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Ein weiterer Beleg für den jämmerlichen Zustand auch der öffentlich-rechtlichen Medien

Verantwortlich:

Am 22.6. lief bei Beckmann „Lafontaine und Engholm über die Zukunft linker Parteien“. Wenn es eines weiteren Belegs für die Erkenntnis bedurft hätte, dass unsere Medien sich in Kampagnen einbauen lassen, hier ist er: Björn Engholm und Oskar Lafontaine bei “Beckmann”. Albrecht Müller.

Schon die Verteilung der Redezeit spricht Bände: etwas über 12 Min für Engholm, knapp 6 Minuten für Lafontaine. Beckmann stellte die Fragen, die Oskar Lafontaine betrafen an Engholm.

Vermutlich waren die Fragen teilweise abgesprochen. Es ging Beckmann vor allem um die Absage an die Koalition links von Schwarz-Gelb. Botschaft von Engholm: Oskar steht der Koalition im Wege und die Mehrheit des Volkes ist gegen die Links-Links-Koalition. Ein tolles Argument. Wenn die SPD früher so Politik gemacht hätte, wäre heute die Oder-Neiße-Grenze noch nicht anerkannt. Dafür gab es auch keine Mehrheit, als die SPD sich dafür stark machte.

Engholm hat nicht begriffen, dass die Agitation gegen ein linkes Bündnis vor allem auch der SPD schadet. Seine Vermutung, bei einem Votum für diese Möglichkeit, würde in der Mitte viel wegbrechen, folgt aus einer statischen Betrachtungsweise und lässt außen vor, dass Merkel und Westerwelle schon dafür sorgen werden, dass immer weniger der SPD glauben werden, das Linksbündnis nicht zu wollen.

Aber schauen Sie sich das Stück selbst an, wenn Sie die Zeit haben.

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