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19. November 2018
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Leserbriefe zu „Lasst uns Sachsenversteher werden!“

Veröffentlicht in: Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Leserbriefe, Rechte Gefahr, Wertedebatte

Der Artikel “Lasst uns Sachsenversteher werden!” von Jens Berger rief ein außergewöhnlich starkes Echo bei den Lesern hervor, was wohl teils an seiner Sichtweise und teils an der Intensität der Vorkommnisse in Chemnitz selbst liegt. Die weit auseinanderliegenden Ansichten in den Leserbriefen zeigen einmal mehr, dass es sich um ein hoch komplexes Thema handelt. Dies in einer Welt, in der wir uns als Menschheit eher auf Konflikte zubewegen zu scheinen, als nach deren Lösung zu suchen, im Dialog miteinander. Diese Leserbriefsammlung ist aufgrund der vielen Zuschriften recht lang ausgefallen. Vielen Dank an alle Leser, die uns geschrieben haben! Zusammengestellt von Moritz Müller.

1. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger,

ich kann ihren Groll gegen die Salon-Linken aus dem sog. Juste-Milieu und ihre medialen Vertreter – wie Jakob Augstein – sehr gut nachvollziehen. Auch ich ärgere mich in München oft genug über die grüne Schickeria.

Aber mit diesem Artikel gehen Sie eindeutig zu weit!

Was ist ihre Absicht? Möchten Sie dem braunen Gewalt-Mob, der durch Chemnitz marodiert etwa Dispens qua sozialer Bedingungen erteilen? Unter dem Motto: Du hattest eine schwere Kindheit, jetzt tob dich ruhig mal auf der Staße aus?

Sie fordern Verständnis für Leute die Hetzjagden auf Fremde veranstalten und nach Lynchjustiz schreien? Natürlich ist die soziale Lage die Erklärung für diese Entwicklungen – aber doch keine Entschuldigung. Mit dem gleichen Argument könnten auch arabische Clans ihre Drogen-Deals rechtfertigen. Schließlich kamen die zunächst auch von ganz unten.

Für mich liegt der Skandal weniger in den Aufmärschen der Chaoten, als in der offensichtlich wohlwollenden Duldung durch die stillschweigende Mehrheit der Sachsen, bis hinauf in Polizei, Verwaltung und Politik. Wie sich auch in den Wahlergebnissen zeigt, tendiert Sachsens Bevölkerung zum Rechtsradikalismus mit Tendenz zum Rechtsextremismus. Warum sollte man dafür Verständnis haben?
Schließlich gibt es auch in Westdeutschland soziale Brennpunkte: warum gibt es keine Nazi-Aufmärsche in Dortmund, Bremerhaven oder Hamburg-Wilhelmsburg?

Sie haben völlig recht: die Wut und der Hass richtet sich gegen die Falschen. Aber was ist mit der „Denkfaulheit“ der Sachsen? Selbst mit der geringsten Schulbildung und ohne je das Wort „Manifestation“ gehört zu haben, kann man verstehen, dass die Herkunft oder das Aussehen eines Menschen kein Grund sind, ihn tot zu schlagen.
Es ist keine Frage der ökonomischen Potenz, ob ich verwirrten jungen Menschen Werte wie Solidarität und Nächstenliebe vorlebe. Aber genau das tun die Sachsen in ihrem unerträglichen Selbstmitleid nicht. Die Haltung des typischen Pegidisten ist vielmehr: ich möchte nicht die Sklavenhaltung abschaffen; ungerecht ist nur, dass ICH nicht zu den Sklaventreibern gehöre.

Dafür kann ich beim besten Willen nicht das geringste Verständnis aufbringen. Vielmehr heißt es hier: Wehret den Anfängen!!

Mit Grüßen aus Taufkirchen
Martin Sutor


2. Leserbrief

Sehr geehrter Jens Berger,

den überwiegenden Teil Ihrer Beiträge in den Nachdenkseiten schätze ich sehr. Da kann es ja auch mal passieren, dass ein Beitrag etwas daneben geht. Dies trifft für mich für den o. g. Beitrag zu den aktuellen Ausschreitungen in Chemnitz aber auf jeden Fall zu. Vorweg r Einordnung meiner Mail, Ich gehöre nicht zu denen, die wie Jacob Augstein im „Spermienlotto 6 Richtige mit Zusatzzahl“ gezogen haben, sondern entstamme einem Arbeiterhaushalt.

Was mir nicht einsichtig ist sind die „besorgten Bürger“ die sich ohne Berührungsangst zu den „Pimmeln mit Ohren“ gesellen und gegen die Pogromstimmung offenbar nicht viel einzuwenden haben. Dazu zählen auch die PEGIDA-Anhänger, die in Dresden „Absaufen, Absaufen“ rufen, oder in Freital schreiend und drohend einen Bus mit Flüchtlingen blockieren. Ich bin der Überzeugung, dass es in Sachsen einen überproportional hohen Anteil von Menschen gibt, die sich von der Linken nicht mehr ansprechen lassen. Lesen Sie mal die Zuschriften auf PI und die dort vorherrschenden Bezeichnungen für die Linke mit „Mauermörder“ und „SED“. Die Begeisterung für die AfD als „letzte Rettung“ Deutschlands begründet sich bei den Kommentierenden in der Asylpolitik dieser Partei. Die sozialpolitischen Vorstellungen der AfD sind den Kommentierenden offenbar völlig egal, dazu habe ich noch nie einen Kommentar gelesen. Die fremdenfeindliche Grundstimmung werden Sie beim Großteil dieser Menschen mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht verändern können, da es bei diesen Zeitgenossen meist darum geht, das deutsche Volk vor dem Untergang durch die geplante „Umvolkung“ zu bewahren. Bei solchen Menschen will ich auch kein „Sachsenversteher“ oder anderweitiger Versteher werden, sondern bin schon froh, wenn ich als „linke Zecke“ mit Sympathie für die „Mauermörderpartei“ vor tätlichen Angriffen dieser Menschen verschont bleibe.

Mit freundlichen Grüßen
Hans Gößler


3. Leserbrief

Hallo Herr Berger,
 
den apostrophierten epischen Rechtsruck sehe ich hier im Ruhrgebiet schon lange auf uns zu kommen und ich finde, dass diese Diskussion endlich offener geführt werden muss.

Ganz viele Menschen in meinem Umfeld, die nie verdächtig waren nationalsozialistisch zu denken, geben sich die vermeintliche Blöße, dass sie – im Sinne  der direkten Übersetzung – immer wieder Äusserungen der Güte ” uns soll es besser gehen als denen ” von sich geben.
 
Mit den meisten kann man darüber reden und irgendwann, spätestens bei der Frage warum man sich nicht die Politkmacher als Bösewichte aussucht, kann ich so etwas wie Einsicht erkennen. Es sind ( ich bin 57 Jahre alt ) die durch die Agenda 2010 ” Abgehängten “, die schon dreißig Jahre gearbeitet haben und sich berechtigt vom Staat verarscht vorkommen und bei mangelndem intellektuellen Horizont und mangelndem Informationstand die Ausgrenzung vornehmen und dem noch Schwächeren die Schuld für das eigene Dilemma geben.
 
Es sind die Ängste und die unübersehbaren sozialen Einschnitte der Vergangenheit, die die Menschen, die sich eben nicht anders artikulieren können, in die rechte Ecke treibt.

Und davon, gibt es m.E. im Ruhrgebiert genug. Nur der Umstand, dass wir es seit den 1970er Jahren gelernt haben, Migranten in unseren Alltag zu integrieren, wird den epischen Rechtsruck des Ruhrgebietes noch ein wenig hinauszögern.
 
Ich kenne so gut wie keinen Menschen mehr, der hier nicht die Schnauze voll hat und sagt: Das wird uns hier alles zu viel. Keine Lohnerhöhungen, keine auskömmlichen Renten, eine schlechte Infrastruktur etc. pp und dann – ich vermute im Bundesschnitt überproportional – zu viele Ausländer. Noch gibt es genug Brot und Spiele, aber so eine eindeutige negative Tendenz habe ich bisher hier nie wahrgenommen.
 
So kommt es mir wie eine Farce vor, dass die Partei, die für mich als Pazifist als einzige Partei wählbar ist, wegen ihrer vermeintlich restriktiven Flüchtlingspolitischen Ideen in die rechte ( Querfront-) Ecke gedrängt wird.
 
Auch aus diesem Aspekt verbinde ich mit “#Aufstehen” die Hoffnung, dass in diesem Land endlich mehr offene Debatten entstehen können und politische Brandstifter viel schneller entlarvt werden können.
 
Freundliche Grüße von
Michael Krater


4. Leserbrief

Dank an Jens Berger!
 
Das ist das Qualifizierteste, was ich bis jetzt über das Thema (nicht nur die Vorfälle in “Chemnitz”) gelesen habe.
 
Die “sozioökonomische Unzufriedenheit” aufgrund prekärer Beschäftigungs- und Lebensverhältnisse ist dabei ein Aspekt.
 
Weitere Aspekte lassen sich m.E. nur psychologisch und moralisch erklären.
 
Ich persönlich beobachte z.B. in meinem Umfeld (Großstadt in Sachsen) auch viele verunsicherte, vergrämte, unbefriedigte Menschen, die ihrem Frust anläßlich der “Flüchtlingskrise” freien Lauf lassen und nicht selten die einfachen Parolen der “Rattenfänger” nachplappern. 
 
Doch viele dieser Menschen gehören eben nicht zum Prekariat, sondern haben einen relativ gut nach Tarif bezahlten und sind eigentlich Gewinner der Einheit gewesen.
Dieses Phänomen läßt sich m.E. nur psychologisch als Auswirkung und Verinnerlichung des Neoliberalismus erklären.

Das ware m.E: ein weiterer Ansatz, der ernsthaft bearbeitet werden müßte.
 
Darüber hinaus haben viele Menschen das Empfinden, dass unsere Gesellschaft nur noch über wenig moralische Integrität verfügt.
 
Viele Grüße & weiter so!
Wolfgang Franke


5. Leserbrief

Lieber Herr Berger,
Liebes Nachdenkseiten-Team,

tausend Dank für diesen Artikel, denn es umschreibt die ideologischen Scheuklappen, mit denen viele durch die Welt gehen, die sich eigentlich als Linke verstehen und es entspricht in etwa dem Tenor, der bei Diskussionen über den Osten, AfD und Rechte vorherrscht.

Ich würde es aber gerne noch ein Stück weit um meine eigenen Beobachtungen und Erfahrungen ergänzen. Eine kritische Bestandsaufnahme halte ich nämlich für sehr wichtig, insbesondere weil ich in der politischen Linken (gemeint sind sowohl die Partei dieLINKE als auch links-autonome Gruppen) manchmal eine gesunde Reflexionsfähigkeit und Verständnis in Bezug auf die Problematik mit den Rechten oft vermisse.

Mich beschleicht daher manchmal der Eindruck, dass die pol. Linke fast nur noch innerhalb der besser gestellten Mittelschicht existiert, für die soziale Fragen nur etwas Theoretisches sind, also etwas, worüber man in einem Marx-Kreis diskutiert ohne einen direkten Bezug zu den realen Problemen, die z.B. mittellose Rentner in Chemnitz haben könnten. In jedem Fall scheint man es zwar zur Kenntnis zu nehmen, dass es strukturschwache, arme Quartiere gibt, wo Menschen ohne Perspektive leben, für die sich niemand interessiert. Mit diesen Leuten ist man höchstens nur dann solidarisch, wenn es darum geht sie und ihr Schicksal zu bedauern, oder Almosen zu geben. Man schaltet aber sofort auf stur, sobald  sich jemand wagt sich kritisch über Einwanderer oder auch Merkels Einwanderungspolitik zu äussern.

Dies führt dazu, dass man die Systemfrage, die sich zwangsläufig aus marxistischen Gedankenkonstrukten in heutigen Zeiten durchaus ergeben könnte, gar nicht erst stellt. Vielmehr werden sogar diejenigen unterdrückt, für die diese Frage von Bedeutung ist und die nicht bereit sind zuzulassen, dass die Rechtsextremen Köpfe derer Menschen vergiften, die in dieser Gesellschaft mit am allermeisten benachteiligt werden. Man hat sich nämlich nur darauf eingeschossen gegen Nazis zu sein und dabei ist so ziemlich jeder verdächtig, der an der schönen Utopie von der bunten Welt ohne Grenzen Zweifel hat. Es ist so, als würde man es gar nicht wahr haben wollen welche Auswirkungen das bereits heute in unserem sozio-ökonomischen Umfeld hat.

Vielleicht liegt es aber einfach daran, dass man im Bildungsbürgertum seit je her die Meinung vertritt, dass man nur lange genug studieren und arbeiten muss, um aufzusteigen und schlechte Lebensverhältnisse sind meistens nur eine Folge des mangelnden Ehrgeizes (=Leistung) Einzelner. Die Chancengleichheit wird jedenfalls oft nur am Zugang zur Bildung und Kultur gemessen, was selbstverständlich auch wichtig ist, eine grundsätzliche und fundierte Kritik an unserem Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell wird dabei allerdings selten geübt. Auch hier herrscht nämlich der Konsens, dass man ja eigentlich gegen das Schweinesystem ist, aber eben nur solange alles wie gewohnt weiter läuft und man genug Zeit zum Diskutieren hat.

Mag sein, dass das alles ziemlich pessimistisch klingt, aber mir fällt es insgesamt auf wie sehr man sich darum bemüht bestimmte unbequemen Themen und damit verbundene Gedanken zu vermeiden. Die mediale Manipulation trägt ja auch Früchte, so dass die Massenpanik zu einem Dauerzustand geworden ist, weil sich an den entscheidenden Stellen nichts mehr bewegt und die nur noch von Leuten belagert werden, die nichts wert schätzen können, woraus sie selbst keinen Profit ziehen können.

Also wieder zurück auf START. Irgendwie erstaunlich, dass es sich immer noch nicht herum gesprochen hat, dass man die Rechten sehr viel effektiver bekämpfen kann, wenn man sich entschieden und offensiv denen entgegen stellt, die ungezügelten Materialismus und Egoismus zu ihrer Religion und Ayn Rand zu ihrer Göttin gemacht haben. Es ist aber alles, wie immer, nicht so einfach.

Herzliche Grüße, 
E.Rozanski


6. Leserbrief

Lieber Herr Berger,

ich möchte mich gern zu Ihrem Artikel von heute, „Lasst uns Sachsenversteher werden!“, äußern.

Ich selbst muss nicht erst zum Sachsenversteher werden, ich bin gebürtiger Sachse, komme aus einer Kleinstadt ganz in der Nähe von Chemnitz, lebe allerdings seit fast 7 Jahren berufsbedingt in Bonn.

Im Grundsatz stimme ich Ihrem Artikel auch voll und ganz zu, möchte allerdings ergänzend anmerken, dass es in Sachsen in der Tat ein echtes Problem mit Rechtsradikalismus gibt. Und dieses Problem gibt es auch nicht erst seit einigen Jahren, sondern das gab es schon lange vor der massiven Sozialabbaupolitik, insbesondere durch die Agenda 2010. Man kann dies ziemlich gut bereits seit der Wende beobachten (und vermutlich gab es das auch schon zu tiefsten DDR-Zeiten). Damals waren es vor allem westdeutsche NPDler, die in den Osten strömten, weil sie dort ein großes Potential rechten Gedankenguts sahen und dort ihre Strukturen aufbauten. Vereinfachend kam hinzu, dass es im Osten eben auch kaum Ausländer gab; sieht man mal von den vietnamesischen Gastarbeitern ab, die es schon zu DDR-Zeiten gab, konnte man Ausländer mehr oder weniger an einer Hand abzählen. Nun gibt es Untersuchungen, die belegen, dass Ausländerfeindlichkeit am besten dort gedeiht, wo es kaum Ausländer gibt, und so stieß das sehr schnell auf fruchtbaren Boden.

Die Politik in Sachsen hat dieses Thema seit den frühen 90er Jahren komplett verschlafen. Es ist nicht so, dass es nicht für jedermann zu sehen war, der die Augen aufmachte. Es hat schlicht niemanden interessiert. Die sächsische Politik, bis 2004 wurde Sachsen immerhin allein von der CDU regiert, danach in wechselnden Koalitionen unter Führung der CDU, hat schlicht geleugnet, dass es ein Problem gibt. Als linker Jugendlicher habe ich das Problem damals jedoch tagtäglich zu spüren bekommen.

Eine Bekannte arbeitet als Sozialarbeiterin bei der sächsischen Landjugend. In dieser Funktion betreut sie vor allem Jugendclubs im Landkreis Mittelsachsen. Auch sie bekam und bekommt das Problem tagtäglich zu spüren; eher „linkere“ Jugendclubs wurden immer mal wieder von Neonazis überfallen. Hinzu kommt, dass es unter linken Sachsen ein offenes Geheimnis ist, dass auch die Polizei von Neonazis unterwandert ist, also auch von dieser Seite nur bedingt Hilfe zu erwarten ist. Und das hat nichts, aber auch gar nichts mit Unzufriedenheit in der Bevölkerung zu tun, sondern ist dem jahrelangen Kopf in den Sand stecken der verantwortlichen Politiker geschuldet.

Und hier muss ich ausnahmsweise mal – auch wenn ich ihn ansonsten überhaupt nicht schätze – auf der ARD-Faktenfinder verweisen, der die ganze Geschichte ganz gut zusammenfasst.

Ihr – durch und durch valider – Punkt, dass die Unzufriedenheit in der Bevölkerung diese nach rechts rücken lässt, ist in dieser Konstellation daher leider nur die halbe Wahrheit, zumal Sachsen von den neuen Bundesländern noch das wirtschaftlich „stärkste“ Bundesland ist. Den Menschen in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt geht es noch dreckiger als den Sachsen, und auch da gibt es zur Genüge rechte Strukturen, aber in Sachsen war das schon immer speziell.

Und auch einige der Typen, die da in Chemnitz „demonstriert“ haben, sind weniger unzufrieden, als dass sie jetzt viel mehr die Chance wittern, ihrem blanken Ausländerhass Ausdruck zu verleihen. So machte kurz nach dem Todesfall in Chemnitz der Begriff „Kanakenklatschen“ die Runde, ein Begriff, den ich noch zu gut aus meiner eigenen Jugend kenne.

Unzufriedenheit in der Bevölkerung ist in diesen Zeiten leider mehr als angebracht, aber die Unzufriedenen sollten sich vielleicht auch mal Gedanken darüber machen, mit wem sie sich hier gemein machen. Denn es ist beileibe nicht nur Unzufriedenheit, die hier in Flüchtlingshass umschlägt, sondern es ist latent vorhandene Ausländerfeindlichkeit, die leider tatsächlich in vielen Köpfen in Sachsen existiert, und die auch nicht wegginge, wenn es plötzlich allen gut ginge. Das kann ich Ihnen leider aus eigener Erfahrung bestätigen.

Mit freundlichen Grüßen
Jens Berger
(nicht irritieren lassen, ich heiße wirklich auch so)

Replik Jens Berger Nachdenkseiten:

Lieber Namensvetter,

schönen Dank für den äußerst interessanten Leserbrief, dem ich auch gar nicht widersprechen will. Dass es in Sachsen auch ein Neonazi-Problem gibt, ist offensichtlich und auch die anderen Punkte, die Sie ansprechen, sind m.E. unstrittig. Mir geht es um zwei Sachen: Zum Einen um die Gründe der Unzufriedenheit, die Sie ja selbst ansprechen. Zum Anderen geht es aber auch um die mediale und politische Aufarbeitung und hier wird m.E. grob vereinfacht und die Sache damit noch schlimmer gemacht. Wenn – rein hypothetisch – 5% der Sachsen nun Nazis sein sollten, dann wären 95% der Sachsen eben keine Nazis. Nach allem, was ich – auch von Leuten, die vor Ort waren – gehört habe, waren von den Demonstranten in Chemnitz die meisten keine „Glatzen“ oder „Rechtsextreme“. Und die verlinkten O-Töne der beiden SPIEGEL-Berichte geben genau diesen Eindruck wieder. Das sind die Menschen, um die es sich für die politische Linke zu kämpfen lohnt. Die „echten“ Nazis sind ohnehin verloren und können wohl nicht mehr „resozialisiert“ werden. Aber das ist ein anderes Thema.

beste Grüße
Jens Berger


7. Leserbrief

Hallo Herr Berger,

ich habe gerade einen sehr schönen Moment gehabt, als ich Ihren Artikel “Lasst uns Sachsenversteher werden!” gelesen habe.

Der Artikel ist mutig (eigentlich absurd, aber so ist es) und trifft meiner Meinung nach exakt den Kern des Problems.

Philip Warnecke


8. Leserbrief

Sehr geehrtes Nachdenkseiten-Team,

vielen Dank für diesen ausgewogenen Beitrag.

Ich wohne nicht weit von Chemnitz entfernt und ich kenne Menschen, die in Chemnitz wohnen und arbeiten, die auch auf dem Stadtfest am Sonntag waren.

Wir alle unterstützen Flüchtlinge in unserem Umfeld. Was aber in der vorallem überregionalen Presse, in Funk und Fernsehen geschrieben und gesagt wird ist aus meiner Sicht schlicht und ergreifend Volksverhetzung!
Es gibt keine „Hetzjagden“ in Chemnitz und jeder kann mit dem üblichen Risiko (in ländlichen Regionen eher geringen Risiko) sich auch Nachts im öffentlichen Raum bewegen ohne, dass es irgendwelche „Nazis“ gibt, die da Randale machen. Randale machen die üblichen Besoffenen und Jungmänner mit zuviel Testoteron aller Nationen.

Die Darstellungen in Zeit und Spiegel machen alle Sachsen zu Nazis und man fühlt sich dabei sooo wohl. Wenn sie das gleiche mit irgendeiner Minderheit machen würden, würde ihnen das eigene Geschrei („Empörung“) um die Ohren fliegen. Aber bei Putin und Sachsen darf jeder noch einmal.

Wenn Herr Augstein glaubt „SAchsen“ schreiben zu müssen, dann ist das für mich so als würde hätte ich ihn mit Geobbels verglichen. Seine nachgereichte Entschuldigung reicht mir hier bei weitem nicht!

Ich habe nicht und werde nicht AfD wählen, aber das was hier passiert ist, ist Wahlwerbung für die AfD erster Klasse und ich erwarte 30% AfD in Sachsen für nächstes Jahr.

Eigentlich hätte ich schon erwartet, dass als sich die Ereignisse in Chemnitz abzeichneten, die Politik hätte reagieren müssen. Es macht mit Sicherheit keinen Spaß sich gewaltbereiten, aufgeheizten Menschen gegenüber zu treten. Aber man hätte hier an der Wurzel sehr wohl ein Zeichen setzen können. 
Wo war denn die Oberbürgermeisterin? Wo waren Politiker, wie Kretschmer, Kipping (geboren in Dresden), Dulig oder auch Lokalpolitiker? 
Schön wäre es nicht geworden, aber da hätten alle diese Maulhelden, die so gerne auf „die Sachsen“ schimpfen und sich dann wundern nicht gewählt zu werden Flagge zeigen können und ja, sie hätten auch Unterstützung bekommen und nicht zuletzt meine!

Also entweder war da nichts, was sich durchaus mit den Berichten in der Lokalpresse und aus den Gesprächen mit meinen Bekannten deckt, oder aber der Politik ist letzlich alles egal, Hauptsache Empörung, Hauptsache gegen Sachsen und seien es die eigenen Wähler. 

Mit freundlichen Grüßen
S. Bernstein


9. Leserbrief

Lieber Jens Berger,
 
das Wort “verstehen” kann man in zweierlei Weise interpretieren. Die erste ist, etwas zu verstehen und meint die Fähigkeit, z.B. Sachverhalte oder Prozesse wissenschaftlich analysieren zu können hinsichtlich ihrer Ursachen, Wirkmechanismen, Folgen usw.

Das Erstarken des Rechtsradikalismus vor allem in Sachsen seit den 90er Jahren mit seinen Ursachen, die sowohl in den sozialen Verwerfungen und daraus resultierenden Ängsten in der Bevölkerung als auch in den völlig falschen Reaktionen des Staates auf das Problem rechter Gewalt zu suchen sind, kann so verstanden werden. Seit den Ereignissen von Hoyerswerda wird das Staatsversagen im Umgang mit rechter Gewalt immer wieder deutlich. Die kollektive Erfahrung der rechtsgerichteten, sich zusammenrottenden, meist jüngeren und männlichen Bevölkerung, dass ihre auf Anwendung von Gewalt beruhenden Aktionen einerseits durchaus erfolgreich sind (Heime für Vertragsarbeiter oder Flüchtlinge wurden geräumt, Politik hat sich nach rechts verschoben, Wahlerfolge rechter Parteien), andererseits für sie persönlich kaum negative Folgen hatten (Polizei und Justiz in Sachsen haben sich gegen rechts sehr zurückgehalten) prägt die rechte Szene nachhaltig. Ich kann hier nur dem Beitrag von David Begrich in der TS vom 28.08.2018 zustimmen.

Die zweite Interpretationsmöglichkeit ist, jemanden zu verstehen und umfasst die Fähigkeit, sich in einen Menschen hineinzuversetzen, seine Motive und Gefühle nachvollziehen zu können und damit ein gewisses Verständnis für sein Denken und Handeln aufzubringen. Personen des rechten Spektrums gehen zunächst nicht von dem Grundsatz der Aufklärung aus, dass alle Menschen von Geburt an gleichwertig sind und gleiche Rechte beanspruchen können. Sie teilen Menschen ein in minderwertige, meist am Rande der Gesellschaft stehende Gruppen (Obdachlose, Behinderte, Homosexuelle, Ausländer) und höherwertige, meist starke Menschen. Das Recht des Stärkeren und die Anwendung von Gewalt ist deshalb so etwas wie ein Grundrecht rechter Gesinnung und rechter Ethik. Von Politik bis Behördenpraxis werden sie leider immer wieder in diesen Erfahrungen bestätigt.

Hierfür kann ich niemals Verständnis aufbringen, weil es für mich eine Frage des Charakters und der persönlichen Überzeugung vom Funktionieren eines Gemeinwesens ist, dass man persönlichen Frust nicht an anderen Menschen auslässt, dass man nicht auf Schwächere losgeht, dass man Grundwerte wie Solidarität und Mitmenschlichkeit achtet. Aus diesem Grund werde ich wohl nie ein “Rechtsradikalenversteher” oder “Rechtsmobversteher” sein können. Sehr wohl bin ich aber ein “Versteher” jener Sachsen, die gegen rechts auf die Straße gehen und dafür auch Schikanen von Polizei oder Justiz auf sich genommen haben. Der Begriff “Sachsenversteher” in seiner Verallgemeinerung lässt vermuten, dass alle Sachsen dem Generalverdacht der rechten Gesinnung unterstellt werden,  was erstens nicht den tatsächlichen Verhältnissen entspricht und zweitens unfair denen in Sachsen gegenüber ist, die sich mutig einem rechten vermeintlichen Mainstream entgegenstellen.
 
Mit freundlichen Grüßen
Thomas Bautzer


10. Leserbrief

Lieber Jens Berger,

ich bin in Chemnitz geboren, habe lange in Karl-Marx-Stadt gelebt. Nach dem Studium bin ich nach Wilhelm-Pieck-Stadt Guben übersiedelt (der Arbeit nach – Arbeitsmigrant).. Heute lebe ich in Guben. Der große Betrieb Chemiefaserwerk beschäftigt nicht mal mehr 10% der ursprünglichen dort Arbeitenden. Nur wenig mehr als es damals Werktätige in Forschung und Entwicklung gab!

Die Deindustrialisierung Ostdeutschlands ist das Ergebnis der von uns Ostdeutschen erkämpften friedlichen Revolution. Na ich bin ja froh, dass es friedlich war! Meine syrischen Patenfamilien haben da ganz andere Erfahrungen!

Da ich nach der Wende eine kleine F/E-Gruppe Projektentwicklung Erneuerbare Energien führen konnte, weiß ich, was EE kann und was eben nicht!. Eine sichere Stromversorgung gehört nicht dazu. Genau deshalb ist Kohle wichtig! Verflüssigtes und russisches Erdgas ist für uns Deutsche ein gutes Erpressungsmittel! Und dabei denke ich besonders an die USA, denn die rechnen Schulden ja in US-Dollar, die sie einfach neu ausgeben. Und wir sind ja Exportweltmeister L

Der wirtschaftliche Wiederaufstieg Deutschlands nach beiden Weltkriegen ist wesentlich damit zu begründen, dass mit Bergbau und Kohle eine unabhängige Basis vorhanden war. Nun Ostdeutschland hatte es da nicht nur wegen der Reparationen wesentlich schwerer.

Braunkohle war die wesentliche Energiebasis in Ostdeutschland. Obwohl drittgrößter Uranförderer ging alles in die Sowjetunion. Trotz des  Stromvertrages wurde die Braunkohleförderung zwar auf 30% zurückgefahren, aber die Stromproduktion nur halbiert und wesentlich modernisiert, so dass im Osten die modernen Kraftwerke mit 43% Wirkungsgrad stehen. Hier stehen auch keine Kraftwerke aus Adenauers Zeiten mehr („Sollen Kohlekraftwerke aus der Zeit Konrad Adenauers…“, Rede Dr. Hofreiter 4.12.2014), sondern nur die aus  Honeckers Zeiten mit 37-39% Wirkungsgrad!

Auch die Treibhausgaseinsparung in ganz Deutschland korreliert mit der Menge der nicht geförderten Braunkohle in Ostdeutschland! 1989 wurden in der DDR noch 300 Mio.t Braunkohlegefördert, heute 65 Mio.t in Ostdeutschland!

Macht weiter so Ihr links/grünen Liberalisten! Die Lausitz hat bei der Bundestagswahl bis auf Dr. Schulze (CDU) nur AfD-Kandidaten gewählt, Wenn nicht welche, die sonst nie CDU wählen, da geholfen hätten, wäre das Direktmandat an die AfD gegangen!

Es geht nicht nur um Arbeitsplätze und deren sozialverträgliche Abwicklung! Es geht um einen strukturellen Neuaufbau! Leider auch um einen teuren Wiederaufbau von Infrastruktur, die leider mit der Industrie und Landwirtschaft in Ostdeutschland mit abgewickelt wurde! 

Noch gibt es junge Alte die helfen können, doch das ist begrenzt! Ich möchte nicht Wüstung wie nach dem 30 jährigen Krieg in Ostdeutschland haben!

#Aufstehen

Mit freundlichen Grüßen
Horst Wetzel
Diplom-Physiker im Unruhestand 


11. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger,

Bravo zu Ihrem heutigen Beitrag. 

Will man die Erfolge der AfD und sonstige rechtsradikale Tendenzen in Ostdeutschland (Reichsbürger, Pegida etc.) tatsächlich zu verstehen versuchen, statt nur zu verurteilen, muss man sich in der Tat anschauen, wo denn der versprochene Wohlstand auf breiter Front geblieben ist. 

Symptomatisch war für mich der „Sparwahn“ ostdeutscher Landesregierungen, wonach an den aktuellen Ausgaben gespart werden müsse, um die Schulden des Landes „abzuzahlen“ statt durch neue Kredite (die ja absehbar durch entsprechende Verfassungsklauseln verboten werden) zu ersetzen. 

Symptomatisch für die Wahrnehmung der Flüchtlingskrise durch viele Ostdeutsche sind die Sparhaushalte in Sachsen-Anhalt für die Haushaltsjahre 2013/14 und 2014/15 und der dann aus Anlaß der Flüchtlingskrise 2015 schlagartig erfolgende Nachtragshaushalt 2015. 

Vgl. hierzu die Reden des zuständigen Finanzministers Bullerjahn 2014 und 2015 und hier für den Zuschnitt des vorangegangen Haushalts.

Zum Verständnis der Situation in Ostdeutschland muss man sich auch vor Augen halten, dass die politische Sozialisation hierzulande ausschließlich im neoliberalen Umfeld erfolgte. Es gibt danach im allgemeinen Bewusstsein weit verbreitet keine politische Alternative innerhalb des etablierten politischen Systems. 

Der grundsätzlich gebotene Flüchtlingshumanismus überfordert einige ostdeutsche Zeitgenossen, weil er das symbolische Privileg des „Deutschseins“ in Frage stellt. Die weit verbreitete Geisteshaltung in diesem Zusammenhang ist Hysterie, die uns auf dem Bildschirm als Lächerlichkeit entgegenkommt.

Mit freundlichen Grüßen
Erik Jochem


12. Leserbrief

Lieber Herr Berger,

ich teile Ihr Bedürfnis, diesen gesellschaftlichen Konflikt analytisch zu betrachten und dabei systemische Ursachen in den Blick zu nehmen. Deshalb ist es richtig, sich in die Menschen in Chemnitz und anderswo hineinzuversetzen und zu überlegen, an welchen Schrauben man drehen muss, um ihnen ihre Wut zu nehmen, ohne, dass man dies auf dem Rücken von Migranten und Flüchtlingen austrägt. 

Aber in meiner Brust schlägt auch ein zweites Herz, dass die Sache etwas gefühlsmäßiger angeht und angesichts der Menschen und ihren Worten Trauer und Wut empfindet. Viele sagen, man dürfe die protestierenden Menschen dort nicht pauschal als Rechtsextreme betrachten. Ich denke, die sind alle Erwachsen und wissen, wo sie mitlaufen. Und wenn sie dort mitlaufen, müssen sie mit der Kategorisierung leben. Allgemein nervt es mich immer mehr, schlimme Dinge zu rechtfertigen, indem man nach Gründen sucht, die ganz woanders liegen. Wenn vor mir eine Person steht, die all ihre Probleme, ihre Wut und den Hass an unschuldigen Menschen auslässt und sich dabei dermaßen gewaltvoll und aggressiv gibt, muss sie mit einer entsprechenden Gegenreaktion von mir rechnen. So etwas Dummes muss man von einem Erwachsenen Menschen nicht hinnehmen. 

Und wenn man angesichts der Menschen in Chemnitz, der Bilder und Videos, die es zu sehen gibt, dafür plädiert, diese Menschen zu “verstehen”, tut man auf väterliche Weise so, als ob diese Menschen unfähig wären, ihre tatsächlichen Interessen zu vertreten. Man macht sich verdächtig, etwas Unentschuldbares zu entschuldigen, weil es ja tieferliegende (und wirklich schlimme) Ursachen gäbe.

Ich denke, diese Menschen wissen, wo sie mitlaufen und verdienen im aktuellen Kontext kein Verständnis, sondern Widerstand. Wenn es stimmt, dass die Menschen in Chemnitz differenzierte Kritik an diversen Dingen üben und nicht über den rechtsextremen Kamm geschert werden dürfen, warum tauchen sie dann alle zusammen jetzt auf? Der rassistische Reflex gewisser sozioökonomischer Gruppen ist nicht entschuldbar, sondern irrational und verdient kein Verständnis. In einem Küchengespräch toleriere ich solche irrationale Positionen nicht, ebenso wenig sollte man dies auf der Makro-Ebene tun. 

Auch wenn es bei Ihrer Website um das Nachdenken geht, würde ich mich sehr freuen, wenn Sie auch hin und wieder symbolische Aktionen starten, um sich glasklar gegen Rassismus zu positionieren. Nicht, dass ich da an Ihrer Position zweifle, aber damit würden Sie auch allen anderen helfen, die versuchen, dagegen anzustehen. Auf Gegendemonstrationen hinzuweisen, würde ja vollkommen ausreichen. Falls dies ohnehin geschieht, habe ich das übersehen und der Hinweis ist natürlich hinfällig.

Ich bin auch der Meinung, dass ein neoliberales Wirtschaftssystem durch entsprechenden Druck Ausländerfeindlichkeit fördert. Eine soziale Politik würde wahrscheinlich das Schlimmste verhindern, aber das ist grade nicht die Baustelle. Darüber wird schon lange diskutiert, doch parlamentarische Mehrheiten für einen Richtungswechsel kommen nicht zu Stande. Nun auf dieser Position zu beharren ist viel zu einfach, wenn Sie mich fragen, weil die Wut der Menschen schon lange rassistisch geframed ist. Aus dieser Grube kommt man nicht mehr rückwärts raus. Der Konflikt verläuft an der Linie “Migration und Flucht”. Wer versucht, ihn dort hinzutragen, wo er hingehört, nämlich zum Wirtschaftssystem, tut zwar theoretisch etwas gutes, macht sich aber auch selbst zu einem Zuschauer in der aktuellen Situation.

Liebe Grüße
G. J

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