leben nicht stellen will.

Privatjet-, Hubschrauber- und Hochseejachtflotten, vermutlich auch Privatuboote garantieren Zugang zu Hochsicherheitsimmobilien auf Privatinseln und auf allen Kontinenten. Atomkraftbetriebene  und atombombensichere Luxusbunker mit integrierten Biokulturen sind vermutlich gerade das aktuelle Musthave! Und wenn alles hier unten den Bach runtergeht – ab in den Weltraum! Desweiteren für Normalsterbliche unerschwingliche lebens- und jugendverlängernde  Wissenschaft – im Mittelalter hieß es Jungbrunnen. Für all das und viel mehr könnte frau die nächste Milliarde schon gut gebrauchen.

Die ewige Sehnsucht dem Schicksal zu entrinnen, wurde bei diesen (eigentlich armen) Menschen zum Wahn. Schicksalsschlägen – seien es menschengemachte wie Wirtschaftskrisen, Krieg oder Inflation oder natürliche wie Naturkatastrophen, Krankheit, oder der Tod selbst – gilt es enthoben zu sein, koste es was es wolle. Die durch dieses egoistische Verhalten erst recht beförderten Weltgefahren nehmen ja zu. Und sie werden nie genug haben, weil die Urangst dahinter nie aufhört. Ein Teufelskreis von epischen Dimensionen, der uns alle in die finale Selbstvernichtung führen könnte.

Das Fatale dabei: im Unterschied z.B. zum französischen Feudalsystem des 17. Jahrhunderts ist heute theoretisch – Hollywood hat da ganze Arbeit geleistet – niemand von dieser Gottwerdung ausgeschlossen. Aufgestiegene Vorzeigegötter wie Musk, Gates und Bezos führen es jeden Tag vor, die in Wahrheit knallharten Klassengrenzen werden raffiniert verschleiert und wir bleiben die braven Lämmer, die gedankenlos die Beiträge in der Tagesschau für bare Münze nehmen und gleichzeitig an der Supermarktkasse immer noch (!) mit Karte zahlen.

FK


19. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Fitz,

vielen Dank für Ihren sehr interessanten Artikel, den ich größtenteils gerne zustimme. Es gibt jedoch ein paar Punkte, die ich problematisch finde:

  1. “Alte, weiße Männer”. Ja, sie sind es, aber spielt das wirklich eine Rolle? Ich bin als weißer Mann geboren und bin gar nicht mehr jung, dagegen kann ich nichts. Das einzige, das ich (sowie auch hunderten Millionen anderer Menschen) mit diesen Oligrachen teile, sind diese drei belanglose Eigenschaften. Was würde man sagen, wenn man “junge, schwarze Frauen” als negatives Identitätsmerkmal benutzen würde? Die Stigmatisierung solcher vagen Identitätsmerkmale dient, andere viel wichtigere Aspekte zu verschleiern, wie z.B. Lebenslauf, soziale Herkunft, Bildung, Weltanschauung etc. Mit dem Ausdruck “alte, weiße Männer” erweckt man das Gefühl, dass es damit reicht, ihre Macht und Reichtum an weniger betagte dunkelhäutige Damen zu übertragen, damit alles gut wird.
  2. “Wenn man weder Wirtschaft noch irgendetwas anderes für ein hohes Staatsamt Relevantes studiert hat, nimmt man das ideologisch Vorgefertigte dann ohne große Einwände und Reflektion mit.”
    Warum gerade Wirtschaft? Studierte Ökonomen gab es und gibt es in viele in der Politik und in der Wirtschaft, aber sie zeichnen sich nicht gerade für ihre Reflexionsfähigkeit aus! Das obsessive Denken in wirtschaftlichen Kategorien ist zum großen Teil der Grund für viele Fehlentwicklungen in den letzten 200 Jahren, deren Folgen wir heute schmerzhaft erleben und kommende Generationen noch intensiver spüren werden.
  3. “Geostrategische Überlegungen, ein Wort, das allein aufgrund eben der Geschichte unseres Landes uns Deutschen eigentlich im Hals steckenbleiben müsste”.
    In Deutschland lernt man von der Geschichte nicht viel, entweder wird sie unendlich wiederholt oder bleibt im Hals stecken. Geopolitik und Geostrategie sind keine Nazi-Erfindung. Die Politik, die Geschichte, die Kultur, die Wirtschaft etc. einer menschlichen Gemeinschaft werden vom geographischen Raum, in dem sie lebt, bestimmt. Das wußte schon Herodot! Die Geopolitik und die Geostrategie sind Folgen dieser Realität, wenn verschiedene Staaten einen geographischen Raum teilen. Geopolitisches Denken und Handeln hat es schon immer gegeben, selbst wenn es noch keinen spezifischen Namen für sie gab. Was Annalena Baerbock und andere wie sie treiben, ist das genaue Gegenteil von Geopolitik. Wenn wir die aktuelle Lage nach geopolitischen Kriterien betrachten, sind die deutsche und die europäische Politik ein perfektes Beispiel für vollkommene Idiotie.
  4. “Auch die Moral wird hier begeistert herangezogen, um dieses ganze Konstrukt dem Normalbürger, dem kleinen Mann, den man ansonsten gerne am Nasenring durch die Manege zerrt, als alternativlos zu präsentieren.”
    Zweifellos spielen die Unterwerfungsmechanismen, die Sie erwähnen, eine enorme Rolle in der Zähmung des “kleinen Menschen”. Aber es gibt auch andere nicht weniger gewichtigere Gründe für den allgemeinen und sehr gefährlichen Konformismus. Der “Normalbürger” fühlt sich häufig als Teil des Systems und hat die Illusion, relativ große Vorteile von ihm zu haben. Andererseits hat er die darwinistische Erfolgsmoral der Herrscher verinnerlicht, sie wird von ihm oft rechtfertigt, sodass nicht wenige “Normalbürger” gern Oligarchen wären, wenn sie könnten, und würden nicht anders handeln, als ihre Vorbilder. Zuletzt kommt die Angst, isoliert oder stigmatisiert zu werden. Der Dissident wird marginalisiert und schlecht angesehen, was schlimme soziale, emotionale und ökonomische Folgen haben kann. Viele, vielleicht die meisten, lassen sich lieber freiwillig manipulieren, als ein solches Risiko einzugehen. Das heißt, die Schuld liegt nicht nur bei den “alten, weißen Männern” und ihren “Agenten”, sondern auch bei der großen Masse der “Normalbürger”. Wir können sie nicht einfach als unschuldige, betrogene Opfer betrachten, wenn wir sie zugleich als für die Ausübung von sozialen und politischen Bürgerrechte fähige, freie und reife Menschen wahrnehmen wollen.

Mit besten Grüßen
Juan Messerschmidt


20. Leserbrief

Lieber Herr Fitz,

ich frage mich schon lange, warum die verschiedenen Regierungen vieler europäischer Länder nicht willens sind, die Macht der Lobbyisten zu brechen, beschränken wäre zu wenig. Liegt es an der inzwischen äußerst hohen Komplexität der Beziehungen in der Welt? Nein, das glaube ich nicht. Ich glaube, dass die wenigsten, die in der Politik das Sagen haben wissen, was sie anrichten bzw. die meisten glauben, was sie sagen. Das ist das Elend, und aus diesem werden wir nicht heraus finden. Vor allem deshalb, weil es kaum mehr unabhängige Medienschaffende gibt. Kritisches tiefschürfendes Hinterfragen der Maßnahmen der Regierungen findet kaum mehr statt und somit auch keine Aufklärung der Bevölkerung. Zudem haben die Politikgestalter keine Fantasie, um sich eine andere Gesellschaft vorzustellen und vom Zielzustand rückwärts in die Gegenwart zu konzipieren. Der Corona- und Ukraineschock wären die Möglichkeit gewesen innezuhalten und eine neue Gesellschaftsgrundlage zu formulieren. Stattdessen werden beide Ereignisse instrumentalisiert, um uns noch kleiner zu machen und den Status quo in das Extreme zu treiben. Kein Wunder, dass europaweit die rechten Vereinfacher Zulauf haben. Sie projezieren die Ängste auf die Allerschwächsten. Die Ursachen der Misere beleuchten sie nicht, da sie den Status Quo erhalten wollen, jedoch zu ihren Gunsten. Nötig wäre eine aktive Darstellung der Zusammenhänge und der Zwänge, die aus unserer Wirtschaftsausrichtung entstehen. Die starke Ausrichtung auf globale Märkte und die weit ausgreifende  Ökonomisierung verhindern eine Transformation zum Vorteil der eigenen Bevölkerung. “Eigene” ist fast schon ein Unwort geworden, denn man möchte gerne global denken und handeln und somit den Finanzmärkten Schaden zuzufügen. Jedoch genau das, wäre der Weg aus dem Schlamassel. Das frei umhermändernde Geld muss vernichtet werden, damit der Menschen Schaffen auf allen Ebenen wieder den wesentlichen Wert erhält.

Dann wird vieles, nicht notwendigerweise alles kleinräumiger und lenkbarer. Diesen Mut werden die Berufspolitikerinnen leider nicht aufbringen. Sie sind Apologeten einer Machtideologie – mehr nicht.

Wären wir nicht so schwach, würden wir revoltieren.

Schöne Grüße
Hansjörg Sachs 


21. Leserbrief

Lieber Michael Fitz,

die Beschreibung in Deinem Artikel ist von der Oberfläche her okay. Das Problem ist nur, das diesen Beschreibungen die materielle Grundlage fehlt. Diese Grundlage ist der nationale und internationale Kapitalismus, den bisher nur Einer und zwar und zwar auch in seinen ideologischen Dimensionen erfasst hat. Er hat den Vornamen Karl. Ohne diese materielle Grundlage von der alle Kritik letztlich hergeleitet werden muss, besteht die große Gefahr, dass Du in sog. „Verschwörungstheorien“ abgleitest und dann von sog. „Globalen Eliten“ ausgehst, die alles in der Hand haben. Übrigens die sog. „weißen, reichen Männer“ sind u.U. auch naiv und mental beschränkt; ich kennen einen von Ihnen persönlich. Der Glanz kommt von den hochbezahlten Ideologen, die von Ihnen direkt und indirekt finanziert werden. Also: Wir kommen um die Rezeption von Karl´s Werken nicht herum; dazu gehört nicht nur der Band 23 MEW (die Ausbeutungsthematik), sondern auch der Band 24 MEW (der Kreislauf des Kapitals) und der Band 25 MEW, der die notwendig sich einstellenden Verkehrungen in der kapitalistischen Welt analysiert und darstellt.
 
Mit solidarischem Gruß
Reinhard Gaidies


22. Leserbrief

Lieber Michael Fitz!

Es sind genau die alten weißen Männer, die im Hintergrund mit viel Geld ein Meinungsbild schaffen, das auf irgendeine Weise ihnen auch selbst zugute kommt. Obwohl sie sich damit Vorteile verschaffen, bezeichnen sie sich als Philanthropen oder werden von anderen so bezeichnet. Sie haben Bill Gates genannt, der ja selbst auch oft von den Medien, gerade auch im Zusammenhang mit Corona, gerne als Vorzeigeperson herangezogen wird. Anders sieht es aber mit Larry Fink oder George Soros aus. Im Zusammenhang mit Friedrich Merz fiel zwar öfters der Name “Black Rock” aber der dahinter stehende Larry Fink wurde nicht erwähnt. Ähnlich sieht es mit George Soros aus, der mit über 90 Jahren tatsächlich auch zu den alten (und natürlich weißen) Männern zählt. Ich fand es schon sehr merkwürdig, als vor einiger Zeit im Konflikt mit Viktor Orban ein Plakat gezeigt wurde, auf dem Soros zu sehen war und seine Verbindung zur EU demonstriert werden sollte. Unsere Mainstreamjournalisten waren darüber natürlich über Victor Orban sehr empört (er hat ja halt ein gutes Verhältnis zu Wladimir Putin) aber der Name Soros wurde nicht erwähnt. Einige meiner Bekannten wussten über die Empörung gegenüber dem ungarischen Präsidenten, kannten Soros aber nicht und hatten noch nie seinen Namen gehört. Genau dieser Mann hat ja während der Ukrainekrise über das Ukraine-crisis-media center 2014 das ZDF finanziert.  Woher hat denn Claus Kleber vor seinem Renteneintritt ein Jahresgehalt von 600 000 Euro gehabt, was sogar die Süddeutsche Zeitung zur Sprache brachte. So braucht man sich nicht zu wundern, woher denn seitdem eine so einseitige Berichterstattung über den Ukrainekonflikt kommt und der Putinhass schon lange vor dem Krieg aufgebaut und die Bevölkerung regelrecht dazu erzogen wurde. Irgendwie ist es ja seltsam, dass die vier großen Themenbereiche wie Kriegskonflikte, Zuwanderung, Corona und Klima schon seit Jahren mit medialer einseitiger Dauerberieselung den Fernsehzuschauer regelrecht erschlagen. Bei der einseitigen Klimadauerberieselung ist sehr auffallend, dass die Nachteile z.B. des E-autos überhaupt nicht erwähnt werden. Bei den Ursachen wird der Weltraumtourismus und überhaupt das Vordringen in den Weltraum nicht als Umweltproblem erwähnt. Von den Unmengen an Geld die da zum Fenster hinausgeworfen werden mal ganz zu schweigen. Stecken da nicht auch alte weiße Männer dahinter? Die Militärmanöver, gerade auch von dem “friedlichen” Westen durchgeführt, wurden ja als Umweltverschmutzer schon mehrmals von den Nachdenkseiten thematisiert, aber natürlich nicht vom Fernsehen.

Eines passt allerdings nicht in diesen Zusammenhang des bösen alten weißen Mannes: Er wird nämlich selbst vom Mainstream als das “Böse” bezeichnet. Dazu passt, dass in der Politik, Medien, Sport, Kultur und Unterhaltung immer mehr junge und nichtweiße Damen zum Vorschein kommen. Ich selbst bin als Mann schon alt und gehöre zu den “Weißen” (wünschenswert wäre, wenn ich auch zu den Weisen gehören würde). Als böse will ich mich aber nicht bezeichnen. Vielleicht tun das andere.
 
Mit freundlichem Gruß
Harald Pfleger
PS. Ich würde mir wünschen, von Ihnen eine Reaktion zu hören


23. Leserbrief

Ich habe den Artikel von Michael Fitz gelesen, wie bereits andere von ihm, und was soll ich sagen? Genau treffend, überzeugend dargelegt, Ich werde voll abgeholt. Gleichzeitig bekommt man Angst, wenn man weiter denkt.

Baerbock wird als “young european leader” aufgebaut, von NGO’s, von Medien, mit welchem Ziel, was wird hier bezweckt? Baerbock kann gar nicht genügend Unsinn von sich geben, Sie möchte Russland auf Dauer nieder machen, ohne weiteren Einfluss auf Europa, geächtet von Europa und am besten von der ganzen Welt. Ukraine wird heroisiert, Ich glaube sowieso, dass sie keine Ahnung hat, was dort in den letzten 8 Jahren und auch zuvor passiert ist.

Hand in Hand mit Habeck bestimmt Sie unsere Zukunft, getränkt im Moralismus und wohl der Meinung, die Erde retten zu können, nein, zu müssen. Und werden, wie richtigerweise aufgeführt, gefördert und geführt von NGOs, die vor allem die Umverteilung unseres Geldes und der Bevölkerung in Sinne haben. Und es wird mit vollen Händen ausgegeben, in Kriegsgebiete, vermeintlich klimageschädigte Staaten und so weiter.

Die von Herrn Fitz angesprochenen alten weissen Männer, die alles nur um ihren Willens lenken, die gewinnen immer mehr Macht und ich Frage mich, wer soll oder kann das stoppen? Der Staat, wie Michael Fritz meint! Der wäre gefordert.

Die Ampel- Regierung auf keinen Fall, sie ersticken jeden Widerstand. Andersdenkende werden mit neu gemachten Gesetzen bedroht, und, ich wiederhole es nochmal, sie wird von deutschen Medien unterstützt, was nicht verwunderlich ist, denn in jedem Vorstand sitzen unsere Politiker und steuern genau diese Meinungsmache im Sinne der links-grünen Politik.

Die Opposition? Mit Merz? Dann sitzt BlackRock mit am Tisch, es wird doch niemand der Meinung sein, dass Merz seinem “ehemaligen Arbeitgeber” tatsächlich den Rücken gekehrt hat? Er war und ist der Lobbyist von Blackrock, die überall ihre Finger und Einfluss im Spiel haben. Und Friedrich Merz kriecht den Grünen derart in den Hintern, um mit diesen an die Macht und die Fleischtöpfe zu kommen. Auch von dort ist keine Hilfe zu erwarten.

Was mich wirklich bedrückt, ist, dass etwa 50% der Bevölkerung ihr politisches Wissen aus den Nachrichten um 20.00 Uhr beziehen. Da wissen wir, in welche Richtung wir zu denken haben. 30 Prozent haben keinerlei politisches Wissen, sie leben in ihrer Blase, wo das wichtigste ist, irgendwelchen Influenzer zu folgen und alles über Nagel- und Haarpflege zu erfahren.

Und dann kommen die Links-Grünen, die unser Leben bestimmen wollen. Und auch tun. Ihnen wird eine Öffentlichkeit zuteil, in fast jeder Talk- Show sitzt in der Regel eine Dame, die ihre Bausteine von sich gibt, wie gelernt. Und “gestandene” Politiker sitzen dabei und lauschen und wenn nun jemand glaubt, dass mal einer diesem Geplapper was dagegen setzt, ja eigentlich müsste, der irrt. Man muss schon lachen, wie mit ernsten Gesichter diesem Schwachsinn gelauscht wird.

Da kommt doch Angst auf. Wenn ich bei Bekannten auf dieses Thema komme, merke ich, dass absolut kein Hintergrundwissen vorhanden ist. Schnell wird das Thema gewechselt. Kann man das verstehen?

Entschuldigend muss ich anmerken, dass dies in den ” normalen” Medien nicht möglich ist. Man muss ausweichen, bei den Nachdenkseiten oder andere Quellen wie PI-News, Schweizer Medien und noch andere gute Seiten. Das weiss aber Otto Normalverbraucher nicht (das soll nicht abwertend gemeint sein), und deshalb wählt der ältere die SPD oder die CDU, und die jüngeren die Grünen, weil das ist ja woke.

Man stelle sich mal einen großen Betrieb in der freien Wirtschaft vor, die eine Person, die nichts gelernt oder mal gearbeitet hat, als Vorsitzende (n) wählt. Nur weil sie schnell und lang reden kann.

Lieber Michael Fitz, Ich freue mich immer auf ihre Worte, klug und treffend, danke dafür. Und ich hoffe, nicht zu weit abgeschweift zu sein, es ist ein Fass ohne Boden. Und kein Licht am Ende des Tunnels. Deshalb bin ich immer froh, hier auf Denkende zu stoßen.

Liebe Grüße
Carlos


24. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Fitz,

danke für Ihre Betrachtung, die ein altes Gehirn nochmal auf Trab gebracht hat, und verregnete Novembertage haben somit auch ihr Gutes.

In weiten Strecken will ich Ihren großen Gedanken zum Jahresende gerne folgen, würde aber dem Bild vom „alten, weißen Männern“ gerne ein Update empfehlen, denn die heutigen tonangebenden globalen Eliten, oder die sich dafür halten und welche sich um die ca. 200 Multi- und rd. 3000 Bloß-Milliarde scharen, sind heute multikultureller und multiethnischer Natur. Sie bekämpfen sich teils heftig untereinander, denn es gibt zurzeit ja nur diese eine Erde zu verteilen. Aber in einem sind sich diese Kreise einig: sie werden ihre Macht und ihr Vermögen nie freiwillig mit anderen teilen wollen und alles daransetzen, das etablierte System mit seinen Standes- und Statussymbolen und mit seinen Hierarchie-, Einfluss- und Drohpotenzialen zu sichern und zu stärken. (Heute arbeitet man ja metaphorisch nicht nur mit Keulen, sondern auch gerne mit Moralkeulen.) Dazu gehören auch die segensreichen Erfindungen wie Staaten, welche sie als ihre persönlichen Prätorianergarden betrachten. Und man macht den von ihnen ausgewählten Frontleuten und deren Spitzen in Justiz, Bildung, Wissenschaft, Verwaltung und Medien diesen Sachverhalt auch sehr deutlich. Den äußeren Schutzwall bilden dann Tausende von Clubs, Netzwerken und Körperschaften, global als „bodies“ bezeichnet, die als Stiftungen, NGOs, Think – „Tanks“ (die ich auch gerne wörtlich Denk-„Panzer“ nenne, weil sie meist wenig friedfertiges im Sinn haben) und die auch gerne philanthropisch unterwegs sind. Sie fungieren als „channels“, das sind Labore und Festungen, in die man die gewünschten Richtungen für Entwicklungen einspielt, die dort als Ziele und Pläne und als Programme und Projekte eingerichtet werden, um sie dann weltweit beforschen zu können. Dann kommen internationale Dienstleister, welche gegen üppige Honorare Studien mit jeweils gewünschter Tendenz, gerne auch widersprüchlich, Märkte und Medien fluten, und schon liegen genug Knochen auf den Straßen der Welt, an denen die Massen, Medien und Parlamente genüsslich knabbern können.
Gestolpert bin ich aber über Ihren dritten Satz, in dem Sie das Wort „erarbeitet“ in Verbindung mit unfassbar großem Vermögenserwerb bringen. „Erarbeitet“ oder ergaunert? Zwar legal erworben, aber auch legitim? Es gab sie immer schon: skrupellose Spekulanten, korrupte Kriegs- und Krisengewinnler:Innen. Wie, gendern hier unfair? (s. ARD-Mediathek „Maskendeals – Filz und fette Kohle“) Neben anderen soll Andrea Tandler 30-50Mio.€ Provision (Steuergelder!!) für Vermittlung von Geschäften mit überteuerten Masken kassiert haben, klar, mit ehrlicher Arbeit.
Wikipedia führt eine Liste von (uns bekannten) Korruptionsaffären um meist christlich-unionistische Politiker:Innen in der Bundesrepublik Deutschland. Es fehlen da aber leider die Bereiche von „Panama-Papers“ und „Cum-Ex“ oder waren Politiker:Innen darin nicht involviert?
 
Stichwort „Steueroasen“: wer bringt den US-Bundesstaat Delaware damit in Verbindung? Das fragte Werner Rügemer am 13. März 2021 in den NDS. Es gibt da einen der wichtigsten Lobbyisten des Kapitalstandorts Delaware – und zwar seit über vier Jahrzehnten. Er war von 1973 bis 2009 Senator für den US-Bundesstaat Delaware. Sein Name: Joe Biden. Wurde darüber nach seiner Wahl zum US-P hier auf den Hauptstraßen berichtet?
„Aber wir haben doch wertebasierte westliche Demokratien mit ihren festen Säulen, mit Grundrechten, Verfassungen, Gewaltenteilung!“ (Wobei wir schon wissen, dass Werte nicht verhandelbar sind, also?) Schon, ja, das gab es einmal. Heute bin ich mit nicht wenigen anderen, also mit denen, die ja eigentlich die „NIÖs“, also die Nicht-Informierte-Öffentlichkeit spielen sollen, der Ansicht, dass es systemische Schwachstellenkonstanten in unserer „globalisierten“ Weltordnung gibt. Das wusste man in o.g. Kreisen schon vor 30 Jahren, konnte es auch durch viele raffinierte Nebelkerzenprojekte verschleiern (kriminelle Finanzprodukte weltweit vertreiben, um es dann als „Schuldenkrise“ zu etikettieren und um mit vielen Hunderten von Billionen Zentralbankgeld die Verluste der größten Zocker zu waschen, mit historisch einmaligen Verarmungsprogrammen für Völker und Staaten).
Aber gut, jetzt hat man die neue Zauberformel: „Transformation“ – doch Vorsicht, es ist ein Schlüsselwort wie vor 40 Jahren der Begriff „Globalisierung“. Jeder konnte und sollte sich darunter alles Mögliche vorstellen. Für die Eingeweihten war es ein Codewort für einen Plan, dessen Ergebnisse wir an der weltweiten Vermögensverteilung heute besichtigen können. Er ist aufgegangen.
 
Bei der „Transformation“ geht es nicht mehr um das Vermögensendspiel. Das ist, im Prinzip, schon gelaufen. Es geht jetzt um alles, es geht jetzt um das Ganze:

  • welches Geld- und Finanzsystem soll dem heutigen total kaputten Weltwährungssystem folgen, und wie gestaltet sich der Übergang zu einem global gültigem digitalen Zentralbankgeld? Gelingt es friedlich oder wird es dystopisch?
  • wie können „wir“ globale Prozesse (Kriege, Krisen, „Pandemien“) durch ein internationales Rechtswerk absichern, welches nationale Gesetze übergehen darf?
  • wie können „wir“ die Menschen zukünftig in digital-medizinische Systeme möglichst konsensual integrieren?

Ach ja, und überhaupt, diese Menschen! Wie viele brauchen wir eigentlich noch? Und was machen wir mit denen, die nicht mitziehen wollen?
„Wer den Gedanken nicht angreifen kann, greift den Denkenden an.“ In seinem Nachwort in dem gerade erschienenen Buch „Möge die gesamte Republik mit dem Finger auf sie zeigen“ von Marcus Klöckner und Jens Wernicke erinnert der Autor Tom-Oliver Regenauer an den 1945 verstorbenen Poeten und Philosophen Paul Valéry.
 
An dieser Stelle, lieber Herr Fitz, möchte ich meinen Brief an Sie beenden. Sie haben mir diese Denkanstöße geliefert. Danke nochmals!
 
Und wenn ich jetzt meinen Kopf etwas zu Seite neige, läuft noch etwas Gehirnmasse zusammen: war da nicht etwas, heute auf den Tag genau vor 59 Jahren? Ich war damals 15 Jahre, abends rief mich gegen 19Uhr die Mutter und holte mich unter Tränen ins Wohnzimmer. Da kamen wackelnde, schwarz-weiße Satellitenbilder aus den USA in unser Wohnzimmer. Der 35. US-Präsident John F. Kennedy wurde in Dallas/Texas ermordet. Und die Frage, wer dahintersteckte und wer die Tat beging, ist bis heute offen.
 
Mit Dank an die NDS-Redaktionen für Ihr unermüdliches Schaffen
grüßt herzlich
Erich-Günter Kerschke


25. Leserbrief

Guten Tag Herr Fitz

Das menschliche Leben ist geprägt von irrationalen und paranoiden Verhalten des Menschen
Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Menschheitsgeschichte.
Der Staat und die Wirtschaft will keine schlauen Bürger
Deshalb werden Menschen seit Jahrtausenden manipuliert
Wie das wirkt kann man täglich in Gesprächen mit Menschen erleben
Selbst in einem Land wie Deutschland nur viel Unwissen.
Wer kennt schon die tatsächlichen Geschehnisse.
Ja die NDS Leser

Aber wer Jahrzehnte Spiegel Bild etc gelesen hat oder die Tagesschau gesehen hat der wurde verblödet 
Was früher die Könige und Kaiser und die Kirche waren sind heute Globale Organisationen.
NGO  think thanks  Lobbyverbände und die Industrie/ Wirtschaft
Änderung in Aussicht?
Nein

Dazu müsste es andere Menschen geben.
Mit wirklicher Bildung.
Ohne die Gehirnwäsche dieser Organisationen der Staaten und Kirchen/ Religionen.
Alles Wunschdenken.
Daran werden auch 500 Jahre NDS nichts ändern

Was will ein einzelner Mensch wirklich mit 100 oder 1.000 Millionen Euro oder $?
Es bleibt so wie es schon immer war.
Eine kleine “Elite” bestimmt die Spielregeln
Die absolute Masse der Menschen sind nur die Spielbälle in diesem Spiel 
Kann man sich dessen entziehen?
Ja vieles einfach nicht machen.
Nicht Mitglied einer Partei oder Religion sein
Kein TV sehen( mache ich schon seit 1994 nicht mehr)
Der Austritt aus der katholischen Kirche war meine erste “Amtshandlung” als ich 18 wurde
Ich  lese schon 10 Jahre keine Zeitungen mehr.
Ich wähle seit 1999 nicht mehr

Ich sehe das so
Dieser Planet Erde dreht sich schon 4.6 Millarden Jahre.
Menschen gibt es ca 500.000 Jahre.
Ein Fliegenschiess in der Erdgeschichte.
Die Erde braucht uns nicht.
Wir werden verschwinden. 
Wir sind der gefährliche Virus
Das Experiment Mensch nähert sich dem Ende.

Der realistische Optimist
MfG Dieter Klaucke


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